Ein Kommentar zu “B-Gesundbrunnen: Zwei neue Kopfbahnsteige für Regionalzüge

  1. Ob die Kapazitätserweiterung notwendig ist, mag ich nicht zu beurteilen, verschlechtern wird sie die Situation aber wohl kaum. Die Umsetzung, wie du sie hier vorschlägst hat allerdings einige Nachteile. Erstens ist das der erforderliche Abriss des Gewerbegebäudes und des zugehörigen Parkhauses, zweitens (die von dir angesprochene) höhengleiche Kreuzung der neuen Gleise mit den Gleisen der Ringbahn. Drittens ergeben sich sehr lange Umsteigewege von den neuen Bahnsteigen zur S-Bahn (knapp 180 Meter Fußweg von deinem Gleis 24 nach Gleis 1). Zusätzlich kann, insofern die Swinemünder Brücke selbst kein größeres Hindernis darstellt, das östlich von ihr gelegene Grundstück zum Problem werden, sollte es irgendwann einmal bebaut werden.

    Um Abhilfe zu schaffen, könnte man überlegen, einen Mittelbahnsteig statt da, wo du die beiden angeordnet hast, unter der Zufahrtsstraße zwischen Gleis 10 und dem Gebäude zu bauen. Dort sind von der Wand des Gebäudes bis zum Gleis 10 des Bahnhofs derzeit ungefähr 20 Meter Platz. Durch den neuen Bahnsteig hätte man immerhin zwei weitere verfügbare Gleise. Verlängerte man die Brücke der Badstraße, könnte man nördlich vom Humboldthain eine Kehranlage für Regionalzüge errichten, wie es für die U-Bahn oft gemacht wird.

    Sollte diese Kehranlage nicht benötigt werden, könnte man die Kopfgleise sogar östlich von der Einfahrt zum Parkhaus, ungefähr auf Höhe der östlichen Überführung des Bahnhofs enden lassen. Dieselbe müsste verlängert (und Barrierefrei ausgebaut) werden, wodurch der Fußweg zur S-Bahn auf ungefähr 120 Meter verkürzt würde. Dadurch könnte man zwei Kopfgleise schaffen, ohne dass man weitere neue Brückenbauwerke errichten müsste. Die Auffahrt zur Parkgarage des Geschäftsgebäudes müsste allerdings immer noch baulich angepasst werden.

    Auf der östlichen Seite könnte das Gleis zu den beiden neuen Bahnsteiggleisen dann südlich von der höhenungleichen Kreuzung mit der Ring-S-Bahn aus dem östlichsten Gleis der Stettiner Bahn ausfädeln und müsste nur noch ein Ringbahngleis höhengleich kreuzen.

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