3 Kommentare zu “S8 Frankfurt-Worms via Groß Gerau

  1. Ein besserer Titel wäre wohl Frankfurt-Worms via Rüsselsheim.

    Langfristig ist ohnehin vorgesehen, die S7 auf einen T15 zu verdichten (heute: T30). Eine Verlängerung nach Süden mittels Verknüpfung mit der S9 ist immer wieder im Gespräch, da hängt es an Verhandlungen zwischen dem RMV und dem VRN. Diese müssten sich auch bei der hier vorgeschlagen Strecke gemeinsam an einen Tisch setzen; zusätzlich käme noch der RNN (Rheinland-Pfalz) dazu.

    Ebenso werden die Bahnsteige entlang der Mainbahn langfristig auf 96cm angehoben werden, sofern sie es nicht schon sind. Mit der Barrierefreiheit wird es nicht so einfach. Bei der Riedbahn ist es auch angedacht, damit könnte sich das wieder ausgleichen.

    Woran es letztendlich scheitern wird, ist die fehlende Kapazität. Die S8-Taktverstärker über Kelsterbach hinaus zu verlängern ist betrieblich sehr anspruchsvoll, da westlich von Kelsterbach nur 2 Gleise liegen und diese dann im Mischverkehr mit 8 S-Bahnen plus Regionalbahnen plus Güterverkehr zu betreiben wären. Auf der Main-Weser-Bahn gab es lange diese Situation und wirklich gut wurde es erst mit dem viergleisigen Ausbau.
    Der Ausbau ließe sich sicherlich auch so rechtfertigen, dazu braucht es diese Verbindung nicht. Ich sehe ihn als Voraussetzung für diese Verbindung wie hier vorgeschlagen.

    Abschließend noch ein Denkanstoß: Mit Fertigstellung der Wallauer Spange soll die S9 von Wiesbaden auf Rüsselsheim eingekürzt werden (2 Züge/h). Vielleicht ließe sich damit was machen.

  2. Die Ansätze gefallen mir, die Kombination dieser wirkt auf mich allerdings nicht ganz sinnig.

    Die Verlängerung nach Biblis/Worms würde ich tendenziell eher der S7 zuschreiben. Die Verbindung nach Frankfurt wäre schneller und unter Umständen auch eine gute Ersatzverbindung bei Problemen auf dem RE. Eine Alternative dieser Art zu haben kann da goldwert sein, ich spreche aus Erfahrung. Doe Führung über Rüsselsheim nimmt diesen Mehrwert allerdings fast vollständig.

    Für die Anbindung von Nauheim und Groß-Gerau tendiere ich eher zu einer Anbindung via Mörfelden. Wenn wie von ebanol schon angesprochen die S7 auf einen T15 verdichtet wird könnte man ggf. darüber nachdenken 1-2 Fahrten pro Stunde über eine Verbindungskurve in Groß-Gerau nach Nauheim und weiter nach Rüsselsheim/Bischofsheim führen. Sie müsste dann östlich der Kreuzung der beiden Strecken liegen. Unter Umständen könnte es dann vllt. sogar eine Option sein per Ansetzung der Kurve weiter östlich auch Klein-Gerau und Worfelden anzubinden, bevor man dann südlich von Mörfelden auf die Bestandsstrecke trifft und versetzt zur S7 weiter nach Frankfurt fährt.

    Was diese Variante (für beide Teile) natürlich nicht vorsehen würde wäre die direkte Anbindung an den Flughafen.

    1. Volle Zustimmung meinerseits. Eine Kleinigkeit:

      <blockquote>Was diese Variante (für beide Teile) natürlich nicht vorsehen würde wäre die direkte Anbindung an den Flughafen.</blockquote>

      Die Taktverdichtung kommt im Zusammenhang mit der Anbindung an das (inzwischen eröffnete) Terminal 3 des Flughafens. Insofern ist der Flughafen selbst schon direkt angebunden. Der Fernbahnhof ist eine andere Sache.

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