Beschreibung des Vorschlags
Basierend auf den Stufen 1-3 der Straßenbahn Neuss.
Stufe 2: https://linieplus.de/?post_type=mtlproposal&p=111212
Stufe 3: https://linieplus.de/?post_type=mtlproposal&p=111223
Das bestehende Netz der Stufen 1-3 ist in grau eingezeichnet
1. Begründung
Die hier vorgeschlagene Strecke ist heute Teil der Buslinien 841, 849 und 854 wobei keine der Linien die hier dargestellte Strecke komplett befährt. Die Strecke würde dabei die Stadtteile Augustinusviertel (ca. 3300EW), Gnadental (5500EW), Erfttal (ca. 5200EW) und Norf (ca. 10.700) an die Neusser Straßenbahn anbinden. Somit werden hier knapp 25.000 Menschen an die Straßenbahn angeschlossen, selbst wenn man davon ausgeht das einige dieser Menschen bereits durch die Strecke nach Grimlinghausen angebunden sind, ergibt sich hier ein ausreichend großes Fahrgastpotenzial um eine Straßenbahnstrecke zu rechtfertigen. Heute verkehren bis Gnadental 9 Fahrten/Stunde bzw 10 in der HVZ. Nach Erfttal gibt es 3 Fahrten pro Stunde, die Verbindung nach Norf wird zwei- bzw. in der HVZ dreimal bedient.
2. Strecke
Die Strecke ist etwa 5,5 km lang und führt vom Alexianerplatz über den Berghäuschenweg durch Meertal und den Süden von Gnadental in Erfttal biegt die Strecke auf die Euskirchener Straße und folgt ihr bis zu ihrem Ende am Ortsrand von Erfttal. Von dort aus geht es auf einer neu zu errichteten Brücke und durch ein kleines Waldstück nach Norf, wo die Strecke in die Isselstraße einmündet und ihr bis zum Norfer S-Bahnhof folgt. Am Norfer S-Bahnhof benutzen die Straßenbahnen eine bereits bestehende Bushaltestelle, nach ihrem Halt fahren die Züge durch eine Wendeschleife um anschließend mit der Mainstraße gemeinsam die Bahnstrecke Neuss-Köln zu unterqueren. In Norf verkehrt die Linien über die Nievenheimer- und Südstraße um an der Haltestelle Nievenheimer Straße zu enden, hinter der Station schließt sich eine Wendeschleife an, außerdem kann die Strecke dort in Richtung Allerheiligen verlängert werden.
Durch die neue Brücke über den Norfbach ergibt sich eine neue ÖPNV-Verbindung zwischen Erfttal und Norf, vor allem für die Erfttaler Bevölkerung stellt dies eine große Verbesserung da, weil so der S-Bahnhof Norf erreicht werden kann, bisher gab es von Erfttal nur die Möglichkeit in Richtung Innenstadt zu fahren.
3. Betriebskonzept
Die Linie bleibt zunächst ohne Veränderung bestehen, in Zukunft ist hier ebenfalls der Bau einer Straßenbahn Richtung Weckhoven denkbar. Die Linien 842 und 849 werden zu einer neuen Linie verschmolzen, dies wird möglich da die neue Brücke über den Norfbach ermöglicht den Verkehr nach Norf durch Erfttal zu leiten auf dem Linienweg des 841 fallen dadurch zwar Haltestellen weg, diese werden jedoch allesamt bereits durch andere Linien bedient. Denkbar wäre ein 15-Minuten-Takt für die Linie, damit würde in Erfttal und Norf eine Angebotsausweitung entstehen.
In Gnadental fällt hingegen eine -bzw. zwei in der HVZ- stündliche Fahrt weg, da der Parallelverkehr der Linien 842 und 849 entfällt. Diese Angebotsausdünnung wäre jedoch verkraftbar da Gnadental bereits gut an den ÖPNV angebunden ist, schlussendlich würden die Straßenbahn und der Bus 854 immernoch einen 7,5- Minuten-Takt von Gnadental Richtung Innenstadt ergeben.
In der Innenstadt würde die neue Linie entweder am Hauptbahnhof enden, oder weiter zur Neusserfurth verkehren, um dort einen 5-Minuten-Takt herzustellen. Nach einem weiteren Netzausbau könnte die Linie über die Furth zum Handweiser verkehren, und somit die Linie 841 auch in diesem Abschnitt ersetzen.

Ein 20 Minuten Takt auf einer Straßenbahn ist für eine Neubaustrecke schon recht dünn, da kann der bestehende Busverkehr nicht das einzige Argument für eine Anbindung durch die Straßenbahn sein. Zusätzlich wird Norf ja auch von der S-Bahn bereits angebunden, was die Notwendigkeit einer Straßenbahn ebenfalls zweifelhaft erscheinen lässt.
Wie in der Beschreibung bereits beschrieben wird die neue Linie im 15-Minuten-Takt betrieben, da sie zwei Buslinien ersetzt finde ich diese Taktverdichtung vertretbar. Ein S-Bahn-Anschluss ist auch kein Totschlagkriterium für eine Straßenbahnanbindung, zudem wird der Stadtteil Erfttal durch die Straßenbahn an die S-Bahn-Station Norf.