Beschreibung des Vorschlags
Mein Vorschlag für eine erste Straßenbahnlinie in der Mozartstadt Salzburg. Die Geburtsstadt des Musikgenies Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart (besser bekannt unter seinem Künstlernamen Wolfgang Amadeus Mozart) zählt zu den größeren Städten in Österreich, ist genauer gesagt nach Wien, Graz und Linz die viertgrößte Stadt des Landes, besitzt aber im Vergleich zu den vier Städten Wien, Linz, Graz und Innsbruck (Innsbruck ist die fünftgrößte Stadt) kein Straßenbahnnetz, beheimatet aber über 152300 Einwohner. Weitere rund 150000 Menschen leben im Bezirk Salzburg-Umgebung, der unmittelbar um Salzburg herum liegt, sodass der Ballungsraum Salzburg-Stadt über 300000 Einwohner hat. Zu diesen über 300000 Einwohnern zählt übrigens nicht mehr die vierköpfige Familie Mozart, bestehend aus Vater Leopold, Mutter Anna-Maria, Tochter Maria-Anna, genannt „Nannerl“ und Sohn Wolfgang Amadeus, da alle vier bereits schon seit vielen, vielen, vielen Jahrzehnten tot sind, wobei Maria-Anna (1751-1829) ihren kleinen Bruder Wolfgang Amadeus (1756-1791) fast um vier Jahrzehnte überlebt hatte. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob Salzburg im 18. Jahrhundert auch 152300+ Einwohner bzw. der Ballungsraum um Salzburg 300000 Einwohner hatte.
Aber wie dem auch sei. Hier geht es um den ÖPNV in Salzburg und nicht über Salzburg berühmteste Familie, obgleich die Jahr für Jahr neben den Salzburger Festspielen einen sehr hohen Touristenverkehr in Salzburg verursacht. Salzburg ist wie bereits erwähnt die viertgrößte Stadt Österreichs, Oberzentrum eines 300000-Einwohnerreichen Ballungsraums und zugleich sogar wichtigstes Zentrum des gesamten gleichnamigen Bundeslandes, wenn man bedenkt, dass die zweitgrößte Stadt im Land Salzburg, die Stadt Hallein, gerade einmal 21000 Einwohner hat; besitzt jedoch mit Ausnahme der S-Bahn keinen kommunalen Schienenverkehr. Das Hauptverkehrsmittel ist der O-Bus. Die Halte der S-Bahn liegen jedoch oft ungünstig zu den großen Siedlungsgebieten der Stadtteile und außerdem erreicht man mit der S-Bahn auch nicht das Stadtzentrum. Der Salzburger Hauptbahnhof liegt nämlich nicht im Stadtzentrum, sondern schön weit davon entfernt in Itzling. Ein Bahnhof im Stadtzentrum existiert nicht. Aufgrund dessen bietet sich eine Straßenbahn als Hauptverkehrtsmittel Salzburgs definitiv an.
Den Anfang sollte eine Straßenbahn vom Hauptbahnhof ins Stadtzentrum machen. Bei Messe oder Veranstaltungen in der in Nachbarschaft zur Messe liegenden Salzburg-Arena muss der O-Bus zwischen dem Hauptbahnhof und der Messe auf einen 5-Minuten-Takt verstärkt werden, sodass diese Achse ebenfalls straßenbahnwürdig ist.
Daher soll die erste Straßenbahnlinie den Hauptbahnhof mit der Messe und der benachbarten Salzburg-Arena verbinden. Dies dürfte im Messeverkehr (und im Veranstaltungsverkehr in der Salzburgarena) durchaus von Vorteil sein. Danach geht es vom Hauptbahnhof weiter über den Mirabellplatz weiter bis in die Altstadt zur Universität, über welche es dann noch weiter über Riedenburg zum Flughafen geht. Es ist übrigens nicht primäre Aufgabe der Straßenbahnlinie 1 den Hauptbahnhof so schnell wie möglich mit dem Flughafen zu verbinden. Diese Aufgabe soll gefälligst die S-Bahn wahrnehmen. Viel mehr dient die Straßenbahnlinie 1 einer schnellen und attraktiven Direktverbindung zwischen dem Flughafen und dem (vom Hauptbahnhof weit entfernten) Salzburger Stadtzentrum.
Auch in Richtung Norden kann ich mir eine Verlängerung von der Salzburgarena nach Liefering gut vorstellen. In Liefering habe ich zwei Wendeschleifen eingezeichnet, weil die vorhandene O-Bus-Kehre in Liefering, Forellenwegsiedlung zu geringe Radien für eine Straßenbahnwendeschleife besitzt, sodass die Straßenbahn entweder erst in Rottfeld oder im Osten der Forellenwegsiedlung am Forellenweg enden kann, sofern man Einrichtungsfahrzeuge verwendet. Die Wendeschleife im Osten der Forellenwegsiedlung besitzt den Vorteil, dass mehr Einwohner erschlossen würden. Die Wendeschleife im Rottfeld jedoch besitzt den Vorteil, dass die Straßenbahn dann auch leichter bis nach Freilassing verlängert werden kann, wobei das auch ginge, wenn die Straßenbahn nur im 20-Minuten-Takt nach Freilassing, aber im 10-Minuten-Takt nach Liefering verkehrt, wobei dann alternierend Freilassing und Forellenwegsiedlung-Ost als Endstellen bedient würden.
Die Spurweite der Straßenbahn sollte Meterspur oder schmaler sein, weil gerade das historische Salzburg sehr enge Straßen mit engen Kurven besitzt, sodass dort Straßenbahnen für enge Bögen notwendig würden. Aus diesem Grunde wird der Makartplatz auch im Linksverkehr durchfahren.
Andererseits könnte man die Altstadt besser mit einer unterirdischen Straßenbahntrasse erschließen, welche sogar eine Trassierung unter dem Universitäts-, Residenz- und Mozartplatz erlaubt.
Weitere Straßenbahnlinien für Salzburg:
- Linie 2: Itzling – Hbf – Mirabellplatz – Rathaus – Justizgebäude – Nonntal – Botanischer Garten – Josefiau – Polizeidirektion – Salzburg Süd (S)
- Linie 3: Taxham – Aiglhof (S) – Mülln (S) – Hbf – Gnigl
- Linie 4: Taxham – Aiglhof (S) – Mülln (S) – Altstadt – Justizgebäude – Parsch
- Alternative Linienführung der Linie 4: Taxham – Maxglan – Riedenburg – Altstadt – Justizgebäude – Parsch
- Linie 5: Gneis-West – Nonntal – Justizgebäude – Altstadt – Mirabellplatz – Gnigl
Nach einer Realisierung einer Straßenbahnstrecke zwischen Salzburg-Mülln und Mönchsbergaufzug entlang des westlichen Salzachufers, lässt sich das Betriebskonzept der Straßenbahnlinien 1 und 2 wie folgt gut überarbeiten:
- Linie 1: Salzburg-Arena – Messe – Hbf – Mirabellplatz
- Linie 2: Itzling – Hbf – Mirabellplatz – Rathaus – Universität – Riedenburg – Flughafen – Walserfeld
- Bei Erhaltung der Umsteigefreien Verbindung HBF – Nonntal – Josefiau:
- Linie 1: Salzburg-Arena – Messe – Hbf – Mirabellplatz – Rathaus – Universität – Riedenburg – Flughafen – Walserfeld
- Linie 2: Itzling – Hbf – Mirabellplatz – Rathaus – Justizgebäude – Nonntal – Botanischer Garten – Josefiau (– Polizeidirektion – Salzburg Süd (S))
- Linie 6: (Freilassing –) Liefering – Messe – Mülln (S) – Rathaus – Justizgebäude – Nonntal – Josefiau – Polizeidirektion – Salzburg Süd (S)

Ich halte Straßenbahnstrecken sowohl zum Flughafen, als auch nach Leifering, vielleicht sogar bis Freilassing, für durchaus sinnvoll. Deine Führung durch die Altstadt geht so aber nicht. Die Straßen sind viel zu eng, eine zweigleisige Trasse ist so nicht unterzubringen.
Auch den Umweg zum HBF sehe ich skeptisch.
Dann bliebe für eine Führung im Zentrumsbereich nur die Busführung von der Staatsbrücke über den Hanuschplatz, den Mönchsbergsaufzug zum Herbert-von-Karajan-Platz übrig, wodurch die Innenstadt nur schlecht erreicht würde. Das ist übrigens der Grund, warum ich mir für die Salzburger Innenstadt auch einen Straßenbahntunnel vorstellen könnte. Mit einem Tunnel unter den Hauptzielen der Altstadt drunter weg (Universitätsplatz, Residenzplatz und Mozartplatz) würde die nämlich optimal erschlossen.
Was den Umweg zum HBF anbelangt, so muss man schon berücksichtigen, dass die Straßenbahnlinie 1 zunächst die primär für einen Straßenbahnbetrieb sinnigen Streckenabschnitte im Gesamtnetz bedienen, um so einen Stamm zu bilden, aus dem nach und nach die anderen Äste herauswachsen. So ersetzt die Straßenbahnlinie 1 die bereits auf vielen Abschnitten straßenbahnwürdige O-Buslinie 1, welche gerade im Messe- oder Veranstaltungsverkehr zwischen HBF und Messe bzw. Salzburgarena Höchstleistungen vollbringt, sodass ich den Ast HBF – Messe/Arena für straßenbahnwürdig halte. Allerdings kann natürlich überlegt werden, ob die Straßenbahnlinie 1 nach Realisierung der Straßenbahntrasse am Westufer der Salzach paralell zum Franz-Josefs-Kai nur noch auf der linken (d. h. westlichen) Seite der Salzach verläuft und die Strecke HBF – Messe – Arena (- Liefering) durch eine eigene neue Straßenbahnlinie bedient wird – diese nenne ich mal MA für MesseArena. Vom HBF in die Altstadt kann ja bereits dann die Linie 2 verkehren, ehe sie nach Itzling verlängert wird. In diesem Falle sollten die Linien 1 und 2 ihre West- bzw. Südäste aus der Innenstadt tauschen, sprich die Linie 1 fährt anstelle der Linie 2 vom Stadtzentrum zum Botanischen Garten und nach Josefiau und die Linie 2 fährt anstelle der Linie 1 vom Stadtzentrum über Riedenburg zum Flughafen.
Was den Tunnel am HBF betrifft empfehle ich dir mal zu schauen, bis wo die Bahnsteige gehen. Es wäre ein leichtes von allen Bahnsteigen aus jeweils eine Treppe zur Saint-Julien-Straße hinunter zu führen, wie es bei dem östlichsten Bahnsteig ja schon geschehen ist. Mit einer Haltestelle in der Unterführung wäre es getan, da braucht es keinen Tunnel. 😉
Ich habe mal eben auf YouTube mal ein Video geguckt, was generell mal das Thema Öffi Politik für Salzburg präsentiert und dabei aufzeigt dass der Bus dort schon an die Kapazitätsgrenze gerät und sich Gelenk-Busse gegenseitig behindern, jedoch eine Lokalbahn im Tunnel womöglich an den Kosten scheitert. Eine rein oberirdische Straßenbahn wäre meiner Meinung nach eine gute ernst zu verfolgende Alternative, weil sie ein günstiges schienengebundenes Massenverkehrsmittel ist, was in einer Landeshauptstadt mit 152300 Einwohnern durchaus in der Lage ist, die vielen Mobilitätsbedürfnisse abzudecken indem sie mehr Menschen in den ÖPNV lockt.
Ich überlege eigentlich gerade, ob ich die Straßenbahn nicht besser durch die Dreifaltigkeitsgasse und über das Platzl trassieren soll, statt über den Makartplatz. Die einstige Salzburger Straßenbahn verkehrte ja auch über das Platzl. Der Vorteil wären die einfacher zu trassierenden Bögen und man müsste am Makartplatz keinen Linksverkehr einführen.
Wenn ich so lese, dass die Großstadt Salzburg (153000 Einwohner) immer wieder Probleme damit hat, die Leute mit den O-Bussen abzutransportieren, und zugleich mit Abstand die größte Stadt im Bundesland Salzburg ist (Hallein ist die zweitgrößte Stadt im Land Salzburg, hat aber nur 21000 Einwohner), und damit ein bedeutendes Oberzentrum für das ganze Land ist, sähe ich in Salzburg schon den Bedarf für eine Straßenbahn. Andererseits habe ich Salzburg im Jahre 2008 mit meinen Eltern besucht, weil ich auf den Spuren von Wolfgang Amadeus Mozart sein wollte, und da habe ich schon festgestellt, wie eng die Straßen und Gassen in Salzburg sein können. Zufällig weiß ich, dass es 2008 war, da kurz nach unserem Urlaub, der übrigens um meinen Geburtstag herum stattfand, mein erster Neffe zweiten Grades geboren wurde.
Ist unmöglich, dort sind ausfahrbare Poller und das befindet sich in der Fussgängerzone.
Ausfahrbare Poller könnte man auch durch Schranken ersetzen und Straßenbahnen in Fußgängerzonen wären ja nun auch nichts neues. Wichtiger wäre die Frage, ob diese Straßen breit genug wären. das ginge da wohl höchstens eingleisig, wie früher, was aber der Kapazität nicht zuträglich wäre.
Die wurden gerade erst vor ein paar Jahren angeschafft. Ich denke nicht dass Schranken sonderlich schön im Stadtbild wären. Die Strecke müsste auf jeden Fall eingleisig sein, anders kommst da nie durch und der Lichtraum wär schön eingeschränkt…
Ergänzung: Hier will der Tramfreund also die Straßenbahn durchführen. @Tramfreund: Meinst du das ernst?
Seit wann gibts in Ö Google StreetView?… :/