Beschreibung des Vorschlags
Die Residenzstadt Detmold (75.000 Einwohner) leidet seit Jahren unter einer starken Belastung des Innenstadtbereichs durch den motorisierten Individualverkehr sowie unter den Kapazitätsgrenzen des heutigen Stadtbusnetzes. Besondere Schwerpunkte sind die Achsen nach Pivitsheide, Hiddesen und Herberhausen, auf denen die Busse zu den Stoßzeiten regelmäßig an ihre Belastungsgrenzen stoßen.
Ein leistungsfähiges, modernes Niederflur-Straßenbahnsystem stellt für Detmold die nachhaltigste Lösung dar, um den ÖPNV-Anteil drastisch zu steigern, Schülermassen zügig zu transportieren und die Vororte schnell an die Innenstadt sowie den Hauptbahnhof anzubinden
Man könnte sich fragen bei allen Detmold Vorschlägen wieso ausgerechnet hier die Östlichen Strecken wie nach Remmighausen, Spork, Rödlinghausen fehlen. Dies hat den einfachen Grund dass im „Zugausbau Detmold“ diese durch die S-Bahn OWL schon so einen guten Takt haben und ein T30 + Straßenbahn im T10/15 zu viel des guten sind und vor allem in Detmold Pivitsheide, Hidessen und Herberhausen sehr hohe Bevölkerungsdichte aufweisen und Jerxen-Orbke von wirtschaftlicher Bedeutung ist.
2. Infrastruktur
Der Hauptbahnhof Detmold würde als zentraler Knotenpunkt fungieren, wobei sich die Trams immer im T10 dort treffen und dann weiterfahren als vier Linien. Der Bushalt des ZOBs müsste etwas verschoben werden, dennoch kann die gleiche Anzahl an Bushalten bestehen bleiben. Es soll ähnlich wie in Bielefeleld fungierende „Nikolaus Dürkopp Straße“ eine zweite Haltestelle für „Bahnhof/Brücke“ gebaut werden, welche in dem Depotverkehr benutzt wird.
Das Depot sollte bestenfalls in „Orbke-West“ liegen, da dort als Industrielles Gebiet die Flächennutzungskonkurrenz sich im Rahmen hält und genug Platz verfügbar ist.
Weitere Fakten zur Infrastruktur wären, dass es für Zweirichtungsfahrzeuge ausgelegt ist, beim „Schulzentrum“ zwei, bei „Rosental“ ein Wendegleis geben soll um die HVZ-Verstärkerlinie 10 verkehren zu lassen, welche auch auf dem Weg die „Technische Hochschule“ bedient und somit für Studenten und Schüler einen zuverlässigen Verkehr anbietet.
Es gibt drei Gleisdreiecke, 1435mm Spurweite, ist auf 600/750V elektrifiziert, ist zweigleisig Ausgebaut und es gibt 4 Hauptlinien, 3 Verstärkerlinien und 3 Depotlinien um möglichst leerfahrten zu vermeiden.
Mögliche Problematiken mit der Infrastruktur ergibt sich bei dem Abschnitt nach Hidessen LWL, wobei die Obere Straße/Hillbrede sehr eng ist und auf einigen Teilen eingleisig gebaut werden muss. Dennoch ist es schlecht verzichtbar da man bei umfahrung viel Potential ausgeschöpft lässt.
3. Linien
Folgende Linien sind geplant. Die Linie 1, 2, 3, 4 sollen idealerweise im T10 verkehren und am Samstagen, Sonntagen im T15. Alle Linien treffen sich zu einer bestimmten Uhrzeit immer an den Gleisen und da beispielsweise sich die 1 und 2 ab „Gericht“ eine Station teilen eine Minute versetzt fahren und somit alle Linien am Bahnhof etwa 2-3 Minuten warten bevor sie weiter fahren. Theoretisch wäre auch eine Verlängerung der Linie 1 und 2 auf die Äste der 3 und 4 möglich sodass es nur zwei Linien gibt. Ich denke mit vier Linien ist es weniger verwirrend umzusteigen.
| Linie | Abschnitt | Takt |
|---|---|---|
| 1 | Pivitsheide Hp. – Heidenoldendorf – Schulzentrum – Hochschule – Gericht – Hbf | 10 |
| 2 | Hiddesen LWL – Gericht – Hbf | 10 |
| 3 | Herberhausen – Rosental – Landesmuseum – Hbf | 10 |
| 4 | Orbke-West – Klinikum – Hbf | 60 |
| 10 | Schulzentrum – Hochschule – Gericht – Landesmuseum – Rosental | HVZ |
| 11 | Pivitsheide Hp. – Hochschule – Hbf/Brücke – Orbke-West | SVZ |
| 12 | Hiddesen LWL – Hbf/Brücke – Orbke-West | SVZ |
| 13 | Herberhausen – Rosental – Hbf/Brücke – Orbke-West | SVZ |
| 14 | Pivitsheide Hp. – Schulzentrum – Hochschule – Hiddesen LWL | HVZ |
| 15 | Herberhausen – Rosental – Gericht – Hiddesen LWL | HVZ |
4. Andere Vorschläge
Vorschlag von trainspotternrw : Nein.
Vorschlag von Ulrich Conrad: Strecke nach Remmighausen mit dem Bahnanschluss ist etwas zu viel.
Vorschlag von Ulrich Conrad: Gute Strecke, nur würde ich nach Herberhausen über die Siegfriedstraße gehen.
Vorschlag von jonas.borg : Reicht nach Berlebeck kein Bus?

Was hier ganz klar vorweg fehlt, ist eine gute(!) Begründung, warum Detmold ein Straßenbahnnetz braucht und warum sich das lohnen könnte. Hierbei gilt es zu beachten, dass Detmold mit 75.000 Ew und einer eher lockeren Besiedlung grundsätzlich ungeeignet für ein Straßenbahnnetz ist. Ja, es gibt im Osten Deutschlands ein paar wenige kleinere Städte, die ihren Straßenbahnbetrieb erhalten haben, aber alle haben diesen aufgebaut, als die Alternative Pferdekutsche hieß und nicht Bus. Und auch dort steht immer wieder die Stilllegung im Raum. Fakt ist, dass heutzutage für Städte <200.000 Ew. der Neubau eines Straßenbahnbetriebs finanziell kaum darstellbar und für Städte <100.000 Ew sogar der Betrieb schwierig und immer unwirtschaftlicher ist, als ein Busbetrieb. Ausnahmen bestätigen die Regel, dies müsste dann aber eben entsprechend sehr gut begründet sein, denn Kapazitätsengpässe werden es wohl kaum sein.
Auf die Details ist es daher auch etwas müßig näher einzugehen. Viele Strecken(-abschnitte) scheinen jedenfalls keinen so engen Takt zu rechtfertigen. Oder wie oft fahren da heute die Busse? Und vier Radiallinien statt zwei Durchmesserlinien erscheint auch unsinnig, das macht eigentlich kein Nahverkehrsbetrieb so. Aber so lange der erste Abschnitt nicht erfüllt ist, braucht man sich da auch keine weiteren Gedanken machen.