Dieser Vorschlag muss im Zusammenhang mit diesem Vorschlag betrachtet werden:
https://extern.linieplus.de/proposal/b-verbesster-s-bahn-verbindung-nach-potsdam/
Um die bessere Anbindung Potsdams an Berlin zu schaffen, kann es meiner Meinung nach keinen Weg um die Stammbahn herum gehen. Diese sehe ich komplett als Regionalbahn. Das hat auch Gründe auf die ich in der Beschreibung näher eingehe.
Beginnen wir in Zehlendorf:
Von hier aus führt die Stammbahn südwestlich in Richtung Postdam. Die Breite der Trasse lässt einen komplett 2 gleisigen Ausbau zu. Daher gibt es Zehlendorf keine Probleme mit dem Abzweig. Sollte man sich jedoch ab hier für eine S-Bahn entscheiden, bekommt man 2 entscheidene Probleme. Das erste Problem sind die Baukosten. Jede S-Bahnlösung hat den Nachteil, dass es die Regionalbahngleise überqueren müsste. Aufgrund der dichte des Taktes der gefahren wird, müsste es kreuzungsfrei sein. Damit verbunden wäre großen Bauwerke, die die Regionalbahngleise überwinden. Das 2. Problem ist die Knappheit des Raumes. Ich bezweifle es, dass man vom bestehenden S-Bahnstieg aus die Regionalbahngleise überhaupt überspannen könnte. Das liegt einfach daran, dass zwischen dem Bahnhof und den Regionalbahngleise maximal 200 m liegen. Da eine Regionalbahn die in den Tunnel fahren will eine Oberleitung brauch, muss man mindestens 6 m Höhenunterschied hinbekommen. Dies würde bedeuten, dass man immense Steigungen haben würde. Selbst wenn man die Regionalbahngleise hier absenken würde, müsste man noch locker 4m überwinden. Dadurch dass aber eine Schräge nicht sofort ansetzt, weil die Züge sonst aufliegen würden, wird die Steigung nicht fahrbar. Auch die Anwohner werden sich eine solche Sichtblende nicht bieten lassen und dagegen klagen. Zudem ist die Ausfädelung aus den S-Bahngleisen hier ziemlich schwierig, da auch dafür der Platz nicht reichen würde. Daher ist für mich die Regionalbahn auch die bessere Lösung. Zwei weitere Vorteile hat die Streckenführung. Zum einen ist diese gradliniger und somit schneller und zum anderen kann ein Regio 160 km/h fahren, während eine S-Bahn im besten Fall 100 km/h fahren darf.
Über die Lage Zehlendorf Süd und Düppel muss man glaube ich auch nicht diskutieren. Die nächste Station sieht dafür etwas kritischer aus. Meine Idee wäre es, dass man die Autobahnabfahrt an den Stahnsdorfer Damm verlegt. So würde man den Bahnhof dort sehr schnell erreichen, weshalb dieser sich perfekt für P&R eigenen würde. Zudem fährt der Bus 620 dort schon lang und bindet die Wohnviertel so direkt mit der Haltestelle an. Die 2. Station sollte dann für mich kommen, wenn die Friedhofsbahn verwirklich wird. Dann gibt es auch hier die Umstiegsoption. Ansonsten könnte man den Gewerbepark sicherlich mit autonomen Bussen mit der Station dierek an der Autobahn erschließen, sodass hier auch die Pendler abgebildet werden. Daher erachte ich 4 Zwischenstationen hier für durchaus sinnvoll. Mein Plan ist es eh mit Regionalbahnen und nicht Regionalexpresszügen hier zu fahren. Dazu komme ich dann im Betriebskonzept.
Die Strecke fädelt sich dann in die beiden bestehenden Strecken ein. In Richtung Potsdam HBF wird die Strecke untertunnelt während die andere Strecke durch eine Brücke verbunden wird. Das passt sowieso ganz gut, da die Kurve dann auf den Tunnelausgang trifft und somit schon früher wieder runter kommen kann.
In Richtung Golm wird wie im S-Bahn Vorschlag beschrieben nur der Bahnhof Charlottenhof aufgegeben und Sanssouci wird auf ein Bahnstieg reduziert. Mehr passiert hier nicht. Die Strecke nach Werder sieht aber anders aus. Hier wird ein Turmbahnhof gebaut, damit man zum BAR umsteigen kann. Der Sinn dahinter, wird erst im Betriebskonzept deutlich. Da ich aber gerade schon auf dem BAR bin: Potsdam Pirschheide wird wieder komplett mit 2 Bahnstiegskanten für oben und unten ausgebaut und es gibt zusätzlich einen neuen Kreuzungsbahnhof mit der S15 und dem RE 7. Auch hier wird der Sinn erst im Betriebskonzept deutlich.
So nun zum anderen Abschnitt der deutlich mehr Eingriffe erfährt. Aufgrund der Verlängerung der S15 nach Michendorf, muss die Regionalbahntrasse etwas nach Osten rücken um Platz zu schaffen. Kurz vor dem Bahnhof Stahnsdorfer Brücke verschwinden die Regionalbahngleise in einen Tunnel, der bis hinter dem Bahnhof Medienstadt reicht. Dadurch wird die Entfelchtung von Fernbahngleisen und S-Bahn aufrecht erhalten. Erst wenn die S-Bahn auf die Güterbahnhofgleise verschwenkt, kommt der Regio wieder ans Tageslicht. Die Station wird da natürlich aufgegeben. Dafür wird an dem Knotenpunkt beim Betriebsbahnhof ein neuer Regionalbahnhof gebaut. Dies geschieht deshalb, damit die Leute die nicht mit der S-Bahn kommen, auch weiterhin einen guten Zugang zu ganz Psotdam haben. Das geschieht eben vor allem durch die Straßenbahn und den Bussen.
Der Bahnhof Rehbrücke wird aufgegeben. Der nächste Halt ist dann am BAR. Wiederum aufgegben wird Wilhelmshorst. man hält dann nur noch in Michendorf. Hier wird der nördliche Bahnstieg aber zum Kombibahnstieg mit der S-Bahn umgebaut. Dort werden dann RB 23 und RB 33 enden. Der RE 7 befährt weiterhin den südlichen Bahnstieg.
Betriebskonzept:
Der RE 7 fährt weiter wie gehabt, nur mit anderen Haltestellen. Allerdings wird der Takt so abgestimmt, dass man in Michendorf von Brandenburg aus kommend, eine S15 in Richtung Postdam bekommen kann. Umgedreht filt das genauso. Der RB 23 und der RB 33 werden dann genauso abfahren, dass ein Umsteigen zur S-Bahn möglich und sinnvoll ist. So fährt dann alle 20 min ein Zug quasi weiter nach Brandenburg und dient somit als Anschluss für die S15.
Der RB 33 wird eingekürzt und startet nun in Michendorf. Aufgrund der kürzen Strecke, könnte man überlegen, ob man ihn von Jüterborg bis Luckenwalde verlängert. So würde da der Takt verdichtet werden ohne wirklich große Mehrkosten.
Der RB 23 wird über die Stammbahn verlängert und mit dem RB 10 zusammen geschlossen. So fährt der Dann Michendorf-Nauen.
Der RB 20 fährt nicht mehr nach Potsdam. Genauso fährt der RB 22 nicht mehr nach Potsdam rein. Hier lässt sich überlegen, ob man beide zu einer Linie verknüpft oder ob man den RB 20 nach Ludwigsfelde schickt und so eine neue Direktverbindung nach Potsdam schafft (bzw. mit einmal umsteigen). Ein 30 min Takt zum BER hätte aber auch seinen Charme. Durch diese Taktverdichtung machen auch die Kreuzungsbahnhöfe Sinn, da man so weiterhin nach Potsdam reinkommt. Die Fahrzeit halbiert sich sogar in vielen Fällen, da der Takt auch halbiert wurde und man eben nicht mehr solange warten muss. Sollte man den RB 20 und RB 22 nicht verknüpfen, müsste man noch für den RB 22 ein Ende finden. Hier würde ich Marquardt anbieten, was dadurch eine Taktverdichtung erfahren würde. Somit wird das dort auch attraktiver zu wohnen.
Der RB 21 endet dann immer in Wannsee und fährt nicht mehr in die Stadt rein.
Es wird 2 zusätzliche Züge aus Werder geben. Diese werden mit dem RE 1 zusammen einen 15 min Takt zwischen Werder und Potsdam bilden. Diese beiden Züge werden über die Stammbahn fahren und so einen stabilen 30 min Takt darstellen, + den zusätzlichen Zug des RB 23. Als ein Endpunkt würde ich Eberswalde sehen, wo so der Takt zwischen Ebrswalde und Berlin halbiert werden kann und der RE 3 nicht weiter verdichtet werden müsste. Als zweiten Endpunkt würde ich bei ausgebauter Kremmener Bahn Kremmen ansehen. So könnte man den RB 55 elektrifizieren und damit verknüpfen. Dann gibt es auch hier einen stabilen 30 min Takt in die Stadt und würde eine große Vorleistung für den RE 6 erbringen, sodass der auch eltektrischen fahren kann.
Ich hoffe ich habe nichts vergessen.