Beschreibung des Vorschlags
Es gab auf dieser Plattform bereits einige Vorschlage zu einer Verlängerung der Straßenbahnlinie 042 nach Willich, wie sie aktuell in der Lokalpolitik im Gespräch ist (https://linieplus.de/proposal/verlaengerung-str-042-nach-schiefbahn/) / (https://linieplus.de/proposal/strassenbahnverlaengerung-042-nach-willich-bis-wekeln/).
Hiermit möchte ich meinen eigenen, davon abweichenden Vorschlag zu einer konkreten Linienführung bis zum entstehenden S28-Haltepunkt in Schiefbahn „ins Rennen bringen“. Das diese Verlängerung sinnvoll ist, liegt unter anderem daran, dass sie alternativlos ist, um Willich endlich ohne Umstiege mit dem Krefelder Stadtzentrum und dem dortigen Hauptbahnhof zu verbinden. Auch wachsen Willich und Schiefbahn durch die Schaffung neuer Wohngebiete immer mehr zusammen und im Willicher Zentrum wird vielerorts gebaut, was zu einem höheren Verkehrsaufkommen führen wird. Bereits jetzt ist die Willicher Innenstadt entlang der Hauptstraßen zur HVZ von Staus durchzogen. Eine stark frequentierte Straßenbahnlinie könnte hier Abhilfe schaffen.
Dazu werde ich hier von Krefeld aus einmal durchgehen, wie ich mir die Linienführung gedacht habe.
Zwischen der aktuellen Endhaltestelle „Edelstahlwerk Tor 3“ bis zur Station „Fichtenhain“ in Krefeld scheint aufgrund des ausreichenden Platzes eine eigene Trasse mit Stationen seitlich der Straße sinnvoll. Diese Trasse führt bis zum Kreisverkehr am Willicher Ortseingang, den die Straßenbahn mittig durchqueren würde, bevor sie in Willich mangels Platzes an dieser Stelle auf die Straße fährt. Kurz vor der Station „Willicher Heide“ und bis zur Station „Kiefernstraße“, kurz vor der „Frankenseite“ wäre eine eigene Trasse am Rand der Straße platztechnisch eventuell wieder möglich, falls gewünscht.
Kurz nach der Kreuzung Krefelder Straße / Kempener Straße muss die Straßenbahn jedoch wieder von der eigenen Trasse auf die Straße einbiegen, da kein Platz für eine eigene Trasse ist. Die erste Schwierigkeit könnte sich an der engen Kreuzung vor der Station „Parkstraße“ ergeben, die von Kritikern der Maßnahme oft als unmöglich zum Passieren einer Straßenbahn dargestellt wird. Ähnlich wie bei der Linie 041 in St. Tönis könnte man hier jedoch mittels einer Weiche auf ein einzelnes Gleis in der Mitte der Straße ausweichen, bevor nach der Kreuzung wieder zweigleisig gefahren wird.
Der Kreisverkehr an der St. Töniser Straße wird ebenfalls mittig durchfahren und die Station könnte nach dem Kreisverkehr in der Mitte der Straße eingerichtet werden, da dort entsprechender Platz zur Verfügung stünde. Statt der anderweitig vorgeschlagenen Führung über den Willicher Markt halte ich diese Variante für sinnvoller, um einen besseren Umstieg in die Buslinien zu ermöglichen und den Willicher Markt sowie die Innenstadt optisch nicht einzuschränken. Für eine bessere Erreichbarkeit letzterer könnte man die Station „St. Töniser Straße“ als zentralen Umstiegspunkt zu einer Mobilstation mit E-Roller-Verleih und Fahrradstellplätzen ausbauen.
Um Willich möglichst schnell mit dem Schiefbahner Bahnhof zu verbinden, sollte die Straßenbahn meines Erachtens nicht bis nach Wekeln hineinführen, sondern entlang der Straße auf eigener Trasse an Wekeln vorbeifahren. Optional kann an einer oder mehreren der Einfahrten nach Wekeln eine Station errichtet werden, die auch anstelle der Station „St. Töniser Straße“ den Umstieg in Busse ermöglicht, die bis nach Wekeln hineinfahren.
Kurz vor Schiefbahn würde die Bahn den neu entstandenen Kreisverkehr mittig durchfahren und an einer neu einzurichtenden Station „Picassoweg“ halten, die das dort neu entstandene Wohngebiet erstmals an den ÖPNV anbinden würde. Entlang der Strecke der Buslinie 036 und dann der 094 / SB86 würde die Bahn über „Schiefbahn Kirche“ und „Siedlerallee“ bis ins Schiefbahner Gewerbegebiet und letztlich zum dort entstehenden Bahnhof fahren, wo eine Wendeschleife eingerichtet werden könnte.
Optional kann die Linie auch an der St. Töniser Straße, in Wekeln oder an den Stationen Willich Kirche / Sportzentrum enden, falls eine Linienführung nach Schiefbahn mangels Ausbaus der S28 nicht mehr sinnvoll erscheinen sollte. Davon wird hier jetzt erst einmal nicht ausgegangen.
Die Bahn sollte, wie es bei der 042 auch jetzt der Fall ist, weiterhin im 15-Minuten-Takt fahren, eventuell ist ähnlich zur 041 nach St. Tönis eine Taktverdichtung auf 10 Minuten zur HVZ sinnvoll. Wie es aktuell der Fall ist sollte sie – mit entsprechender Anpassung der NE10 in Willich – gerade am Wochenende auch nachts im T30 oder T60 fahren, um Nachtschwärmern eine komfortable Alternative zum Auto zu ermöglichen.
