Bergkamen Zugausbau

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Beschreibung des Vorschlags

Hiermit schlage ich die Anbindung Bergkamens mit neuen Strecken an den Schienenverkehr vor. Bergkamen gilt mit knapp 50.000 Einwohnern als größte Stadt ohne eigenen Schienenverkehr. Daher gibt es auch viele Vorschläge bezüglich zur Anbindung, die alle aber nicht ganz zufriedenstellend sind, ganz geschweige der Vorschläge in der Politik einfach den Halt Rünthe auf der bestehenden Osterfelder Bahn zu nehmen und fertig ist.

1. Infrastrukturelle Voraussetzungen

Bergkamen soll möglichst Zentrumsnah angebunden werden, doch aktuell sehen Vorschläge aus der Politik aus, dass Bergkamen an der Bestandstrecke wenn überhaupt anzubinden bei den Halten Rünthe und Oberaden. Doch dabei ist dann für viele aus Bergkamen der Bahnhof in Kamen sogar fast gleich nah wie die vorgeschlagenen Bahnhöfe. Die Osterfelder Bahn gilt als wichtige Güterverkehrsachse und hier könnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:

Einerseits man benutzt die Gleise der Firma Bayer AG, bindet die bis zum Stadtpark oberirdisch durch ohne zu viel vom Stadtpark selbst zu zerstören. Dann in einem 1 Kilometer langem Tunnel wird die Strecke bis direkt unterm ZOB geführt, wobei es dort 3 Gleise geben soll in einer Unterirdischen Station, zwei Durchgangsgleise für die RB 46 und ein Stumpfgleis für die Regionalbahnen die in Bergkamen beginnen bzw. enden sollen.

Dabei ist das gute dass die Güterstrecke auf der Relation Berkamen-Rüthe <-> Beckinghausen auf der Bestansstrecke durch keinen Personenverkehr gestört wird und nur auf der kurzen (1,5km) Relation zwischen Beckinghausen und den Lünener Abzweigen mit den 3 Regionallinien eine Strecke teilen muss und gleichzeitig Bergkamen zentral anbindet.

Von dort aus soll es bis Oberaden weitergehen und ein Gleisdreieck für die Relationen Bergkamen <-> Kamen / Osterfelder Bahn (Lünen/Dortmund) und Kamen <-> Osterfelder Bahn entstehen, welcher aber nicht kreuzungsfrei ist und somit so wenig Land wie möglich in Anspruch nimmt.

Ab „Oberaden“ geht es weiter und weicht bei „Beckinghausen“ wieder in die Osterfelder Bahn ein und mit einer neuen Verbindungskurve nach Lünen können auch Züge aus Kamen nach Lünen fahren. Zudem soll bei der südlichen Kurve nach „Lünen-Osterfeld“ auch eine Möglichkeit der Flügelung / Vereinigung der RB 50 (Münster – Lünen – Dortmund) mit einem Zug aus Bergkamen möglich gemacht werden.

Der Strecke nach Kamen soll ein Halt „Kamen-West“ eingerichtet werden wo von dort aus die Strecke nach Kamen angebunden wird. Gleichzeitig soll dazu die Strecke Kamen-Unna wieder errichtet werden um eine durchgehende RB zu ermöglichen.

2. Betrieb
RB 46: Oberhausen Hbf – Osterfeld-Süd – Bottrop Hbf – Bottrop-Boy – Gladbeck-West – Gelsenkirchen-Buer Nord – Herten – Recklinghausen-Ost – Suderwich – Datteln – Waltrop – Lippholthausen (HVZ) –  Lünen-Süd – Beckinghausen – Oberaden – Bergkamen-Stadt – Bergkamen-Rüthe – Hamm Pelkum – Hamm Hbf (T60)

RB 47: Bergkamen / Lünen – Kamen-West – Kamen – Unna-Königsborn – Unna-West – Unna – Frömern – Ardey – Fröndenberg – Bösperde – Menden (T60)

RB 49: Bergkamen – Oberraden – Beckinghausen – Lünen-Osterfeld – Flügelung / Vereinigung RB 50 – Dortmund Hbf (T30 mit RB 46 auf Bergkamen – Beckinghausen)

2.1 Gleisplan Bergkamen
Gleis 1: RB 46 -> Oberhausen / -> Hamm Hbf
Gleis 2: RB 47 -> Menden
Gleis 3: RB 49 -> Dortmund Hbf (Stumpfgleis)

3. Andere Vorschläge

Vorschlag von Pistl134 : Generell teile ich die Idee für eine durchgehende RB, doch Oberaden und Rünthe sind zu peripher vom Stadtzentrum.

Vorschlag von LukasS : Eine TramTrain sehe ich oft als kompromisslösung, die Bergkamen zu einem Inselbetrieb mit nur Verkehr nach Kamen hat und die Osterfelder Bahn mit theoretisch guten Anschlüssen bei Reaktivierung ignoriert.

Vorschlag von train : Inspiration für diesen Vorschlag. Nur finde ich dass das Betriebskonzept anders gestaltet werden sollte, auch wenn Dortmund Hauptziel ist, genügen auch Umstiege in Kamen bzw. Lünen. Auch sind keine Kreuzungsfreien Verbindungen nötig, welche den Vorschlag etwas unrealistischer machen. Zudem kommt dass hier wieder in die Osterfelder Bahn bei Beckinghausen wieder eingeschwenkt wird, was den Vorteil hat den zu reaktivierenden PV auf der Osterfelder Bahn komplett über Bergkamen laufen zu lassen. Verbindungskurven gen Lünen bzw. Preußen sind ja beim Lünener Kreuz mit der Osterfelder Bahn noch verfügbar. Plus würde sich solch ein „Kreisbetrieb“ bis Bergkamen und dann nach Lünen bzw. Werne nur die Fahrtzeit zwischen Dortmund – Lünen nicht nur verlängern sondern auch unnötig Trasse wegnehmen. Zudem wird der Stadtpark zu sehr „zerstört“ + zu viele Bahnsteige bei solch wenigem Verkehr. 

Vorschlag von tramfreund94 : Wie gesagt bin ich kein Fan von solchen Inselbetrieb Straßenbahnen die zudem eine übermäßig lange Fahrtzeit aufweisen und auch wieder die Osterfelder Bahn ignorieren, womit man ordentlich potential verspiellt. Generell sind auch Trams deutlich langsamer, was auf solchen langen Relation außerhalb Großstädte kein Sinn macht.

Vorschlag von Baum : Gut finde ich die direkte Anbindung des Stadtzenrtrums in Bergkamen, ich denke dass eine Regionalbahn ab Oberhausen / Essen reichen würde. Ein T30 für ein Expresszug auf der Relation ganz geschweige etwas sehr optimistisch.

Vorschlag von Bahn4Future : Positiv die Direktanbindung an Dortmund, doch auch mit RTs werden die Fahrtzeiten recht unattraktiv.

Vorschlag von Tramfreund94 : Wie gesagt wieder ein Inselbetrieb, wenn auch sehr kostengünstig. Doch mit Nutzung der Firmengleise der Bayer AG, kann man mit nur paar Kilometern Trasse und einem Kilometer Tunnel ein Durchgangsbetrieb nach Hamm anbieten und somit den nördlichen Teil der Osterfelder Bahn nur für den Güterverkehr lassen.

Vorschlag von Bahn4Future : Sehe ich positiv, nur halt andere Trassenlegung für Bergkamen die Zentrumsnäher ist.

Vorschlag von C21H22N2O2 : Interessanter Vorschlag, doch Bergkamen wird wie auf der aktuellen Osterfelder Bahn nur peripher angeschlossen.

Vorschlag von Lorwo : Prinzipiell gute Idee, meine Trassierung ist etwas Zentrumsnäher

Vorschlag von fabi : Kopfmachen in Lünen nimmt Zeit weg, Zentrumsfern von Bergkamen.

 

„Zugausbau“ ist ein Begriff für Erweiterungen von Bahnhalten, Gleisen und Strecken in einem bestimmten Gebiet. Folgende „Zugausbauten“ habe ich bereits veröffentlicht. Die Intention ist, dass diese mehrere Ideen/Vorschläge in einem bündeln und diese deutlich übersichtlicher machen.

Zugausbau Bielefeld
Zugausbau Rahden
Zugausbau Rheda-Wiedenbrück

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2 Kommentare zu “Bergkamen Zugausbau

  1. Bergkamen wieder eine attraktive Bahnanbindung zu verschaffen ist absolut notwendig, keine Frage, daher gibt es ja auch schon ziemlich viele Vorschläge diesbezüglich. Welcher da jetzt genau am besten ist, ist schwer zu beurteilen.

    Bei deinem würde ich die drei Streckenäste unterschiedlich bewerten:

    • Der östliche Streckenast ist m.E. am realistischstem. Mit Führung entlang der Industriegleise und Erreichen des zentralen Stadtgebiets mit Busbahnhof bietet dieser Ast trotz (oder gerade wegen) des Tunnels eine kostengünstige und konfliktarme Trasse.
    • Der westliche Streckenast ist vielleicht auch noch um- und durchsetzbar, aber bietet gar nicht mal so großen Mehrwehrt für die Erschließung gegenüber der Bestandsstrecke, wo ja gerade auch noch die Wasserstadt Aden entsteht. Also könnte man da eigentlich mindestens so gut auf/entlang der Bestandsstrecke verbleiben, wo es sicher weniger Widerstände gegen das Projekt gibt.
    • Bei dem südlichen Streckenast frage ich mich, was der überhaupt bringen soll. Sie schließt eigentlich nichts Bedeutendes neu an und verbindet auch keine großartigen Nachfragepotenziale (die führen eher in die Oberzentren wie Dortmund und Hamm und nicht tangential dazu). Dafür lohnt sich kein Streckenneubau.
    1. Mir muss der Kommentar aus den Augen gegangen sein😅

      • Der östliche Streckenast ist m.E. am realistischstem. Mit Führung entlang der Industriegleise und Erreichen des zentralen Stadtgebiets mit Busbahnhof bietet dieser Ast trotz (oder gerade wegen) des Tunnels eine kostengünstige und konfliktarme Trasse.

      Vielen Dank für das Lob!

      • Der westliche Streckenast ist vielleicht auch noch um- und durchsetzbar, aber bietet gar nicht mal so großen Mehrwehrt für die Erschließung gegenüber der Bestandsstrecke, wo ja gerade auch noch die Wasserstadt Aden entsteht. Also könnte man da eigentlich mindestens so gut auf/entlang der Bestandsstrecke verbleiben, wo es sicher weniger Widerstände gegen das Projekt gibt.

      Das mit Aden hatte ich nicht bedacht. Meine Intention ist es Bergkamen zu keinen Kopfbahnhof zu machen und ein attraktives Angebot in viele Städte auch wie Lünen und Kamen anzubieten, wovon man weiter nach Dortmund oder Münster fährt. Bei Kamen kann man sagen dass Hamm die Rolle als Umstiegsbahnhof ersetzt.

      Das ist dann wirklich nur eine Frage des Willens. Höchste Priorität hat natürlich der Östliche, dann westliche und dann die südliche. Denn ich dachte mir wenn schon solch eine Tangentiale Strecke von Fröndenberg nach Unna reaktiviert wird, Unna – Kamen einfach wiederaufgebaut werden kann es einfach nach Bergkamen bzw. Lünen weigergebunden wird.

      Ich kenne mich vor Ort nicht aus, aber die Trasse kann als Umleitung oder für den Güterverkehr genutzt werden, da der folgende Strecken möglich macht:

      MS – Lünen – Ost – Süd – DO – Ruhrgebiet

      MS – Lünen – Ost – Süd – Kamen – Kassel / Hannover

      Osterfelder Bahn – Ost – Süd – Ruhr / Kassel / Hannover

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