Beschreibung des Vorschlags
Hallo zusammen,
hiermit schlage ich den Ausbau des Bahnknotens Münster vor. Münster selbst hat über 300k Einwohner, Tendenz stiegend. Zudem soll bald das S-Bahn-Netz Münsterland eingeführt werden (Namensfrage mal ausgelassen).
Problem ist, dass der Bahnknoten Münster bereits heute überlastet ist. Dieser Vorschlag beinhaltet Maßnahmen, die dies verbessern können.
1. Richtungsbetrieb
Momentan sind die Gleise in Münster den einzelnen Zulaufstrecken zugeordnet. Dies führt dazu, dass Kreuzungen im Bahnhofsvorfeld nötig werden. Lösung ist, bereits vor dem Bahnhof die Strecken flexibel einzuordnen, sodass weniger Kreuzungen nötig sind. Dazu werden, wie eingezeichnet, neue Überwerfungsbauwerke gebaut. Der südliche Teil sollte recht selbsterklärend sein, beim nördlichen Teil werden Gleis 4 und 5 (von Westen gezählt) angehoben und über den anderen Gleisen eingeordnet.
2. Mehr Bahnsteige
Aufgrund des Richtungsbetriebs müssen einige Bahnsteige angepasst werden und der östlichste wird neu gebaut. Zusätzlich entstehen (wie offiziell geplant) im westlichen Teil neue Kopfgleise für das S-Bahn-Netz. Hier wird ein eingleisiges Überwerfungsbauwerk notwendig, um die S-Bahnen in südliche Richtung schicken zu können und die S-Bahnen aus Sendenhorst zu den Bahnsteigen zu lotsen. Außerdem wird ein neuer südlicher Personentunnel gebaut, um die S-Bahn-Gleise mit den anderen Gleisen zu verbinden.
3. Güterumgehungsbahn
Um den Knoten weiter zu entlasten, soll die Güterumgehungsbahn leistungsfähiger gestaltet werden. Zum einen soll sie auf gesamter Länge zweigleisig sein, zum Anderen soll ein neuer Zweig in Richtung Greven gebaut werden, damit absolut kein Güterzug mehr durch den Bahnhof muss (Eine Alternativführung ist eingezeichnet, diese würde aber Wohnbebauung überfahren). Um wieder rangieren zu können, muss außerdem ein neuer Rangierbahnhof gebaut werden. Dafür ist ebenfalls eine mögliche Fläche eingezeichnet. Aus dem Zentrum Münsters können lokale Güterzüge über die Strecke Münster-Sendenhorst zu diesem gelangen (dafür ist der Abschnitt zweigleisig), falls dies nicht funktioniert (bspw. da die Strecke der WLE und nicht der DB gehört), könnte man auch die alte Ortsgüterkurve auf Kosten einiger Gewerbegebäude wieder aufbauen.
Auf der Güterumgehungsbahn gibt es noch viel Infrastruktur für einen zweigleisigen Ausbau, zum Teil sogar mehr. Brückenfundamente müssten bei einem Ausbau an vielen Stellen kaum angepasst werden, einige Unterführungen existieren auch noch. Wer interessiert ist sollte hier schauen, sehr zu empfehlen.
4. Ausbau der Zulaufstrecken
Münsters Zulaufstrecken sind ebenfalls chronisch überlastet. Dieser Vorschlag ist mit den folgenden Ausbauten geplant:
– Viergleisigkeit Hamm-Münster
– Viergleisigkeit (Dülmen)-Mecklenbeck-Münster
– Zweigleisigkeit Münster-Rheda
– Zweigleisigkeit Dortmund-Münster
5. Konflikte mit Bebauung
Es gibt Konflikte mit bereits bestehender Bebauung, diese sind aber meist tangentiell und es sind meist nur Gärten betroffen. Nur der Zulauf aus Hamm und die Güterumfahrung führen zu Konflikten; Erstere führt dazu, dass ein Baseball-Platz und ein Gebäude abgerissen werden müssen, zweitere zerschneidet in beiden Varianten ebenfalls Bebauung.
6. Sonstiges
Mögliche weitere und geplante Haltepunkte sind eingezeichnet. Regelmäßig befahrene Ein- und Ausfädelungen sind höhenfrei. Es gibt keine weiteren Vorschläge dieser Art.
Ein Nachteil dieses Ausbaus ist, dass sowohl ein Nord- als auch Südbahnhof schwieriger umsetzbar wären.
Changelog:
03.06.2026: Hinzufügen von Details nach weiterer Recherche zum (geplanten) Aufbau der GUB, wechseln der Vorzugstrasse für die Fortführung der GUB, Anpassung Beschreibung.

Wie soll denn der Anschluss an die Güterumgehungsbahn im Norden gestaltet werden? Die Zeichnung führt die neuen Gleise mitten durch Mariendorf.
Ich hatte mir gedacht, dass die nördliche Variante so oder so Bebauung beeinträchtigt, Frage ist, welche Grundstücke es sind. Wenn es darum geht weniger Flur-/Grundstücke zu bebauen, ließe sich die Trasse wahrscheinlich gut noch ein Stück nach Westen verschieben, die B 481(n) wird ja so oder so gebaut. Wo gebaut wird kann ich aber im Endeffekt nur erraten. Sollte die Überbauung absolut nicht möglich sein, gibt es ja noch die zweite von mir eingezeichnete Variante.
Die erste Variante ist eigentlich mein persönlicher Favorit, da Bebauung weiter umfahren wird. Außerdem könnte man (wenn die Verkehrswende mal endlich ernst genommen wird), nördlich der Trasse, östlich des Dortmund-Ems-Kanals, einen neuen Binnenhafen bauen. Das wäre mMn einer der besten Standorte: Perfekter Anschluss an Bahn und Umgehungsstraße, fern ab von jeglicher Wohnbebauung. Das ist natürlich etwas weiter noch gedacht (und hat nur bedingt etwas mit L+ zu tun), ich halte es aber für lohnenswert sich auch da Gedanken zu machen.
Was hältst du denn ansonsten von dem Vorschlag?