Zweigleisigkeit Lübeck-Kücknitz

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Beschreibung des Vorschlags

Zwischen Lübeck und Travemünde verkehrt aktuell die RB 86 im Stundentakt mit einem Fahrzeug, im Regelfall auch mit einer Durchbindung bis Hamburg als RE8. Verstärkt wird die Linie am Wochenende von einer RE 86, welche jedoch den Großteil der Zwischenhalte auslässt (Fahrplan). In der Vergangenheit fuhr die Linie auch wochentags, und langfristig ist ein Halbstundentakt zwischen Travemünde und Hamburg Hbf über Lübeck vorgesehen.

Einschränkend ist jedoch, dass die Strecke nur von Lübeck aus bis kurz vor Kücknitz zweigleisig ist und anschließend eingleisig als Stichstrecke bis Travemünde Strand führt. Da die Fahrzeit auf Grund der aktuellen Fahrplanlagen nicht ausreicht, wird die RE 86 als Express geführt – nur mit dem Weglassen der Zwischenhalte (Kücknitz, Skandinavienkai und Travemünde Hafen) können die Wendezeiten an den Linienendpunkten (insbesondere Travemünde Strand) gehalten werden.

Aus diesem Grund sieht der Vorschlag eine Verlängerung der Zweigleisigkeit (ca. 750m) bis in den Bahnhof Kücknitz hinein vor. Vorteil ist, dass sich die Züge nun im Bahnhof begegnen können und somit ein 30min-Takt im verbleibenden eingleisigen Abschnitt mit allen Halten gefahren werden kann, wie es auch mittelfristig vorgesehen ist. Außerdem können so auch künftig z.B. in Ivendorf zusätzliche Halte aktiviert werden, ohne dass es dadurch auf dem eingleisigen Abschnitt zu Fahrzeitproblemen kommt. Insgesamt würde die Betriebsqualität durch die verkürzte Eingleisigkeit profitieren.

Zur Erschließung der Bahnhofs wäre dann auf jeden Fall eine Brücke sinnvoll, welche dann auch noch die Travemünder Landstraße queren kann und sowohl Kücknitz als auch die Bushaltestelle mit erschließt. Da sich künftig bei einem 30min-Takt die Züge in Kücknitz begegnen, kann z.B. durch Verlängerung von Buslinien von „Roter Hahn“ ein attraktiver Taktknoten im nördlichen Lübecker Nahverkehr entstehen. Hierzu wäre dann vsl. westlich der Bushaltestelle noch eine Wendeschleife für die Busse notwendig und / oder eine Bustrasse zur direkten Anbindung.

Vergleichbare Vorschläge

Infrastrukturvorschläge für den Ausbau der Haltestelle gibt es nicht, dafür aber einige Vorschläge für S-Bahnsysteme mit Taktverdichtungen, welche von dem zweigleisigen Ausbau ebenfalls profitieren würden (z.B. hier oder hier). Auch die Einrichtung eines Fernbahnhofs in Travemünde würde doch die verkürzte Eingleisigkeit der Stichstrecke profitieren.

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3 Kommentare zu “Zweigleisigkeit Lübeck-Kücknitz

  1. Der Fernbahnhof-Vorschlag hat mir sehr gefallen und ich sehe auch nichts was gegen deinen Vorschlag spricht.

    Übrigens, in der Saison wird der RE8 aus Hamburg bis nach Travemünde Strand durchgebunden (und ersetzt somit den RB Lübeck-Travemünde Strand).

  2. Der Vorschlag ist gut, aber ich würde noch eine Weiche direkt vor die Abzweigung der Güterbahn setzen, damit Güterzüge schnell auf das andere Gleis wechseln können und den Personenverkehr nicht behindern.

    1. Direkt vor der Abzweigung befindet sich die Brücke über die B75 (siehe z.B. hier), auf welcher sicherlich der Neubau eines Gleiswechsel schwieriger bis unmöglich wäre. Daher eben der Vorschlag mit der Verzweigung in Richtung Seehafen direkt östlich der Brücke aus dem künftig linken Richtungsgleis. Die Überleitung des Güterverkehrs erfolgt dann wie im Bestand bereits weiter westlich. Große Behinderungen sehe ich nicht, da sich künftig die Regionalverkehre genau im Bereich der Ausfädelung alle 30 min begegnen werden und dazwischen dann ausreichend Zeit für Ein- und Ausfahrten von Güterzügen möglich ist.

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