3 Kommentare zu “RB Wolfsburg – Helmstedt

  1. Die Idee finde ich grundsätzlich nicht verkehrt, ich hatte sie ja selbst in einem Kommentar unter dem Vorschlag von Brownlaw ins Spiel gebracht (allerdings mit Verbindungskurve). Größtes Problem dieses Vorschlags ist die Wende in Weddel. Gerade der Abschnitt Braunschweig – Weddel ist sehr stark aus- um nicht zusagen überlastet, da sich hier die Verkehre Lehrte/Hildesheim – Wolfsburg/Magdeburg die Gleise teilen müssen. Verstärkt wird der Effekt noch durch die höhengleiche Kreuzung. Hier ist einfach extrem viel Güterverkehr unterwegs, siehe auch dieser Vorschlag. Kurzum: Mindestens ein drittes Gleis zum Wenden in Weddel und/oder eine höhenfreie Kreuzung braucht es für diese Verbindung. Oder eben eine Verbindungskurve, die vsl. in einem ähnlichen Rahmen läge, da es keine großartigen Hindernisse gibt.

    1. Ich habe mir das auch nochmal angeschaut und muss dir Recht geben. Ohne Ausbau in Weddel reichen die Kapazitäten im Bahnhof wohl einfach nicht.

      Ein drittes Gleis zwischen dem Abzweig Braunschweig-Buchhorst und Weddel wird im Bundesverkehrswegeplan allerdings sogar schon im vordringlichen Bedarf mit Chance auf Realisierung bis 2030 geführt. Ich bin mir sicher, dass der Regionalverband mit dem entsprechendem politischen Willen auch eine weitere Bahnsteigkante finanziert bekommen könnte, zumal sich deren Erschließung mit einer Rampe von der westlich liegenden Straße recht einfach umsetzen ließe. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis der ganzen Maßnahme beträgt 1,7. Ich muss sagen, dass ich nicht ganz genau weiß, wie das funktioniert, aber das ist ordentlich und selbst, wenn man den Abzweig Weddel kreuzungsfrei gestalten würde, kann ich mir vorstellen, dass das NKV nicht unter 1 sinkt. Dementsprechend würde ich die Notwendigkeit einer weiteren Bahnsteigkante in Weddel nicht als Ausschlusskriterium für diesen Vorschlag betrachten.

      Darin liegt sogar, finde ich, ein weiterer Vorteil dieser Linie. Da sie ja vermutlich nur solange so verkehren würde, wie die direktere Strecke Helmstedt – Velpke – Wolfsburg nicht existiert, würden die Kapazitäten, die für sie geschaffen werden, nach der Fertigstellung der Neubaustrecke wieder frei, wodurch der Abschnitt (Braunschweig -) Weddel – Helmstedt langfristig entlastet wird. Das ganze setzt natürlich voraus, dass die NBS überhaupt realisiert wird.

  2. Ehrlich gesagt sehe ich, dass die Nachteile gegenüber einer guten Umsteigeverbindung in Weddel überwiegen, da die Wende nicht schneller ist als ein gut geplanter Umstieg und durch das Kreuzen der Gleisstränge mehr Kapazitäten bindet.

    Außerdem wird Braunschweig, das aus beiden Richtungen das wichtigere Ziel ist, nicht direkt erreicht. Denkbar wäre das für mich nur, wenn jeweils ein guter Umstieg nach Braunschweig sichergestellt ist. Also bspw. BS – WOB, BS – HE und WOB – HE jeweils im T60 und in Weddel gute Umstiege von WOB -> HE auf HE -> BS und von BS -> HE auf HE -> WOB sowie von HE -> WOB auf WOB -> BS und von BS -> WOB auf WOB -> HE. Das würde aber bedeuten, dass zu Beginn der Wende von HE -> WOB BS -> HE halten muss und zum Ende hin WOB -> BS sowie umgekehrt. Das funktioniert am besten, wenn das Wendegleis ein Stumpfgleis am gleichen Mittelbahnsteig ist. Die aufgezeigte Konstellation bei HE -> WOB ist sowieso kreuzungsfrei, bei WOB -> HE kann der zu Beginn haltende BS -> WOB halt erst abfahren, wenn WOB -> HE da ist und HE-> BS kann erst nach der Ankunft von WOB -> HE einfahren.

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