Nordhausen: Tram-Anbindung nach Salza

VollbildansichtVollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Tram-Anbindung an Nordhausen-Salza

Eine Tram-Anbindung an Salza würde den ÖPNV im Norden von Nordhausen deutlich verbessern, da so 2 neue Bahnhöfe sowie ein neuer Stadtteil an  das Straßenbahnnetz angebunden werden. Dabei entsteht das neue Gleisdreieck „Am alten Tor“. Auch für Schüler ist die Linie aufgrund der Anbindung an die Albert-Kuntz-Schule sehr wichtig. Am idealsten wäre es einzelne Kurse der Linie 2 nach Salza zu führen, aber eine neue Linie wäre denke ich auch nicht schlecht. 

Hier ist ein andere Vorschlag, der Salza ebenfalls anbindet: https://linieplus.de/proposal/ndh-sl-1-verl-bhf-salza/

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

12 Kommentare zu “Nordhausen: Tram-Anbindung nach Salza

  1. Prinzipiell halte ich eine Strecke wirklich nach Salza hinein auch für eine recht angemessene Ausbauperspektive der Nordhäuser Straßenbahn, es gab dazu ja nun auch schon mehrere Vorschläge.

    Allerdings gibt es dabei leider zwei rechtliche Probleme: Die höhengleichen Kreuzungen mit den beiden Eisenbahnstrecken.

    §15 Abs. 3 BOStrab: „Straßenbahnstrecken dürfen Eisenbahnstrecken des öffentlichen Verkehrs nicht höhengleich kreuzen.“

    Beginnen wir mit der an der Normalspurstrecke (also direkt am Haltepunkt Nordhausen-Salza). Eigentlich fallen mir da nur zwei Ansätze ein: Die Straßenbahnstrecke schon dort enden lassen und die Kreuzung ganz vermeiden (schon in anderen Vorschlägen so eingezeichnet) oder aber die Eisenbahnstrecke in einen Einschnitt verlegen, was aber natürlich entsprechend aufwändig und teuer wäre. Die Salzaer Hauptstraße mitsamt Straßenbahn dort über eine Brücke oder durch eine Unterführung zu führen, erscheint mir jedenfalls nicht akzeptabel in diese Umgebung einbindbar.

    Nun zur Harzquerbahn: Hier gäbe es wohl tatsächlich Lösungen ohne aufwändige Kunstbauten. Der Trick, der mir vorschwebt, wäre, an dieser Stelle die Straßenbahnstrecke kurz rechtlich als Schmalspur-Eisenbahnstrecke zu führen. Bei dieser Gelegenheit wären natürlich Gleisverbindungen zwischen den Strecken ganz praktisch, um so eine Umleitungsmöglichkeit für die Linie 10 (und für die Fahrzeuge, die die Harzquerbahn nutzen können, auch eine alternative Betriebshofzufahrt) zu erhalten. Natürlich müssten dann auch alle (oder zumindest ein paar mehr) Straßenbahnfahrzeuge nach ESBO zugelassen werden.
    Man könnte natürlich auch auf die Straßenbahnstrecke vom Bahnhof Altentor (der aktuell nur ein Haltepunkt ist) zur Haltestelle Am Altentor verzichten und stattdessen die Straßenbahnfahrten nach Salza als Verlängerung der Linie 1 vom Bahnhof aus über die Harzquerbahn führen. (Der Streckenabschnitt müsste natürlich entsprechend adaptiert werden und auch hier müssten mehr Straßenbahnfahrzeuge eine ESBO-Zulassung erhalten.)

    Kommen wir nun zum verkehrlichen Nutzen: Ich sehe es schon heute als ein gewisses Problem an, dass die Linie 2 vom Zentrum aus erst nach Süden fahren muss, um dann wieder in den Norden abzuknicken. Dieses Problem würde sich natürlich bei der hier vorgeschlagenen Streckenführung auch auf die Fahrten nach Salza übertragen. Für eine Linienführung Salza – Bahnhofsplatz ist diese Streckenführung allerdings auch nicht ganz optimal, denn dafür gibt es von Salza aus direktere Wege (Normalspurstrecke der DB, Harzquerbahn, Stadtbuslinie A über die Bochumer Straße).

    Man könnte allerdings versuchen, noch eine weitere Neubaustrecke anzufügen: Von Am Altentor aus durch das Altendorf, die Barfüßerstraße und die Kranichstraße zum Kornmarkt. Diese würde direkt die Altstadt erschließen und einen direkteren Weg von Salza zum Zentrum um Rathaus und Theater eröffnen. Zudem brächte sie natürlich noch eine zusätzliche Betriebshofzufahrt und Umleitungsmöglichkeit.
    Allerdings wäre eben aufgrund der Altstadtdurchfahrt wohl nicht gerade eine hohe Geschwindigkeit möglich, die Strecke müsste mindestens in Abschnitten eingleisig sein (was sich mit dem Autoverkehr dann eher nicht verträgt, aber den könnte man eh mal aus der Altstadt werfen). Zur prinzipiellen Machbarkeit sei gesagt: Von 1900 bis ca. 1920 gab es genau diese Streckenführung bereits, damals allerdings natürlich nicht mit den heutigen Anforderungen…

    Das Linienkonzept wäre mit diesem Abschnitt dann:
    Linie 1/10: Unverändert.
    Linie 2: Parkallee – Am Altentor – Grimmel – Bahnhofsplatz
    Linie 3: Salza – Bf. Altentor – Am Altentor – Barfüßerstraße – Theaterplatz – Nordhausen Ost

    Überlegenswert wäre dann sogar eine Auskopplung aus der Linie 3 analog zur Linie 10, nennen wir sie mal 30:
    Niedersachswerfen – Bf. Altentor – Am Altentor – Barfüßerstraße – Theaterplatz – Nordhausen Ost
    (Würde natürlich weitere Anpassungen auf der Harzquerbahn erfordern etc. pp.)

  2. Eine Anbindung von Salza an das Straßenbahnnetz habe ich auch bereits vorgeschlagen. Es wäre nun deine Aufgabe meinen Vorschlag in deiner Beschreibung zu verlinken und zu begründen, was du an deinem Vorschlag für besser hältst.

    Außerdem müsstest du noch beschreiben, ob du die Querungen der vorhandenen Gleisanlagen als Brücken oder Unterführungen vorsiehst, sowie die Lage der entsprechenden Rampen erläutern. Ich sehe da nämlich kaum den erforderlichen Platz.

      1. Die Anbindung von Salza ist ja das Entscheidende. Du hast dich auch noch nicht dazu geäußert, wie du mit den Bahnübergängen umgehen willst. Was schlägst du dafür vor?

        Zudem würde es mich interessieren, warum du von der Hst. Am Alten Tor zum Bahnhof Altentor eine Neubaustrecke haben willst, anstatt die bereits zum Bahnhof Altentor führenden Gleise der HSB zu nutzen. Man müsste weniger neue Strecken bauen, würde aber mehr vom Stadtgebiet erschließen. Zudem scheinen mir zwei Linien von der Arnoldstraße zum Alten Tor übertrieben. Warum also deine längere Neubaustrecke bei geringerer Erschließungswirkung?

            1. Also, Vorschläge, die nicht umsetzbar sind, helfen niemandem. Dass neue Straßenbahnstrecken keine Bahnübergänge nutzen dürfen, sollte wohl bekannt sein. Du müsstest also entweder Platz für eine Brücke oder eine Unterführung finden oder auf Querungen verzichten, wie ich es in meinem Vorschlag gemacht habe.

              Übrigens ist deine Wendeschleife in Salza auch viel zu eng. Straßenbahnen brauchen größere Radien, als Busse. 😉

              1. Ich finde du solltest zumindest wegen der Querung der Schmalspurbahn nicht so ein Aufstand machen, denn diese ist ja bereits in das Straßenbahnnetz von Nordhausen eingebunden und es wäre im Gegenteil sogar nützlich wenn man hier zumindest eine Weiche einbaut um von „Am alten Tor“ kommend Richtung Ilfeld fahren zu können.
                Letztendlich ist die HSB innerhalb Nordhausens zwar rechtlich eine Schmalspurbahn aber das meiste was da fährt sind Straßenbahnfahrzeuge, ich sehe es also nicht schlimmer an als wenn sich hier 2 Straßenbahnstrecken kreuzen würden.
                Im Rahmen von Zweisystembahn gibt es immer rechtliche Konflikte, wenn nie jemand bereit wäre diese in Kauf zu nehmen, gäbe es heute keine Zweisystembahnen.
                Bei der Querung der Normalspurbahn gebe ich dir natürlich recht, das geht höhengleich nicht.

                1. Für die Querung der normalspurigen Strecke hatte ich ja schon eine Überlegung geäußert (Eisenbahnstrecke im Einschnitt führen, allerdings natürlich in dem Umfeld extrem aufwändig und überhaupt auch von fraglicher Machbarkeit).

                  Allerdings habe ich auch eine sehr gewagte (!) Überlegung (!), doch höhengleich Kreuzen zu können. Man müsste es hinkriegen, die Straßenbahn an dieser Stelle (ganz kurz) wieder rechtlich als Eisenbahn nach ESBO zu führen. Wenn ich mich recht entsinne, dürfen sich Eisenbahnstrecken innerhalb von Bahnhöfen kreuzen. Man müsste dann also außerdem noch das Einfahrsignal des Bahnhofs Nordhausen entsprechend weit vorziehen (der Bahnübergang und der Haltepunkt Nordhausen-Salza wären also Teil des Bahnhofs Nordhausen).
                  Wie gesagt: Sehr gewagt und nur eine Überlegung; gut möglich, dass ich da was übersehen habe.

                2. Mir kommt es ja auch vor allem auf die Normalspurstrecke an. Die HSB könnte zwar auch ein juristisches Problem sein, doch das kann man vielleicht irgendwie lösen, wie du es schon angedeutet hast. Ich wüsste jetzt nicht, wo ich einen „Aufstand“ mache. Neue BÜs sind nunmal nicht zulässig. Dafür kann ich doch nichts!

                  1. Wenn man den BÜ mit der HSB nicht als Problem betrachtet man die Strecke auch am Bahnhof Salza enden lassen und auf den Übergang über die Normalspurbahn verzichten indem man die letzte Haltestelle dieses Vorschlags weg lässt.
                    Natürlich kann hier niemand was für die Gesetze aber ich denke mal keine Zweisystembahn kommt ohne irgendwelche Kompromisse im Einzelfall aus.
                     

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen