Beschreibung des Vorschlags
Moin!
Oberhausen gehört mit 210.000 Einwohnern zu den 40 größten Städten Deutschlands besitzt aber nur eine, zentrale und vielbefahrene, Straßenbahnlinie. Diese verbindet die wichtigsten Bereiche Stadt (vor allem die Neue Mitte, der abgelegenere Stadtteil Sterkrade und das Stadtzentrum, sowie die benachbarte Stadt Mülheim) miteinander. Trotzdem sehe ich Problemstellen und Verbesserungsbedarf bei der Straßenbahn in Oberhausen.
1. Die ÖPNV-Trasse Oberhausen, welche nahezu einzigartig in Deutschland ist, ist meiner Meinung nach eines der cleversten ÖPNV-Konzepte des Landes. Die langen Wege in der langgezogenen Stadt Oberhausen können so auf das Minimalste reduziert werden, aufgrund der Geschwindigkeit, Bündelung und Unabhängigkeit. Gleichzeitig leidet darunter allerdings die Erreichbarkeit der Straßenbahn. Denn: Eine solche Trasse sorgt für hohe Stationsabstände, sodass eine ideale Einwohneranbindung nicht erreicht werden kann.
2. Auch wenn die Straßenbahnlinie 112 vieles anbindet, kann sie nicht alles anbinden. Aus touristischer Sicht verfehlt sie (knapp) das Gasometer und den Kaisergarten, aus Einwohnersicht vor allem dicht besiedelte Stadtteile in Alt-Oberhausen.
Dazu kommen Vorteile an diesem Vorschlag, welche kein direktes Problem lösen, aber trotzdem sinnvoll sein können:
3. Bei einer Störung zwischen Neue Mitte und Oberhausen Hbf kann die Straßenbahnverbindung Sterkrade-Hbf trotzdem betrieben werden. Allgemein sorgt diese zusätzliche Trasse für mehr Betriebsflexibilität.
Als Problemlösung könnte ich mir eine (parallele) 5 Kilometer lange Straßenbahnbahntrasse durch den Oberhausener Westen vorstellen mit zusätzlichem Ast nach Lirich-Süd. Diese Spange zweigt am Hauptbahnhof ab und bindet zunächst das Bero-Einkaufszentrum und große Teile des 15.000 Einwohner-Stadtteil Lirch an. Dahinter nicht unbedeutende Gewerbegebiete, den Kaisergarten (als beliebtestes Naherholungsgebiet der Stadt) und mit dem Gasometer das Wahrzeichen der Stadt. Über der neuen Mitte zweigt sie auf die ÖPNV-Trasse ein. Perspektivisch könnte es entlang der Bahnstrecke am Centro vorbei nach Essen gehen. Betrieben werden könnte diese Strecke vorläufig von einer Ringlinie, langfristig von der Verbindung Oberhausen Hbf – Essen. In Lirich-Süd könnte langfristig eine verlängerte Linie 102 enden.
Offiziell gab es ähnliche Ideen bereits vor zwei Jahrzehnten, hier hab es bislang nur Vorschläge zur Straßenanbindung Lirichs, wie beispielsweise dieser.
