B: U4 nach Alt-Treptow durch Kreuzberg

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Beschreibung des Vorschlags

Es gibt bereits einige Vorschläge für eine Verlängerung der U4, meist zum Hauptbahnhof oder über Alexanderplatz weiter nach Weißensee. Diese Strecken haben mich aber noch nicht sehr überzeugt (zum Hauptbahnhof wahrscheinlich zu wenig Fahrgäste, wenn diese nur durch den Tiergarten fährt und zum Alex gibt es ja schon die U2 und bald auch noch  die Straßenbahn. Deshalb habe ich mir etwas anderes für die U4 überlegt.

Wie auch Daniel, möchte ich Vorschlagen die Ost-West-S-Bahn als U-Bahnstrecke zu bauen. Ich finde eine S-Bahn auf dieser Strecke genauso sinnvoll wie eine U-Bahn, damit es aber nicht nur eine Linie von Plänterwald über den Hauptbahnhof in den Norden gäbe, müsste man auch in der City West den Tunnel weiter bauen. Dann gäbe es zwar eine zweite Ost-West-S-Bahnstrecke, weil es in der City West aber schon so viele U-Bahn- und Buslinien gibt und dieses Gebiet besser erschlossen wird als Teile von Kreuzberg, finde ich dieses Bauvorhaben nicht so dringend.


Strecke
: Die Verlängerung der U-Bahnstrecke startet am Nollendorfplatz. Von dort aus geht es über zwei Stationen, eine am Magdeburger Platz und eine an der Philharmonie bis zum Potsdamer Platz. Dort kann die Bauvorleistung für die geplante U3/U10 genutzt werden, damit die wahrscheinlich zahlreichen Fahrgäste aus Schöneberg und Kreuzberg umstiegen können. Ab der nächsten Station mit Übergang zur U6 verläuft die Strecke lange wie der M29. Dieser muss dann wahrscheinlich größtenteils eingestellt werden. Nach fünf U-Bahnhöfen (mit Umsteigemöglichkeiten zur U8, U1 und U3) unterquert die U4 den Landwehrkanal um nach Alt-Treptow zu gelangen. Dort verläuft die Strecke zum Teil unter der alten Görlitzer Bahn, wodurch mitmögender Bauweise gebaut werden kann. Nach dem Halt an der Bouchéstraße geht es dann zum S-Bahnhof Treptower Park. Dieses Ziel würde vielen Menschen einen Umstieg zur S-Bahn ermöglichen (dadurch wird die Verlängerung der U-Bahn zum Ostkreuz nicht mehr so dringend sein) oder am Wochenende eine kurze Fahrt ins Grüne.

Takt: Der Takt der U4 kann erstmal so bleiben, ich könnte mir aber vorstellen, dass dieser noch verdichtet werden sollte.

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8 Kommentare zu “B: U4 nach Alt-Treptow durch Kreuzberg

    1. Da würde ich die Version von 1965 bevorzugen, allerdings mit der Stadtion an der Lindenstraße. Gerade im Zuge des Baus der S21 würde mir deren Fortsetzung in Richtung Treptow mit Anschluss an die Görlitzer Bahn deutlich sinnvoller erscheinen, als parallel zu anderen S-Bahnstrecken in Richtung Yorckstraße und Südkreuz. Ich bin mir auch relativ sicher, dass ich das unter meinen Vorschlägen von Linie Plus Berlin einst vorgeschlagen hatte, aber das ist ja leider nicht mehr verfügbar.

      Realistischer und wirtschaftlich noch sinnvoller wäre aber der Bau einer Straßenbahn vom Potsdamer Platz über Koch-, Oranien- und Wiener Straße zum S-Bahnhof Treptower Park.

      1. Da würde ich die Version von 1965 bevorzugen

        Ist mir eigentlich ziemlich egal, Hauptsache die Züge von der Görlitzer Bahn haben ihre eigene Innenstadtstrecke und müssen nicht auf den Ring. Dadurch wären die Ringlinien völlig autark vom restlichen Netz und man könnte die Takte (ähnlich wie bei U-Bahnen) beliebig hoch- und runterfahren.
        Zusätzlich könnte man noch einen Modellversuch mit autonomen Zügen starten und statt Vollzügen im T5 mit Halbzügen im T2,5 fahren.

         

        Realistischer und wirtschaftlich noch sinnvoller wäre aber der Bau einer Straßenbahn vom Potsdamer Platz über Koch-, Oranien- und Wiener Straße zum S-Bahnhof Treptower Park.

        Das wäre zwar definitiv günstiger und auch schneller zu bauen, ob es aber sinnvoller ist, mag ich stark bezweifeln: Da die Fahrtzeit einer Tram deutlich länger ist als die einer Schnellbahn, wird wohl niemand am Treptower Park von der S-Bahn in die Tram umsteigen, um dann wieder am Potsdamer Platz in die S-Bahn umzusteigen.

        Tram und S-Bahn erschließen somit völlig andere Potentiale und sind daher praktisch nicht miteinander vergleichbar.

        1. Eine S-Bahn an der Stelle löst aber keine Probleme. die Südoststrecke ist das eigentlich Problem. Dort fahren jetzt schon 6 Züge in 20 min. Zukünftig soll noch eine weitere Zuggruppe aus Buch hinzukommen. Dort jetzt noch einen weiteren 10 min Takt einzufädeln ist schon technisch nahezu unmöglich. Betrieblich ist das aber dann wirklich Selbstmord, da wir eben nie 100% Pünktlichkeit haben werden und so alles auseinanderschießen wird. Man kann auch keine Linien um verlegen, denn die werden auf dem Ostring und Südring gebraucht. Eine Fortführung vom Südring zum HBF ist dagegen recht einfach umsetzbar und würde keine Probleme verursachen. Deswegen wäre diese Route nur als U-Bahn so realisierbar, außer man erweitert von Baumschulenweg bis Grünau die Streckengleise um von 2 auf 4.

          1. Ich möchte ja nicht eine zusätzliche Linie einführen, sondern die Linien nicht über den Ring, sondern durch die Innenstadt führen.

            Um die Kapazitäten auf dem Ring nicht zu reduzieren, sollen S41/42 häufiger fahren.

            1. Dann kappst du also bewusst die Verbindung auf den Ost- oder Südring? Warum? Diese Linien sind gut angenommen. Eine S8 fährt recht voll von Baumschulenweg nach Ostkreuz. Das trifft auch auf eine S46 zu. Nicht umsonst wird jetzt gerade über Verdichtung des Verkehrs auf dem Ring nachgedacht, wo die S46 den 5 min Takt herstellen soll. Diese Vebrindung zu kappen, bedeutet für sehr viele Fahrgäste längere Fahrzeiten nach Tempelhof oder Prenzlauer Berg, da sie in der Innenstadt umsteigen müssen. Das ist nicht im Sinne der Fahrgäste.

              1. Warum? Diese Linien sind gut angenommen.

                Aber nur notgedrungen: Mit Ausnahme der S9 (lediglich im T20) gibt es keine Direktverbindung in die Innenstadt. Man muss daher über den Ring bis zu einem Umsteigeknoten (z.B. Ostkreuz) fahren und von dort aus weiter in die Innenstadt.

                Ich finde es sehr merkwürdig, dass alle Tangentiallinien den Ring über die Görlitzer Bahn verlassen.  Es gibt lediglich noch die S8 und S85, die über die Stettiner Bahn abgeleitet werden. Dies ist aber vermutlich auch mit Kapazitätsproblemen im Nord-Süd-Tunnel zu erklären, welcher ja aber entlastet wird.

                Da es mit Ausnahme der Stettiner und Görlitzer Bahn keine weiteren Tangentialverbindungen gibt, gehe ich davon aus, dass von einem Umklappen der Tangentiallinien in die Innenstadt mehr Leute profitieren als als heute. Von einer komplett unabhängigen Ringbahn profitieren schließlich alle Berliner.

                1. Ja und? Die Stadtbahn gibt nicht mehr her, ansonsten könnte man die S9 auch im 10 min Takt fahren.

                  Nein das stimmt de facto nicht. Pankow ist somit an den Osten der Stadt angebunden und ist durch die S2 schon im Nord-Süd-Tunnel vertreten. Deswegen fuhr die S85 früher nach Waidmannslust und wurde erst mit der Rückverlegung der S9 umgelegt, weil diese Verbindung rege nachgefragt wurde. Das hat nichts mit Kapazitätsproblemen zu tun, denn auch der Nord-Süd-Tunnel kann technisch gesehen eine Zugfolge alle 90 Sekunden umsetzen.

                  Es gibt schlicht keine Bauwerke für diese Verbindungen. Das ist der Hintergrund. Man könnte so gesehen In Gesundbrunnen auf den Nordring fahren. Nur ist dieser der mit den wenigsten Fahrgastzahlen. Daher brauch es dort keine weiteren Verstärkungen. Deshalb ist auch eine Verdichtung des Ringbahnangebotes an der Stelle unnötig. Mal davon aber abgesehen, wird mit dem neuen Tunnel am HBF sowieso die S1 verlegt und damit 2 Slots von Gesundbrunnen bis Wedding belegt und zusätzlich 2 Slots von Jungfernheide bis Westhafen von der Siemensbahn kommend. Da kommt also Kapazität dazu, weshalb da kein Zug hinfährt. Auch darf man mal nicht vergessen, dass die Kapazitäten da nicht ausreichen, um noch wesentlich mehr Züge fahren zu lassen.

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