6 Kommentare zu “Straßenbahnerweiterung Nürnberg – Fürth

        1. Den kurzen Ast im Süden würde ich noch weglassen und den Umweg über den Grünen Markt auch. Gefühlsmäßig hab ich so meine Bedenken ob der Weg zum Westfriedhof das Potential für eine Straßenbahn hat. Aber um überhaupt ans bestehende Netz und eine Zufahrt zum Depot zu ermöglichen ist er wohl notwendig. Denn ein Inselverkehr mit eigenen Werkstätten in Fürth wäre wohl zu viel des Guten. Bin gespannt was die Untersuchung der Stadt Fürth ergibt.

          1. Den Umweg über Grüner Markt mache ich, weil die Haltestelle Rathaus für einen komfortablen Umstieg in die U-Bahn dort liegen sollte, wo auch die Bushaltestelle ist. Außerdem ist der Platz auf der B8 schon jetzt begrenzt und ich vermute eine Haltestelle passt da nicht mehr rein. Wenden und wieder züruck auf die B8 so wie die Busse es machen, ist wegen mangelndem Platz für einen Wendekreis vermutlich nicht möglich.

            Den Südstadtast würde ich bauen, weil in der Südstadt viele Einwohner leben und das Phönix-Center vermutlich viele Fahrgäste anlocken würde.

    1. Das historische Trauma der Fürther, dass die in Fürth 1980 stillgelegte Straßenbahn der VAG NÜRNBERG schmerzlich vermisst wird, ist allgegenwärtig. Die Stadt Nürnberg hat jedoch absolut kein Interesse daran, ein Straßenbahnnetz in Fürth zu finanzieren oder mitzufinanzieren. Investitionen fließen stattdessen in den massiven Ausbau der U-Bahn und des eigenen Nürnberger Tramnetzes.Es gibt mehrere handfeste Gründe für diese Haltung und die Pattsituation zwischen den Nachbarstädten:

      Erlanger und Nürnberger Prioritäten: Nürnberg und die Region konzentrieren sich aktuell primär auf Großprojekte wie die U3-Verlängerung nach Gebersdorf (Nettoinvestition ca. 188 Mio. €) oder die Planung der Stadt-Umland-Bahn (StUB) Richtung Erlangen.Fürther Finanzlage & Strategie: Der Leiter der Fürther Verkehrsbetriebe (infra) bezeichnete eine Straßenbahn als für Fürth „nicht finanzierbar“, da sich eine Stadt dieser Größe nicht drei parallel existierende Systeme (Bus, U-Bahn und Tram) leisten könne. Fürth setzt daher vorrangig auf den Ausbau des bestehenden Busnetzes.Alternativvorschläge ohne politische Mehrheit: Es gibt zwar immer wieder auf Plattformen wie Linie Plus skizzierte Entwürfe – beispielsweise eine Tram von der Nürnberger Südstadt über die Rothenburger Straße bis in die Fürther Südstadt als Alternative zum Frankenschnellweg – diese werden von den offiziellen Stadtplanungen aber nicht als realistisch oder finanzierbar eingestuft.Bestehende Anbindung: Beide Städte sind bereits über leistungsstarke Schienenachsen (U1, S-Bahn und diverse Regionalzüge) fest miteinander verbunden, wodurch eine zusätzliche Straßenbahnstrecke verkehrsplanerisch derzeit als nicht prioritär angesehen wird.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren. Du kannst Benachrichtigungen auch aktivieren, ohne einen Kommentar zu verfassen. Klicke auf den Link und du erhältst eine E-Mail, um das Abonnement zu bestätigen: Abo ohne Kommentar.