Beschreibung des Vorschlags
(Auch wenn ich wohl einer Fehlinformation … oder schlicht der einsetzenden Senilität aufgesessen bin …)
Der Stuttgarter Tiefbahnhof ist noch lange nicht eröffnet, da werden schon wieder Milliarden in Planungen in unsinnige zusätzliche Tunnel(planungen) gesteckt … was soll der Quatsch?
Derzeit existieren auf der West- bzw. Nordseite folgende Tunnel:
- Pragtunnel „1“ (Feuerbach – Nordbahnhof), zwei Gleise Fernbahn (ohne Halt)
- Pragtunnel „2“ (Feuerbach – Nordbahnhof), zwei Gleise S-Bahn (mit Halt)
- Rosensteintunnel „1“ (Bad Cannstatt – Kopfbahnhof), zwei Gleise Fernbahn (ohne Halt)
- Rosensteintunnel „2“ (Bad Cannstatt – S-Bahnbahnhof (tief)), zwei Gleise S-Bahn (ohne Halt)
- Rosensteintunnel „3“ (Bad Cannstatt – S-Bahnbahnhof (tief)), zwei Gleise S-Bahn (mit gepl. Halt)
- Tunnel Cannstatt (Bad Cannstatt – Fernbahnhof (tief)), zwei Gleise Fernbahn (ohne Halt)
- Tunnel Feuerbach (Feuerbach – Fernbahnhof (tief)), zwei Gleise Fernbahn (ohne Halt)
Nun sollen noch zwei weitere Tunnel gebaut werden …
- Tunnel Wartberg (Feuerbach – Fernbahnhof (tief)), zwei Gleise Fernbahn (ohne Halt)
(verbindet Pragtunnel „1“ mit Tunnel Cannstatt) - Tunnel Stammheim (SFS – Fernbahnhof (tief)), zwei Gleise Fernbahn (ohne Halt)
(verbindet Tunnel Langes Feld mit Tunnel Feuerbach)
Am Ende wird es dann gleich drei verschiedene Möglichkeiten geben, von der SFS zum Tiefbahnhof zu kommen:
- Tunnel Langes Feld – Tunnel Stammheim – Tunnel Feuerbach
- Tunnel Langes Feld – oberirdische Bestandsstrecke – Tunnel Feuerbach
- Tunnel Langes Feld – oberirdische Bestandsstrecke – Pragtunnel „1“ – Tunnel Wartberg
Dadurch verliert Bad Cannstatt Verbindungen zum Tief-/Fernbahnhof, da es sich nunmehr den Cannstatter Tunnel mit dem Verkehr aus Feuerbach teilen muss, gleichzeitig wird mit der Aufgabe der Rosensteintunnel „1“ und „2“ die direkte Zufahrt zum Kopfbahnhof gänzlich unmöglich gemacht.
Als Teil des Konzepts „Stuttgart 21“ sollen alle Regionalzüge, die bislang im Kopfbahnhof enden (wobei *alle* Reisenden ohne übermäßige Hast die Doppelstockwagen verlassen können, die Züge müssen schließlich eh‘ „Kopf machen“ …), durchgebunden werden und im Tief-/Fernbahnhof halten … mit zum Fernverkehr vergleichbaren Aufenthaltszeiten – eine Schnappsidee:
Die in Stuttgart haltenden Fernverkehrszüge sind einstöckig, der komplette Wechsel aller im Zug befindlichen Reisenden (m.a.W. *alle* Reisenden steigen aus und es steigen etwa ebensoviele neue Reisende ein) ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Wie soll dann der Fahrgastwechsel bei den doppelstöckigen Regionalzügen funktionieren?
Fazit: Der Kopfbahnhof wird für den Regionalverkehr zumindest in Teilen noch gebraucht, damit aber auch die Zulaufstrecken von Feuerbach, Bad Cannstatt und der Gäubahn!
A propos Gäubahn: Diese bisweilen auch „Panoramabahn“ genannte Strecke könnte zusätzlichen S-Bahn-Verkehr aufnehmen, wenn man nur die vorhandenen Tunnel sinnvoll neu miteinander verknüpft:
- Der Tunnel Stammheim wird deutlich kürzer, indem er direkt am Ende der bestehenden Tunnel Langes Feld (II) anknüpft und statt in den Tunnel Feuerbach in den bereits dafür vorbereiteten Cannstatter Tunnel übergeht!
- Der nördliche Teil des Cannstatter Tunnels wird in die Gäubahn eingefädelt, es entsteht eine tangentiale S-Bahn-Verbindung von Bad Cannstatt zum Süden Stuttgarts, insb. dem Flughafen!
- Der Rosensteintunnel „3“ wird mit dem Nordbahnhof verbunden (Zusammenführung ggfs. dort oder im Bereich des Pragtunnels „2“ ), es entsteht eine tangentiale S-Bahn-Verbindung von Bad Cannstatt zum Westen Stuttgarts!
Damit ergeben sich beispielsweise folgende Relationen:
- ICE: … – SFS – Tunnel Stammheim – Tief-/Fernbahnhof – Fildertunnel – Flughafen – SFS – …
- ICT: … – Backnang (⇅) – Tunnel Feuerbach – Tief-/Fernbahnhof – Flughafen – Gäubahn (*) – …
- IC2: … – Heilbronn – Tunnel Feuerbach – Tief-/Fernbahnhof – Tunnel Obertürkheim – Esslingen – …
- RE/RB/S: … – Weiblingen – Bad Cannstatt – Gäubahn (*) – …
- RE/RB/S: … – Feuerbach – Nordbahnhof – Bad Cannstatt – Neckarpark – …
Anmerkungen:
- Die letzten zwei Relationen sind ausdrücklich unter Umgehung des Hauptbahnhofs gedacht!
- (*) zusätzliche Halte an der Gäubahn sind höchst wünschenswert, z.B.
- „Pragfriedhof“ (Verkehrsknoten, Übergang zur U5, U6, U7, U15)
- „Russische Kirche“ (Verkehrsknoten, Übergang zur U4)
- „Herderplatz“ (Verkehrsknoten, Übergang zur U2, U9)
- „Wildpark“ (Naherholung, „Park+Ride“ …?)
- „Dachswald“ (Wohngebiet gänzlich ohne SPNV-Anschluss)
- (⇅) durchgehend zweigleisiger Ausbau der „Murrtalbahn“ Schwäbisch Hall-Hessental – Backnang (VzG-Strecke 4930) sowie der „kleinen Murrbahn“ Backnang – Benningen/Neckar (VzG-Strecke 4931) ist höchst wünschenswert (vgl. Ausbaustrecke Nürnberg–Stuttgart)

Der Rohbau ist doch schon fertig, der Klotz hat acht Gleise.
Meinem Kenntnisstand nach muss auf Grund von Wassereinbruch in einer der Zufahrtsröhren kann einer der vier Bahnsteige nicht wie geplant in Betrieb genommen werden und soll höchstwahrscheinlich zu einer Tiefgarage umfunktioniert werden …
Gibt es dazu eine Quelle?
#seufz#
Mein derzeitiger Erkenntnisstand ist, dass mein Modelleisenbahn-Dealer mir da mal wieder Unsinn erzählt hat. Leider ist „Phantasie mit Schneegestöber“ eine seiner Spezialitäten, er redet halt sehr gerne und bekommt dabei stets maximal die Hälfte von dem mit, was man ihm mitzuteilen versucht … 🙁
Hab‘ den Vorschlags-Text dahingehend bereinigt!