Beschreibung des Vorschlags
Hallo zusammen,
hiermit schlage ich den vollständigen zweigleisigen Ausbau und die Elektrifizierung der Bahnstrecke Münster-Rheda vor. Die Verbindung zwischen OWL und dem Münsterland ist sehr ausbaufähig und mittlerweile überfällig. Mehr dazu ist auch am Ende zu lesen.
Der Ausbau der beiden Endpunkte wurde von mir schon vorgeschlagen, siehe dazu meine Vorschläge zu Rheda und Münster.
Nun zum Verlauf: Der Ausbau folgt auf gesamter Strecke der bereits bestehenden Trasse. Generell ist der Ausbau von den Platzverhältnissen her recht knapp, es müssen an einigen Stellen auf jeden Fall Gärten, Garagen und teilweise Häuser dran glauben (die kritischsten Punkt ist Warendorf und Telgte). Mit Neutrassierung zur besseren Platznutzung sollte aber auch das noch reduzierbar sein. Ich halte das aber für vertretbar (die Alternative ist teurer, siehe Ende). Um Konflikte mit Autos zu vermeiden, soll die Strecke an einigen Stellen angehoben, die Straßen abgesenkt werden. Außerdem ist, wie hier vorgeschlagen, der Haltepunkt Clarholz verlegt.
Zur Motivation: Im Zielnetz 2040 sollen auf der Strecken im Halbstundentakt Bahnen der „S-Bahn Münsterland“/“S-Bahn OWL“ fahren, zusätzlich noch ein Regionalexpress zwischen Münster und Warendorf. Ich halte auch das noch für ausbaufähig, besonders wenn man im Hinterkopf behält, dass das die schnellste Route zwischen den zwei Oberzentren Bielefeld und Münster mit jeweils über 300.000 Einwohnern ist (oder zumindest sein sollte). Mit den bereits oben verlinkten Ausbauten sollte durchgehender Verkehr von Münster nach Bielefeld (ggf. an beiden Enden weitergeführt) möglich sein. Persönlich halte ich hier zwei S-Bahnen und zwei REs pro Stunde für sinnvoll, die Strecken würden es bei durchgängig zweigleisigem Ausbau hergeben (eingleisig wäre auch in Abschnitten suboptimal, da ggf. auf den Gegenverkehr gewartet werden muss). Zusätzlich ließe sich auch lokaler Güterverkehr mit den zahlreichen an der Strecke liegenden Unternehmen über die Strecke abwickeln dank der Anbindung an den Rangierhof in Rheda und die Güterumgehungsbahn inkl. Rangierhof in Münster.
Vorsicht Rant! Wer da keinen Bock drauf hat kann es überspringen. Könnte Spuren von Sarkasmus enthalten.
Also… Wo soll man da anfangen? Wie stiefmütterlich kann der ÖPNV eigentlich behandelt werden? Wenn man eine Bahnstrecke hat, die seit Jahrzehnten im Volksmund als „Westfalentöter“ bekannt ist, da es so viele ungesicherte Bahnübergänge gibt. Wenn aufgrund dieser Bahnübergänge teilweise nur 40 (!!!) gefahren werden kann, jede Fahrt zum Hupkonzert wird und die Politik seit Jahrzehnten verspricht das auszubauen. Wenn selbst in Wikipedia in den Artikeln der Region steht, dass die Verbindung zwischen Bielefeld und Münster sehr schlecht ist. Wenn dort immer noch ein Dieseltriebwagen fährt, der genauso schnell ist wie der Zug (inkl Umstieg) über Hamm. Wenn versprochen wird auszubauen und bei der S-Bahn Münsterland drei stündliche Züge vorgesehen sind.
Ja, was macht man da? Vermutungen aus dem Publikum? Bingo! Wir bauen Umgehungsstraßen (wen es interessiert, siehe B64n). Statt mal die Bahnstrecke ordentlich auszubauen oder überhaupt zu moderniesieren, verwendet man lieber mehrere Millionen, weitere Straßen zu bauen und zerstört dabei anliegende Natur. Und es sind immer die gleichen Begründungen: „Ja, der Verkehr soll doch zunehmen“. Nein, Neubauten induzieren Verkehr! Es gibt dann mehr Fahrten. Außerdem: Der Großteil der sogenannten „Prognosen“ hat trotzdem die tatsächlichen Verkehrsentwicklungen massivst überschätzt. Ach, außerdem wollen Anwohner das nicht? Ist doch egal, bauen wirs trotzdem. Gleichzeitig geht an der auf der gleichen Relation verlaufenden Bahn seit Jahrzehnten (!) nichts voran. Egal was versprochen wurde, es passiert kaum etwas. Wer braucht schon ÖPNV? Wer braucht schon unsere Umwelt? Naja, machste nichts. Bleibt nur dagegen zu protestieren und dann wirds trotzdem gemacht, im Namen der „lokalen Wirtschaft“ (da Güter ja niemals auf der Schiene transportiert werden könnten).
