Hamburg U6 Bahrenfeld

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Beschreibung des Vorschlags

Ich habe mir Gedanken zur verbleibenden Anbindung von Bahrenfeld und der neuen ScienceCity dort. Eigentlich soll Bahrenfeld von einer der neuen S6 angebunden, die in Holstenstraße aus dem Verbindungsbahnentlastungstunnel (VET) ausfädeln soll und dann über Bahrenfeld – Lurup zum Osdorfer Born verkehren würde. Von der Verlängerung der U6 hinter Bahrenfeld hat man sich aber bereits verabschiedet, stattdessen soll dort die U5 fahren. Und wann der VET mal kommt steht auch in den Sternen. Aus meiner Sicht ist daher das gesamte Konstrukt U6 höchst fraglich und eigentlich kaum noch realistisch.

Deswegen habe ich mir eine Alternatve zur Anbindung der ScienceCity in Form einer U6 überlegt. 

 

Beschreibung der Strecke

Die U6 beginnt wie die eingekürzte S6 auch in Bahrenfeld an der Trabrennbahn. Der Halt Von-Sauer-Straße ist ebenfalls identisch zu den S6 Planungen.

Dann sehe ich einen weiteren Halt am Bornkampsweg statt erst an der Von-Ruhr-Straße vor. Ich halte dort die Erschließung  vor besser und etwas weniger überlappend mit dem Halt Ottensen.

Ab hier weicht die Führung der U6 starkt von der S6-Planung ab. Die U6 fährt weiter über den neuen Fernbahnhof Altona-Nord  und stellt dessen wichtige Anbindung an den städtischen Nahverkehr sicher.

Nach Altona-Nord verkehrt die U6 über den Halt Eimsbüttel Marktplatz und schwenkt denn in die U2 ein.

Am Schlump wird die alte Moorkampskurve zweigleisig ausbaut, damit die U6 auf die Strecke der U3 wechseln kann.

Nach Durchquerung der Innenstadt endet die U6 in der Wendeanlage Berliner Tor , könnte natürlich bei Bedarf auch bis Barmbek führen.

 

Verkehrlich & Betrieblich

Wie gesagt halte ich die S6 nicht mehr für sehr wahrscheinlich bzw. in der sehr fernen Zukunft liegend. Deswegen die U6 als Alternative. Dann ist eine Führung via Altona-Nord folgerichtig.

Die Strammstrecke U2/U4 ist zwischen Horner Rennbahn – Jungfernstieg durch die Mitnutzung der U4 am stärksten ausgelastet. Westlich vom Jungfernstieg sind damit zwangsweise immer Trassen frei. Diese freien Trassen der U4 kann die neue U6 belegen.  

Die U3 hat im Innenstadtbereich derzeit lediglich einen 5-Minutentakt. Durch die neue überlagernde U6 könnte der Abschnitt Schlump – Berliner Tor mit einer weiteren Linie im 5-Minutenakt überlagert werden. Die Kapazitäten dafür wären also vorhanden.

Über den Mittelbahnsteig an der Emilienstraße entsteht eine gute Umsteigemöglichkeit von der U2-Nord mittels dier U6 zum Fernbahnhof Altona-Nord. Das verkürzt die Fahrzeit zum Fern- und Regionalverkehr Richtung Norden und entlastet auch den Hauptbahnhof.  

 

Offene Fragen

Die S6 soll ja ncht ur nach Bahrenfeld fahren, sondern dient auch der Verdichtung Richtung Harburg. Wenn jetzt der Ast nach Bahrenfeld wegfällt, fehlt der S6 eine Endpunkt im Hamburger Nordosten.

 

Fazit

  • Mit der U6 entsteht eine Perspektive jenseits der S6 zur Anbindung von Bahrenfeld.
  • Zudem kann der neue Fernbahnhof Altona-Nord an den städtischen SPNV angebunden werden. Damit kann der neue Fernbahnhof seine Funktion als Umsteigeknoten noch besser erfüllen. 
  • Der dichtbesiedelte Stadtteil Eimsbüttel enthält im U2-Korridor zusätzliche umsteigefreie Verbindungen in die Innenstadt
  • Der stark ausgelastete Innenstadtaabschnitt der U3 enthält eine Verdichtung

 

Vergleichbare Vorschläge

HH: U-Bahn Elbbrücken – Stadthausbrücke – Bahrenfeld – Osdorf

Intertrain hat ebenfalls eine Idee für die U-Bahn nach Bahrenfeld veröffentlicht. Der Abschnittt Eimsbüttel – Altona-Nord ist auch bei mir vorhanden, ansonsten schlägt Intertrain eine deutlich südlicherer Führung der U-Bahn vor, weswegndie St0ßrichtung eine deutlich umfangreichere ist.

U6 Hamburg: Osdorf – Elbbrücken

Linus S schlägt ebenfalls eine U6 vor. Mehr als den Namen hat diese Idee aber nicht mit meinem Vorschlag gemein.   

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7 Kommentare zu “Hamburg U6 Bahrenfeld

  1. Hallo 103612, die Strecke soll wieviel kosten? Alleine schon der kurze Abschnitt vom neuen Fernbahnhof Altona (Diebsteich) bis zum (DESI-)Technologiezentrum doch locker zwei Milliarden Euro.

    Wenn ich mir die Streckenführung so anschaue, alles schöne breite Straßen (Bahrenfelder Chaussee/Luruper Chaussee/Luruper Hauptstraße/Altonaer Chaussee), das schreit doch geradezu nach einer oberirdischen Streckenführung. Dann aber nicht als U-Bahn. Ich hatte vor einiger Zeit als Gedankenexperiment eine Magnetschwebebahn des neuen Systems TSB für Hamburg vorgeschlagen. Das wäre doch die perfekte Ergänzung. Startpunt wäre die Abzweigung von meiner vorgeschlagenen Strecke am Schenefelder Platz. Dann weiter immer der Nase lang nach wie von mir vorgeschlagen. Als Endpunkt aber nicht der Fernbahnhof Altona, sondern die Kreuzung Holstenstraße/Max-Brauer-Allee, dort bestünde wieder Anschluss an die von mir vorgeschlagene Strecke. Zuvor Verknüpfung mit der S-Bahn an der Station Holstenstraße. Kosten für den rund vier Mal so langen Streckenabschnitt – mit deutlich höherem Nutzwert – dürften so bei gut 500 Mio. Euro liegen.

    Ich denke, man sollte sich darüber einmal ernsthaft Gedanken machen. Bei den ständig weiter steigenden Baukosten dürften spätestens in 20-30 Jahren neue herkömmliche U-Bahn-Strecken kaum noch zu finanzieren sein. Das TSB Bögl wirkt dem entgegen, indem es genormte Fertigteile verwendet. Außerdem hat es inzwischen (TÜV-zertifiziert) die Serienreife erlangt.

  2. Eine Hochbahn über der Bahnrenfelder Chaussee halte ich für völlig utopisch. In Hamburg hat man nicht mal eine Bahn AUF der Straße gegen den Bürgerwillen durchgesetzt bekommen, da brauchen wir von so tewas wie neuen Hochbahnen wohl gar nicht erst träumen. Nicht ohne Grund baut Hamburg jetzt statt der Tram die U5.

  3. Die Technik ist heute weiter. Es handelt sich nicht um eine Bahn wie die U-Bahn in Berlin-Kreuzberg, die quietschend die Anwohner aus der Ruhe reißt. Außerdem wäre es sogar heute schon theoretisch möglich, die Fenster undurchsichtig zu machen und quasi in einen Bildschirm zu verwandeln, der keine Einblicke in die Wohnungen erlaubt.

  4. Finde ich grundsätzlich gut. Das liegt aber auch daran, dass ich ab Schlump fast den gleichen Linienverlauf im Westen in meinen Entwürfen habe. Mein Vorschlag, den ich bald veröffentliche, zweigt aber von der U5 an der Universität ab.

    1. Wobei ich – so fair will ich sein – mir die Streckenführung ab Bahnhof Altona Richtung Südwesten mir damals nicht ausgedacht, das aber auch erwähnt habe. Ich habe mich bis kurz vor Rothenburgsort strikt an den (ursprünglichen) Planungen des Alsterhalbrings (ca. aus dem Jahr 1950) orientiert, als Abweichung allerdings auf dem letzten Abschnitt über den Bahnhof Rothensburgsort zum Bahnhof Norderelbbrücke (anstatt über die Süderstraße und Süderstraßenbrücke) gewählt habe. Diese Führung verbindet wirklich alle Linien miteinander und ließe sich auch als oberirdische Führung nach dem System TSB Bögl unter vertretbaren Kosten realisieren.

  5. Moin, also erstmal hast du im ersten Absatz mehrfach U6 statt S6 geschrieben. Jetzt aber zu meiner Meinung:

    Ich sehe folgende Probleme:

    * der hochbelastete Abschnitt der U3 geht bis Kellinghusenstraße. Deine Linie würde dagegen nur bis Schlump verstärken. Zumindest ist aber der meiner Meinung nach relevanteste Teil berücksichtigt.

    * ich meine, dass die Linie schon teilweise mehr verdichtet wird, habe da aber grade keinen Nachweis. Andererseits wird ja an der Verlängerung der Bahnsteige gearbeitet, Sternschanze soll ja komplett neu errichtet werden.

    * Im Idealfall würde man, wie es mal von wem anders vorgeschlagen wurde (haben den Namen grad nicht zur Hand), eine U7 über den Nordring der U3 einrichten, das kollidiert hier aber mit der U2 (wenn man da stattdessen keine Neubaustrecke nach Altona einrichtet).

    * Der Bahnhof Diebsteich bietet eigentlich nur einen Extra-Umstieg zum Fernverkehr, weil zukünftig Regionalverkehr auch an der Sternschanze halten könnte.

    * Der Endpunkt ist natürlich nur mäßig geil, aber du wolltest mit diesem Vorschlag ja explizit die S6 ersetzen, und die Ecke da ist eh nicht ganz einfach.

    Ich bin persönlich eher Fan davon, Diebsteich an Osdorf anzubinden, und die Rennbahn an Altona.

    Eine Lösung als Hochbahn ist zwar interessant, aber manche Straßen sind dann doch recht schmal.

    Ich finde die Haltestellenabstände auch etwas groß, sehe aber nicht wirklich Verbesserungspotenzial.

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