Beschreibung des Vorschlags
Ich halte den zukünftigen Fernbahnhof Diebsteich für unterdimensioniert. Gerade bei den S-Bahn-Gleisen halte ich zwei Stück (ergo 1 pro Richtung) nicht für ausreichend. Am Bahnhof treffen die Strecke durch den City-Tunnel (aus Altona) und die Verbindungsbahnstrecke aufeinander. Statt dass die S-Bahnen im Vorfeld warten müssen, weil das Gleis noch belegt ist, halte ich ein Warten im Bahnhof (am Gleis) für sinnvoll. Zudem wird die Haltezeit vermutlich auch ein bisschen länger dauern, da hier die Reisenden mit Koffern aus- und einsteigen.
Da der Bau des Bahnhofsgebäudes aktuell etwas in die Schwebe geraten ist, sehe ich das als gute Möglichkeit die Fehlplanungen zu verbessern. Denn spätestens in 20 Jahren muss ein weiterer S-Bahn-Bahnsteig her und dann ist ein Tunnel vermutlich die einzig machbare Lösung. Diese wäre aber deutlich teurer als eine heutige Umplanung.
Das neue Bahnhofsgebäude würde also entweder in kleinerer Form an ähnlicher Stelle gebaut werden oder man verschiebt die Planung um 15 Meter nach Osten.
Mein Vorschlag sieht einen zweiten Bahnsteig, östlich des bestehenden Bahnsteigs, vor, sodass je Richtung zwei S-Bahn-Gleise vorhanden sind. Nördlich von Diebsteich werden diese vier Gleise dann zu zweien vereinfacht (und die S4 wechselt wie aktuell geplant auf die Fernbahngleise). Langfristig sollte ein Ausbau bis Stellingen bzw. Eidelstedt erwogen werden.
Ich halte folgendes S-Bahn Angebot in Zukunft am Westbahnhof („Altona Nord“ ist verwirrend und „Diebsteich“ klingt nicht gut) für optimistisch, aber vorstellbar:
- S3 (Pinneberg – Neugraben)
- S4 (Elmshorn – Bad Oldesloe)
- S5 (Kaltenkirchen – Stade)
- neu: S7 (Pinneberg – [Verbindungsbahn] – Airport (dadurch wäre Diebsteich an den Flughafen angeschlossen, Entlastung des Hbf))
- neu: S8 (Ringbahn über die GUB, z.B. wie hier vorgeschlagen)
- neu: S9 (Kaltenkirchen – [City-Tunnel] – Bergedorf – Geesthacht)
Regulär führen quasi 6 Linien pro 10 Minuten (sofern alle im 10min-Takt verkehren). Da reicht ein Gleis pro Richtung nicht.
(ich weiß, dass die Nummerierung der vorgeschlagenen Linien nicht mit den hier genannten Liniennummern übereinstimmt. „S8“ halte ich am besten für die Ringlinie geeignet.)

Eigentlich ganz interessant, scheint mir aberr nicht mit dem VET kompatibel zu sein. Kann dann also nur teil einer größeren Hbf-Lösung sein.
Wenn du die S9 umsetzt, hast du im City-Tunnel keinen Platz mehr für die S8 (S1, S3 und S4 sind zusammen 4 Fahrten pro 10 Minuten, eine zusätzliche Linie im T10 dürfte dann noch passen, aber mehr als ein Zug alle 120s sehe ich nicht als realistisch). Mit den entsprechenden Ausbau ließe sich vielleicht bei der S1 Takt einsparen, dann gehts auf – die S7 soll in deinem Vorschlag ja auch zum Flughafen fahren.
Der steht ja auch nicht mehr im Koalitionsvertrag und durch die fragliche Finanzierung (Bund will nicht finanzieren, weil S-Bahn) ist der sehr weit in die Ferne gerückt. Und ich dachte, dass das Westportal des VET ca. bei der Holstenstraße liegt, oder nicht? Soll die S2 dann zukünftig nicht mehr nach Altona verkehren?
Stimmt, irgendwo im Forum habe ich mal neulich vorgeschlagen, dass man die Stationen im City-Tunnel evtl. 4-gleisig und mit Bahnsteigtüren ausbaut, um mehr Kapazität zu generieren.
Aber unabhängig von den neuen Linien halte ich 4 Gleise für die S-Bahn am Westbahnhof (Diebsteich) für notwendig. Die Züge aus Altona und Holstenstraße werden sich in Diebsteich um das eine Gleis nach Norden streiten, weil Verbindungsbahn und City-Tunnel sich nicht perfekt takten lassen. Lieber sollten die Züge im Bahnhof am Gleis (auf die Weiterfahrt) warten, als auf freier Strecke.
Stimmt, aber vielleicht sollte man sich trotzdem die Tür dafür offen halten.
Der Tunnel wäre bis hinter Diebsteich verlaufen, dann mit 4 Gleisen. Ein unterirdischer Doppelabzweig für die S2 und S6 wäre eingerichtet worden, zumindest nach meinem Kenntnisstand.
Würde dann passen. Der Ausbau auf 4 Gleise klingt aber definitiv sinnvoll.
Also ich finde, dass es so aussieht, als würde die Strecke (VET) an der Harkortstraße auftauchen. Also sowohl die Basistrasse Mitte, als auch die Süd. Diese beiden Varianten werden ja vertieft betrachtet. Quelle: mehr-bahn-fuer-hamburg.de
Ich schätze, dass meine Variante deutlich günstiger (als ein unterirdischer Doppelanzweig) ist. Und sollte die Trasse doch schon vorher auftauchen, dann fehlen die Gleise am Bf. Diebsteich.
Mh das stimmt, aber auf der Wikipedia-Grafik sieht es wiederrum anders aus. Zumal ich meine, dass es Diskussionen wegen einer Tunnelhaltestelle und dem Bahnhofsgebäude bzw. dessen Tiefgründung gab.
Ok, aber dann lass uns doch mal annehmen, dass die Abzweigung im Tunnel ist. Ein Auftauchen vor Diebsteich halte ich für deutlich besser als eine zweite S-Bahn Station unterirdisch. Die Station oben (wie von mir vorgeschlagen) lässt bei einer technischen Störung viel besser einen Gleiswechsel zu und ist aus Altona und Holstenstraße/Feldstraße erreichbar.
Außerdem halte ich gebündelte S-Bahn-Gleise für viel übersichtlicher als wenn manche Bahnen im Keller fahren und manche oberirdisch. Für ortsfremde sollten gerade solche Kriterien an einem Fernbahnhof berücksichtigt werden. Auch für ortskundige ist es deutlich angenehmer, wenn alle Bahnen an einem Bahnsteig (mit zwei Gleisen) halten. So können z.B. Reisende nach Stellingen die erste S-Bahn nehmen (außer S4), die kommt. Mit der Station im Keller Würde das nicht gehen. Also, wenn man oben wartet kommt nur die S3 (und unten nur die S5) für eine Reise nach Stellingen in Frage. Mit den vorgeschlagenen zusätzlichen Linien sähe es zwar etwas besser aus, aber auch dort sind die Wartezeiten länger, wenn die zwei S-Bahn-Stationen getrennt voneinander sind.
Die unterirdische Station sollte man sich für eine S6 bzw. lieber eine U-Bahn (6) freihalten. Diese sollte dann von quer verlaufen.
Ich hätte für den VET angenommen, dass der oberirdische S-Bahnhof dann aufgelöst wird und alle unten fahren (also auch die Bahnen aus Altona). Laut dem Schiene-Plus-Projekt soll Altona-Nord auch mit 6 Gleisen zu wenig Kapazität haben (Dammtor schafft irgendwie 2 aber ok), weshalb die Tunnelverlegung notwendig wäre (oder eben dann ein neuer Hauptbahnhof).
Dass der Tunnel schon hinter der Holstenstraße enden sollte macht natürlich Sinn. Platztechnisch kann ich das nicht beurteilen, da sind ja auch ne Menge Straßen noch im Weg, die Bahnen fahren ja zudem oben (im Falle der S-Bahn in der +2-Ebene).
Hier gibts übrigens die Machbarkeitsstudie zum VET: https://www.mehr-bahn-fuer-hamburg.de/machbarkeitsstudie.html. Auf Seite 110 werden die verschiedenen untersuchten Stationsvarianten gelistet, deine ist nicht dabei (nur: 4-Gleisig Tunnel, 2-Gleisig Tunnel, 2-Gleisig Tunnel und 2-Gleisig oberirdisch sowie 2-Gleisig oberirdisch). Eine Anbindung vom Tunnel nach oberirdisch wurde da wiederrum ausgeschlossen: „In Variante VII wird auf einen zweiten S-Bahnsteig verzichtet. Der VET endet an der vorhandenen S-Bahnhaltestelle in Dammlage. Um an den Bestand vor dem Bahnsteig anzuschließen, ist vom Abzweig Kaltenkircher Platz zu den Weichen (W) 780 bzw. 781 eine Rampe
erforderlich. Diese muss bei dem vorhandenen Höhenunterschied von 23 m (SOK Strecke 1270 = ca. 20 m bei W780 und SOK im Abzweig = -3 m) bzw. 17 m (SOK Strecke 1270 = ca. 22m bei W781 und SOK im Abzweig = +5 m) und einer maximal zulässigen Längsneigung von 40 ‰ eine Länge von ca. 1000 m bzw. 760 m (einschließlich Ausrundung) aufweisen. Zur Verfügung stehen 430 m bzw. 620 m, womit die Herstellung einer regelkonformen Rampe
unmöglich ist.“
Ich denke das Auftauchen bei der Holstenstraße wäre möglich, aber man müsste dafür den Straßen-Bestand anpassen, was wahrscheinlich zum Ausschluss als Variante führt auch wenn die Tieferlegung einer Straße deutlich günstiger ist, als zwei unterirdische Abzweige (S6 und nach Altona) und eine unterirdische Station in Diebsteich.
Aber lass es mich beschreiben. Angenommen die Straßenebene ist der Nullpunkt. Die S-Bahn müsste etwa 4 Meter unter der Erde bei der Brücke Holstenstraße liegen und hat ca. 250m bis zur Harkortstraße. Wenn man die Harkortstraße 2m tiefer legt, dann muss die S-Bahn auf 250m „nur“ 6 Meter Steigung schaffen. Das sollte möglich sein.
Bis zur Brücke über die Stresemannstraße hätte man nochmal ca. 100 Meter, sodass sich diese in ca. 5m Höhe überqueren ließe. Die Brücke muss variantenunabhängig (VET) verändert werden.
Die Abzweige ließen sich dann alle oberirdisch realisieren. Die S6 würde danach wieder abtauchen während die S2 oberirdisch nach Altona fährt.