Beschreibung des Vorschlags
TLDR: Eine Verlängerung jedes zweiten der bestehenden S8-Verstärker (die aktuell zwischen Frankfurt Hbf und Kelsterbach pendeln) bis nach Worms. Hauptvorteile sind neue Direktverbindung aus dem Kreis Groß Gerau und eine Taktverdichtung auf der mittleren Riedbahn.
Hier sind die Details:
1. Betriebskonzept & Fahrplan
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Morgens (ca. 06:00 – 10:00 Uhr) wären das etwa 4 Fahrten je Richtung.
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Nachmittags (ca. 15:00 – 19:00 Uhr) würde ich ebenfalls 4 Fahrten je Richtung vorsehen.
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In diesen Zeitfenstern könnte die S-Bahn die Fahrplantrassen und die Verkehrsleistung der regulären RB62 auf dem Abschnitt Biblis – Worms übernehmen, sodass die RB62 in dieser Zeit pausiert.
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Um eine optimale Kompatibilität mit den Bahnsteighöhen im Ried (76 cm) und am Frankfurter Hauptbahnhof (Haupthalle, 76 cm) zu haben, würde ich das Fahrzeugmaterial der S7 also die Br425 vorschlagen. Die 20-cm-Stufe nach unten am Flughafen-Tiefbahnhof müsste man – analog zu heutigen RE-Verkehren dort – tolerieren. Durch die Verlängerung bis Worms gäbe es jedoch einen moderaten Mehrbedarf an Fahrzeugen.
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Um die Fahrzeit attraktiv zu halten, würde ich vorschlagen, auf der südlichen Riedbahn Haltepunkte mit geringerem Fahrgastpotenzial auszulassen. Riedstadt-Wolfskehlen und Dornheim würden nicht bedient, da die Nachfrage dort durch den Halbstundentakt der S7 ohnehin gut abgedeckt ist. Die restlichen Unterwegshalte blieben bestehen.
2. Infrastruktur & Trassierung
Damit man sich den Umweg und Fahrtrichtungswechsel in Mainz-Bischofsheim spart, bräuchten wir eine direkte Verbindungskurve zwischen Rüsselsheim Opelwerk und Nauheim. Diese Spange könnte man meiner Meinung nach relativ einfach und kosteneffizient als eingleisige, höhengleiche Verbindung trassieren. Mir ist bewusst, dass es an den höhengleichen Ein- und Ausfädelungen Rhein-Main-Bahn zu Trassenkonflikten kommen könnte sollte aber alles ausregelbar sein.
3. Verkehrlicher Nutzen
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Die Stationen der mittleren Riedbahn, insbesondere Stockstadt und Gernsheim, würden massiv profitieren. Aktuell gibt es dort keinen S-Bahn-Anschluss, sondern nur den stündlichen Regionalverkehr. Die neue Linie würde hier in der HVZ eine dringend benötigte Taktverdichtung bringen.
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Da die Züge der S-Bahn RheinNeckar von Süden kommend meist schon in Groß-Rohrheim oder Biblis enden, hätten wir durch die Verlängerung bis nach Worms einen strategisch sehr wichtigen Lückenschluss zwischen den Netzen. Pendler aus dem VRN-Gebiet bekämen eine deutlich bessere Anbindung Richtung Rhein-Main.
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Pendler aus dem gesamten Ried und dem Kreis Groß-Gerau bekämen eine umsteigefreie Anbindung an zwei der größten Arbeitgeber der Region: Die Opelwerke (ca. 7.000 Arbeitsplätze) und den Frankfurter Flughafen (Gateway Gardens/Cargo City/Terminals).
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Die bestehende Netzlücke zwischen der Kernstadt Groß-Gerau und dem Bahnhof Dornberg wäre auf der Schiene geschlossen. Das geht heute ja nur eher mühsam per Bus.
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Der gesamte südliche Kreis Groß Gerau bekäme eine massiv verbesserte, direkte Anbindung an das Mittelzentrum Rüsselsheim.
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Die Gemeinde Nauheim würde direkt profitieren und hätte erstmalig eine wirklich attraktive und direkte S-Bahn-Anbindung nach Frankfurter.

Ein besserer Titel wäre wohl Frankfurt-Worms via Rüsselsheim.
Langfristig ist ohnehin vorgesehen, die S7 auf einen T15 zu verdichten (heute: T30). Eine Verlängerung nach Süden mittels Verknüpfung mit der S9 ist immer wieder im Gespräch, da hängt es an Verhandlungen zwischen dem RMV und dem VRN. Diese müssten sich auch bei der hier vorgeschlagen Strecke gemeinsam an einen Tisch setzen; zusätzlich käme noch der RNN (Rheinland-Pfalz) dazu.
Ebenso werden die Bahnsteige entlang der Mainbahn langfristig auf 96cm angehoben werden, sofern sie es nicht schon sind. Mit der Barrierefreiheit wird es nicht so einfach. Bei der Riedbahn ist es auch angedacht, damit könnte sich das wieder ausgleichen.
Woran es letztendlich scheitern wird, ist die fehlende Kapazität. Die S8-Taktverstärker über Kelsterbach hinaus zu verlängern ist betrieblich sehr anspruchsvoll, da westlich von Kelsterbach nur 2 Gleise liegen und diese dann im Mischverkehr mit 8 S-Bahnen plus Regionalbahnen plus Güterverkehr zu betreiben wären. Auf der Main-Weser-Bahn gab es lange diese Situation und wirklich gut wurde es erst mit dem viergleisigen Ausbau.
Der Ausbau ließe sich sicherlich auch so rechtfertigen, dazu braucht es diese Verbindung nicht. Ich sehe ihn als Voraussetzung für diese Verbindung wie hier vorgeschlagen.
Abschließend noch ein Denkanstoß: Mit Fertigstellung der Wallauer Spange soll die S9 von Wiesbaden auf Rüsselsheim eingekürzt werden (2 Züge/h). Vielleicht ließe sich damit was machen.