3 Kommentare zu “WOB/BS/GF: Sülfelder Kurve

  1. Grundsätzlich sinnvoll, hatte ich in den (zugegebenermaßen recht groben) Ideen eines Korridorausbaus Uelzen – Kreiensen ja auch schon mal inkludiert. Also schön, dass du das ein wenig genauer ausgearbeitet hast.

    Dabei fällt dann auf, dass der Bau dieser Verbindungskurve leider nicht so trivial ist, da einige wichtige Straßen und der Mittellandkanal gequert werden, was das Ganze entsprechend teuer macht. Für (erstmal) einen stündlichen Zug lohnt sich das wohl eher nicht. Und auch das Queren der Schleusenanlagen und die geringe Distanz zu einzelnen Häusern der Schleusensiedlung könnten vielleicht problematisch sein.
    Ich würde daher lieber versuchen, eine kurze Kurve planen, östlich der bestehenden Brücken über der Mittellandkanal. Das spart Brücken, teure Schnellfahrweichen und auch Streckenlänge ein. Vielleicht lässt sich der Eingriff in das Straßennetz sogar auch noch reduzieren.

    Auch wenn das sicher ein paar Minuten Fahrzeitverlust bedeuten würde, aber ich sehe in den Zeiten angespannter Finanzmittel kaum Realisierungschancen sonst – und selbst die kleine Kurve wäre ja schon ein wirklich starker Gewinn.

    1. Deinen Vorschlag kannte ich tatsächlich noch nicht. Danke für den Hinweis!

      Du hast Recht, die Querung der Schleuse könnte problematisch sein, da die Lehrter Bahn die allerdings auch quert, ist das, denke ich, kein Ausschlusskriterium. Vom nächsten Gebäude in der Schleusensiedlung ist die Strecke wie ich sie eingezeichnet habe gut 20 Meter entfernt. Das sollte auch passen.

      Bei einer engeren Kurve ergibt sich ein anderes Problem: Um den Mittellandkanal gar nicht zu berühren, müsste diese einen Radius von maximal 700 Metern haben. Damit sind nur noch Höchstgeschwindigkeiten von 130km/h möglich. Deswegen müssten die Züge auf der Weddeler Schleife, beziehungsweise der Lehrter Bahn abbremsen, was auf den ohnehin gut ausgelasteten Strecken Kapazitäten kostet.

      1. Da sehe ich jetzt doch einiges etwas anders als du. Also ja, inwiefern die Querung der Schleusenanlagen Schwierigkeiten ergibt, müsste die Detailplanung ergeben, wo dann genau geprüft werden müsste, wo welche Brückenpfeiler stehen könnten usw. aber die Hausnummer 50/50A der Schleusensiedlung liegt nur wenige Meter von der neuen Trasse und Brücke (in entsprechender Höhenlage) entfernt. Das zusammen ist auch kein absolutes KO-Kriterium, spricht aber doch vorzugsweise für eine andere Trassierung.

        Die verlorene Zeit durch 130 statt 160 km/h dürfte sich um einen jeweils einstelligen Sekundenbetrag handeln, ist also nicht sonderlich gravierend und rechtfertigt keinesfalls die hohen Zusatzkosten. Viel schwerwiegender sind hier die höhengleichen Ausfädelungen, sodass in Richtung Westen insgesamt zweimal das Gegengleis gekreuzt wird – das kostet Kapazitäten und wird sicher den Zug das ein oder andere Mal zum Abbremsen zwingen. Ich will jetzt keine höhenfreie Ausfädelung fordern, da das das Projekt auch verteuert, aber der geringfügige Geschwindigkeitseinbruch durch den geringeren Kurvenradius macht den Kohl da wirklich nicht fett.

        Weiterhin möchte ich auch noch etwas zum Betrieblichen ergänzen: Zusätzliche Züge nach Gifhorn Stadt sind auch nicht ganz ohne Weiteres möglich, wie ich bei dem Erstellen eines Vorschlags für eine Verlängerung der RB 36 von Wolfsburg feststellen durfte (siehe auch die Kommentare). Und wenn wir schon beim Thema sind: Man sollte man vielleicht auch mal drüber nachdenken, ob beide Lösungen möglich sind und wenn nicht, welche die bessere (Nutzen/Kosten) ist.

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