Berlin: X34 beschleunigen

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Beschreibung des Vorschlags

Problem:

Zwischen Alt-Kladow und Gatower/Heerstr. ist X34 gerade mal eine einziges Minütchen schneller, als die deckungsgleiche 134. Von Alt-Kladow zum Zoo braucht X34 laut Fahrplan satte 45 Minuten, real mehr. Das ist nicht Expressbus-würdig. Der rege Autoverkehr entlarvt die unattraktive Verbindung.

Maßnahmen:

Daher soll X34 die Halte Finnenhaussiedlung, Breitehornweg, Alt-Gatow, E.-Basdeck-Str., Biberburg, Sandheideweg, Amtsgerichtsplatz, Kaiser-Friedrich-Str./Kantstr. auslassen. Das bringt 5 Minuten Fahrzeitreduktion.

Der Fahrplan von 134 soll auf X34 ausgerichtet werden: 134 erreicht Gatower/Heerstr. Richtung Süden 2 Minuten nach X34, Richtung Norden 2 Minuten vor X34. So wird die Fahrzeitverlängerung für Nutzer der ausgelassenen Haltestellen gering gehalten.

Damit die Anschlüsse zuverlässig klappen, soll X34 nur bis U Wilmersdorfer Str. fahren, wie X49. Denn die östliche Kantstr. ist seit der Fahrradwegeinführung zur Staufalle geworden. Der Fahrplan von X34 wird auf S3/S9 in S Heerstr. ausgerichtet. Es soll ferner am Wochenende mehr Fahrten auf X34 geben.

Um auf der Kantstr. weiterhin einen 5′-Takt anzubieten, wird 109 aus dem Kurfürstendamm umgelegt. In NVZ und SVZ soll 109 bereits U Wilmersdorfer Str./S Charlottenburg enden. Da reicht der 10′-Takt von M49.

Vorteile:

– Beschleunigung und Stabilisierung der Linie X34

– Schnellere Verbindung Kladow – Berlin

– Effizienterer Buseinsatz I: kein Überangebot am Wochenende auf der Kantstr. mehr (bisher 5/5/10′-Takt).

– Effizienterer Buseinsatz II: kein Überangebot auf östlichem Ku’damm mehr (z.Z. 27 Fahrten je Stunde und Richtung in der HVZ, dazu Touristenbusse und U-Bahn).

– 109 erreicht schneller U7 und Zoo, und die Einkaufsmeile Wilmersdorfer Str. direkt.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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4 Kommentare zu “Berlin: X34 beschleunigen

  1. Mit diesem Vorschlag würdest du einer Reihe von Haltestellen die schnelle Verbindung zur Innenstadt nehmen. Damit würde der X34er an potenziellen Fahrgästen verlieren.

    Du hast natürlich Recht, wenn du schreibst „Der rege Autoverkehr entlarvt die unattraktive Verbindung“, aber durch deine Maßnahme würde die Verbindung nicht attraktiver werden. Eine ausreichend attraktive Verbindung, um dadurch den Autoverkehr zu reduzieren, wäre ohnehin nur auf der Schiene möglich. Mit einem Straßenbahnnetz für Spandau wäre das denkbar, doch will die SPD ja nun eine U-Bahn vom Rathaus Spandau über die Wilhelmstadt nach Staaken bauen, weil durch diese Linienführung besonders viele Buslinien eingespart werden können. Das heißt, dass die Busse aus Richtung Theodor-Heuss-Platz dann nur noch bis maximal zur Gatower Straße fahren würden, während die Busse aus Gatow, Kladow und Potsdam an der Heerstraße enden würden. Eventuell verknüpft man die Linien auch neu, wodurch sich neben deiner Expresslinie auch eine normale Linie von Gatow und Kladow in Richtung Kantstraße führen ließe. Schienenverkehr nach Kladow oder durch den Charlottenbruger Teil der Heerstraße wird sich dann aber kaum noch realisieren lassen, weil sinnvolle Fortsetzungen in Spandau durch die U-Bahn abgedeckt werden würden. Es ist also zu befürchten, dass durch die Verkehrspolitik der SPD in Zukunft ein Schienenverkehr in der östlichen Heerstraße und nach gatow und Kladow verhindert wird, wodurch der Autoverkehr dort weiterhin Bestand haben wird.

    1. Ein paar Fahrgäste würde man zwar verlieren, aber neue und mehr dazu gewinnen. Denn der beschleunigte X34 wird attraktiver. Vereinfacht kann man sagen, dass auf dem Weg nach Berlin die Kladower 5 Minuten sparen, und die Gatower etwa 5 Minuten verlieren. In Kladow leben 16k Menschen, in Gatow nur 3k. Somit wird die Bilanz positiv ausfallen.

      Das Thema U-Bahn vs Straßenbahn würde ich hier gerne ausklammern, denn egal wozu man sich zu bauen entschließt, es müsste bis zur Fertigstellung immer noch 20-30 Jahre Busverkehr organisiert werden.

      1. Ich bin da voll auf Ulrichs Seite. Du gewinnst durch 5 min Fahrzeit Ersparnis nicht wirklich viele Menschen. Du verlierst aber einige, die jetzt dann deutlich länger unterwegs sind.

        Das einzige was wirklich helfen könnte, wäre der Straßenbahn vor zu fassen, in dem man die Infrastruktur jetzt schon so umbaut, dass überall wo möglich ÖPNV und Straßenverkehr getrennt werden. Diese gesonderte ÖPNV Infrastruktur ist dann gleich so zu gestalten, dass hier eigentlich nur noch Schienen verlegt werden müssen und ein Fahrdraht gezogen werden muss. Dann ist ein späterer Straßenbahneinsatz problemlos möglich. Ich mach mal einen Vorschlag, um dir zu verdeutlichen was ich meine.

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