Beschreibung des Vorschlags
Kiel plant eine Straßenbahn mit meherer Ästen. Aufgrund der Siedlungsstruktur eignet sich die Stadt aber auch für ein automatisches U-Bahnsystem ala VAL. In deutschen Maßstäben ist Kiel eigentlich zu klein für eine U-Bahn, aber aufgrund der Siedlungsstruktur lässt sich ein sehr großer Teil der Stadt mit einer Linie abdecken und damit eine sehr Nachfrage auf einer Achse konzentrieren. Zum Vergleich sind die beiden Städte Brescia oder Rennes, die ebenfalls ein System VAL haben mit 200.000 bzw. 230.000 EW sogar noch etwas kleiner als Kiel mit 250.000 EW (allerdings zugegebenermaßen beide mit dichter bedsiedeltem Umland).
Die vorgeschlagene Trasse erschleißt folgende Aufkommensschwerpunkte:
- Start in der Großwohnsiedlung Diedrichsdorf
- Fachhochschule
- Wellingdorf
- Ellerbek
- Gaarden
- Hbf
- Innenstadt
- Uniklinik
- dicht besiedelter Bereich der Holtenauer Straße
- dicht besiedleter Bereich Wik
- Holtenau
- Altenholz-Stift
- Friedrichsort
- das Olympiazentrum in Schilksee
Die Uni wird über einen Abwzeig am Blücherplatz erschlossen. Kann auf dem Kernabschnitt Diedrichsdorf – Blücherplatz der Takt verdoppelt werden, während Richtung Wik und nördlich vom Kanal ein geringerer Takt ausreichend ist.
p.s.: Mir ist klar, dass mit der Straßenbahn Planung bereits ein System sehr weit in der Planung ist und grundsätzlich finde ich die Straßenbahn auch richtig. Aber im Sinne eines „was-wäre-wenn“ finde ich es interessant aml aufzumalen wie eine VAL aussehen hätte können.

Wenn du die Straßenbahn aber doch befürwortest, was ist dann der Zweck der U-Bahn? Im Übrigen ist die Planung ja aber auch derart fortgeschritten, dass oder Vorschlag sowieso hinfällig ist.
Außerdem wäre die U-Bahn völlig überdimensionert. Bei 26km sprechen wir über rund sechseinhalb Milliarden Euro für ein Nahverkehrsnetz einer kleineren Großstadt. Das ist doch realitätsfern.
Ich habe extra die Vergleiche zu Brescia (196.000 EW) oder Rennes (230.000 EW) gebracht. Wenn die Umstände stimmen, muss eine Stadt wie Kiel nicht zu klein für eine Kleinprofilmetro sein.
Die Linie B in Rennes (2022 eröffnet) ist 13,5 km lang und hat etwa 1,3 Mrd € gekostet. 26km in Kiel wären demnach für 3 Mrd € zu haben.
Ich denke auch, dass das finanziell unmöglich ist.
Wenn er nicht so teuer gewesen wäre, hätte vielleicht der City-S-Bahn-Tunnel die Machbarkeitsstudie gewonnen, zum Zeitpunkt der Studie wurde der aber auch nur auf 2 Milliarden geschätzt – Wieviel auch immer das heute wäre (im Vergleich zu S21, was glaube ich mit 2,3 Mrd startete, wären wir auch bei über 10 Mrd).
Allerdings verpasst dein Vorschlag Bevölkerungsschwerpunkte in Elmschenhagen (Okay, die Bahnstrecke liegt da ganz gut eigentlich), Mettenhof (hier liegt die Bahnstrecke ganz im Süden), Suchsdorf (1 Extra Bahnhalt würde die Situation aber bessern) und Meimersdorf (ist allerdings auch eher verteilter, weniger dicht als die anderen Stadtteile, selbst die zukünftige Planung). Und das Citti-Einkaufszentrum verpasst du auch, da fährt aber auch ein Zug schon hin.
Zum Verlauf: Die Kurve zum UKSH gefällt mir. Die Kurve zur Uni nicht so.
Und was ist deine Motivation für das System VAL?
Die Motivation für eine Kleinprofil U-Bahn liegt in deren Flexibilität. Man kann damit mit relativ geringen Kosten Strecken nahezu unabhängig vom darüber liegenden Straßennetz trassieren. Ein etwas mäandrierender Verlauf, der viele Aufkommensschwerpunkte abdeckt, ist damit sehr einfach möglich.
Ich kann mir vorstellen, dass sich Aachen oder Münster für eine VAL-Metro eignen würden. (Mangels Ortskenntnis vermag ich das nicht abschließend zu beurteilen, vielleicht sind auch diese beiden Städte zu klein)
Aber Kiel? Niemals. Da fehlt es an Substanz um eine VAL-Metro zu rechtfertigen. Nicht mit Rennes vergleichbar. Du sagst ja selbst in Rennes wohnen mehr Fahrgäste im Umland. Hier werden Verkehrsströme in ganz anderen Größenordnungen bewegt.
Frankreich und Italien haben mehr Metros (und günstigere Ticketpreise, bessere Schnellzüge etc), weil die Finanzierung besser und die Kosten niedriger sind als in Deutschland. Dass du auf Beispiele aus dem Ausland verweist finde ich gut. Echte Visionen werden im Schienen/Personennahverkehr im Autoland Deutschland schmerzlich vermisst. Aber wie gesagt in Kiel wird niemals eine Metro fahren.
Kiel hat 1985 die Straßenbahn eingestellt als sie in französischen Städten schon längst ihre Renaissance feierte.
Das macht kein sinn eine ubahn ist viel zu tuer für so eine stadt wie kiel nicht mal köln hat eine und städte wie Frankfurt und Stuttgart die eine Stadtbahn zur u bahn umbauen wollten haben es auch nicht geschafft warum sollte dann eine Kiel U bahn Schleswig holstein würde das nicht födern und der bund erst recht nicht die stadt würde es auch nicht leisten können
Deine Argumente tragen nicht.
Brescia hat eine Kleinprofilmetro. Rennes hat eine. Beide Städte sind kleiner als Kiel.
Kiel hat noch kein Schienensystem, dass sich sinnvoll umbauen lassen ließe.
Eine Kleinprofilmetro ist etwas deutlich anderes als eine Voll-U-Bahn oder unterirdische Stadtbahn und dementsprechend deutlich kostengünstiger.
Ein Projekt mit NKV >1 wird zu mindestens 75% vom Bund gefördert. Weitere Mittel könnten aus Olympiatöpfen und vom Land kommen. Für die Stadt selber bliebe da nicht mehr viel übrig.
Was macht dich da so sicher?
Die erste VAL-Metro wurde vor ca. 50 Jahren projektiert! Damals war der Kostenvorteil bei kleineren Tunnelquerschnitten deutlich größer als heute. Die Tiefbau- und Erdarbeiten machten damals den Löwenanteil der Kosten aus. Logistik, Lärmschutz, Umwelt- und Sicherheitsauflagen sind heute deutlich größere Hürden, gerade kostentechnisch – da spart man mit einer Mini Metro kaum was.
Und, bevor der Einwand kommt, natürlich sind die VAL-Linien in Rennes, Toulouse, Ile de France, Turin und Brescia deutlich jünger als Lille – Villeneuve d’Asq. Allerdings spielten bei der Systemwahl jeweils nicht nur die Kosten für die Allgemeinheit, sondern auch die wirtschaftlichen Interessen Matras, Alstoms und AnsaldoBredas eine Rolle, so viel dürfte klar sein.
Vor allem frage ich mich, warum ausgerechnet Kiel? Wie gesagt: andere deutsche Städte ohne kommunale (Tunnel-)Bahnen, wie zum Beispiel Aachen, Mannheim oder Münster, sind erstens größer und haben zweitens eine erheblich positivere (wirtschaftliche) Dynamik.
Das stimmt so nicht. Es werden nur 75 % der förderfähigen Kosten übernommen.
Bei der verworfenen Campusbahn Aachen hätte die Stadt trotz sogar 90%-Förderzusage immer noch rund die Hälfte der Gesamtkosten selbst stemmen müssen.
Auch bei der Straßenbahn Regensburg bewegte sich der Eigenanteil bei rund der Hälfte.
Der boden in kiel macht es nicht gerade einfach eine tunnel zu graben außerdem finde ich diese idee einfach unnötig und realitätsfern da ein straßenbahn netz den selben nutzen hat und es noch viel günster macht außerdem reichen wie ich schon gesagt habe die fahrgast zahlen nicht für eine ubahn kiel ist halt keine Metropole und auch kein sondefall wie nürnberg und desshalb schon in der kosten nutzen Analyse scheitern würde
Deshalb finde ich für ein land wie Deutschland hat eine Stadt wie kiel es nicht nötig sowas zu bauen