Beschreibung des Vorschlags
Mehr so als Gedankenspiel als völlig-konkreter Verkehrsplan…
Die A7 platzt für immer von allen Nöten, also Probleme wird es da für immer geben. Da das status-quo an dem Elbtunnel weitestgehend sowieso nicht „alle Tunnel frei“ ist, wäre ein permanenter Verlust einer der Röhren voraussichtlich nichts außerhalb der norm.
Dieser Vorschlag sieht vor eine Umnutzung der Ersten Elbtunnel-Röhre zur Zugnutzung. Die Größe des Elbtunnels is ähnlich zu dessen des CityTunnels, also sollte eine Umnutzung, von der Tunnelgröße her, möglich sein.
Auch möglich könnte eine Halb-Halb Nutzung sein, wo sich (voraussichtlich) S-Bahn und „spezieller“ Verkehr sich die umgenutzte Röhre teilen, wie damals in Seattle: https://en.wikipedia.org/wiki/Downtown_Seattle_Transit_Tunnel
Auch wenn, wahrscheinlich, die Auto-Lobby hier sehr aggressiv dagegen wäre, oder die sich dann auch für die dann eine „fünfte Röhre“ selbst bauen, wäre diese Idee zu mindestens eine weiterer Dartpfeil im Problem „Altona-Zugelbtunnel“.
> Günstiger als ein komplett-neuer Elbtunnel, aber weniger Kapazität und wahrscheinlich schlechtere Anbindung an Altona, wegen eines voraussichtlich nötigem Kopfmachen der S2 um „diesen Elbtunnel“ bedienen zu können, anstatt einem Tunnel vom Altona HBF heraus.
> Mehr nützlich & kreativerer befahrbar als ein U-Bahn Tunnel.
> Weniger aufwendigere ; oder sehr-lange Anbindung an das Altonaer Restnetz dank einer Verbindung via Bahrenfeld/Altona-Blankeneser Bahn
> ähnlich „anders“, aber weniger cool als ein Trajekt.

Der Knackpunkt ist ja die Längsneigung. Ich habe gerade weder bei Wikipedia noch sonst wo Angaben dazu gefunden. Ich tippe, dass diese auch für S-Bahnen zu groß ist. Lustig übrigens, wenn man sich die anderen Vorschläge anschaut. Da scheinen einige Leute nicht vor Augen zu haben, was für einen Höhenunterschied man selbst von Altona (tief) bis unter der Elbe (Unterkante Fahrrinne + ausreichend Luft nach unten) überwinden muss. Die Geestkante, also die Nordkante des Elbe-Urstromtals, ist da schon eine echte Hürde. Von daher ist die Idee, eine Röhre des bestehenden Elbtunnels zu nutzen, eigentlich charmant. Aber sicherlich ginge das nur als Stadtbahn-Lösung mit sehr leichten Fahrzeugen oder mit innovativen PRT-Lösungen. (Oder als Zahnradbahn. 🙂 Scherz beiseite.)
Diesem Artikel zufolge liegt die Steigung bei bis zu 3,5%, also gut machbar für Züge.
Wie von Baum angesprochen, sollte es für manche Züge noch gut-genug sein. Aber ich gebe dir da vollkommen recht je-Altona (tief), man kommt da definitiv nicht einfach durch, und auch wenn doch — wäre auch dann wahrscheinlich Strassenröhre #5 einfacher (und wahrscheinlich günstiger!) als Röhre #1/2 Altona.
Charmante Idee… Aber man muss noch nicht einmal Auto-Lobbyist sein, um das Nadelöhr im gesamten norddeutschen Raum noch weiter (bzw. wieder) einengen zu wollen. Neben den massiven Kapazitätseinschränkungen wäre auch Redundanz bei Störungen oder (gar nicht allzu seltenen) Unfällen massiv ein großes Problem. Also schönes „Gedankenspiel“ aber mehr wohl leider auch nicht.
Die Einschränkung der ältesten von 4 Röhren, und dann wenn man irgendwann auch die A20 über die Elbe sendet, und die A21 über Geesthacht auch, dann hätte man wahrscheinlich genügend „Erlaubnis“ um eine Röhre für Züge zu übernehmen.
Auch möglich wäre auch einfach das hoffen, das wenn man den Elbtunnel weiter Kapazitätsverringert, wird man etwas an „inverser Induzierter nachfrage“ sehen…
Wobei beides, auch wenn theoretisch vielleicht machbar/möglich, praktisch stimm ich dir da schon zu, ist schon schwer.
Also, an die Vollendung der A 20 mit einer Querung der Unterelbe glaube ich zumindest in diesem Jahrhundert nicht mehr.
Bei der A 21 stehen die Chancen meiner Meinung nach auch nur geringfügig besser.
Ich finde Hamburg braucht auf jeden Fall eine weitere Elbquerung. Die Elbbrücken sind ein Nadelöhr und um das Risiko eines Totalausfalls im Norden und folglich ganz Deutschland (z.B. aufgrund Personen im Gleis oder einer WWII-Bombenentschärfung bei den Elbbrücken) zu verhindern, sollte es noch eine zweite Strecke durch oder um Hamburg herum geben.
Aber wie die anderen habe ich Zweifel an der Durchsetzbarkeit deines Vorschlags. Den Autofahrern eine Röhre „wegzunehmen“ ist wahrscheinlich unmöglich.
Zudem finde ich sollte bei einer Elbquerung auch der Regional- und Fernverkehr berücksichtigt werden.