6 Kommentare zu “Köln KVB Zusätzlicher Innenstadttunnel

  1. Die Linie 5

    Die Linie 5 ist zur Zeit die „komischste“ Linie des Kölner Stadtbahnnetzes, da diese sich keiner der oben genannten Achsen sauber zuordnen lässt. Gleichzeitig ist diese Linie trotz der mäßigen Fahrgastzahlen überraschend gut ausgebaut, sowohl der Abzweig vom Tunnel Ehrenfeld als auch die Haltestelle am Appellhofplatz sind vollständig kreuzungsfrei ausgebaut, nur an der (H) Dom/Hbf entsteht eine höhengleiche Kreuzung. Meine Planung zu dieser Linie ist wie folgt: der (Neu-)Ehrenfelder Streckenast wird über die Strecke der 3 und 4 auf die neue Strecke nach Mülheim Süd durchgebunden, die Bonner Straße wird sobald der Neusser Tunnel auf Hochflurbetrieb umgestellt wird auf genau diesen durchgebunden. Außerdem entsteht eine kurze Verbindungslinie Bf. West – Friesenplatz – Appellhofplatz – Dom/Hbf – Breslauer Platz/Hbf – Ebertplatz – Reichenspergerplatz, die somit komplett kreuzungsfrei in die jeweils anderen Strecken eingebunden ist, für die allerdings eine Kehranlage im Grüngürtel neu gebaut werden muss.

    Ich glaube du unterschätzt das Potential der Relation Bf West <-> Dom/Hbf <-> Heumarkt <-> Chlodwigplatz, sobald die Nord-Süd-Stadtbahn fertig ist. Die Stärke der Nord-Süd-Stadtbahn ist, dass sie eben nicht nur die Achse Richtung Ebertplatz anbindet (wo es schon die 18/19 gibt), sondern auch die Richtung Friesenplatz/Ehrenfeld. Auch die Strecke entlang der Bonner Straße wird viele zusätzliche Fahrgäste in die Linie 5 bringen. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass relativ schnell genug Nachfrage für eine zusätzliche Linie Leyendeckerstraße <-> Markstraße da wäre, zumindest zur HVZ. Die würde dann auch in Ehrenfeld zentraler fahren.

    Gleichzeitig führt dein vorgeschlagenes Liniennetz zu einem massiven Engpass zwischen Breslauer Platz und Ebertplatz, den du hier nicht adressierst: Hier sollen pro 10 Minuten folgende Linien unterwegs sein:

    • Linien 16/17: Soll den Tunnel unter der Neusser Straße komplett übernehmen, also wie im Status Quo mindestens 3 Züge
    • Linien 18/19: Möchtest du auf 3 Züge pro Stunde erweitern – ist auch nötig um 1x Niehl und 2x Mülheim abzudecken
    • Neue Linie als Ersatz für die 5 zum Reichenspergerplatz

    Macht 7 Züge pro 10 Minuten. Die Strecke ist dann zwar höhenfrei ausgebaut, aber wäre das wirklich besser als der bestehende Engpass zwischen Appellhofplatz und Poststraße (4-5 Züge pro 10 Minuten mit höhengleichen Kreuzungen), den du als Motivation dieses Vorschlags beseitigen möchtest?

    Abgesehen davon sieht der Vorschlag machbar aus. Ein paar weitere Punkte, die mir aufgefallen sind:

    • Die zusätzlichen Einrichtungsstationen im Bereich Griechenmarkt kannst du dir aus meiner Sicht sparen. Sie sind relativ kompliziert und die bestehende Station Poststraße deckt die Nachfrage in dem Bereich aus meiner Sicht auch dann noch gut genug ab, wenn dort nur noch die 3 und die 4 halten.
    • Ist der Kostenvorteil von offener Bauweise gegenüber TBMs immer noch so groß, wenn du zwei einzelne Tunnel gräbst statt einem breiten? Mit TBMs könntest du auch wie in deinem alten Vorschlag direkt zum Barbarossaplatz statt den Tunnel via Poststraße zu führen.
    • Das Potential der Station Offenbachplatz aus deinem alten Vorschlag ist wahrscheinlich höher als die Station Richmodstraße hier, da sie die Oper und die Hohe Straße anbinden würde.
    1. Natürlich würde die Linie 5 durch eine Durchbindung deutlich an Fahrgästen gewinnen – das hängt aber nicht an der Nord-Süd-Stadtbahn sondern an der Durchbindung selbst. Köln ist eine Stadt die groß genug ist, dass man nicht mehr möglichst viele Verbindungen Punkt-zu-Punkt anbieten möchte, sondern stattdessen einige stark frequentierte Stammstrecken mit guten Umstiegen zwischen diesen anbieten sollte. In Berlin würde ja auch niemand argumentieren, dass es eine U76 braucht, die Alt-Mariendorf direkt mit Spandau verbindet, sondern man steigt halt am Mehringdamm um (die S-Bahn Mal ausgenommen, wahrscheinlich wäre die noch schneller).

      Und hätte man die Verbindung Heumarkt – Appelhofplatz für wichtig gehalten, wäre auch diese kreuzungsfrei ausgebaut worden, statt nur Heumarkt – Ebertplatz wie es tatsächlich geschehen ist.

      Zum überlasteten Abschnitt Breslauer Platz/Hbf – Ebert-/Reichenspergerplatz wollte ich eigentlich auch noch was schreiben, stimmt, das werde ich bald nachholen. Damit das hier aufgezeigte Linienkonzept ungesetzt werden kann, muss auch dieser Abschnitt erweitert werden, es gab dafür schon mehrere Vorschläge die ich dann noch verlinken werde. Zum Glück ist die Turiner Straße so breit, dass der Tunnel- oder Streckenbau dort vergleichsweise einfach ist, selbst wenn man die Probleme die ein Bestandstunnel machen kann mitrechnet.

      Inwiefern sind die neuen Bahnsteige „kompliziert“? Für meine Ziele ist die hier gewählte oder eine recht ähnliche Streckenführung so oder so nötig, diese zwei Einrichtungsbahnsteige wären dann hier nur jeweils ein etwas größerer Tunnel mit Bahnsteig drin.

      Bei offener Bauweise südlich des Neumarkts geht es mir darum, dass man am Neumarkt auf einer Höhe mit dem Innenstadttunnel ankommen soll, alles andere könnte mit einer unterirdischen Ost-West-Achse kollidieren. Außerdem ist das Umsteigen in gleiche Richtung am Neumarkt so deutlich einfacher.

      Die Oper ist außer zu einzelnen Stoßzeiten kein großes Ziel. Die Hohe Straße wird außerdem an beiden Enden bereits durch die Haltestellen Heumarkt bzw. Dom/Hbf erschlossen. Die Breite Straße hat am Appellhofplatz eine Station und ist eine richtige Einkaufsstraße. Ich halte die beiden Stationen etwa für gleich wichtig, wobei ich die Richmodstraße wahrscheinlich noch ein Stück Richtung Westen versetzen werde, da dort der bisher vergleichsweise schlecht erschlossene Teil der Breiten Straße liegt.

      1. Ich habe jetzt in einem zusätzlichen Abschnitt auf den nötigen Ausbau des Abschnitts Breslauer Platz/Hbf – Ebertplatz hingewiesen. Von der Verlegung der (H) Richmodstraße habe ich abgesehen, da ich die hier gewählte Streckenführung vom Bau her für deutlich einfacher halte. Insbesondere die Einbindung Richtung Friesenplatz kriegt so genug Platz.

  2. Natürlich würde die Linie 5 durch eine Durchbindung deutlich an Fahrgästen gewinnen – das hängt aber nicht an der Nord-Süd-Stadtbahn sondern an der Durchbindung selbst. Köln ist eine Stadt die groß genug ist, dass man nicht mehr möglichst viele Verbindungen Punkt-zu-Punkt anbieten möchte, sondern stattdessen einige stark frequentierte Stammstrecken mit guten Umstiegen zwischen diesen anbieten sollte. In Berlin würde ja auch niemand argumentieren, dass es eine U76 braucht, die Alt-Mariendorf direkt mit Spandau verbindet, sondern man steigt halt am Mehringdamm um (die S-Bahn Mal ausgenommen, wahrscheinlich wäre die noch schneller).

    Vom Prinzip her stimme ich dir da zu, das wäre der Idealzustand. Bei enger Taktung und ordentlich ausgebauter Gleisinfrastruktur glaube ich aber, dass sich durchaus auch zwei deiner oben genannten „Linien-Achsen“ ihre Gleise in der Innenstadt teilen können. So hat man einen guten Kompromiss aus hoher Taktung (jeweils 4-5 Minuten-Takt auf beiden Achsen) und möglichst vielen Direktverbindungen. Deshalb finde ich das Dreieck, das nach vollständiger Inbetriebnahme unter dem Hauptbahnhof entsteht, auch eigentlich relativ gut.

    Das große Problem ist im Kölner Hochflur-Netz aber die Verspätungsanfälligkeit (wie du auch schreibst). Die kommt von zwei großen Problemen:

    • Die 4 höhengleichen Abzweigen (Poststraße, Appellhofplatz, Dom/Hbf, Rathaus)
    • Die Linien-Achsen teilen sich nicht nur mit einer anderen Linien-Achse die Gleise, sondern direkt hintereinander auf kurzen Abschnitten mit verschiedenen Linien-Achsen: Zum Beispiel teilt sich die 18 zuerst die Gleise mit der 3/4, dann mit der 5, dann mit der 16/17 und später noch mit der 13. So verteilen sich die Verspätungen ins ganze Netz

    Wenn du noch den Abschnitt Breslauer Platz bis Ebertplatz mit einbeziehst, löst du diese Probleme relativ gut. Ich frage mich aber, ob man zu ähnlichen Baukosten nicht auch eine Lösung finden kann, die das Liniendreieck unter dem Hauptbahnhof erhält.

    Und hätte man die Verbindung Heumarkt – Appelhofplatz für wichtig gehalten, wäre auch diese kreuzungsfrei ausgebaut worden, statt nur Heumarkt – Ebertplatz wie es tatsächlich geschehen ist.

    Das hat man wohl eher deswegen nicht gemacht, weil für den Abzweig ab Dom/Hbf in Richtung Rathaus beim Bau des Innenstadttunnels schon ein (höhengleicher) Tunnelstutzen mitgebaut wurde. Deswegen war man 2013 bei Eröffnung dieses Abschnitts auch so überrascht, dass es plötzlich im Dom vibriert hat: Den Tunnelabschnitt am Dom gab es schon seit Jahrzehnten, wurde aber bis dahin nicht regelmäßig genutzt. Warum man aber nicht wenigstens den Abzweig vor der Station Rathaus höhenfrei ausgebaut hat, weiß ich aber auch nicht.

    Zum Glück ist die Turiner Straße so breit, dass der Tunnel- oder Streckenbau dort vergleichsweise einfach ist, selbst wenn man die Probleme die ein Bestandstunnel machen kann mitrechnet.

    Möglich sicher, aber sinnvoll wird es meiner Meinung nach erst, wenn dein Vorschlag, die Ringelinien nicht mehr in Richtung Neusser Straße sondern über den Rhein zu schicken, wirklich kommt. Ohne die zusätzliche Nachfrage von der Neusser Straße glaube ich, dass der Abschnitt Ebertplatz <-> Breslauer Platz mit bis zu 5 Zügen pro 10 Minuten im Bestandstunnel sehr gut bedient ist.

    Bei offener Bauweise südlich des Neumarkts geht es mir darum, dass man am Neumarkt auf einer Höhe mit dem Innenstadttunnel ankommen soll, alles andere könnte mit einer unterirdischen Ost-West-Achse kollidieren. Außerdem ist das Umsteigen in gleiche Richtung am Neumarkt so deutlich einfacher.

    Macht Sinn 👍

    Für meine Ziele ist die hier gewählte oder eine recht ähnliche Streckenführung so oder so nötig, diese zwei Einrichtungsbahnsteige wären dann hier nur jeweils ein etwas größerer Tunnel mit Bahnsteig drin.

    Vielleicht wäre wie auf der U4 in Frankfurt-Bornheim ein Doppelstocktunnel möglich? Dort ist die Straße auch relativ eng. Ich könnte mir vorstellen, dass das günstiger wäre als in offener Bauweise zwei getrennte Tunnel zu graben.

    Inwiefern sind die neuen Bahnsteige „kompliziert“?

    Für Gelegenheitsnutzer ist es einfach nicht so angenehm, wenn man sich überlegen muss, zu welcher der drei Stationen „Griechenmarkt“ man gehen muss, um seine Bahn zu erreichen. Wenn es absolut nicht anders geht, ist es kein Dealbreaker, aber wäre gut wenn man es vermeiden könnte. Da die Station auch für Umsteiger nicht mehr interessant wäre, denke ich weiterhin dass man auf die Station auf der Linie 18 auch einfach verzichten könnte. Spart Baukosten und Fahrzeit.

    1. Natürlich würde die Linie 5 durch eine Durchbindung deutlich an Fahrgästen gewinnen – das hängt aber nicht an der Nord-Süd-Stadtbahn sondern an der Durchbindung selbst. Köln ist eine Stadt die groß genug ist, dass man nicht mehr möglichst viele Verbindungen Punkt-zu-Punkt anbieten möchte, sondern stattdessen einige stark frequentierte Stammstrecken mit guten Umstiegen zwischen diesen anbieten sollte. In Berlin würde ja auch niemand argumentieren, dass es eine U76 braucht, die Alt-Mariendorf direkt mit Spandau verbindet, sondern man steigt halt am Mehringdamm um (die S-Bahn Mal ausgenommen, wahrscheinlich wäre die noch schneller).

      Vom Prinzip her stimme ich dir da zu, das wäre der Idealzustand. Bei enger Taktung und ordentlich ausgebauter Gleisinfrastruktur glaube ich aber, dass sich durchaus auch zwei deiner oben genannten „Linien-Achsen“ ihre Gleise in der Innenstadt teilen können. So hat man einen guten Kompromiss aus hoher Taktung (jeweils 4-5 Minuten-Takt auf beiden Achsen) und möglichst vielen Direktverbindungen. Deshalb finde ich das Dreieck, das nach vollständiger Inbetriebnahme unter dem Hauptbahnhof entsteht, auch eigentlich relativ gut.

      Dass das in einem Zwischenzustand so sein wird und bereits besser als heutzutage läuft möchte ich nicht ausschließen, als Kölner muss man ja leider gut darin sein aus eigentlich unzureichender Infrastruktur etwas funktionierendes zu machen. Als Zielkonzept halte ich dies allerdings für ungeeignet, Köln ist groß genug und die Stadtbahn in der Innenstadt insbesondere bei den vielen Großveranstaltungen gut genug ausgelastet, um komplett von geteilten Strecken Abschied zu nehmen. Das wird nicht von jetzt auf gleich passieren, muss es aber auch nicht.

      Das große Problem ist im Kölner Hochflur-Netz aber die Verspätungsanfälligkeit (wie du auch schreibst). Die kommt von zwei großen Problemen:

      • Die 4 höhengleichen Abzweigen (Poststraße, Appellhofplatz, Dom/Hbf, Rathaus)
      • Die Linien-Achsen teilen sich nicht nur mit einer anderen Linien-Achse die Gleise, sondern direkt hintereinander auf kurzen Abschnitten mit verschiedenen Linien-Achsen: Zum Beispiel teilt sich die 18 zuerst die Gleise mit der 3/4, dann mit der 5, dann mit der 16/17 und später noch mit der 13. So verteilen sich die Verspätungen ins ganze Netz

      Wenn du noch den Abschnitt Breslauer Platz bis Ebertplatz mit einbeziehst, löst du diese Probleme relativ gut. Ich frage mich aber, ob man zu ähnlichen Baukosten nicht auch eine Lösung finden kann, die das Liniendreieck unter dem Hauptbahnhof erhält.

      Ob man jetzt die Haltestelle Dom/Hbf so umbauen muss, dass dort ein höhenfreies Gleisdreieck in alle Richtungen entsteht, oder ab dem Breslauer Platz/Hbf viergleisig ausbaut könnte tatsächlich aus komplett unterschiedlichen Gründen in der gleichen Kostenregion liegen, ich halte nur das Endresultat eines komplett Linienreinen Ausbaus im Endeffekt für deutlich besser.

      Und hätte man die Verbindung Heumarkt – Appelhofplatz für wichtig gehalten, wäre auch diese kreuzungsfrei ausgebaut worden, statt nur Heumarkt – Ebertplatz wie es tatsächlich geschehen ist.

      Das hat man wohl eher deswegen nicht gemacht, weil für den Abzweig ab Dom/Hbf in Richtung Rathaus beim Bau des Innenstadttunnels schon ein (höhengleicher) Tunnelstutzen mitgebaut wurde. Deswegen war man 2013 bei Eröffnung dieses Abschnitts auch so überrascht, dass es plötzlich im Dom vibriert hat: Den Tunnelabschnitt am Dom gab es schon seit Jahrzehnten, wurde aber bis dahin nicht regelmäßig genutzt. Warum man aber nicht wenigstens den Abzweig vor der Station Rathaus höhenfrei ausgebaut hat, weiß ich aber auch nicht.

      Warum sollte man eine viel aufwändigere Lösung für eine einzelne Linie im 10-Minuten-Takt bauen? Ich kenne mich nicht genau mit der Höhenlage der dortigen Tunnel aus, kann mir aber vorstellen, dass der Tunnel der Linie 5 nicht viel näher an der Oberfläche trassiert werden könnte. Dann wäre eine Rampe um diesen durch die Nord-Süd-Stadtbahn zu unterqueren recht lang gewesen, wodurch man wahrscheinlich weiter nördlich bei einem der beiden Tunnel noch mehr Trassierungsprobleme gehabt hätte. Aber genau kann ich das natürlich nicht sagen.

      Zum Glück ist die Turiner Straße so breit, dass der Tunnel- oder Streckenbau dort vergleichsweise einfach ist, selbst wenn man die Probleme die ein Bestandstunnel machen kann mitrechnet.

      Möglich sicher, aber sinnvoll wird es meiner Meinung nach erst, wenn dein Vorschlag, die Ringelinien nicht mehr in Richtung Neusser Straße sondern über den Rhein zu schicken, wirklich kommt. Ohne die zusätzliche Nachfrage von der Neusser Straße glaube ich, dass der Abschnitt Ebertplatz <-> Breslauer Platz mit bis zu 5 Zügen pro 10 Minuten im Bestandstunnel sehr gut bedient ist.

      Das ist für meine Netzkonzeption tatsächlich nötig. Wenn man nicht davon ausgeht diesen Tunnel ins Hochflurnetz zu integrieren, kriegt man durch die Nord-Süd-Stadtbahn allerdings so oder so eine Asymmetrie im Hochflurnetz, die sich auch nicht dadurch beheben lässt, die Züge stattdessen alle nach Ehrenfeld fahren zu lassen. Entweder am Reichenspergerplatz oder an einer anderen Stelle mit neuer Wendeanlage braucht es dann weitere Züge die umkehren.

      Für meine Ziele ist die hier gewählte oder eine recht ähnliche Streckenführung so oder so nötig, diese zwei Einrichtungsbahnsteige wären dann hier nur jeweils ein etwas größerer Tunnel mit Bahnsteig drin.

      Vielleicht wäre wie auf der U4 in Frankfurt-Bornheim ein Doppelstocktunnel möglich? Dort ist die Straße auch relativ eng. Ich könnte mir vorstellen, dass das günstiger wäre als in offener Bauweise zwei getrennte Tunnel zu graben.

      Sobald du irgendwelche Gleise stapelst kriegst du Probleme mit der sinnvollen Einbindung in den Neumarkt, eine bessere Möglichkeit zum viergleisigen Ausbau der Haltestelle auf einer Ebene (was wie gesagt wegen der Ost-West-Achse unbedingt notwendig ist) als hier gezeigt habt ich bisher nicht gesehen. Unter dem Innenstadttunnel zu stapeln wäre aufgrund der ewigen Betriebspausen auch sonst keine gute Lösung, aber ich vermute dass du das nicht meinst.

      Zuletzt die Frage: ist ein doppelstöckiger Tunnel wirklich günstiger zu erstellen als zwei eingleisige? Man spart sich anders als bei einem zweigleisigen Tunnel praktisch kein Volumen beim Aushub gegenüber dem eingleisigen Tunnel, außerdem muss man aber in deutlich größeren Tiefen arbeiten, was zusätzliche Probleme bei der Grundwasserhaltung erzeugt (die wenn ihnen nicht richtig begegnet wird im schlimmsten Fall im Einsturz eines Stadtarchivs enden), und im Allgemeinen einfach teurer ist.

      Inwiefern sind die neuen Bahnsteige „kompliziert“?

      Für Gelegenheitsnutzer ist es einfach nicht so angenehm, wenn man sich überlegen muss, zu welcher der drei Stationen „Griechenmarkt“ man gehen muss, um seine Bahn zu erreichen. Wenn es absolut nicht anders geht, ist es kein Dealbreaker, aber wäre gut wenn man es vermeiden könnte. Da die Station auch für Umsteiger nicht mehr interessant wäre, denke ich weiterhin dass man auf die Station auf der Linie 18 auch einfach verzichten könnte. Spart Baukosten und Fahrzeit.

      Da hast du durchaus recht, mit dem Argument wäre es auch möglich die neuen Bahnsteige wegzulassen. Umsteigen kann man am Neumarkt so oder so besser, das ist ja eines meiner Hauptziele. Der Abstand der Haltestellen Barbarossaplatz – Neumarkt wäre für den Innenstadtbereich mit 800m zwar recht hoch, was aber durch die Abdeckung der alten (H) Poststraße vertretbar ist. Ich lasse die Haltestellen Mal als Option im Vorschlag, aber grundsätzlich hast du mich da überzeugt.

      1. Nachtrag zum Thema Verzweigung nördlich des Rathauses: auf der Seite der KVB finden sich Informationen zum Bauablauf die teilweise den Bau in diesem Bereich erklären. Schwierig ist hier der tiefe Saal der Philharmonie, der dazu noch komplett vom Schall der U-Bahn isoliert sein muss, weshalb hier teilweise unter Druckluft statt mit der TBM gearbeitet wurde…

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