Köln: Rechtsrheinische Nord-Süd-Stadtbahn über Bahnhof Messe/Deutz

 

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Beschreibung des Vorschlags

Bisher fahren sämtliche rechtsrheinische KVB Linien über den Rhein. Es gibt also ein großes Potential für eine neue Strecke, die alle rechtsrheinischen Strecken untereinander direkt verbindet.

Die meisten Teilabschnitte sind bereits in der offiziellen Roadmap enthalten: 1.: Eine Strecke durch Mülheim Süd. 2.: Eine Strecke nach Stammheim.

Bisher sind diese Strecken allerdings als Hochflur Strecken geplant.

Niederflur hätte aber einige Vorteile: Die Stationen sind deutlich leichter ins Stadtbild zu integrieren, die Barrierewirkung ist geringer.

 

Zentraler Baustein der Linie wäre eine neue oberirdische Strecke von der Station Deutzer Freiheit (Linie 7) bis zum Ottoplatz, die Strecke würde östlich an den Gleisen der Linie 1/9 vorbei laufen und würde deren Betrieb somit nicht stören.

Vor allem Porz, Ensen und Porz brauchen dringend eine bessere Anbindung, eine direkte Linie zum Deutzer Bahnhof würde einen großen Mehrwert bringen.

Anpassung der Infrastruktur: An den Haltestellen Kölnmesse und Wiener Platz müssten zusätzliche Niederflur-Bahnsteige gebaut werden. An der Kölnmesse sollte die komplette Stadtbahnstrecke nach Westen verschoben werden, sie würde dann direkt an der Messe liegen. Die Bahnsteige würden hintereinander liegen.

Am Wiener Platz könnten die zusätzlichen Bahnsteige links und rechts des bestehenden Mittelbahnsteigs gebaut werden. An der Keupstraße würde ein zusätzlicher Niederflur Mittelbahnsteig im Mittelstreifen des Clevischen Rings gebaut.

Auf dem Ottoplatz würde ein neuer Mittelbahnsteig gebaut werden, mit einem doppelten Gleiswechsel westlich davon, damit Züge die von der Deutzer Freiheit kommen hier bei Bedarf wenden können. Hier würde auch eine Gleisverbindung zur bestehenden Strecke auf der Deutz-Mülheimer Straße gebaut, die auch als Betriebsstrecke wertvoll wäre. Beim Bau der neuen Brücken der DB wird dieser Gleisbogen bereits berücksichtigt.

Ähnlicher Vorschlag: Dieser Vorschlag ist nördlich der Haltestelle Grünstraße sehr ähnlich zu meinem Vorschlag, hat aber südlich davon einen völlig anderen Verlauf.

 

Edit: Ich habe auf Vorschlag von Baum eine südliche Verlängerung zum Bahnhof Porz ergänzt. Der Radius an der Bahnhofstraße ist doch kein Problem. Man müsste nur einen neuen südlichen Zugang zum Bahnhof schaffen, das sollte auch machbar sein.

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9 Kommentare zu “Köln: Rechtsrheinische Nord-Süd-Stadtbahn über Bahnhof Messe/Deutz

  1. Als ich den Titel gelesen und die Zeichnung überflogen habe, war ich zunächst skeptisch, da du Hoch- und Niederflurstrecken kombinieren und in Deutz vom Tunnel an die Oberfläche musst.

    Beim genaueren Hinsehen bin ich doch überrascht, wie wenig für diese Linie investiert werden müsste, da sich der Mischbetrieb von Hoch- und Niederflur lediglich auf 2 Haltestellen beschränkt ist. Zudem sorgt das Nicht-Befahren der Strecke der 1&9 für Fahrplanrobustheit.

    Ich fände aber eine Verlängerung zum Bahnhof Porz sinnvoll. Entweder diese Linie fährt dorthin, oder sie fährt bis Zündorf und die 7 nach Porz Bahnhof.

  2. Der Vorschlag gefällt mir.

    Wie Baum halte ich auch eine Anbindung des Bahnhofs Porz für sinnvoll. Der Radius zur Bahnhofstraße wäre meiner Ansicht nach durchaus machbar. Eine Endstelle könnte parallel zur Bahn auf der westlichen Seite südlich der Bahnhofstraße eingerichtet werden.

    Unklar ist mir der Gleisverlauf am Bahnhof Deutz. Bereits innerhalb der Unterführung zur Seite zu schwenken, dürfte vermutlich kaum gehen. Ich werde die Haltestelle daher eher auf den Mittelstreifen der Opladener Straße legen. Das führt auch zu wenitger Konflikten mit dem Autoverkehr. Und wie soll die Trasse in der Mindener Straße genau verlaufen? Soll die Fahrbahn in Richtung Siegburger Straße genutzt werden? Wie kämen dann die Autos von der Opladener Straße zur Siegburger Straße? Mit Spazierfahrt über Heumarkt und Markmannsgasse zum Wenden? Ich habe ja nichts dagegen, wenn man dem Individualverkehr irgendwo eine Spur wegnehmen will, aber wo schon nur eine einzige ist, kann man das eigentlich nicht machen.

    1. Ich habe gehört, dass die Verkehrsplaner kein Problem darin sehen die Bahnen dort im Mischverkehr mit den Autos zu führen. Insbesondere Richtung Süden ist die Verkehrsmenge gering.
      Kurz vor der Kreuzung an der Deutzer Freiheit weitet sich die Mindener Straße in Richtung Süden auf 2 Spuren aus. Eine davon könnte man perfekt als Aufstellfläche für die Bahnen nutzen, da es auf der Siegburger zukünftig ohnehin nur noch eine MIV Spur gibt.
      In Richtung Norden können die Bahnen auch problemlos auf der verbleibenden MIV Spur im Mischverkehr fahren (mit der neuen Radspur entfällt eine MIV Spur). Man muss die Ampeln so einrichten, dass die Bahnen zuerst losfahren können und danach erst Autos.

      Komplexer wird es dann am Ottoplatz, aber prinzipiell ist da genug Platz.

  3. Kann ich diesen Vorschlag zurecht so zusammenfassen, dass zu Gunsten einer besseren Integration der Stadtbahnhaltestellen in das Stadtbild, drei Haltestellen um- bzw. ausgebaut werden sollen?

    Andere Teile des Vorschlags ließen sich ja auch auch ohne den Nordast realisieren, dafür wäre dann aber eine Verbindung wie hier notwendig. Dann könnte der südliche Teil dieser Linie mit Ende am Bf. Messe/Deutz (wenden in der Abstellanlage?) gebaut werden, um dort höhere Takte ohne weitere Beanspruchung der Ost-West-Achse zu erreichen.

    1. Ja, aber ein vollständig niveaugleiches Gleisdreieck mit 30 Bahnen pro Stunde je Richtung zur Deutzer Brücke und zum Bf. Deutz und 12 je Stunde je Richtung nach Poll wäre betrieblich einer der schwierigsten Punkte im KVB-Netz, schwieriger als z.B. das Gleisdreieck am Appellhofplatz,  wo ja immerhin die Linie 5 (Richung Dom/Hbf) niveaufrei die anderen Linien unterquert und „nur“ die Linien 3/4 und 16/18 sich niveaugleich kreuzen. Zudem käme hinzu, dass in Deutz auch die Krezung des Individualverkehrs mit der Porzer Strecke zu berücksichtigen wäre. Eine oberirdische Strecke zum Bf. Deutz, die aus der Linie 7 ausgefädelt wird,  würde die Trasse der Linien 1 und 9 hingegen gar nicht berühren. Außerdem könnte sie direkt vor dem Bf. Deutz halten, das Umsteigen von der unterirdischen Haltestelle zur DB ist nicht sehr attraktiv, da sind die Wege relativ lang. Aber in der politischen Diskussion spielen ja beide Varianten ab jetzt eine Rolle, die SPD will offenbar den Vorschlag von Nicolas Blume (siehe Facebook-Seite von Lukas Lorenz), die FDP das Gleisdreieck mit Einführung der neuen Linie in den Tunnel (siehe Facebook-Seite von Ralph Sterck). Mal sehen, wie es ausgeht. Ich fürchte, am Ende kommt gar nichts, wie so häufig.

  4. Da es für das Problem der zu geringen Streckenkapazitäten im Bereich der Innenstadt kurz- bis mittelfristig keine Lösung geben wird, halte ich diesen Vorschlag für sinnvoll.  Die neue Strecke über den Ottoplatz kann später auch dafür genutzt werden, die Bahnen aus Stammheim/Flittard über die Deutzer Brücke in die Innenstadt zu führen, sollte es tatsächlich mal eine 2. Ost-West-Strecke und damit mehr Kapazität geben.

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