Beschreibung des Vorschlags
Dieser Vorschlag thematisiert die Reaktivierung der alten Bahnstrecke von Krefeld Hbf bis Rheydt Hbf.
Von der Stadt Krefeld wurde diese Reaktivierung vor kurzer Zeit vorgeschlagen, von der Stadt Willich jedoch abgelehnt, da man stattdessen einen Radschnellweg zwischen Krefeld und Mönchengladbach auf der alten Trasse bauen möchte.
Auch wenn dies ebenfalls ein sinnvolles Vorhaben ist, so wäre meiner Meinung nach eine Reaktivierung der alten Strecke als Regional- oder S-Bahn-Linie ein deutlich größerer Gewinn für die Region. Die meisten der vielen Pendler zwischen den betroffenen Städten würden für den täglichen Weg zur Arbeit wohl eher den Zug nehmen, als längere Strecken mit dem Fahrrad zurückzulegen – die Akzeptanz wäre größer. Auch wäre es ein riesiger Gewinn für die Stadt Willich und die dortigen Gewerbegebiete, da der alte Bahnhof sich sehr zentral in der Stadt befindet und auch nicht weit von den Gewerbegebieten entfernt ist. Es würde die Region erstmals wieder an den Schienenverkehr anbinden. Die Reisezeit würde sich im Vergleich zu den aktuellen Busverbindungen drastisch verkürzen und es würde endlich eine sinnvolle Alternative zum Auto geschaffen, die sichtbar und schnell ist. Daher plädiere ich sehr stark dafür, eine Reaktivierung zumindest prüfen zulassen, egal ob anstelle oder zusätzlich zum aktuell geplanten Radschnellweg.
Eine solche Reaktivierung wurde hier schon einmal vorgeschlagen (https://linieplus.de/proposal/vorschlag-zur-reaktivierung-und-umsetzung-von-bahnstrecken-in-krefeld-und-umgebung/), jedoch habe ich diese um einige Haltestellen sowie die veränderte Streckenführung in Mönchengladbach ergänzt.
Auch würde diese Verbindung deutlich mehr Menschen anbinden, als die aktuelle Regionalbahnstrecke über Krefeld-Forstwald und Willich-Anrath und obendrein geographisch gesehen keinen Umweg darstellen so wie es bei ersterer der Fall ist.
Auch wenn eine Realisierung leider sehr unwahrscheinlich erscheint, hier einmal mein – von der alten Strecke leicht abweichender – Vorschlag einer Trassenführung:
– Der Abschnitt Krefeld Hbf – Willich wäre identisch zu der alten Streckenführung, ggf. mit zusätzlichem Halt an der Gladbacher Straße in Krefeld (s. Kommentar).
– Zwischen Willich und Schiefbahn-Nord / Niederheide würde sich evtl. die Einrichtung eines zusätzlichen Haltes in Wekeln anbieten, da die Strecke dort ohnehin entlang führt und somit die ca. 4.000-4.500 Einwohner des Gebietes ebenfalls an das Schienennetz angebunden wären. Nachteil wäre, dass die Bahnhöfe Willich und Wekeln sehr nah aneinander lägen.
– Von dort bis zum Bahnhof in Neersen / Mönchengladbach Flughafen, wo bei einem Ausbau der S28 bis Viersen eine Umstiegsmöglichkeit entstünde, sowie zum Bahnhof in Mönchengladbach-Neuwerk gleicht mein Vorschlag ebenfalls der alten Streckenführung.
– Unsicher bin ich mir noch bezüglich der Einrichtung eines Haltepunktes in Neuwerk-Dünn, da dieser sehr nah an dem Halt in Neuwerk liegen würde.
– Abweichend von der alten Linienführung würden die Bahnen dann statt über Mönchengladbach-Bökel und -Speick nach Rheydt zu fahren, Richtung Mönchengladbach Hbf abbiegen und von dort aus die bestehende Route nach Rheydt Hbf verwenden, da diese Bahnhöfe bereits bestehen und es deutlich bessere Umstiegsmöglichkeiten gibt. Die alte Regionalbahnverbindung litt vor allem darunter, dass der zentrale Hbf in Mönchengladbach ausgelassen wurde und somit die Nachfrage eher verhalten blieb. Bei einer Verbindung über den Hbf dürfte dieses Problem nicht mehr bestehen, zumal Willich seitdem deutlich an Einwohnern zugelegt hat und durch die neuen und stetig wachsenden Gewerbegebiete auch die Bedeutung des ÖPNVs für Pendler gewachsen ist.
Ich würde mich sehr über Kommentare und Anregungen freuen!

Ich würde zusätzlich empfehlen, einen Halt an der Gladbacher Straße zu errichten. Dort verlaufen bereits die Gleise der Krefelder Straßenbahn, wodurch eine direkte Anbindung an den Straßenbahnverkehr möglich wäre. Außerdem befindet sich dort ein relativ großer Parkplatz, der sich gut für eine Park-and-Ride-Lösung eignen würde
Googlemaps: 51°18’20.8″N 6°32’31.3″E
Das ist eine sehr gute Idee, insbesondere der direkt an der B57 liegende Parkplatz, der sich für P&R anbieten würde dürfte dazu führen, dass sich die Einrichtung eines zusätzlichen Haltes lohnt. Ich habe deine Anregung entsprechend ergänzt.
Unsicher bin ich mir, ob sich parallel die Reaktivierung der Straßenbahn bis zur Tackheide lohnen würde, da ja mit der Regionalbahn bereits eine hervorragende Anbindung an die Innenstadt und den Hauptbahnhof bestünde. So oder so halten dort aber auch jetzt noch einige Buslinien, die parallel zum P&R-Parkplatz eine gute Anbindung an den neuen Bahnhof gewährleisten würden.
Bitte mal mit dem Kreistool prüfen, welcher Radius am Abzweig von der Bahnstrecke MG-Viersen möglich bzw. nötig wäre und entsprechend einzeichnen. Für mich sieht das noch etwas eckig aus und dürfte arg knapp werden, wenn man das ausrundet.
Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, wie man dieses Tool einsetzt. Habe dennoch mal versucht, einen großzügigeren Radius einzuzeichnen. Wird ein solcher oder noch größerer Radius benötigt, müsste man sich tatsächlich eine andere Lösung für eine Trassenführung an dieser Stelle überlegen (unterirdisch / erhöht).
Auch die alte Strecke hatte eine Verbindungskurve nach Mönchengladbach Hbf, die aber leider überbaut ist.
Ich würde versuchen, eine neue Verbindungskurve zwischen der alten Trasse und Deinem Vorschlag zu bauen. Dann kann man länger auf der alten Trasse bleiben und würde den Sportplatz und die Kleingartenanlage verschonen. Größtes Problem ist, dass man dann die Zufahrt zum Gebäude Süchtener Straße 89 queren muss. Aber wahrscheinlich braucht man dort wegen der Querung des Nordrings und der Einfädelung in die Strecke MG-Viersen ohnehin Hoch- oder Tieflage.
Noch etwas:
Meines Wissens ist die Strecke zwischen MG-Hbf und MG-Rheydt überlastet. Wenn man dort noch freie Kapazitäten hat, würde ich sie lieber für eine Verlängerung der S8 nutzen und dafür Deine Verbindung in MG-Hbf enden lassen.
Ansonsten ein sehr guter Vorschlag.
Das klingt nach einer sinnvollen Idee, aber was meinst du damit, länger auf der alten Trasse zu bleiben – wo sollte die Strecke deiner Meinung nach am besten lang führen ab dem Halt in Neuwerk / Dünn?
Das die Strecke zwischen Mönchengladbach Hbf und Rheydt überlastet ist, stimmt wohl. Tatsächlich wäre es auch kein großer Verlust, die Direktverbindung nach Rheydt aufzugeben. Die meisten werden ohnehin nach Mönchengladbach Hbf wollen und von dort aus gibt es hervorragende Verbindungen nach Rheydt.
Für den Fall, dass es dennoch freie Kapazitäten gibt (oder die Strecke mal ausgebaut wird), werde ich die Linie dennoch erstmal weiterhin in Rheydt enden lassen, auch um die Orientierung an der alten Strecke (im Titel) zu verdeutlichen.
Jetzt hast Du ohne weiteren Kommentar die Linienführung an dieser Stelle geändert, so dass mein Kommentar, der sich auf Deine alte Linienführung bezog, komplett unverständlich wird, wenn man sich nicht exakt an Deinen Original-Vorschlag erinnert.
Das ist IMHO ein großer Mangel an Linie-Plus. Man sollte als Leser die Änderungen ab der Erstveröffentlichung nachvollziehen können – oder zumindest den Stand des Vorschlags auf den sich Kommentare beziehen.
Deine neue Linienführung an der Kurve zur Strecke Viersen-MG ist völlig unrealistisch, da sie mitten durch zehn Gebäude an der Süchtelner Straße geht. Da wäre selbst die alte Trasse besser. Die geht „nur“ mitten durch ein Gebäude und touchiert zwei weitere (Du kannst sie Dir mit dem OpenRailMap-Overlay einblenden).
Meine Idee wäre eine Trasse leicht nordwestlich Deiner und der alten Verbindungskurve. Von Krefeld kommend folgst Du der alten Trasse bis zum alten Abzweig nördlich der Boettgerstraße. Dort folgst Du noch ca. 50m der alten Trasse Richtung Güterumgehung. Unter der Hochspannungsleitung biegst Du dann Richtung Süden ab, kreuzt die Wendeschleife des Hovener Kamp und den Nordring. Dann führt die Strecke westlich der Gebäude an der Süchtelner Straße, aber östlich des zurückgesetzen Gebäudes Nr. 89 Richtung Süden auf die Strecke Viersen-MG. Dabei kreuzt Du die Zufahrt zum Haus Nr. 89. Evtl. sind da noch zwei Rückgebäude von Haus Nr. 85 im Weg.
Ob diese Trasse wirklich möglich ist, und wie man sie dann höhenmäßig realisieren sollte, kann ich mangels detaillierter Ortskenntnis nicht beurteilen. In jedem Fall sollte man höhenfrei die Strecke Viersen-MG kreuzen (wie das wohl bei der alten Strecke der Fall war) oder in sie einfädeln. Sonst schafft man sich da einen neuen Engpass.
Ja, ich habe versucht, den Kritikpunkt eines anderen Kommentars umzusetzen, werde mir diesen Streckenabschnitt aber zeitnah nochmal genauer anschauen, um eine realistischere Streckenführung zu finden.
Danke für den Tipp mit dem OpenRailMap-Overlay, das werde ich mir mal anschauen.
Deine genaue Beschreibung ist sehr hilfreich, ich werde das sobald ich Zeit habe anpassen und deinen Vorschlag weitestgehend umsetzen, da er deutlich realistischer zu sein scheint als meine ursprüngliche Streckenführung.