Beschreibung des Vorschlags
In Duisburg sollen rund 2.000 Wohnungen und 7.000 Arbeitsplätze auf dem Areal des ehm Güterbahnhofes entstehen. Aktuell wird neben der Anbindung mit einem Bus eine Seilbahn diskutiert. Diese sollte bis zum Neubaugebiet 6-Seen Wedau gehen. Die ab 2040 im T15 verkehrende S-Bahn nach Wedau wäre aber um ein vielfaches schneller als die Seilbahn.
Ich möchte nun eine kostengünstige neue Straßenbahnlinie vorschlagen. Aus folgenden drei Hauptgründen:
- SPNV Anbindung für das Neubaugebiet mit rund 2.000 Wohnungen und 7.000 Arbeitsplätzen. Dadurch, dass im Osten des Wohnquatiers bereits Bahngleise liegen, könnte man die Straßenbahn hier kostengünstig kreuzungsfrei trassieren. Ich erwarte mir keinen Protest, da ja nur ein „weiteres Bahngleis“ hinzukommt und nicht das Quartier „zerschnitten“ wird.
- Zwischen der Kremerstr. und dem Hauptbahnhof ist die führung der Stadtbahn relativ umwegig. In Zukunft könnte man von Grunewald zum Hauptbahnhof 4 statt 11 Minuten brauchen.
- Die Straßenbahnstrecke in der Kulturstraße dient aktuell nur als Betriebsstrecke. Eine neue Linie könnte diese bedienen, damit neue Wohngebiete anbinden und eine neue Verbindung schaffen.
Fahrplan
00 Hauptbahnhof
01 Koloniestr.
02,5 Karl-Lehr-Str.
04 Grunewald
05 Betriebshof Grunewald
06,5 Kulturstr.
07,5 Eschenstr.
09 Fischerstr.
10,5 Rheintörchenstr.
Die Linie soll im T20 verkehren. Dazu werden zwei Straßenbahnwägen benötigt.
Vielen Dank! Über Kommentare würde ich mich freuen!

Als Ortskundiger weiß ich, dass das nichts anderes ist, als der am 1. Juli 1992 stillgelegte Streckenteil der Straßenbahnlinie 904. An manchen Stellen liegen auch 35 Jahre später noch Gleise in den Straßen … Tendenz abnehmend.
Für den Rest der Belegschaft wäre eine Zeichnung sicherlich hilfreicher … 😉
Inhaltlich kann ich nur dazu sagen, dass man damals die Option gehabt hätte, die 904 am Ostausgang des Hauptbahnhofs beginnen zu lassen und auf der damals noch funktionsfähigen Strecke weiter bis Rheintörchenstraße (oder weiter) fahren zu lassen. Frag mich nicht warum, das war anscheinend politisch nicht gewollt, und ist heute sicherlich keine Option mehr … 🙁
Durch das große Neubaugebiet wird das ganze aber politisch wieder zu einer Option. Oder?
Ich habe es mir jetzt einmal auf Google Street view angeschaut. Etwa die hälfte der auf Openrailwaymap zu findenden Gleisreste existieren nicht mehr. Stattdessen gibt es nun Parkplätze und Bäume. Ich denke die Nutzung dieser Straßen wird politisch wohl nicht mehr gewollt sein. Aber vermutlich ist der Bau östlich des Neubaugebietes sogar effektiver, da er eine schnellere Fahrzeit sowie die Erschließung des neuen Quartier beinhaltet. Enschuldigung, dass es den Emoji so groß gezogen hat… wollte nur zitieren 😉
Da war die Zeichnung nicht nur „hilfreich“ … 😉
Also zum Vorschlag:
Hi Geomaus,
ich hatte mir auch mal Gedanken dazu gemacht, bin aber mit meinem Vorschlag noch nicht ganz fertig gewesen. Auf jeden Fall sehr wichtig über die Anbindung vom NBG mit Öffis zu sprechen.
Ganz generell: Was hältst du von dem Ansatz, dass die 902 und die U79 aus deinem Vorschlag Trassen tauschen?
Das würde ermöglichen, das komplette Duisburger Netz auf Niederflur umzustellen und die Bahnsteige mit zwei Höhen loszuwerden. Würde dann bei den Straßenbahnen Doppel- oder sogar Dreifachtraktion im bestehenden Tunnel ermöglichen.
Die U79 wäre dann quasi Sonderfall auf dem Stadtgebiet und wäre eher dem Düsseldorfer Netz zuzuordnen. Die 902 könnte man dann auch weiter in Richtung Wedau schicken, dann hätte man eine gute Umsteigerelation quasi am Betriebshof. Dort könnte dann ggf. auch eine S-Bahn-Station gebaut werden um ein südliches Drehkreuz zu ermöglichen.
In die andere Richtung könnte die 902 entweder weiterhin den „Umweg“ über den Innenstadttunnel machen oder die ehemalige oberirdische Strecke verwenden (ist frei und wird nur als Parkplatz verwendet :/) um sich die langsamen Kurven zu sparen.
Nachteile wären natürlich dass die Bahnsteige an der Karl-Jarres-Straße umgebaut werden müssten und dass langfristig (falls man die Hochflurbahnen aus dem Tunnel verbannt) keine Stadtbahnverbindung über Mühlheim nach Essen ohne größere Umbauten möglich wäre.
Zur Streckenführung aus diesem Vorschlag an sich: Wäre es nicht vielleicht sinnvoller die Strecke mittig auf dem Areal zu führen? So wie das hier vorgeschlagen ist müssen Leute tendentiell länger laufen