N: Straßenbahn Nürnberg Südstadt-Fürth Südstadt via Rothenburger Straße

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Beschreibung des Vorschlags

Am nächsten Sonntag findet in Nürnberg ein Bürgerentscheid statt, der darüber entscheidet, ob der Frankenschnellweg in der Innenstadt mit einem Tunnelneubau kreuzungsfrei ausgebaut werden soll oder das Projekt gestoppt wird. Die Gegner des Projekts wollen alternativ die Autobahn zurückbauen und entweder in einen Kanal, einen neuen Stadtteil oder einen Boulevard umbauen. Auch das benachbarte Gewebegebiet mit seinen vielen Autohäusern und Parkplätzen ist oft ein Teil dieser Entwicklungsvorschläge. Gleichzeitig ist das Gebiet bisher nicht an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Nun sind Autohäuser nicht gerade für ihre den Nahverkehr nutzenden Gäste bekannt, für einen neuen Stadtteil hat eine gute Erschließung aber oberste Priorität. 

Der hier vorgestellte Vorschlag soll deshalb diese potentiellen Entwicklungsgebiete rund um den heutigen Frankenschnellweg mit einer Straßenbahn an das Nahverkehrsnetz anbinden und weiter bis nach Fürth geführt werden, wo der östliche Teil der Fürther Südstadt erschlossen werden soll.  Die Strecke ermöglicht durch die Anbindung Fürths außerdem einen den Bau eines Straßenbahnnetzes dort.  Für das Projekt wäre es zwar von großem Vorteil, wenn der Ausbau des Frankenschnellweg gestoppt wird und dieser etwa zu einer normalen Stadtstraße herabgestuft wird, alternativ wird diese Strecke mit gewissen Anpassungen an der Oberfläche aber auch durch den Tunnelbau ermöglicht. Einzig wenn der Frankenschnellweg in seiner heutigen Form erhalten bleiben soll,  ist eine Realisierung dieses Vorschlags nicht möglich, da dann Staus dominieren und Fahrspuren, insbesondere an der Unterquerung der Bahnstrecken, weggenommen werden müssten. Die Entwicklungspotentiale betreffen etwa die grauen Polygone, können aber je nach gewolltem Umfang auch kleiner oder größer Ausfallen.

 

Verlauf:

Die Strecke schließt an der Landgrabenstraße an das restliche Straßenbahnnetz an und führt von dort kurz über den Frankenschnellweg bzw. dessen Mittelstreifen, bevor an der Haltestelle Rothenburger Straße ein Übergang zur U- und S-Bahn besteht. Entlang der Fugger- und Witschelstraße finden sich die größten Entwicklungsflächen. In diesem Bereich gibt es heute keinerlei Nahverkehr. Das ändert sich erst wieder am Ring, wo Anschluss an die Ringbuslinie 35 besteht. Der Stadtteil Gaismannshof  wird entlang der Leyher Straße mit der Linie 38 erschlossen. Diese fährt alle 10 Minuten vom Westfriedhof über den Ring, die Leyher Straße und die Sigmundstraße zur Virnsberger Straße, wo sie endet.  Westlich der Sigmundstraße läuft die Straßenbahn parallel zur im 20 Minutentakt fahrenden Buslinie 73. Nach dem Abbiegen in die Waldstraße folgt die Tram der alle 10 Minuten fahrenden Linie 177 und ersetzt diese bis zum HBF komplett. Ab dem Stresemannplatz kännte auch die Linie 179 ersetzt / angepasst werden.

Ein Alternativer Anschluss an das Nürnberger Netz kann auch über Gostenhof und den Plärrer erfolgen. Hierbei wäre nur eine Querung des Frankenschnellwegs notwendig und Gostenhof würde durch eine zusätzliche Haltestelle besser erschlossen.

 

Linien:

Zunächst sollte eine Tram alle 10 Minuten fahren. Bei größerem Erfolg könnte der Takt verdoppelt werden. Die Linie würde am sinnvollsten vom Dutzendteich kommend die Südstadt durchqueren und so eine südliche Querverbindung schaffen. Alternativ oder zusätzlich bei einer Taktverdichtung ist auch ein Verlauf nach Norden zum Plärrer durch Gostenhof möglich.

 

Probleme:

Zunächst existiert natürlich eine erhebliche Abhängigkeit von den Plänen für den Frankenschnellweg. Um die Tram zu bauen muss das recht Innenstadtnah gelegene Stadtviertel aber definitiv neu entwickelt werden, sonst ist die Tram auf jeden Fall unsinnig. Abgesehen davon besteht ein erheblicher Parallelverkehr zur U1. Durch die geringere Geschwindigkeit der Tram, insbesondere auch in der Nürnberger und Fürther Südstadt sehe ich diese aber nicht als problematisch an. Gleichzeitig liegt die Entfernung zwischen den Beiden Trassen etwa 800 m, womit sich keine größere Überschneidung der Einzugsgebiete ergibt. Letztere exisitert aber sowieso fast nicht, da nur wenige Brücken über die (Auto-)Bahn vorhanden sind.

 

Bereits bestehende Vorschläge:

Ulrich Conrad hat im Jahr 2018 eine Tram von vom Westfriedhof über den Ring und die Leyher Straße nach Fürth vorgeschlagen. Dieser biegt dann in die Fronmüllerstraße ab und läuft dann über die Schwabacher Straße zum Fürther HBF. Ich halte diesen Verlauf für ungünstig. Der Umweg Hallerstraße-Westfriedhof-Gaismannshof macht ein Umsteigen in die U-Bahn quasi zwingend. Gleichzeitig wurde dort das Gebiet am Frankenschnellweg nicht erschlossen. wobei das bei der aktuellen Landnutzung auch nicht sinnvoll wäre.

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