Saarbrücken: S-Bahn Spange Fischbach – Dudweiler

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Beschreibung des Vorschlags

Für das Saarland wird eine S-Bahn geplant – auf diesen Planungen basiert der Vorschlag. Die Agglomeration Saarbrücken besitzt 817.000 Ew. (deutschlandweit Platz 14) . Einen S-Bahn Tunnel halte ich in Saarbrücken für völlig übertrieben. Dennoch würde ich neben der geplanten West-Ost Stammstrecke (T15) auch eine Taktverdichtung auf der Nord-Süd Achse (T15) vorsehen. 

Aus folgenden Gründen: 

  • S-Bahnen aus Quierscheid würden ewig durch den Wald fahren, obwohl paralell dazu Dudweiler mit einer S-Bahn Strecke liegt. Dies führt dazu, dass sie neben einem neuen Haltepunkt, in derem 500m Umkreis nur 1.000 Ew. wohnen nur der Hauptbahnhof in Saarbrücken angebunden wird. Der VEP geht von etwa 740 Nutzern des Hp. täglich aus.
  • Taktverdichtung in Dudweiler – T15 statt T30. Die Notwendigkeit dieser zeigt sich daran dass, geprüft wird, die Saarbahn im T30 nach Dudweiler zu führen, was zu einem T15 führen würde. 
  • Neue Verbindungen: Insbesondere vom Stadtteil Dudweilet nach Merchweiler, Quierschied und Fischbach.
  • Möglichkeit der Durchbindung südlich der Saar nun mit mehr Linienästen möglich.

Hintergrund : 

  • „Die zusätzlichen Haltepunkte Herrensohr und Dudweiler-Zentrum könnten ca. 1 km vor bzw. hinter dem Bahnhof Dudweiler errichtet werden. Die beiden Haltepunkte würden 4.700 zusätzliche Einwohner im 500-m-Radius bzw. 6.000 zusätzliche Einwohner im 1.000-m-Radius erschließen.“  Zitat aus den S-Bahn Planungen
  • „Der neue Haltepunkt Saarbrücken-Rußhütte würde rund 1.500 Einwohner im 500-m-Radius … sodass das tatsächliche Erschließungspotenzial sich auf den 500-m-Radius und die geplanten Baugebiete beschränken dürfte“ Zitat aus den S-Bahn Planungen

Neues Liniennetz:

Anmerkung: Die Haltestelle Johannisstraße und Alt-Saarbrücken sind nicht mehr aktuell.

Liniennetz-Saarland

Durch die zusätzlichen Haltepunkte, die man bei der Fahrt durch den Wald nicht hätte, verlängert sich die Fahrzeit. Im Falle der S16 sind aber sowohl in Homburg als auch in Neunkirchen andere S-Bahn Linien schneller und zudem in dichterem Takt. 

Langfristig:

  • T10 auf beiden Stammstrecken
  • Bahnsteiggleicher Umstieg zwischen beiden Stammstrecken durch neue kreuzungsfreie Ausfädelungen am Hauptbahnhof.

Baumaßnahmen: 

  • Verbindungskurve Fischbach- Dudweiler: Eingleisige (T30) Neubaustrecke, die Teils die bestehende Trasse eines Industriegleises nutzt. 
  • Unterführung unter Autobahn und Straße

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Metadaten zu diesem Vorschlag

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5 Kommentare zu “Saarbrücken: S-Bahn Spange Fischbach – Dudweiler”

  1. Die Verbindung von Fischbach nach Dudweiler ist eine tolle Idee. Der dichtere Takt von Dudweiler zum Hauptbahnhof ist sicherlich sinnvoll. Der Abzweig nach Alt-Saarbrücken überzeugt mich aber nicht. Das wären enorme Kosten und der Abriss auf dem HTW-Campus ist auch nur schwer zu rechtfertigen.

    1. Vielen Dank! Ich finde diesen Teil auch überzeugender. Daher reduziere ich den Vorschlag auf diese Idee.

      Dennoch denke ich, dass S-Bahn Linien im Idealfall nicht einfach am Hauptbahnhof enden sollten. Da eine Wiederaufnahme des Personenverkehrs auf der Rosseltalbahn angedacht ist, wäre diese ein Kandidat für einen südlichen Linienast. Zusätzlich wäre auch ein  grenzüberschreitender Linienast nach Forbach denkbar.

  2. Ich halte die hier dargestellte Idee für sinnvoll und gleichzeitig aber nicht. Sie ist sinnvoll bei den dargestellten Grundlagen, jedoch sind diese mittlerweile teils veraltet und/oder verkürzt, weswegen ich ein paar Kritikpunkte darstellen mag:

     

    1. Der Vorschlag basiert im Wesentlichen auf dem Zielnetz des VEP ÖPNV des Saarlandes (S. 211). Prinzipiell wäre das begrüßenswert, nur wird dieses Zielnetz so nicht umgesetzt, sondern das hier dargestellte Netz, das sich in einigen wesentlichen Punkten vom Zielnetz des VEP unterscheidet, insbesondere dahingehend, dass der Takt zwischen Saarlouis und St. Ingbert auf einen 20-Minutentakt reduziert wurde, da man sich wohl den Streckenausbau zwischen Burbach Bahnhof (nicht zu verwechseln mit Burbach Mitte) und Saarbasar sparen will. Wichtig für diesen Vorschlag ist, ist dass das neue Netz für die Strecke Saarbrücken – Friedrichsthal – Neunkirchen den Takt auf einen 20-Minutentakt erhöht hat, weil eine dritte Linie aus Homburg hinzugekommen ist. Das ist zwar ein Zug pro Stunde weniger als durch diesen Vorschlag für Dudweiler beabsichtigt, jedoch ein erheblich dichterer Takt als im Zielnetz vorgesehen und auch für die Orte Friedrichsthal und Sulzbach von Nutzen, anders als dieser Vorschlag. Der Nutzen dieser Verbindungsbahn fällt für Dudweiler daher geringer aus, als in diesem Vorschlag angenommen, da es im eigentlichen Ausgangszustand mehr Verbindungen gibt als hier dargestellt.
    2. Geht damit einher, dass ein gleichmäßiger Takt für Dudweiler daher ein 12-Minutentakt wäre und anders als hier angenommen nicht T15. Für die Orte hinter Dudweiler ergäben sich damit ziemlich unregelmäßige „herumwabernde“ Takte, weil die Zahl der Züge nicht gleichmäßig verteilt werden kann, weil sie ungerade ist. Dann müsste man eigentlich schon auf die T10 hoch, die du ja auch in den Raum stellst, was sicherlich auch erstrebenswert wäre, wäre dem nicht realistischerweise entgegenzusetzen, dass das eine Verdreifachung der Kapazität auf der Fischbachtalbahn nach sich zöge im Vergleich zum heutigen Zeitpunkt. Dass man im notorisch finanzschwachen Saarland so in die Vollen geht, zweifele ich mal stark an – Beispiel Stammstrecke Burbach – Saarbasar.
    3. Zuletzt ist die Betrachtung des Nutzens des Haltepunkts Rußhütte unvollständig. Das Zitat ist richtig, verkennt jedoch 3 wichtige Punkte:
      1. Der zitierte Textabschnitt sagt selbst, dass in der Zahl 500 das geplante Neubaugebiet „Im Knappenroth“ unmittelbar westlich des geplanten Haltepunkts nicht berücksichtigt wird. Im VEP ÖPNV ist auf der Seite vorher zu lesen: „Der mögliche neue Haltepunkt Saarbrücken-Rußhütte an der Fischbachtalbahn […] würde insbesondere die von […] Saarbrücken vorgesehene Entwicklung rund um den stillgelegten Güterbahnhof Schleifmühle erschließen.“ (S. 117). Das heißt der Nutzen dieses Haltepunkts ergibt sich vorwiegend durch ein Quartier mit 550 geplanten Wohneinheiten, das in der Erläuterung des Vorschlags überhaupt nicht berücksichtigt wird! Die durchschnittliche Haushaltsgröße in Deutschland ist 2,0, durch die Lage nahe zweier Grundschulen, einer Kita, Wald und einer großen Sportanlage ist jedoch davon auszugehen, dass vor allem junge Familien einziehen werden. Damit kämen mindestens 1100 Personen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eher mehr (1500-1800 sind absolut plausibel), die neu erschlossen würden, hinzu, sodass man von einer Neuerschließung von eher 2.000 Personen ausgehen sollte. Das
      2. Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass das auch nur die Neuerschließung betrifft. Denn auch wenn die Saarbahn durch Malstatt fährt, ist es nun so, dass Saarbrückens zweitgrößter Stadtteil keinen eigenen Anschluss an den Regionalverkehr hat, er ihn aber durch den geplanten Haltepunkt Rußhütte neu erhält. Hierdurch ergibt sich nicht nur für die gänzlich neu erschlossenen Gebiete ein Nutzen, sondern eben auch für die etwa 10.000 Einwohner drumherum, die neue direkte Verbindungen in die wichtigen Mittelzentren Neunkirchen und Homburg erhalten (und generell ins Umland). Die insgesamte Erschließungswirkung des HP Rußhütte ist daher sogar höher als die der beiden dudweilerer HP zusammen. (In Anbetracht der derzeitigen Zustände bei der Saarbahn wäre das für die Gegend durchaus viel wert).
      3. Ein „netter Nebeneffekt“ des geplanten Haltepunkts Rußhütte wird gemäß VEP ÖPNV auch sein, dass der dicht besiedelte Süden des Distrikts Rastpfuhl und der Distrikt Jenneweg erstmals mit dem Distrikt Rußhütte verbunden werden werden. Bislang erfordert dieser Weg einen fußläufig und mit dem Rad kaum zumutbaren riesigen Umweg über die Straße „Am Hof“, die ein sehr steiles Gefälle und eine Engstelle aufweist.

     

    Fazit: Ich verstehe woher der Gedanke kommt, habe aber durchaus erhebliche Vorbehalte was den Wegfall des HP Rußhütte angeht und den Nutzen für Dudweiler selbst geringer als du. Ich persönlich würde die Planung lassen, wie sie ist, es sei denn, „Im Knappenroth“ würde doch nicht realisiert werden (halte ich für unwahrscheinlich, ist aber auch nicht auszuschließen, weil es da Bodenverschmutzungen gibt und das ganze deswegen durchaus kontrovers ist).

    1. Vielen Dank für diesen sehr ausführlichen und akribischen Kommentar.

      Zu 1: Man ist sich einig, dass ein T30 für Dudweiler nicht ausreicht. Öffentliche Planungen dazu wäre der angestrebte T20 oder die Diskussion über eine Stadtbahn im T30, die dann mit der S-Bahn zum T15 verdichtet.

      Zu 2: Wie du schon richtig erwähnt hast, bezieht sich mein Vorschlag auf das Zielnetz des VEP. Ihn nun so zu übertragen, dass ein T12 entsteht macht natürlich keinen Sinn.

      Zu 3.1: Vollkommend richtig. Das hat in der Beschreibung gefehlt

      Zu 3.2: Der Stadtteil Malstatt ist der sehr groß und der Hp. Rußhütte würde viele erschließen. Das allein reicht aber nicht aus, um auch viele Fahrgäste zu generieren. Für innerstädtische Verbindungen ist Rußhütte-Hauptbahnhof unbedeutend. Da nimmt man lieber die Buslinie 128, da sie öfter verkehrt und auch direkt ins Stadtzentrum führt.

      Fazit: Rußhütte hat zwar ein großes Erschließungspotential, ist aber als innerstädtische Verbindung weniger attraktiv als Dudweiler-Hbf.

      Als Kompromiss könnte man eine Art Ringvariante einplanen. Der T30 würde zwischen Fischbach und dem Hauptbahnhof bleiben. Von Fischbach hätte man für alle Halte innerhalb von Saarbrücken nur einen T60, für alles außerhalb aber auch einen T30. Die Fahrzeiten variieten nun natürlich. Insgesamt würde man damit interessante neue Verbindungen wie Rußhütte – Dudweiler und Dudweiler – Merchweiler schaffen. Gleichzeitig erhöht sich der Takt auf der Fischbachtalbahn. Ich schreibe schreibe mir mal die Fahrzeiten zusammen.

      Viele Grüße

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