Beschreibung des Vorschlags
Hiermit schlage ich die Verlängerung der RE 82 von Altenbeken nach Kassel. Diese Verlängerung gibt der Strecke Altenbeken – Kassel nicht nur eine verdopplung des Taktes auf einen glatten Halbstundentakt, sondern bindet Ostwestfalen-Lippe an den zentralen Knotenpunkt in Kassel an.
1. Aktuelle Lage
Die RE 11 gilt als notoriös Verspätungsanfällig, vor allem dem langen Linienlauf durch das ganze Ruhrgebiet bis nach Duisburg geschuldet. Oftmals ist dieser besonders auf der Relation Paderborn – Kassel hoffnungslos überfüllt. Umstiege von der RE 11 in Altenbeken nach Bielefeld habe ich öfters verpasst und vice-verca. Die RE 82 zeigt für einen Regionalexpress mit etwa 50 Kilometern nicht wirklich den Charakter eines Expresszuges und der Umstiegszwang macht die Relation für Umstiege eher unattraktiv.
2. Infrastrukturelle Voraussetzungen
NBS Langeland – Himmighausen
– Langfristig sollte dieser Vorschlag umgesetzt werden um den RE 82 beschleunigen zu können und dabei laut Thorben „wichtig für den Güterverkehr ist , stellt Altenbeken doch eine mögliche Alternative zur vollen alten Nord-Süd-Strecke zwischen Elze und Bebra sowie zur hochbelasteten Bahnstrecke Hamm–Minden dar“
Zweigleisiger Ausbau Bielefeld – Lage
– Hat aufgrund der Linie nach Lemgo und hohen Verkehrsaufkommen hohe Priorität umgesetzt zu werden, wie im „Zugausbau Bielefeld“ vorgeschlagen. Dazu soll am Bielefelder Hbf die Gleise 21 und 22 mit einem extra Mittelbahnsteig ausgerüstet sein für die Begatalbahn. Der Bahnhalt „Bielefeld – Hillegossen“ würde in Betrieb gehen.
Zweigleisiger Ausbau Lage – Altenbeken
– Langfristig möglich, hat aber vorerst keine Priorität. Könnte besser für die Taktgestaltung sein.
3. Vorschlag
Während viele Strecken recht überlastet sind mit Mischverkehr, ist die Strecke ab Altenbeken nach Kassel mit Außnahme des RegioTram ab Hofgeismar nur von der RE 11 und Güterverkehr belegt. Der Fernverkehr ist sehr sporadisch vorhanden, soll doch im D-Takt auf ein Stundentakt erweitert werden. Mit der Verlängerung der RE 82 soll der Umsteigezwang aus Bielefeld und Detmold entfallen.
Dabei soll in Altenbeken kopf gemacht werden um Anschlusse nach Paderborn zu gewährleisten und somit ein T30 zwischen Paderborn – Kassel zu etablieren.
Doch stellt sich die Frage wieso keine Weiterführung der RE 82 nach Paderborn und von dort aus nach Kassel? Die Strecke Altenbeken – Paderborn ist bereits heute ein Nadelöhr, mit Strecken nach Hameln/Hannover, Detmold, Kassel, Kreiensen und Göttingen und Güterverkehr stapeln sich die Züge und kaum Platz für Erweiterung bleibt übrig.
Zudem ist Bielefeld über die Senne Bahn auf (theoretisch) schnelleren Weg erreichbar. Dazu schlage ich im „Zugausbau Bielefeld“ 4 Abfahrten die Stunde inklusive eines Regionalexpresses, der Bielefeld und Paderborn schnell verbindet.
4. Betrieb
Wie hier angezeigt würde die RE 82 direkt im T30 mit dem RE 11 verkehren. Aus Bielefeld / OWL könnte man von nun deutlich schneller nach Göttingen, Halle(Saale), Gießen, Frankfurt und Erfurt. In Altenbeken soll am Gleis 21 bei beiden Fahrten gewendet werden, der Durchgangsverkehr der Güterverkehr passieren im am Gleis 22/23. Beim Kurs nach Bielefeld, der um 7:52 aus Altenbeken abfahren soll, soll die RE 11 die etwa 10 Minuten später fährt ebenfalls beim Gleis 22 halten um mögliche Trassenkonflikte zu vermeiden.
Bielefeld – Kassel-Wilhemshöhe: bisher 2:07h -> neu 1:24 h (-0:43 h)
|
Haltestelle |
-> KS | -> BI |
| Bielefeld Hbf | 6:45 | 8:37 |
| Oerlinghausen | 6:54 | 8:28 |
| Lage(Lippe) | 7:02 | 8:20 |
| Detmold | 7:08 | 8:14 |
| Horn | 7:16 | 8:06 |
| Altenbeken | 7:30 | 7:52 |
| Kassel-Wilhemshöhe | 8:09 | 7:13 |
5. Andere Vorschläge
Vorschlag von lorwo : Zu viel neue, langsame Trasse, Umweg über Bad Driburg, Anschluß nach Paderborn geht verloren, nimmt Trasse von der RB 85/84 weg.
Vorschlag von tramfreund94 : Nach Osnabrück verlängerung möglich, machts aber Verspätungsanfälliger und die neuen Gleise in Bielefeld, die den Hbf entlasten sollen können nicht genutzt werden. Und wenn dann ohne diese NBS bei Osnabrück.
Vorschlag von Lorwo : Sollte Selbsterklärend sein, sehr viel neue Trasse für sehr wenig Anschluss, Kassel wird komplett verfehlt, obwohl dies der Knotenpunkt für viele Trassen ist.

Wird der RE11 nicht in Hamm geschwächt? Dann wäre ein Verzicht auf die Schwächung ja die günstigere und naheliegendere Lösung hin zu mehr Kapazität Altenbeken – Kassel. Aber so wie von dir vorgeschlagen geht es natürlich auch. Was ich aber nicht für sinnvoll halte, ist der Halt Altenbeken Süd. Wenn für die Relation Lage – Paderborn in Altenbeken umgestiegen werden soll, geht das nur bei einem Wechsel RE11/RE82, die anderen Relationen fahren ja gar nicht über den Halt und funktionieren insofern nicht. Das ist vor allem dann interessant, wenn es Fahrplanabweichungen gibt. Dann sieht dein Lösungsvorschlag einfach keine Alternativlösungen bereit, während im Bf. Altenbeken zahlreiche weitere Linien gerade auf der Relation des RE11 (Altenbeken – Paderborn) zur Verfügung stehen würden. Außerdem zwingt dein Vorschlag den RE11 zu einem zusätzlichen Halt. Auch das halte ich nicht für sinnvoll. Eine Wende in Altenbeken würde wenig Zeit kosten, keine 5 Minuten, aber viel weniger Probleme verursachen.
Gerne setze ich das so um! Eigentlich wollte ich in Himmighausen ein Umstiegsbahnhof vorschlagen, was aber viele Bahnen wieder ausbremsen würde.
Wenn du willst kannst du gerne noch diese Vorschläge angucken da das Feedback von dir oft schlüssig ist :
TWE Nordstrecke
In Himmighausen ist das lokale Potential halt nahe null und die Fahrzeit aus Paderborn würde sich doch deutlich verlängern. Insofern halte ich das Kopfmachen in Altenbeken für besser. Es muss aber sichergestellt werden, dass dort auch die nötige Kapazität vorhanden ist. Diese Betrachtung fehlt mir noch, gerade da du ja auch in beide Richtungen quasi eine Wende in Altenbeken vorsiehst. Dafür müssen sich die Züge ja irgendwo kreuzen, das geht so ohne weiteres nicht.
Ansonsten finde ich die Fahrzeiten von dir aber auch unrealistisch, zwischen Altenbeken und Kassel sieht der D-Takt 57 Minuten vor, bei dir sind es 27. Vom Ausbau Bielefeld – Lage – Altenbeken erhoffst du dir auch starke Fahrzeitersparnisse, das kann ich mir durch den Ausbau aber schon eher vorstellen.
Hab das hinzugefügt: „In Altenbeken soll am Gleis 21 bei beiden Fahrten gewendet werden, der Durchgangsverkehr der Güterverkehr passieren im am Gleis 22/23. Beim Kurs nach Bielefeld, der um 7:52 aus Altenbeken abfahren soll, soll die RE 11 die etwa 10 Minuten später fährt ebenfalls beim Gleis 22 halten um mögliche Trassenkonflikte zu vermeiden.“
Da habe ich die Fahrtzeiten des RE 11 übernommen. Ich würde sagen dass mit einem guten Ausbau und Streckenbegradigung 39-40 Minuten machbar sein sollten. Dazu könnte man meiner Meinung nach den Halt „Willebadessen“ und auch „Hofgeismar“ rausnehmen und eine neue RB auf der Strecke wie hier fahren zu lassen.
Hierzu sei die Info ergänzt, dass nur Gleis 21 aus allen drei Richtungen – Langeland, Paderborn und Warburg – erreichbar ist. Hier wäre eine Ausweitung unvermeidbar.
Die Fahrtzeiten? Wohl eher die Ankunftszeit bei 30 Minuten späterer Abfahrt. Denn wie gesagt, Status quo sind 57 Minuten und nicht 27.
Wie soll dieser Ausbau aussehen? Altenbeken – Willebadessen ist schon bei 160, Willebadessen – Warburg kann von 120 auf 160 ausgebaut werden (-2 Minuten), Warburg – kurz vor Hümme ebenfalls (-1,5 – 2 Minuten). Ab da ist nicht mehr viel drin. Die Gerade bei Hofgeismar könnte von 140 auf 160 ausgebaut werden, bringt aber nicht wirklich viel, dafür ist die Strecke zu kurz. Dahinter ist es zu kurvig. Mit einem Streckenausbau kommst du also definitiv nicht unter 50 Minuten, für 40 Minuten bräuchtest du eine komplette Umfahrung von Hümme im Tunnel. Das wird sich wohl eher nicht lohnen.
Warum sollte man? Das ist ja keine FV-Linie, die du hier vorschlägst. Eine RB zwischen Warburg und Altenbeken wäre ziemlich unwirtschaftlich, da es hier quasi keine regionale Nachfrage gibt, die ist komplett überregional.