9 Kommentare zu “HH: Gedankenspiel A7 Röhre #1

  1. Der Knackpunkt ist ja die Längsneigung. Ich habe gerade weder bei Wikipedia noch sonst wo Angaben dazu gefunden. Ich tippe, dass diese auch für S-Bahnen zu groß ist. Lustig übrigens, wenn man sich die anderen Vorschläge anschaut. Da scheinen einige Leute nicht vor Augen zu haben, was für einen Höhenunterschied man selbst von Altona (tief) bis unter der Elbe (Unterkante Fahrrinne + ausreichend Luft nach unten) überwinden muss. Die Geestkante, also die Nordkante des Elbe-Urstromtals, ist da schon eine echte Hürde. Von daher ist die Idee, eine Röhre des bestehenden Elbtunnels zu nutzen, eigentlich charmant. Aber sicherlich ginge das nur als Stadtbahn-Lösung mit sehr leichten Fahrzeugen oder mit innovativen PRT-Lösungen. (Oder als Zahnradbahn. 🙂 Scherz beiseite.)

    1. Wie von Baum angesprochen, sollte es für manche Züge noch gut-genug sein. Aber ich gebe dir da vollkommen recht je-Altona (tief), man kommt da definitiv nicht einfach durch, und auch wenn doch — wäre auch dann wahrscheinlich Strassenröhre #5 einfacher (und wahrscheinlich günstiger!) als Röhre #1/2 Altona.

  2. Charmante Idee… Aber man muss noch nicht einmal Auto-Lobbyist sein, um das Nadelöhr im gesamten norddeutschen Raum noch weiter (bzw. wieder) einengen zu wollen. Neben den massiven Kapazitätseinschränkungen wäre auch Redundanz bei Störungen oder (gar nicht allzu seltenen) Unfällen massiv ein großes Problem. Also schönes „Gedankenspiel“ aber mehr wohl leider auch nicht.

    1. Die Einschränkung der ältesten von 4 Röhren, und dann wenn man irgendwann auch die A20 über die Elbe sendet, und die A21 über Geesthacht auch, dann hätte man wahrscheinlich genügend „Erlaubnis“ um eine Röhre für Züge zu übernehmen.

      Auch möglich wäre auch einfach das hoffen, das wenn man den Elbtunnel weiter Kapazitätsverringert, wird man etwas an „inverser Induzierter nachfrage“ sehen…

      Wobei beides, auch wenn theoretisch vielleicht machbar/möglich, praktisch stimm ich dir da schon zu, ist schon schwer.

  3. Also, an die Vollendung der A 20 mit einer Querung der Unterelbe glaube ich zumindest in diesem Jahrhundert nicht mehr.

    Bei der A 21 stehen die Chancen meiner Meinung nach auch nur geringfügig besser.

  4. Ich finde Hamburg braucht auf jeden Fall eine weitere Elbquerung. Die Elbbrücken sind ein Nadelöhr und um das Risiko eines Totalausfalls im Norden und folglich ganz Deutschland (z.B. aufgrund Personen im Gleis oder einer WWII-Bombenentschärfung bei den Elbbrücken) zu verhindern, sollte es noch eine zweite Strecke durch oder um Hamburg herum geben.

    Aber wie die anderen habe ich Zweifel an der Durchsetzbarkeit deines Vorschlags. Den Autofahrern eine Röhre „wegzunehmen“ ist wahrscheinlich unmöglich.

    Zudem finde ich sollte bei einer Elbquerung auch der Regional- und Fernverkehr berücksichtigt werden.

  5. Nun, die Idee hat was. Eine weitere Elbquerung via Schiene würde auf jeden Fall ein Plus sein. Allein schon weil man so zum einen das Nadelöhr Elbbrücken entlasten, und auch Pendlern sowie Touristen auch ermöglicht, den überlasteten HBF komplett zu skippen weil es von Harburg aus quasi eine weitere, direktere, Verbindung nach Altona/Diebsteich gibt.
    Ganz besonders wenn an den Elbbrücken mal wieder was ist. (Zum Beispiel ein brennender LKW unter der Brücke, oder ein betrunkener Skipper setzt seinen Kahn gegen die Brücke, usw.)
    Allerdings finde ich, das man für eine weitere Schienenquerung der Elbe lieber einen ganz neuen Tunnel parallel verlaufend zum A7 Tunnel bauen sollte anstatt eine Röhre der Autobahn umzubauen.

    Zumal man dann auch gleich einen Tunnel bauen könnte, der 4 Gleisig ist, also 2 S-Bahn und 2 Fernbahngleise hat.

    Der Verlauf ist dabei ganz gut, da man so die S-Bahn auf der geraden S1 Stecke ausfädeln, und die Fernbahn könnte hinter Ottensen aus dem Tunnel kommen, und dann gleich zum neuen Fernbahnhof Diebsteich nach oben fahren.

    Der Vorteil dabei wäre, das man alle 4 Gleise bereits sehr früh in einen Tunnel bekommt, noch bevor man die A7 trifft und dort dann unter der A7 durch Richtung Elbe abbiegt.

  6. @Thunder McNeil 

    Volle Zustimmung für deine Ideen !

    Eine zusätzliche Elbquerung für den Schienenverkehr ist zwingend notwendig, um bei Störungen an den Elbbrücken über die erforderlichen Redundanzen zu verfügen !

    Zudem stellt die zusätzliche Elbquerung auch im Regelverkehr eine erhebliche Verbesserung dar.

    Der Versuch, dabei den Autoverkehr im Elbtunnel noch weiter zu kondensieren, indem man ihm eine Röhre wegnimmt, ist allerdings aussichtslos und würde das ganze Unterfangen zum Scheitern verurteilen.

    Deshalb sind unabweisbar zwei (besser noch vier) Gleise in einer oder zwei neuen Tunnelröhren erforderlich.

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