Beschreibung des Vorschlags
Erschließung von Parkstadt Solln, Solln und Pullach über die Tram Westtangente
Das beschriebene Gebiet wird derzeit ausschließlich von Bussen und in Teilen der S-Bahn angebunden. Der Vorschlag soll eine schnelle Verbindung von Süden in den Südwesten und Westen von München ermöglichen. Startpunkt der Ausfädelung ist die Haltestelle Drygalski Allee der künftigen Westtangente. Bei der Trassierung wurde vor allem auf ausreichend Platz, Verzicht auf Tunnel/Brücken und wenige Kurven geachtet. Das sollte die Kosten so gering wie möglich halten.
Der einzig kritische Übergang liegt an der Kreuzung Drygalski Allee / Stäblistraße weiter zur Hofbrunnstraße. Dort gibt es derzeit eine Durchwegung für den Fahrradverkehr. Es sollte nach meiner Einschätzung aber möglich sein, die Trasse ohne den Eingriff in Privatgrundstücke zu realisieren. Dies ist natürlich von den Profis zu prüfen.
Sowohl die Drygalski Allee als auch die Hofbrunnstraße weisen sonst keine zu engen Kurvenradien auf, was gute Durchschnittsgeschwindigkeiten ermöglicht.
Neben Alt-Solln werden auch in Pullach wichtige Einrichtungen erschlossen, wie z.B. Kloster St. Gabriel, das Blindenzentrum und das Pater-Rupert-Mayer-Gymnasium. Letzteres ist auch z.B. für Schüler, die mit der S-Bahn in Pullach ankommen, nur noch zwei Trambahnhaltestellen entfernt.
Eventuell kann neben der B11 unabhängig trassiert werden, wenn die entsprechenden Flurstücke erworben werden können.
Am Bahnhof Pullach muss die Bahnstrecke gekreuzt werden. Wegen der Oberleitungen muss daher eine Unterführung mit unterirdischer Endhaltestelle und Wendeschleife gebaut werden. Sollte das nicht möglich sein, müsste die Tramhaltestelle bereits am Sportplatz enden. Die Realisierung der Wendeschleife wäre dann lokal zu planen.

Es wäre sehr gut, wenn du noch genauer auf den bisherigen Busverkehr eingehen würdest: welche Linien fahren dort wie häufig mit welchen Bussen (insbesondere „normale“ oder Gelenkbusse)? Dadurch kann man viel besser begreifen wie viel Nachfrage es in diesem Bereich überhaupt gibt.
– Für eine schnelle Verbindung hat die Strecke zu viele Haltestellen
– Die Strecke führt durch eher gering bebautes Gebiet. Die bestehenden Buslinien entlang der Strecke fahren deshalb auch relativ selten, teils mit Kleinbussen und phasenweise sogar gar nicht, warum also ein Upgrade auf eine Straßenbahn?
– Die Parkstadt Solln, wo noch am ehesten eine Nachfrage zu holen wäre, wird zum Großteil links liegen gelassen
– Die Anbindung an das hochrangige Schienennetz ist dürftig und im Busnetz wesentlich besser. Zum Bahnhof Solln ist der Fußweg relativ lang, die U3 wird ganz verfehlt.
Aufgabelung bedeutet schlechtere Zugfolge in jedem der Äste.
In der Hofbrunnstraße fehlt der Platz wie auch in dem Abschnitt der Sollner Straße, der jetzt schon Staus hat. In Solln wären es relativ weite Wege zum Umstigen in die S-Bahn. Zwischen Solln und Pullach fährt schon die S-Bahn, es fehlt das Verkehrsaufkommen und das Gymnasium wird auch nicht erschlossen.
Bessere Alternative: 10-Minuten-Takt zwischen Solln und Innenstadt im Tagesverkehr, oder noch öfter, Züge wenden teils in Großhesselohe (Weiche ist vorhanden, würde auch in den Fahrplan passen) oder fahren anteilig nach Deisenhofen bzw. Holzkirchen weiter. Stadtseitig Ende am Hauptbahnhof oder Einfädelung in die Stammstrecke, wenn die zweite fertig ist. Das erfordert keine oder nur geringe Investitionen an der Strecke. Vielleicht wäre dann in Deisenhofen ein Flyover für die S-Bahnen aus dem Hachinger Tal Richtung Holzkirchen hilfreich, oder für die Richtung Holzkirchen – Solln, um diesen Knoten zu entflechten.