S-Bahn-Stammstrecke Krefeld-Linn ↔ Duisburg ↔ Oberhausen ↔ Essen-Dellwig

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Beschreibung des Vorschlags

Legende zur Karte

Braun = neue Gleise und neue Stationen für die S-Bahn sowie verlegte Güter- und Fernbahngleise
Grau = bestehende Gleise, die für die S-Bahn genutzt werden sollen, und bestehende Stationen

 

Motivation

In diesem Vorschlag stelle ich eine neue S-Bahn-Stammstrecke für den Raum Duisburg/Oberhausen vor. Das Potential dieser Strecke ergibt sich aus folgenden Punkten:

  • Um Duisburg und Oberhausen herum gibt es viele bestehende Bahnstrecken, auf denen bereits ein S-Bahn-ähnlicher Betrieb besteht oder geplant ist. Dort sind heute die Linien RB32, RB33, RB35, RB36 und RE44 unterwegs.
  • In seinem Zielnetz 2040 plant der VRR auf allen diesen Strecken mindestens einen S-Bahn-würdigen 30-Minuten-Takt. Zusätzlich wird die Reaktivierung weiterer Strecken geplant, die geeignet für S-Bahn-Linien wären:
    • Eine Zweigstrecke von Moers nach Neukirchen-Vluyn
    • Die Güterstrecke über die Haus-Knipp-Brücke zwischen Moers und Duisburg-Meiderich Süd
    • Die Walsumbahn zwischen Oberhausen und Wesel
    • Die Emschertalbahn zwischen Oberhausen und Herne-Wanne-Eickel
    • Die Ratinger Weststrecke zwischen Duisburg und Düsseldorf-Rath
  • Durch all diese zusätzlichen Verbindungen wird es auf der Hauptstrecke zwischen Duisburg Hbf und Oberhausen Hbf eng. Hier sind im Zielnetz 2040 aber bis zu 12 Fahrten im Regionalverkehr plus 2 Fahrten im Fernverkehr pro Stunde und Richtung geplant. Die Strecke ist aber zur zweigleisig und an mehreren Stellen sind höhengleiche Kreuzungen nötig. Sie würde extrem davon profitieren, wenn man alle „kleineren/langsameren“ Regionalverkehrslinien von der Strecke runternehmen würde, sodass sie nur noch dem RE/RRX und Fernverkehr nach Düsseldorf dienen würde.
  • Weitere Linien, wie eine Reaktivierung der westlichen Strecke durch Bottrop oder eine Verbindung von Essen-Borbeck nach Oberhausen hätten zwar großes Potential, lassen sich aber auf der bestehenden Infrastruktur nicht mehr sinnvoll in den Knoten Oberhausen/Duisburg einbinden.
  • Die Oberhausener Neue Mitte ist ein großer Anziehungspunkt für Fahrgäste aus der ganzen Region. Hier befinden sich unter anderem das Einkaufszentrum Centro, die Rudolf-Weber-Arena, die Ausstellungshalle Gasometer, ein Sea Life und das Legoland Discovery Center. Die Parkplätze sind insbesondere samstags sehr gut gefüllt und es gibt Stau, um wieder auf die Autobahn zu kommen. Das liegt auch daran, dass die Neue Mitte im ÖPNV aber nur mit dem Bus oder der Straßenbahn zu erreichen ist, obwohl eine bestehende Bahnstrecke (Strecke 2280) einmal nördlich in einem Halbkreis um die Neue Mitte herum führt. Diese Strecke wird nur im Güterverkehr befahren, sie hätte aber Potential, Teil einer neuen S-Bahn-Stammstrecke zu werden.

All diese Punkte sollen mit einer neuen S-Bahn-Stammstrecke zwischen Krefeld-Linn über Duisburg Hbf, Oberhausen Hbf, und Oberhausen Neue Mitte nach Essen-Borbeck adressiert werden. Die neue Stammstrecke kann viele bereits bestehende Gleise, Brücken und Bahnsteige nutzen nutzen. Es sind keine Tunnel erforderlich, was für eine neue Stammstrecke in einem solchen Ballungsraum eine fast einmalige Chance ist. Die teuersten Bauwerke sind folgende:

  • Zweite Hochfelder Rheinbrücke zum Ausbau der bestehenden Strecke auf 4 Gleise
  • Neues Gleispaar zwischen Duisburg-Duissern und Duisburg-Obermeiderich (der Ausbau zwischen Obermeiderich und Oberhausen Hbf ist für das Zielnetz 2040 ohnehin nötig)
  • Überwerfungsbauwerk in Ebene +2 nördlich von Oberhausen Hbf
  • Umbau von Essen-Dellwig Ost zum Turmbahnhof (im Zielnetz 2040 ohnehin vorgesehen)

Die weiteren Maßnahmen beinhalten den Ausbau von Gleisverbindungen und den Bau neuer Stationen. Diese halten sich kostenmäßig in Grenzen. Insgesamt ergibt sich eine gemessen am Nutzen wahrscheinlich sehr günstige neue Stammstrecke.

 

Liniennetz

Die neue Stammstrecke soll von folgenden Linien befahren werden:

  • S3 (*): Essen-Steele ↔ Essen Hbf ↔ Oberhausen Hbf ↔ DU-Overbruch ↔ Wesel
  • S33 (**): Krefeld Hbf ↔  DU-Rheinhausen ↔ Duisburg Hbf ↔ Oberhausen Hbf ↔ DU-Overbruch
  • S34: Krefeld Hbf ↔ Moers ↔ Oberhausen Hbf ↔ Essen-Dellwig (unten) ↔ Gelsenkirchen Hbf ↔ Herne-Wanne-Eickel Hbf ↔ Bochum Hbf
  • S35: Oberhausen Hbf ↔ Essen-Dellwig (unten) ↔ Gelsenkirchen Hbf ↔ Herne-Wanne-Eickel Hbf ↔ Recklinghausen-Hillerheide ↔ Datteln Süd ↔ Lünen Hbf
  • S36 (***): Duisburg-Ruhrort ↔ Oberhausen Hbf ↔ Essen-Dellwig (oben) ↔ Essen Hbf ↔ Essen-Steele ↔ Wuppertal-Oberbarmen
  • S37: Neukirchen-Vluyn ↔ Moers ↔ DU-Rheinhausen ↔ Duisburg Hbf ↔ Essen Hbf
  • S38: Kamp-Lintfort ↔ Moers ↔ DU-Rheinhausen ↔ Duisburg Hbf ↔ Oberhausen Hbf ↔ Bottrop Hbf ↔ Dorsten
  • S39: Bedburg ↔ Düsseldorf Hbf ↔ Ratingen West ↔ Duisburg Hbf ↔ Oberhausen Hbf ↔ Bottrop Nord
  • S43 (****): Duisburg Hbf ↔ Oberhausen Hbf ↔ Essen-Dellwig (unten) ↔ Essen-Karnap ↔ Herne-Wanne-Eickel Hbf  ↔ Herne ↔ Herne-Börnig ↔ Dortmund Hbf
  • S47: Remscheid ↔ Solingen Hbf ↔ Düsseldorf Hbf ↔ Ratingen West ↔ Duisburg Hbf 

Alle Linien im 30-Minuten-Takt. Die Linien S3+S33, S34+S35, S36+S43, S37+S38 sowie S39+S47 sollen dabei jeweils im Abstand von exakt 15 Minuten verkehren, sodass auf den sich überlagernden Linienabschnitten ein 15-Minuten-Takt entsteht.

Die Linien RB32, RB36 und RE44 aus dem Zielnetz 2040 entfallen. Die Linie RB31 hält nicht mehr in Duisburg-Rumeln und Duisburg-Trompet. Sie endet wie im Status Quo in Duisburg mit Bahnsteigwende an Gleis 6. Den Abschnitt nach Bochum aus dem Zielnetz 2040 übernimmt die neue Linie S34.

Eine Führung der S38 ab Duisburg nach Essen und dafür eine Verlängerung der S47 nach Dorsten wäre wünschenswert. Das erfordert allerdings wahrscheinlich einen Infrastrukturausbau zwischen Duisburg und Essen.

(*) Die parallel zur S3 verkehrende RB40 soll in Oberhausen die selben Gleise wie der RE19 nutzen. Sie hat also nichts mit der neuen Stammstrecke zu tun.

(**) Kommt als Linie RB33 oder RB35 aus Aachen/Mönchengladbach. In Krefeld Hbf erfolgt dann ein Liniennummernwechsel und die Züge fahren als S33 weiter.

(***) Diese Linie hat im Zielnetz 2040 die Nummer S33.

(****) Die Fahrten der Linie S43 aus dem Zielnetz 2040 nach Dorsten werden zur besseren Unterscheidung zur S44.

 

Streckenbeschreibung und nötige Baumaßnahmen

Krefeld-Linn bis Duisburg Hbf:

Diese Strecke ist zwischen Krefeld-Linn und Rheinhausen bereits fast überall viergleisig, nur östlich von Krefeld-Hohenbudberg Chempark muss auf ca. 1,5km ein viertes Gleis ergänzt werden.  So können kurz vor Krefeld-Linn die Regionalzüge (Linien RE37 und RE42, jeweils stündlich) auf die bisherigen Gütergleise übergeleitet werden, damit sie vom deutlich ausgeweiteten S-Bahn-Verkehr auf dieser Strecke nicht ausgebremst werden. Damit werden die beiden nördlichen Gleise exklusiv zu S-Bahn-Gleisen.

Am Knoten Rheinhausen werden zwei historische Gleiskurven in abgewandelter Form wieder aufgebaut, um den Knoten an die neuen Verkehrsbedürfnisse anzupassen. Die Linie RB31 soll in Rheinhausen noch den Bahnsteig der S-Bahn-Gleise benutzen, sie wechselt dann östlich des Bahnhofs höhengleich auf die Fernbahn-Gleise.

Parallel zur Hochfelder Eisenbahnbrücke wird eine zweite zweigleisige Rheinbrücke errichtet. Dazu können potentiell die Fundamente und ein Brückenpfeiler der historischen Brücke verwendet werden. 

Zwischen Krefeld-Linn und Duisburg-Hochfeld Süd sollen alle vier Gleise für 140-160 km/h freigegeben werden. Die Kurvenradien geben das her.

In Duisburg-Hochfeld Süd muss der Bahnsteig versetzt neu gebaut werden. Im Anschluss wird die bestehende eingleisige Verbindungskurve nach Duisburg Hbf zweigleisig ausgebaut. In diese fädelt auch die Ratinger Weststrecke ein. Dazu wird eine bestehende Unterführung verlängert.

Südlich des Hauptbahnhofs entsteht eine Wendeanlage für aus Richtung Norden am Hauptbahnhof endende S-Bahnen (Linie S43). Am Hauptbahnhof entsteht ein neuer Bahnsteig für die neue S-Bahn-Stammstrecke. Dieser Bahnsteig sollte sich relativ einfach einfügen lassen.

Eine alternative Fahrtmöglichkeit aus Richtung Rheinhausen zur S1-Strecke in Richtung Essen gibt es über das bestehende Überwerfungsbauwerk. Diese wird von den Linien S37, RB31, RE37 und RE42 genutzt. Diese Linien nutzen gemeinsam mit der S1/S21 die Gleise 5-9 in Duisburg Hbf. Gleis 6 wird zum Stumpfgleis für die RB31, dafür erhält Gleis 7 einen neuen Durchgangsbahnsteig.

 

Duisburg Hbf bis Oberhausen Hbf:

Im Nordkopf des Duisburger Hauptbahnhofs gibt es heute 7 Gleise. Hier übertrage ich die zwei nördlichen Gleise an die neue S-Bahn-Stammstrecke. Dafür ergänze ich ein neues Gleis entlang der Blumenthalstraße, sodass in Zukunft 6 Gleise für den restlichen Verkehr zur Verfügung stehen (vereinfacht 2 Gleise RRX, 2 Gleise Fernverkehr, 2 Gleise S-Bahn/RE42 als Fortsetzung der in Zukunft 6-gleisigen Strecke aus Düsseldorf). Die 6 Gleise werden auch deswegen ausreichen, weil die Linien RB31 und RE44 hier nicht mehr unterwegs sind.

In Duisburg-Duissern entsteht ein neuer Haltepunkt an der neuen Stammstrecke. Im Anschluss verläuft die Stammstrecke zwischen der A3 und der bestehenden Güterstrecke. Theoretisch könnten auch zwei Gleise der bisher viergleisigen Güterstrecke für die S-Bahn umgenutzt werden. Die Güterstrecke ist allerdings Teil eines wichtigen EU-Güterverkehrskorridors, daher bin ich hier auf Nummer Sicher gegangen und habe zwei neue Gleise geplant. Bei Duisburg-Obermeiderich wird eine bestehende Gleiskurve zweigleisig ausgebaut. Diese Gleiskurve ermöglicht auch bereits eine höhenfreie Einfädelung in die bisherige RB36-Strecke („Ruhrort-Bahn“), die Teil der neuen Stammstrecke wird.

Auf der Ruhrort-Bahn soll nach offiziellen Planungen auch eine weitere Linie über die Haus-Knipp-Eisenbahnbrücke nach Moers/Krefeld unterwegs sein. Dazu sollte die bisher eingleisige Strecke ohnehin zweigleisig ausgebaut werden. Diesen Ausbau sehe ich logischerweise auch für die nochmal deutlich stärker belastete S-Bahn-Stammstrecke vor. Am Bahnhof Duisburg-Obermeiderich wird im Zuge dessen auch der letzte Bahnübergang an der Strecke beseitigt. 

Südlich von Oberhausen Hbf fädelt die S3 aus Richtung Essen ein. Die höhengleiche Einfädelung sollte kein Problem sein, da die S3 nur im 30-Minuten-Takt verkehrt. Südlich des Hauptbahnhofs entsteht eine Wendeanlage für aus Richtung Norden am Hauptbahnhof endende S-Bahnen (Linie S35). Am Hauptbahnhof nutzt die Stammstrecke zwei bestehende Bahnsteige: Gleis 13/14 (wird aktuell nicht fahrplanmäßig genutzt) und Gleis 15/16 (aktuell Ruhrort-Bahn).

 

Oberhausen Hbf zur Walsumbahn und zur Neuen Mitte:

Nördlich des Hauptbahnhofs teilt sich die Strecke auf:

  • Von Gleis 13 und 16 geht es in Richtung Walsumbahn. Die Strecke bleibt zunächst auf Ebene 0 und unterquert die Gütergleise an der Duisburger Straße. Dann werden mit einem neuen Überwerfungsbauwerk in Ebene +1 eine Güter-Verbindungskurve und der Rhein-Herne-Kanal überquert, bevor die Walsumbahn erreicht wird.
  • Von Gleis 14 und 15 geht es in die Neue Mitte. Dazu geht es zunächst in ein neues Überwerfungsbauwerk auf Ebene +2, die dann die Hauptstrecke nach Emmerich überquert und in die bisherige Gütertrasse durch die Neue Mitte einfädelt. Am Gasometer und am Centro entstehen zwei neue S-Bahn-Haltepunkte, die die Neue Mitte erschließen sollen. Am Gasometer entsteht eine Umsteigemöglichkeit zur sogenannten ÖPNV-Trasse mit der Straßenbahn und diversen Buslinien.

Am Haltepunkt Oberhausen-Gasometer zweigen die S-Bahnen der Linie S38 über die reaktivierte Strecke nach Bottrop-Nord sowie die Linie S37 nach Osterfeld Süd und Dorsten (RE44-Ersatz) ab. Die bisherige Verbindungskurve der RE44 durch den Grafenbusch kann als Umwelt-Kompensationsmaßnahme abgebaut und renaturiert werden.

Der Güterverkehr soll die Strecke 2280 entlang des neuen Haltepunkts Oberhausen Centro nicht mehr nutzen. Diese Strecke dient heute ausschließlich dem Güterverkehr aus Richtung Güterbahnhof Oberhausen West in Richtung Güterbahnhof Bottrop Süd und umgekehrt. Dieser Verkehr soll in Zukunft die nördlichen Gleise nutzen (Strecke 2320), die bereits westlich des Gasometers den Rhein-Herne-Kanal queren. Ab dem Güterbahnhof Osterfeld geht es dann über ein kurzes bestehendes Verbindungsgleis, das bei Bedarf relativ problemlos zweigleisig ausgebaut werden könnte, zum Güterbahnhof Bottrop Süd. Alternativ kann der Güterverkehr ab Oberhausen West auch die Strecken 2278, 2277 und 2243 nutzen. So entstehen für den Güterverkehr durch den Wegfall der Strecke 2280 keine Nachteile.

 

Turmbahnhof Essen-Dellwig:

Die Stammstrecke endet in Essen-Dellwig. Dort entsteht ein neuer Turmbahnhof, um die Umsteigemöglichkeit zwischen den beiden bisher getrennten Bahnhöfen Essen-Dellwig und Essen-Dellwig Ost zu verbessern. Diese Maßnahme ist bereits offiziell im Zielnetz 2040 hinterlegt. In meiner Planung soll die neue Stammstrecke sowohl in die obere als auch in die untere Ebene einfädeln: So werden von der oberen Ebene Fahrten in Richtung Essen Hbf (Linie S36) und von der unteren Ebene Fahrten in Richtung Essen-Karnap über die zu reaktivierende Emschertalbahn (Linie S43) in Richtung Gelsenkirchen Hbf (Linien S34 und S35) möglich.

Das S-Bahn-Gleis in Richtung Gelsenkirchen Hbf erhält ein Überwerfungsbauwerk auf Höhe des alten Bahnhofs Essen-Dellwig und einen eigenen Bahnsteig auf der unteren Ebene des neuen Bahnhofs, um nicht die komplette Hauptstrecke höhengleich kreuzen zu müssen. Östlich des Bahnhofs fädeln die S-Bahnen dann in die Fernbahn ein. Bis Essen-Altenessen kann das bestehende dritte Gleis für einen dreigleisigen Mischbetrieb nutzbar gemacht werden. Ein späterer viergleisiger Ausbau in Richtung Gelsenkirchen im Richtungsbetrieb wäre denkbar.

 

Verwandte Vorschläge

  • b_hoepfner hat hier ebenfalls eine Nutzung der Strecke entlang der Neuen Mitte für den SPNV vorgesehen. Allerdings möchte er auch den RRX hier entlang führen. Ich halte die Strecke für den RRX/RE-Verkehr aber für zu langsam. Auch eine klare Trennung zwischen S-Bahn und Regionalverkehr wäre aus meiner Sicht wichtig, um Konflikte zu vermeiden.
  • Der Vorschlag von ocin99 führt ebenfalls über die Strecke entlang der Neuen Mitte, kommt aber nicht ohne Tunnel aus.
  • aposke hat hier eine Reaktivierung der Strecke nach Bottrop Nord. Diese Strecke beinhaltet einen Halt am Gasometer, geht aber am Oberhausener Hauptbahnhof vorbei.
  • Mein Vorschlag für einen Ausbau der Fernbahn zwischen Oberhausen und Duisburg sorgt ebenfalls für eine Entlastung der Fernbahn. Der Vorschlag wäre aber auch mit der hier vorgeschlagenen S-Bahn-Stammstrecke kompatibel, wenn man die dunkelgrünen Gleise im nördlichen Vorfeld von Duisburg Hbf weglässt.
  • Den Ausbau der Strecke zwischen Krefeld-Linn und Duisburg hat auch Tramfreund94 schon vorgeschlagen

Es gibt hier auf der Plattform viele Vorschläge für neue S-Bahn-Linien, die auch Teil meines Liniennetzes sind, aber im Bereich Duisburg/Oberhausen die bestehende Infrastruktur nutzen:

  • Eine S-Bahn über die Haus-Knipp-Brücke hat auch Tobias Dumpe und baum vorgeschlagen.
  • Eine Umwandlung der Linie RE44 zur S-Bahn (bei mir S37/S38) hat auch Tramfreund94 vorgeschlagen
  • Eine S-Bahn zwischen Krefeld und Duisburg schlägt Tramfreund94 hier vor.
  • Eine ähnliche Linie zu meiner S43 haben auch ape, bt01, Jijzee und Dack.06 vorgeschlagen. Diese Linie ist ja in ähnlicher Form als S43b auch Teil des offiziellen VRR-Zielnetzes.
  • Der Vorschlag von Bahn4Future führt ebenfalls über die Haus-Knipp-Brücke und die S43-Strecke. Sie hat auch einen Haltepunkt entlang der Hauptstrecke südlich der Neuen Mitte, den ich allerdings nicht für gut genug gelegen halte.
  • Vorschläge zur Reaktivierung der Walsumbahn (auch mittlerweile offiziell geplant) gibt es von ape, NGTD12DD, Duisburger und Dowe.
  • Eine Station in Duisburg-Duissern möchte auch MarcelNarloch errichten, allerdings an der S1-Strecke.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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7 Kommentare zu “S-Bahn-Stammstrecke Krefeld-Linn ↔ Duisburg ↔ Oberhausen ↔ Essen-Dellwig

  1. Ich habe am Wochenende erstmalig Oberhausen besucht und konnte mir deshalb eine recht gute Meinung über den dortigen ÖPNV bilden. Einige der Probleme, die mir aufgefallen sind, versuchst auch du mit diesem Vorschlag zu lösen:
    1. Oberhausen ist grundsätzlich schlecht angebunden. In jegliche Richtungen fahren verhältnismäßig wenig Züge, wenn man bedenkt, dass Oberhausen eine der 40 größten Städte Deutschlands ist und in DER Metropolregion schlechthin liegt. Vor allem gefallen mir deine Pläne zur verbesserten Verbindung Oberhausen-Duisburg. Würde ich genauso unterschreiben.
    2. Die Streckenausbauten an den bestehenden Strecken (sowohl neue Gleise, neue Stationen etc.) gefallen mir ebenfalls gut.

    Ein paar kritische Anmerkungen habe ich hingegen auch.
    1. Eine verbesserte Anbindung des Centros würde ich auch befürworten, nur weiß ich nicht, ob es wirklich sein muss. Zu meiner Überraschung ist die Straßenbahn dort bei weitem nicht überlastet, weshalb es auf dem Papier keine S-Bahn bräuchte, auch wenn ich es persönlich wirklich super fände.
    2. Die Station „Gasometer“ finde ich nicht so ideal. Sie liegt nicht weit entfernt von der Station am Centro und bindet wirklich NUR das Gasometer an.
    3. Ergänzend zu Punkt 2: Um die Neue Mitte herum bestehen nahezu keine Umstiegsmöglichkeiten. Diese gäbe es theoretisch an der ÖPNV-Trasse oder an der Konrad-Adenauer-Allee. Genau dorthin würde ich auch die Station Gasometer verlegen. Schließlich ist der Kaisergarten mit dem Schloss und vielen, vielen weiteren Attraktionen genauso interessant wie das Gasometer aus touristischer Sicht. Ergänzend könnten dort Verbindungen in weitere Wohnviertel entstehen.

    1. Oberhausen ist grundsätzlich schlecht angebunden. In jegliche Richtungen fahren verhältnismäßig wenig Züge, wenn man bedenkt, dass Oberhausen eine der 40 größten Städte Deutschlands ist und in DER Metropolregion schlechthin liegt. Vor allem gefallen mir deine Pläne zur verbesserten Verbindung Oberhausen-Duisburg. Würde ich genauso unterschreiben.

      Wobei sich dies in der Zukunft deutlich verändern soll: Das Zielnetz 2040 sieht zwischen Duisburg und Oberhausen 10 Regios pro Stunde vor, zwischen Oberhausen und Bottrop 2 pro Stunde und in alle anderen Richtungen 4 pro Stunde.

    2. Vielen Dank für dein Feedback!

      1. Eine verbesserte Anbindung des Centros würde ich auch befürworten, nur weiß ich nicht, ob es wirklich sein muss. Zu meiner Überraschung ist die Straßenbahn dort bei weitem nicht überlastet, weshalb es auf dem Papier keine S-Bahn bräuchte, auch wenn ich es persönlich wirklich super fände.

      Es scheinen (leider) sehr viele mit dem Auto anzureisen. Die Parkplätze sind auch echt riesig. Daher hoffe ich, mit der S-Bahn attraktive Verbindungen mit einem größeren Erschließungsradius als bei Bus und Straßenbahn zu schaffen.

      2. Die Station „Gasometer“ finde ich nicht so ideal. Sie liegt nicht weit entfernt von der Station am Centro und bindet wirklich NUR das Gasometer an.

      3. Ergänzend zu Punkt 2: Um die Neue Mitte herum bestehen nahezu keine Umstiegsmöglichkeiten. Diese gäbe es theoretisch an der ÖPNV-Trasse oder an der Konrad-Adenauer-Allee. Genau dorthin würde ich auch die Station Gasometer verlegen. Schließlich ist der Kaisergarten mit dem Schloss und vielen, vielen weiteren Attraktionen genauso interessant wie das Gasometer aus touristischer Sicht. Ergänzend könnten dort Verbindungen in weitere Wohnviertel entstehen.

      Die Station Gasometer habe ich eigentlich nur eingeplant, weil die nach Bottrop abbiegenden S-Bahnen sonst nicht in der Neuen Mitte halten würden. Aber dein Hinweis mit der ÖPNV-Trasse stimmt natürlich. Zwischen der ÖPNV-Trasse und der S-Bahn kann man zwar auch am Hbf umsteigen, aber das wäre für einige Relationen ein Umweg. Ich habe die Station daher jetzt wie von dir vorgeschlagen ein Stück in Richtung Osten verlegt und als Keilbahnhof geplant. Die Baukosten sind dadurch zwar deutlich höher, die zusätzliche Umsteigemöglichkeit sollte das aber wert sein.

      Konrad-Adenauer-Allee/Kaisergarten könnte eine Alternative sein.

      1. Vielen Dank für die offene und verständliche Rückmeldung!

        Es scheinen (leider) sehr viele mit dem Auto anzureisen. Die Parkplätze sind auch echt riesig. Daher hoffe ich, mit der S-Bahn attraktive Verbindungen mit einem größeren Erschließungsradius als bei Bus und Straßenbahn zu schaffen.

        Sehe ich ähnlich. Potenzial ist beim Centro meiner Meinung nach definitiv gegeben für eine verbesserte SPNV-Anbindung. Vor allem, da das Centro eben nicht nur für eine Stadt bedeutend ist, sondern für eine gesamte Region, in der sich eine S-Bahn auf jeden Fall besser eignet, als eine Straßenbahn. Ich glaube nicht, dass sich eine S-Bahn zum Centro (welche ja auch nochmal ganz andere Gebiete des doch enorm großen Geländes anbindet) nicht lohnen würde, nur geht es leider bei der Verkehrsplanung meist nicht um Entwicklungen durch einen Ausbau.

        Die Station Gasometer habe ich eigentlich nur eingeplant, weil die nach Bottrop abbiegenden S-Bahnen sonst nicht in der Neuen Mitte halten würden. Aber dein Hinweis mit der ÖPNV-Trasse stimmt natürlich. Zwischen der ÖPNV-Trasse und der S-Bahn kann man zwar auch am Hbf umsteigen, aber das wäre für einige Relationen ein Umweg. Ich habe die Station daher jetzt wie von dir vorgeschlagen ein Stück in Richtung Osten verlegt und als Keilbahnhof geplant. Die Baukosten sind dadurch zwar deutlich höher, die zusätzliche Umsteigemöglichkeit sollte das aber wert sein.

        Konrad-Adenauer-Allee/Kaisergarten könnte eine Alternative sein.

        Gefällt mir so. Ich denke auch, dass der schnelle und einfache Umstieg zur ÖPNV-Trasse (vor allem zur Straßenbahnhaltestelle Neue Mitte und nach Sterkrade) den größeren Aufwand auffängt.

        Allgemein finde ich dein umfangreiches, aber nicht übertriebenes (Linien-)Konzept ziemlich gelungen.

         

        1. Gefällt mir so. Ich denke auch, dass der schnelle und einfache Umstieg zur ÖPNV-Trasse (vor allem zur Straßenbahnhaltestelle Neue Mitte und nach Sterkrade) den größeren Aufwand auffängt.

          Allgemein finde ich dein umfangreiches, aber nicht übertriebenes (Linien-)Konzept ziemlich gelungen.

          Das freut mich zu hören 🙂

  2. UpdateIch habe jetzt auch die Ratinger Weststrecke an die neue Stammstrecke angebunden. Damit bekommt das Projekt weitere Synergien mit einer bereits seit langem geplanten Reaktivierung, bei der die Einbindung nach Duisburg bisher unklar ist.

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