Beschreibung des Vorschlags
Vorwort.
Mir ist die Gegend zwischen Treuchtlingen und Gunzenhausen schon länger bekannt.
Die Orte haben sich im Vergleich zu anderen Orten ähnlicher Größe lebendig gehalten. Ua. durch Vereine, Dorfläden etc. und habe dadurch schon manch Preise abgestaubt.
Frühers gab es dort mehrere Bahnhöfen, die ua. zugunsten höhere Geschwindigkeiten geschlossen wurden.
Es gibt ein Ersatzangebot mit Buslinien, die aber nur die Kernzeiten abwickeln. Wer am Wochenende oder Abends weg möchte hat es schwer.
Um die Entwicklung nachhaltig zu unterstützen und die Attraktivität dieser Orte zu fördern brauchen diese Orte wieder Anschluss an den SPNV.
Vorschlag :
Wiedereinrichtung der Haltepunkte Wettelsheim, Markt Berolzheim und Windsfeld Dittenheim und Bedienung im Stundentakt
Pendlerströme:
Wettelsheim und Bubenheim: Stadteile von Treuchtlingen, daher keine Zahlen möglich vermutlich nach Treuchtlingen und Weißenburg.
Markt Berolzheim (Auspendler)
Weißenburg 110, Gunzenhausen 108, Treuchtlingen 81, Nürnberg 33, Pappenheim 23
Dittenheim: (Auspendler)
Gunzenhausen 264, Weißenburg 86, Ansbach 38, Treuchtlingen 35, Meinheim 29, Nürnberg 24
Haltepunkte
Wettelsheim: An alter Position des Bahnhofes mit 2 Außenbahnsteige und P+R
Markt Berolzheim. Neuer Standort an der dortigen Kläranlage mit Außenbahnsteige und P+R
Windsfeld-Dittenheim: Wackelkandidat: Hier hängt es von einer guten Busanbindung nach Dittenheim ab. Optimal wäre ein HP an der Bahnhofsausfahrt an der Straßenbrücke.
Fahrplan
Der RE 80 könnte auf seiner Fahrt 1 dieser Halte bedienten, wenn man Fahrplanreserven ausreizt.
Wie man jedoch bei den Pendlerströmen sieht, muss ein Anschluss nach Weißenburg gewährleistet sein. Die Züge dorthin fahren idr. um die Taktminute 30 ab.
Es gibt zwei Möglichkeiten zur Fahrplangestaltung
1. RB mit eigenen Fahrzeugumlauf im Stundentakt. Diese hätte in Treuchtlingen eine 5 min Wende und teilweise Umstiege bis zu 15 Minuten nach Nürnberg.
2. Mischkonzept mit aus 2 stündlich rtg. Ingolstadt endenden Zügen die verlängert werden und einem eigenen Umlauf. Dafür müssen die zuverlässig dort enden. In der aktuellen Fahrplanperiode werden einige an gewissen Tage nach Nürnberg weitergebunden.
Beispielfahrplan für Nr. 2
von Ingols.
Treuchlingen an
Treuchtlingen ab: 6:21 7:33
Wettelsheim 6:24 7:34
Markt Berolzheim: 6:26 7:36
Windsfeld-Ditt: 6:31 7:41
Gunzenhausen an: 6:35 7:45
Gunzenhausen ab: 7:07 8:07
Windsfeld-Ditt. 7:10 8:10
Markt Berolzheim 7:14 8:14
Wettelsheim 7:16 8:16
Treuchtlingen an: 7:20 8:20
Weiter nach ING
Zusätzliche Rahmenbedingungen
Angepasstes Buskonzept
Evtl. Haltepunkt Weißenburg Süd zur Anbindung eines größeren, in den letzten Jahren stark gewachsenen Industriegebietes.

Sind das nicht eigentlich Infrastruktur-Vorschläge?
Zur Stärkung der öffentlichen Daseinsvorsorge auf dem Land unbedingt!
Wenn schon kein Busverkehr möglich ist, der den ganzen Tag abdeckt wird eine Bahnverbindung keine Rechtfertigung finden. Immerhin befindet man sich hier in der absoluten ÖPNV-Wüste. Dazu sind die Ziele der Einwohner einfach nicht mir den wenigen Bahnhöfen in Einklang zu bringen.
Das ist meiner Meinung nach das völlig falsche Mindset. Natürlich ist in Deutschland der Verkehr weitestgehend etabliert aber gucke ich z.B auf die Relation Verl – Bielefeld, wurde mir früher als ich bei moBiel gefragt hatte gesagt „Ja die 80.2 (3 Fahrten Täglicj) fährt so gut wie niemand mit, wieso sollten wir ausweiten? Letztes Jahr wurde ein Stundentakt mit dwm Schnellbus (!) eingeführt und außer spätabends bzw vormittags ist der Bus komplett gefüllt.
Wenn man nach Flauschis Argumentation geht, müsste man massenhaft Haltepunkte kleinerer Orte schließen bis hin zu manch Nebenbahn. Beispielweise die Hesselbergbahn oder mindestens die Unterwegshalte.
Oder die Haltepunkte Tauberschlag, Adelsheim, Hoppingen, Pflaumloch, Otting-Weilheim etc. um nur einige Bespiele zu nennen aus der Region.
Daseinsvorsorge bedeutet im Verkehr Menschen mit einem vernünftigen Nahverkehrsangebot zu versorgen. Ab einer gewissen Ortsgröße ist es niedrigschwelliger zu gestalten. Das aktuelle Angebot ist teilweise daran geknüpft bestellt zu werden. Dazu kommt, der Schienenbonus. SPNV Angebote sind auch deswegen deutlich attraktiver wahrgenommen als ein Linienbus.
Man sollte Bewohner von Orten mit gewisser Ortsgröße ein attraktives und nutzbares Präsenzangebot anbieten. Auch um die Orte für künftige Generation attraktiver zu machen,
Zudem sollte man immer den sanften Tourismus im Auge haben. Für die Orte Windsfeld und Wettelsheim bspw. ist er ein gewisse Einnahmequelle. In Wettelsheim ist bspw. ein in der Region sehr beliebter Biergarten, der auch von manch Reisebus angesteuert wird.
Außerdem würde ich hier in der Region Altmühlfranken nicht von einer ÖPNV Wüste sprechen, wo kein Angebot eine Chance hat. Eher von einer Region, die unter Ihrem Potenzial liegt, da sie teilweise über kein vernünftiges (mehr) Angebot verfügt. Die genannten Halte wären vermutlich teilweise noch in Betrieb, wenn man damals nicht den dummen Fehler begangen hätte, hier den Pilotversuch zu machen diese Halte zugunsten höhere Geschwindigkeiten zu schließen.
Auf der Strecke bis Würzburg, gäbe es jede Menge Potenzial, die man mit Regionalbahnen erschließen könnte. Marktbreit wären das mindestens die Orte Markt Berolzheim, Wettelsheim, Windsfeld-D., Wolfartswinden , Lehrberg, Gollhofen, Obernbreit. Nachteilig ist hier halt, dass hier viel Güterverkehr rollt, der platz braucht.
Bei manchen Halten, muss das Angebot rechts und links davon natürlich stimmen. ( Bpsw. Wolfartswinden mit Bus alle 60 Min nach Burgoberbach.)
Fernverkehr ist hier mindestens 2h stündlich anzutreffen aber auch nur, von Zügen, die den Knoten Nbg umfahren.
Eine richtige ÖPNV Wüste sind dagegen weite Teile der Oberpfalz mit ihren dutzenden weit zersiedeln Weilern und Dörfern jenseits der 200 EW Marke.
Ich bin im Landkreis Ansbach aufgewachsen und kenne die Diskussionen über die Bahn und die Leute dort. Abgesehen von Ansbach und Rothenburg sowie der S-Bahn sind die Fahrgastzahlen an den übrigen Bahnhöfen sehr übersichtlich. Etwa bei meinem letzten Zufallsbesuch in Wassertrüdingen um 17 Uhr ganze 5 Fahrgäste. Wie da ein Gutachten auf die ominöse 1000er Grenze kommt ist mir ein Rätsel. Oder Windsbach wo ich zur Schule ging, ein Trauerspiel, ebenfalls in Petersaurach.
Ich bin der letzte der sich nicht freut wenn irgendwo ein Zug fährt. Aber wenn er dann nicht angenommen wird ist es nur verbranntes Geld. Die Leute in der Gegend haben eben Gewohnheiten die sich nur mit dem Auto abdecken lassen.
Ich finde den Vorschlag gut. Eine stündliche Anbindung wäre eine große Bereicherung für die Dörfer ohne Übertreibungen.