Beschreibung des Vorschlags
Konzeptbeschreibung
Die Linie startet in Hamm und folgt zunächst der bestehenden Hauptstrecke in Richtung Dortmund/oder auch anders rum. Kurz vor dem Bereich Dortmund-Scharnhorst verzweigt sich die Strecke.
Hier wechselt die Linie auf die Güterumgehungsbahn im Dortmunder Norden, wodurch eine alternative Durchquerung der Stadt ohne Fahrt über den Hauptbahnhof möglich wird.
Nordast über die Güterumgehungsbahn
Auf diesem Abschnitt entstehen drei neue Haltepunkte:
- Dortmund-Obereving
- Dortmund-Eving
- Dortmund-Ellinghausen
Dieser Abschnitt dient gezielt der Erschließung des Dortmunder Nordens und verbindet Wohngebiete und Gewerbestandorte direkt mit dem regionalen Schienennetz.
Anschließend führt die Strecke weiter Richtung Dortmund-Mengede wo wieder Zusammenführung in Richtung Westen erfolgt.
Von dort geht es über Herne weiter in Richtung Norden des westlichen Ruhrgebiets.
Nach Herne folgt eine Abzweigung in Richtung Recklinghausen, genauer in den Bereich Recklinghausen-Süd.
West- und Rücklauf über die Hamm-Osterfeld-Achse
Ab Recklinghausen-Süd nutzt die Linie die bestehende Strecke der Hamm-Osterfeld-Bahn zurück in Richtung Hamm.
Auf diesem Abschnitt könnten die ehemaligen Personenbahnhöfe Datteln und Waltrop reaktiviert werden. Ebenso könnte Bergkamen mit Oberaden und nördlich des Bayer-Werks erschlossen werden.
Alternative Linienführung über die Dortmunder Innenstadt
Als zweite Betriebsvariante fährt die Linie nicht über die Güterumgehungsbahn, sondern durch das Stadtzentrum von Dortmund.
- Fahrt über die Hauptstrecke durch Dortmund
- Errichtung des neuen Haltepunkts Dortmund-Brügmannplatz (welcher sowieso geplant ist)
- Weiterführung über den Bereich Dortmund-Hafen
- anschließende Wiederzusammenführung Richtung Dortmund-Mengede
Am Bereich Dortmund-Hafen wäre zusätzlich ein neuer Haltepunkt denkbar, insbesondere durch:
- das geplante bzw. entstehende ICE-Werk
- neue städtebauliche Entwicklungen (Hafenpromenade, Umnutzung von Industrieflächen)
Grundidee des Gesamtsystems
Die Linie bildet damit ein tangentiales Nord-Ruhr-S-Bahn-System mit zwei Dortmunder Durchmesserästen:
- ein Innenstadtast (Hbf+Hafen)
- ein Nordast über die Güterumgehungsbahn
Mein Vorschlag basiert auf dem Ziel, bestehende Schieneninfrastruktur im Ruhrgebiet besser nu nutzen, regionale Erschließungslücken zu schließen und die tangentiale Vernetzung zwischen Ost- und West-Ruhrgebiet sowie Teilen von Ostwestfalen zu verbessern.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht der Neubau eines völlig neuen Korridors sondern die Reaktivierung und intelligente Nutzung vorhandener Strecken, insbesondere der Hamm-Osterfeld-Bahn sowie der Güterumgehungsbahn im Dortmunder Norden.
Hinweis
Ich möchte anmerken, dass ich kein Fachmann oder Eisenbahnenthusiast bin. Die dargestellte Linienführung soll als konzeptionelle Idee und grobe Skizze aus Interesse am Thema Nahverkehr zu verstehen sein.
Einige vorgeschlagene Haltepunkte oder Streckenführung sind bewusst intuitiv gesetzt und dienen eher der Vorstellung eines möglichen Netzes. Es ist gut möglich, dass bestimmte Abschnitte oder Verknüpfungen so in der Realität nicht umsetzbar sind oder andere infrastrukturelle Voraussetzungen erfordern würden.

Wieso soll dies ausgerechnet eine Ringlinie sein?
Wie gesagt, ich brainstorme ohne großartig Gedanken zu machen. Meine Absicht war eher eine Direktverbindung zwischen den Mittelstädten zu den Großstädten zu schaffen ohne umzusteigen. Was würdest du denn für die Region vorschlagen?
Die beiden Ost-West-Strecken an sich sind durchaus sinnvoll, ich würde das aber eher als getrennte Linien betrachten und insbesondere im Westen noch einen aufkommenstärkeren Endpunkt suchen, beispielsweise Recklinghausen, Gelsenkirchen oder Bochum.
Zustimmung!
Die nördliche Linienführung von Hamm über Bergkamen und Waltrop würde ich bis Recklinghausen Hbf führen. Diese Linie könnte im 30-Minuten-Takt verkehren. Mehrere Bahnhöfe könnten näher an die Siedlungsschwerpunkte bzw. an die städteverbindenden Straßen rücken, um mehr Fahrgäste anzuziehen.
Den südlichen Linienast von Hamm über Kamen und Dortmund-Obereving würde ich von Herne über Gelsenkirchen bis Essen verlängern. Bei dieser Linie käme auch ein 30-Minuten-Takt infrage. Alternativ könnte allerdings auch die S1 von Dortmund bis Hamm im 15-Minuten-Takt verlängert werden, vielleicht ist das die sinnvollere Variante, weil sie mehr und bessere Umsteigebezieungen bietet und die Region nicht nur entlang der Linie vernetzt. Der RE3 könnte dann in Dortmund enden.
Auch die Relation Dortmund – Recklinghausen ist eines 30-Minuten-Takts würdig, allerdings hier eher als Regionalexpress mit wenigen Zwischenhalten. Dann könnte die S-Bahn S2 nach Recklinghausen entfallen und im 30-Minuten-Takt bis Essen verkehren.
Mir stellen sich viele Fragen, die das ganze eher wirtschaftlich unsinnig erscheinen lassen. Für die Strecke auf der Hamm-Oberhausener Bahn würde ich mindestens die Anbindung des Hauptbahnhofs empfehlen, um ihn als Umsteigeknoten in den Nah- und Fernverkehr zu nutzen.
Dann finde ich eine Station an der Strecke, der gar nicht angefahren wird. Warum wird die komplette Innenstadt von Lünen durchfahren und weder Oberadens noch Lünen-Süds Bahnhof genutzt. Gleiches gilt auch für Rünthe. In der Form einer S-Bahn sollten da mehr Stationen drin sein. So auch eine zweite Station in Waltrop an der L609 für die Anbindung der Buslinien S24 und X13, in Lünen halt eine Station in Beckinghausen, in Lünen-Süd, an der B54-Brücke und evtl. bei Remondis noch eine für die Pendler.
Ich würde aber die Route nicht als Rundstrecke wieder durch den Dortmunder Norden führen, sondern über die Strecke der S9 weiter bis nach Bottrop und Duisburg durchbinden. Damit würden am Ende drei Kurzlinien im nördlichen Revier zu einer Linie werden.
Wenn die südliche Strecke schon geplant ist, frage ich mich, warum die Station zwischen Scharnhorst und Kurl sein muss. Dort liegt eigentlich nur Natur, keine Busanbindung und Grünflächen. Das wäre in etwa genauso erfolgreich wie eine Station in Castrop-Rauxel-Becklem einzurichten.
Dafür wird „Deusen“ (liegt näher zur Strecke und ist größer) zu „Ellinghausen“ degradiert 😉 . Auch Lindenhorst wird ausgelassen, wo durchaus eine Anbindung sinnvoll ist, dazu könnte der Zugang über den Fußweg „Lindenhorster Straße“ erfolgen.
Dazu würde ich eine weitere Station in östlicher Lage der Derner Straße einrichten, um einen Umstieg zur U42 anzubieten. Den Bahnhof Obereving könnte man auf die Höhe der Strecke Dortmund – Lünen zu verlegen. Dort könnte dann ein weiterer Umsteigepunkt eingerichtet werden. Als letztes vielleicht eine Station in Höhe der Rüschebrinkstraße. Da in Dortmund langfristig wohl eine Verlängerung der U44 bis zum alten Werkstor angedacht ist, wäre da dann auch ein weiterer Umsteigepunkt geschaffen.
Aber leider ist da eine Engstelle drin, die heute schon zu Einschnitten im Fahrplan führt. Dort müsste dann eine Erneuerung und Ausbau erfolgen. Damit ist der Abzweig von Herne in Richtung Recklinghausen-Süd gemeint. Da müsste für einen dichteren Takt zweigleisig ausgebaut werden, auch die Station RE-Süd müsste entsprechend gestaltet werden, das evtl. Begegnungen am Bahnsteig möglich sind, ohne den sonstigen Nah- und Fernverkehr einzuschränken.
Aber um eine solche Linie einzurichten, wären auf einem Großteil der Strecken eben auch noch viele Infrastrukturen zu schaffen. Da sind nicht nur die Ausweichstellen gemeint. In wie weit eine solche Planung durch die Ziele im Zielnetz 2040 umsetzbar wären, sehe ich das ganze aber leider kritisch.
Hiinzu kommt aber leider auch die aktuelle Frage zur Wirtschaftlichkeit des Betriebs. Da leider die HOB durch die wenigen Haltepunkte und recht wenigen Anwohner kaum Kunden liefert, wäre auch die Frage, in wie weit die Route überhaupt genutzt wird. Für Pendler ist sie nur für einen Bruchteil nutzbar, da die meisten eben in Richtung der Großstädte pendeln. Aber stell Dir einmal vor, Du müsstest von Waltrop nach Dortmund und würdest erst in die andere Richtung fahren, was vielleicht eine Stunde Gesamtfahrzeit bringt. Da bist Du mit dem Bus nach Mengede erheblich schneller.