10 Kommentare zu “Straßenbahn Salzburg: Linie 1: (Freilassing –) Liefering – Messe – Hbf – Mirabellplatz – Rathaus – Universität – Riedenburg – Flughafen – Walserfeld

  1. Ich halte Straßenbahnstrecken sowohl zum Flughafen, als auch nach Leifering, vielleicht sogar bis Freilassing, für durchaus sinnvoll. Deine Führung durch die Altstadt geht so aber nicht. Die Straßen sind viel zu eng, eine zweigleisige Trasse ist so nicht unterzubringen.

    Auch den Umweg zum HBF sehe ich skeptisch.

    1. Dann bliebe für eine Führung im Zentrumsbereich nur die Busführung von der Staatsbrücke über den Hanuschplatz, den Mönchsbergsaufzug zum Herbert-von-Karajan-Platz übrig, wodurch die Innenstadt nur schlecht erreicht würde. Das ist übrigens der Grund, warum ich mir für die Salzburger Innenstadt auch einen Straßenbahntunnel vorstellen könnte. Mit einem Tunnel unter den Hauptzielen der Altstadt drunter weg (Universitätsplatz, Residenzplatz und Mozartplatz) würde die nämlich optimal erschlossen.

      Was den Umweg zum HBF anbelangt, so muss man schon berücksichtigen, dass die Straßenbahnlinie 1 zunächst die primär für einen Straßenbahnbetrieb sinnigen Streckenabschnitte im Gesamtnetz bedienen, um so einen Stamm zu bilden, aus dem nach und nach die anderen Äste herauswachsen. So ersetzt die Straßenbahnlinie 1 die bereits auf vielen Abschnitten straßenbahnwürdige O-Buslinie 1, welche gerade im Messe- oder Veranstaltungsverkehr zwischen HBF und Messe bzw. Salzburgarena Höchstleistungen vollbringt, sodass ich den Ast HBF – Messe/Arena für straßenbahnwürdig halte. Allerdings kann natürlich überlegt werden, ob die Straßenbahnlinie 1 nach Realisierung der Straßenbahntrasse am Westufer der Salzach paralell zum Franz-Josefs-Kai nur noch auf der linken (d. h. westlichen) Seite der Salzach verläuft und die Strecke HBF – Messe – Arena (- Liefering) durch eine eigene neue Straßenbahnlinie bedient wird – diese nenne ich mal MA für MesseArena. Vom HBF in die Altstadt kann ja bereits dann die Linie 2 verkehren, ehe sie nach Itzling verlängert wird. In diesem Falle sollten die Linien 1 und 2 ihre West- bzw. Südäste aus der Innenstadt tauschen, sprich die Linie 1 fährt anstelle der Linie 2 vom Stadtzentrum zum Botanischen Garten und nach Josefiau und die Linie 2 fährt anstelle der Linie 1 vom Stadtzentrum über Riedenburg zum Flughafen.

      1. Was den Tunnel am HBF betrifft empfehle ich dir mal zu schauen, bis wo die Bahnsteige gehen. Es wäre ein leichtes von allen Bahnsteigen aus jeweils eine Treppe zur Saint-Julien-Straße hinunter zu führen, wie es bei dem östlichsten Bahnsteig  ja schon geschehen ist. Mit einer Haltestelle in der Unterführung wäre es getan, da braucht es keinen Tunnel. 😉

  2. Ich habe mal eben auf YouTube mal ein Video geguckt, was generell mal das Thema Öffi Politik für Salzburg präsentiert und dabei aufzeigt  dass der Bus dort schon an die Kapazitätsgrenze gerät und sich Gelenk-Busse gegenseitig behindern, jedoch eine Lokalbahn im Tunnel womöglich an den Kosten scheitert. Eine rein oberirdische Straßenbahn wäre meiner Meinung nach eine gute ernst zu verfolgende Alternative, weil sie ein günstiges schienengebundenes Massenverkehrsmittel ist, was in einer Landeshauptstadt mit 152300 Einwohnern durchaus in der Lage ist, die vielen Mobilitätsbedürfnisse abzudecken indem sie mehr Menschen in den ÖPNV lockt.

  3. Ich überlege eigentlich gerade, ob ich die Straßenbahn nicht besser durch die Dreifaltigkeitsgasse und über das Platzl trassieren soll, statt über den Makartplatz. Die einstige Salzburger Straßenbahn verkehrte ja auch über das Platzl. Der Vorteil wären die einfacher zu trassierenden Bögen und man müsste am Makartplatz keinen Linksverkehr einführen.

    Wenn ich so lese, dass die Großstadt Salzburg (153000 Einwohner) immer wieder Probleme damit hat, die Leute mit den O-Bussen abzutransportieren, und zugleich mit Abstand die größte Stadt im Bundesland Salzburg ist (Hallein ist die zweitgrößte Stadt im Land Salzburg, hat aber nur 21000 Einwohner), und damit ein bedeutendes Oberzentrum für das ganze Land ist, sähe ich in Salzburg schon den Bedarf für eine Straßenbahn. Andererseits habe ich Salzburg im Jahre 2008 mit meinen Eltern besucht, weil ich auf den Spuren von Wolfgang Amadeus Mozart sein wollte, und da habe ich schon festgestellt, wie eng die Straßen und Gassen in Salzburg sein können. Zufällig weiß ich, dass es 2008 war, da kurz nach unserem Urlaub, der übrigens um meinen Geburtstag herum stattfand, mein erster Neffe zweiten Grades geboren wurde.

      1. Ausfahrbare Poller könnte man auch durch Schranken ersetzen und Straßenbahnen in Fußgängerzonen wären ja nun auch nichts neues. Wichtiger wäre die Frage, ob diese Straßen breit genug wären. das ginge da wohl höchstens eingleisig, wie früher, was aber der Kapazität nicht zuträglich wäre.

        1. Die wurden gerade erst vor ein paar Jahren angeschafft. Ich denke nicht dass Schranken sonderlich schön im Stadtbild wären. Die Strecke müsste auf jeden Fall eingleisig sein, anders kommst da nie durch und der Lichtraum wär schön eingeschränkt…

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