13 Kommentare zu “Stuttgart „21“ – Neuordnung der westlichen Tunnel

  1. Nachdem feststeht, dass der queere … äh … querliegende Stuttgarter Tiefbahnhof maximal sechs Gleise haben wird

    Der Rohbau ist doch schon fertig, der Klotz hat acht Gleise.

    1. Meinem Kenntnisstand nach muss auf Grund von Wassereinbruch in einer der Zufahrtsröhren kann einer der vier Bahnsteige nicht wie geplant in Betrieb genommen werden und soll höchstwahrscheinlich zu einer Tiefgarage umfunktioniert werden …

        1. #seufz#

          Mein derzeitiger Erkenntnisstand ist, dass mein Modelleisenbahn-Dealer mir da mal wieder Unsinn erzählt hat. Leider ist „Phantasie mit Schneegestöber“ eine seiner Spezialitäten, er redet halt sehr gerne und bekommt dabei stets maximal die Hälfte von dem mit, was man ihm mitzuteilen versucht … 🙁

          Hab‘ den Vorschlags-Text dahingehend bereinigt!

  2. Im Wesentlichen sehe ich in diesem Vorschlag 3 Anbindungskonzepte:

    1. S-Bahn Bad Cannstatt <-> Feuerbach
    2. Fernbahn Bad Cannstatt <-> Gäubahn / Panoramabahn
    3. Anschluss Tunnel Stammheim am Cannstatter Tunnel unter Nutzung der Vorarbeiten für die P-Option

    Für den ersten Vorschlag kann ich dir sagen: Das ist bereits in Planung!
    Der Anschluss der S-Bahn Bad Cannstatt nach Feuerbach firmiert unter dem Namen „T-Spange“ [1].

    Zum Anschluss der Gäubahn gab es diverse Untersuchungen, zum Teil im Rahmen der T-Spange. Der mir bekannte Stand ist, dass ein Anschluss entweder an die S-Bahn oder an die Fernbahn nach Bad Cannstatt möglich ist (nicht beides gleichzeitig) [2]. Damit wäre Vorschlag 2 umsetzbar und ist im Rahmen der offiziellen Planungen enthalten.

    Den dritten Vorschlag verstehe ich tatsächlich nicht. Der Tunnel Stammheim ist für die überregionalen Fernverkehrszüge aus Richtung Mannheim kommend vorgesehen (z.B. Relation Köln <-> FFM <-> München). Das sind im Deutschlandtakt [3] bis zu 6 Züge pro Stunde, die zudem priorisiert disponiert werden – der Cannstatter Tunnel würde damit noch stärker belastet als mit der P-Option. Zudem würde diese Konfiguration zu Trassenkonflikten im Bahnhof führen und wäre betrieblich unvorteilhaft.

    Meinem Kenntnisstand nach muss auf Grund von Wassereinbruch in einer der Zufahrtsröhren kann einer der vier Bahnsteige nicht wie geplant in Betrieb genommen werden und soll höchstwahrscheinlich zu einer Tiefgarage umfunktioniert werden …

    Abgesehen davon, dass das Murks ist, sind die Zulaufstrecken derart eingerichtet, dass von jeder Röhre aus mindestens 4 Bahnsteige erreicht werden können. Das bedeutet, dass selbst im Falle dessen, dass eine Röhre völlig unbenutzbar würde, trotzdem noch alle Bahnsteige verwendet werden könnten (und würden).

    Referenzen:

    [1] P-Option auf der Projektwebseite
    [2] Machbarkeitsstudie zur T-Spange
    [3] Netzgrafik 3. Entwurf Baden-Württemberg

    1. Das Hauptanliegen meines Vorschlags ist, die bereits existierenden Tunnel(stutzen) so sinnvoll wie möglich umzunutzen!

      Insbesondere der Cannstatter Tunnel ist eigentlich vollkommen sinnlos, es wird zwischen Bad Canntatt und Hbf kaum sinnvoller Fernverkehr fahren, allenfalls vielleicht Züge zwischen Backnang und Böblingen … diese sehe ich aber sinnvoller auf der Strecke Backnang – Ludwigsburg – Feuerbach – Hbf – … untergebracht.

      Im Bereich zwischen Backnang bzw. Schorndorf und Waiblingen – Bad Cannstatt sollten dagegen viel mehr Verbindungen des Regional- und S-Bahn-Verkehrs auf die Schiene gerbacht werden, auch tangential am Hbf vorbei Richtung Feuerbach oder Gäubahn!

      Mein Vorschlag sieht vor, den sozusagen Cannstatter Tunnel „aufzuteilen“:

      • der südliche Teil des Cannstatter Tunnels soll weitestgehend den überregionalen Fernverkehr zwischen Tunnel Stammheim und Hbf aufnehmen,
      • der nord-östliche Teil des Cannstatter Tunnels soll weitestgehend Regional- und S-Bahn-Verkehr zwischen Bad Cannstatt und Gäubahn aufnehmen,
      • der Cannstatter Tunnel in seiner heutigen Form kann dann immernoch als Ausweichstrecke oder für einzelne Züge in Tagesrandlage genutzt werden!

       

      Zu den bekannten Planungen:

      1. Die sogenannte „P-Option“ wird überhaupt nur dann benötigt, wenn der Tunnel Stammheim unsinnigerweise in den Tunnel Feuerbach übergehen soll, welcher im Gegensatz zum Cannstatter Tunnel NICHT für eine solche Bauoption vorbereitet wurde.
        Dazu müsste der Tunnel Feuerbach aber unterirdisch „geöffnet“ werden, d.h. die bereits bestehende Tunnelverschalung und Abdichtung muss wieder zerstört werden, mit allen Gefahren für die Gesteinsschichten aus Anhydrid und Gipskeuper …
      2. Kommt die „T-Spange“ hinzu, muss der gesamte Regional- und S-Bahn-Verkehr aus Bad Cannstatt sowohl Richtung Stammstrecke als auch Richtung Feuerbach den Rosensteintunnel „3“ teilen … mag sein, dass das nach heutigen Stand gerade so funktioniert, aber nicht bei gleichzeitig deutlicher Verdichtung des Verkehrs (s.o.).
      3. Wenn dann auch noch die „Panoramabahn“ (Gäubahn) angeschlossen werden soll, muss der Rosensteintunnel „3“  den Gesamtverkehr aus Bad Cannstatt in drei verschiedene Richtungen aufnehmen … da sind Kapazitätsengpässe doch geradezu vorprogrammiert!
        „Nordkreuz“ ist übrigens identisch mit „Pragfriedhof“, der heutige Name der Station ist für viele einfacher nachzuvollziehen!

      In meinem Vorschlag nutzen alle drei Relationen einen eigenen Tunnel:

      1. Rosensteintunnel „1“: Regionalverkehr Bad Cannstatt – Kopfbahnhof
      2. Rosensteintunnel „2“: S-Bahn-Verkehr Bad Cannstatt – Stammstrecke
      3. Cannstatter Tunnel: Regional- und S-Bahnverkehr Bad Cannstatt – Panorama-/Gäubahn
      4. Rosensteintunnel „3“: Regional- und S-Bahnverkehr Bad Cannstatt – Feuerbach

      Damit ist selbst für zunünftige Taktverdichtungen noch genügen „Platz“!

      1. Insbesondere der Cannstatter Tunnel ist eigentlich vollkommen sinnlos, es wird zwischen Bad Canntatt und Hbf kaum sinnvoller Fernverkehr fahren, allenfalls vielleicht Züge zwischen Backnang und Böblingen … diese sehe ich aber sinnvoller auf der Strecke Backnang – Ludwigsburg – Feuerbach – Hbf – … untergebracht.

        Na, mein Kommentar oben hat doch schon einen Link zur 3. Netzgrafik des Deutschlandtakts. Daraus lese ich, dass zwischen Bad Cannstatt und Hbf sieben stündliche Linien, davon 1 Fernverkehrslinie, fahren sollen.
        Im Vergleich dazu sind (neben den FV-Linien Richtung Mannheim) 5 stündliche Regionalverbindungen vorgesehen, d.h. weniger als im Cannstatter Tunnel (im Folgenden Tunnel Bad Cannstatt).

        Im Bereich zwischen Backnang bzw. Schorndorf und Waiblingen – Bad Cannstatt sollten dagegen viel mehr Verbindungen des Regional- und S-Bahn-Verkehrs auf die Schiene gerbacht werden, auch tangential am Hbf vorbei Richtung Feuerbach oder Gäubahn!

        Im Deutschlandtakt finde ich dazu nichts, allerdings sind das alles Teile der offiziellen Planung, wie von mir geschildert. Ich glaube, du hast mehr mit den Planern gemein als du denkst.

        Die sogenannte „P-Option“ wird überhaupt nur dann benötigt, wenn der Tunnel Stammheim unsinnigerweise in den Tunnel Feuerbach übergehen soll, welcher im Gegensatz zum Cannstatter Tunnel NICHT für eine solche Bauoption vorbereitet wurde.

        Daran ist nichts „unsinnig“. Die Gleisbelegung im Bahnhof ist derart gestaltet, dass Züge aus dem Tunnel Feuerbach direkt in den Fildertunnel (und umgekehrt) geleitet werden. Aus dem Tunnel Bad Cannstatt ist das nur über Gleiswechsel im Bahnhof möglich. Die Züge stehen sich dann gegenseitig im Weg rum, gleichzeitige Ein- und Ausfahrten sind unmöglich.

        Kommt die „T-Spange“ hinzu, muss der gesamte Regional- und S-Bahn-Verkehr aus Bad Cannstatt sowohl Richtung Stammstrecke als auch Richtung Feuerbach den Rosensteintunnel „3“ teilen … mag sein, dass das nach heutigen Stand gerade so funktioniert, aber nicht bei gleichzeitig deutlicher Verdichtung des Verkehrs (s.o.).

        Der Regionalverkehr und der S-Bahnverkehr sind getrennt. Im Falle der T-Spange würde der Rosensteintunnel „3“ zwei Strecken bedienen. Die volle Auslastung der Stammstrecke wird der Tunnel sowieso nicht aufnehmen, da sich die Stammstrecke nördlich der Station Mittnachtstraße in Richtung Bad Cannstatt und Richtung Nordbahnhof aufteilt.

        Wenn dann auch noch die „Panoramabahn“ (Gäubahn) angeschlossen werden soll, muss der Rosensteintunnel „3“  den Gesamtverkehr aus Bad Cannstatt in drei verschiedene Richtungen aufnehmen … da sind Kapazitätsengpässe doch geradezu vorprogrammiert!

        Mit der S-Bahn hängt es davon ab, welchen Takt die einzelnen Linien fahren sollen.
        Wie oben beschrieben wird Richtung Hauptbahnhof maximal eine halbe Stammstrecke beansprucht. Richtung Nordbahnhof kann man sich dann überlegen, ob das auch eine halbe Stammstrecke braucht oder ein Viertel reicht. So würde jede vierte S-Bahn in Bad Cannstatt über die Gäubahn fahren, was bei entsprechender Planung z.B. ein T10 sein könnte.

        Eine Verkehrsknotenpunkt auf der Gäubahn alle 2 km finde ich gut. Das passt vom Abstand.

        1. Wenn der Verkehr Richtung Fildertunnel nur aus dem Tunnel Feuerbach gespeist werden soll, muss umgekehrt der Verkehr aus dem Cannstatter Tunnel in den Ober-/Untertürkheimer Tunnel fließen …

          … was im einen Fall ein wahnsinnig großer Umweg wäre – von Bad Cannstatt über den Tiefbahnhof nach Obertürkheim – geht über Untertürkheim wesentlich schneller!

          … und im anderen Fall eine ziemlich kurze Ringlinie bildet – von Bad Canntatt über den Tiefbahnhof ohne weiteren Halt wieder zurück nach Bad Canntatt!

          Es sei denn, man wollte von Bad Canntatt über den Tiefbahnhof zur Schuster-, Rems- oder Murrbahn, was aber wiederum ein wahnsinnig großer Umweg wäre – auch hier ist der direkte Weg erheblich kürzer!

           

          Wenn also der Verkehr vom Cannstatter Tunnel zum Ober-/Untertürkheimer Tunnel weitestgehend sinnlos ist, warum wurde der Bahnhof dann in der heute existierenden Form geplant und gebaut?!?

          1. Wenn der Verkehr Richtung Fildertunnel nur aus dem Tunnel Feuerbach gespeist werden soll, muss umgekehrt der Verkehr aus dem Cannstatter Tunnel in den Ober-/Untertürkheimer Tunnel fließen …

            Entschuldige bitte, dass das so rüber kam – man kann betrieblich schon zwischen den Tunneln wechseln. Die Weichen dafür gibt es. Allerdings ist jede solche Kreuzung risikobehaftet, weshalb die Anzahl möglichst minimiert wird. Den Fernverkehr planmäßig eine solche Kreuzung im Fahrgastverkehr machen zu lassen, wäre höchst riskant, da sich etwaige Verspätungen dann noch stärker auswirken.

            … was im einen Fall ein wahnsinnig großer Umweg wäre – von Bad Cannstatt über den Tiefbahnhof nach Obertürkheim – geht über Untertürkheim wesentlich schneller!

            Nur wollen nicht so viele Menschen tatsächlich direkt von z.B. Waiblingen nach Plochingen. Der Grund für die Führung ist die berühmte Durchbindung: Der Zug von Waiblingen nach Stuttgart Hbf wird mit dem Zug von Plochingen nach Hbf durchgebunden. Dafür sind im Deutschlandtakt 2 stündliche Linien vorgesehen. Außerdem würde neben dem Hauptbahnhof auch Bad Cannstatt wegfallen, was dem Fahrgastvolumen ebenfalls nicht zuträglich ist.

            Im Fernverkehr sind kurze Fahrzeiten und unkomplizierte Strecken ein Augenmerk, weil es sich über die Fahrgastzahlen und Ticketpreise rechtfertigen lässt und gemessen am Laufweg einen signifikanten Unterschied macht. Selbst dann ist es manchmal nicht ausschlaggebend, siehe z.B. der Anschluss Erfurts an die VDE 8 (statt der direkteren Linie über Leipzig), um auch den Verkehr Richtung Frankfurt zu beschleunigen.
            Im Nahverkehr ist es wichtiger, die nötige Kapazität auf den wichtigsten Hauptstrecken bereitzustellen, die dann im Verlauf in das Flächennetz übergeht. Ring- und Tangentiallinien können dazu beitragen, der Fahrzeitgewinn spielt in der Regel eine untergeordnete Rolle.

            1. Im Fernverkehr sind kurze Fahrzeiten und unkomplizierte Strecken ein Augenmerk, weil es sich über die Fahrgastzahlen und Ticketpreise rechtfertigen lässt und gemessen am Laufweg einen signifikanten Unterschied macht. Selbst dann ist es manchmal nicht ausschlaggebend, siehe z.B. der Anschluss Erfurts an die VDE 8 (statt der direkteren Linie über Leipzig), um auch den Verkehr Richtung Frankfurt zu beschleunigen.

              Die direkte Strecke wäre zwar kürzer als der Umweg via Erfurt, allerdings würde die direkte Strecke auch deutlich länger durch unwegsameres Terrain führen, was die Baukosten pro Kilometer deutlich teurer gemacht hätte.
              Und auch der politische Aspekt (Landeshauptstadt Thüringen) hat bei der Trassenfindung eine Rolle gespielt.

        2. P.S.: Auf der S-Bahn-Stammstrecke München fahren die S-Bahnen bisweilen im Abstand von nur zwei Minuten … nicht viel Zeit zum Ein- und Ausstieg, was wahrscheinlich der Grund ist, dass man die S 7 aus dem Tunnel verbannt hat und nur neun Linien im 20-Minuten-Takt durch den Tunnel schickt (27 statt 30 Züge pro Stunde).

          Auf der S-Bahn-Stammstrecke Stuttgart fahren derzeit sechs Linien im 15-Minuten-Takt (24 Züge pro Stunde), bei Großveranstaltungen im Neckarpark kommt eine siebte Linie hinzu (S 11), da bleibt nicht mehr viel Platz … äh … Zeit übrig für zusätzliche Linien oder eine Verdichtung auf einen 10-Minuten-Takt!

          Was dabei noch nicht eingerechnet ist: manche Verstärkerzüge beginnen bzw. enden im Kopfbahnhof, diese müssten dann auch noch auf die Stammstrecke …

          1. Hast du diesen Teil überlesen?

            Die volle Auslastung der Stammstrecke wird der [Rosensteintunnel 3] sowieso nicht aufnehmen, da sich die Stammstrecke nördlich der Station Mittnachtstraße in Richtung Bad Cannstatt und Richtung Nordbahnhof aufteilt.

            Daher wäre eher interessant, wieviele S-Bahnen zwischen Stuttgart Hbf und Bad Cannstatt fahren. Die Differenz zu den 24 Zügen pro Stunde fährt dann zum Nordbahnhof und betrifft den Rosensteintunnel nicht.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren. Du kannst Benachrichtigungen auch aktivieren, ohne einen Kommentar zu verfassen. Klicke auf den Link und du erhältst eine E-Mail, um das Abonnement zu bestätigen: Abo ohne Kommentar.