11 Kommentare zu “NBS Osnabrück – Bohmte

  1. Gefällt mir, auch wenn der Verschlag vermutlich nur eine geringe Priorität hat. Anders als die anderen Vorschläge profitieren bei dir deutlich mehr Züge von der NBS (quasi alle IC und ICE zwischen Hamburg/Bremen und Osnabrück).

    Wenn man in Bohmte den Bahnsteig an Gleis 2 zurückbaut, kann man ggf. ab Dielingen die Strecke für 250km/h ausbauen. Auch die Strecke Wissingen-Osnabrück sollte für 200km/h ausgebaut werden. Die Löhner Kurve kann man schätzungsweise mit 120-160km/h befahren, sodass hier schon gut beschleunigt werden kann.

  2. Warum sollte sich das lohnen? Wenn’s um die Zeit geht, ist der Vorschlag von Intertrain bei gleicher Länge der NBS wahrscheinlich günstiger, da er nicht so viel durch die freie Landschaft führt. Der Halt in Osnabrück ist für einen ICE Hamburg – Amsterdam nicht so wichtig, Hamburg – Osnabrück gibt’s eh schon genug Verbindungen und Osnabrück – Amsterdam immerhin im Zweistundentakt.

    1. Ich stimme Dir zu.

      Die Verbindung, für die man eine NBS Osnabrück-Bohmte braucht, ist Hamburg/Bremen-Rhein/Ruhr. Da sind wesentlich mehr Fahrgäste unterwegs als auf der Relation Hamburg-Amsterdam. Und für Hamburg/Bremen-Rhein/Ruhr. ist Intertrains Vorschlag deutlich besser.

      1. Die Verbindung, für die man eine NBS Osnabrück-Bohmte braucht, ist Hamburg/Bremen-Rhein/Ruhr. Da sind wesentlich mehr Fahrgäste unterwegs als auf der Relation Hamburg-Amsterdam

        Ja, das ist die Frage, die dieser Vorschlag in den Raum stellt. Braucht man eher die Fahrzeitverkürzung oder nimmt man lieber die Flexibilität und Resilienz dieses Vorschlags?

        Der Halt in Osnabrück ist für einen ICE Hamburg – Amsterdam nicht so wichtig

        Wenn der Halt nicht so wichtig ist, stellt sich die Frage, warum die Verbindung nicht schon heute angeboten wird. Ohne Halt wäre sie schon heute realisierbar.
        Abschließend klären kann ich das nicht, jedoch denke ich, dass die Zeit nicht der entscheidende Faktor ist.

        1. Wenn der Halt nicht so wichtig ist, stellt sich die Frage, warum die Verbindung nicht schon heute angeboten wird. Ohne Halt wäre sie schon heute realisierbar.

          Warum sollte die Verbindung denn angeboten werden? Die Fahrzeit würde bei ca. 4:40 h liegen, wohingegen der Flieger nur ne Stunde braucht. Hinzukommen dann noch 25 Minuten in Hamburg und 15 in Amsterdam zwischen Hbf und Flughafen sowie insgesamt noch gut eine Stunde für Check-In, Security, etc., das sind in Summe also vielleicht 3 Stunden für Hamburg – Amsterdam. Einen Zug nutzen also eh nur diejenigen, die das Flugzeug aus Kostengründen oder persönlichen Gründen (Klimabewusstsein, Flugangst) nicht nehmen wollen oder können. Die lassen sich von dem Umstieg in Osnabrück auch nicht abschrecken, sodass sich die Direktverbindung nicht lohnen würde.

          Für Berlin – Amsterdam sieht es da besser aus, da durch diese Verbindung eben auch die Fernverkehrsanbindung von Osnabrück auf der Ost-West-Achse sichergestellt wird. Für Osnabrück ist das eben der logische Ansatz, um die vier Strecken im FV mit zwei Laufwegen zu verknüpfen. Hannover – Osnabrück – Ruhrgebiet und Hannover – Osnabrück – Hamburg wären ja unsinnige Durchbindungen, insofern bleibt nur Hannover – Osnabrück – Amsterdam, woraus dann in logisccher Konsequenz Hamburg – Osnabrück – Ruhrgebiet folgt. Und andererseits hängt mit Berlin eine Stadt an dieser Verbindung, die deutlich mehr Nachfrage generieren kann, sowie mit Hannover eine bedeutende Stadt, von der die Fahrzeiten noch im Bereich der kritischen 4-Stunden-Grenze liegen.

          Abschließend klären kann ich das nicht, jedoch denke ich, dass die Zeit nicht der entscheidende Faktor ist.

          Doch, genau das ist der Fall.

          1. Danke für die Ausführungen und das Dokumentieren der aktuellen Situation.

            Was es hierfür bräuchte, wäre eine NBS Osnabrück – Amsterdam, die die Fahrzeit von 3h auf unter eineinhalb Stunden drückt. Davon würde auch die Relation Berlin – Amsterdam profitieren.
            Die wenigen Minuten, um die es bei Intertrains und meinem Vorschlag geht, sowie die Frage Halt in Osnabrück oder nicht ändern daran nichts. Von daher ist es richtig zu sagen, dass heute kein Bedarf besteht; Aus deiner Bestandsaufnahme lese ich auch Möglichkeiten heraus, dass sich das ändern könnte.

        2. Wenn der Halt nicht so wichtig ist, stellt sich die Frage, warum die Verbindung nicht schon heute angeboten wird. Ohne Halt wäre sie schon heute realisierbar.

          Wenn ich mir die Fahrplanauskunft für Mi. 5.11.2025 anschaue, führt heute schon die schnellste Verbindung Amsterdam Centraal -> Hamburg Hbf als ICE ohne Halt durch Osnabrück Hbf (allerdings auf einer anderen Strecke mit Umstieg in Duisburg).

          Offensichtlich gibt es für die Verbindung zwischen Amsterdam und Hamburg noch nicht einmal genug Bedarf um eine Verbindung mit schnellem Umstieg in Osnabrück anzubieten. Von einer Direktverbindung ganz zu schweigen. Ich glaube, dass dies nicht nur am schnelleren Flugzeug liegt, sondern vor allem daran, dass zu wenige Leute zwischen diesen Städten unterwegs sind.

          Auch im Entwurf für den Deutschlandtakt sind die FV-Fahrzeiten zwischen der Nord-Süd und der Ost-West-Linie in Osnabrück nicht aufeinander abgestimmt. Dabei müsste man in Osnabrück im FV ja nur schnelle Anschlüsse auf den Relationen West->Nord und Nord->West anbieten. Süd<->West geht über Rheine, Nord<->Ost über Hannover (Bünde ist zu klein) und Süd<->Ost geht mit der NBS Hannover-Bielefeld auch schneller über Hamm.

    2. Warum sollte sich das lohnen? Wenn’s um die Zeit geht, ist der Vorschlag von Intertrain bei gleicher Länge der NBS wahrscheinlich günstiger, da er nicht so viel durch die freie Landschaft führt. Der Halt in Osnabrück ist für einen ICE Hamburg – Amsterdam nicht so wichtig, Hamburg – Osnabrück gibt’s eh schon genug Verbindungen und Osnabrück – Amsterdam immerhin im Zweistundentakt.

       

      Ein weiteres Problem würde ich noch anführen ist, das die Wunderlinie über Groningen eine Favorisierte Planung ist, da diese Strecke Oldenburg und indirekt Wilhelmshaven besser anbindet. Zumal eine Kurve in HB-Mahndorf oder -Hemmlingen wesentlich günstiger wäre

  3. Komplett verkehrt ist die Idee nicht, am Ende kann ich aber auch nur den Ausführungen von Georg zustimmen: Wesentlicher Nutzen wäre die Verdichtung des Halteabstands für Osnabrück nach Amsterdam von 2h auf 1h (das bringt nicht viel) sowie in geringem Maße auch die (kleine) Fahrzeitersparnis für HH – Rhein/Ruhr, die aber gegenüber Vorschläge wie meinem deutlich ineffizienter ist (da etwas umwegiger und nur sehr langsame Einfahrt in Osnabrück). Die Resilienzwirkung ist auch eher spitz auf OS Hbf hoch und die paar Kilometer abweichende Streckenführung begrenzt.

  4. Ich halte ja einen Umstieg auf einer Verbindung wie Hamburg-Amsterdam für vertretbar. Bis sich das umstiegsfrei lohnt, bräuchte es m. M. n. ein völlig neues Konzept, zum Beispiel über Groningen.

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