Beschreibung des Vorschlags
.Durch die Einführung von neuen Straßenbahnlinien in den letzten Jahren wurde es an der Straßenbahnhaltestelle am Nürnberger Hauptbahnhof eng. Es teilen sich insgesamt drei Linien im 10-Minuten-Takt in je beide Richtungen die zwei Bahnsteige im Norden. Die Linie 7, die heute noch am Bahnhof wendet, durchfährt diese Haltestelle zusätzlich in westlicher Richtung, um dann am südlichen Bahnsteig auf ihre Rückfahrt zur Tristanstraße zu warten. Die Straßenbahnen behindern sich so bereits heute gegenseitig und eine größere Angebotsausweitung ist nicht denkbar. Aktuell wird allerdings die Schleife am Stadtpark wieder ertüchtigt, um die Linie 7 dorthin zu verlängern. Damit müssen in Zukunft in Fahrtrichtung Westen 4 Linien an einem Bahnsteig halten, während in östlicher Richtung dann immerhin 2 Bahnsteige zur Verfügung stehen. Dazu kommen noch weitere mögliche Linien, wie sie unter anderem hier auf LiniePlus vorgeschlagen werden. Zuletzt hört man auch immer wieder von Planungen, dass 60 m lange Straßenbahnen ermöglicht werden sollen bzw. nicht verbaut werden sollen.
Die offiziellen Planungen
Damit ein bisschen zusätzliche Kapazität geschaffen wird, plant die VAG einen zweiten Bahnsteig in westlicher Richtung zu errichten. Dieser soll nördlich des bisherigen entstehen, wobei eine nicht mehr benötigte Kfz-Spur in Anspruch genommen wird. Allerdings bleibt der Bahnhofsplatz als gesamtes weiterhin Murks. Es ist nicht möglich von West nach Nord zu fahren oder dort zu halten. Die Wendeschleife braucht viel Platz, der längeren Bahnsteigen und einer attraktiven Platzgestaltung entgegensteht. Auch ist es zumindest fraglich ob die sehr langfristig angedachten 60 m Straßenbahnen barrierefrei untergebracht werden können. Zudem bleibt die Situation auch für die Fahrgäste ungenügend, sind sie doch weiterhin auf allen Seiten von Hauptstraßen umgeben.
Meine Ideen
Auf dem Bahnhofsplatz werden insgesamt 6-60 m-Bahnsteige entstehen. Sie verbinden die drei Zulaufstrecken in einem Dreieck. Zudem entstehen am Bahnhofsplatz 2 Busbuchten für die Linien 43 und 44, die aktuell gemeinsam alle 5 Minuten verkehren und die gemeinsam mit den Straßenbahnsteigen zusätzlich von den Nightlinern genutzt werden.
Die Wendeschleife benötigt zu viel Platz, kann sowieso nur aus Richtung Osten kommend genutzt werden und wird daher abgebaut. Als Ersatz wird westlich eine neue Blockumfahrung durch die Tafelhof- und Eilgutstraße gebaut, die von den Trams aus Norden und Osten genutzt werden kann. Für aus Westen kommende Straßenbahnen besteht bereits heute eine Wendemöglichkeit über die Allersberger- und Scheurlstraße.
Die Straßenbahninsel wird zukünftig ohne Straßenüberquerung mit dem Hauptbahnhof verbunden. Dazu wird der Verkehr aus der Bahnhofstraße in Richtung Westen vollständig über die Marienstraße geleitet, jener in Richtung Osten möglicherweise ebenfalls zu großen Teilen. Die Bahnhofstraße wird für den Kfz-Verkehr zur Einbahnstraße Richtung Osten. Durch die wegfallenden Fahrbahnen Richtung Westen kann der Verkehr in Richtung Norden in die Gleißbühlstraße und nach Osten in die Bahnhofstraße nördlich an der Straßenbahnhaltestelle vorbeigeführt werden. Der im Süden gewonnene Platz wird für die neue Haltestelle der Tram genutzt, die Zufahrt zum Parkhaus kann weiterhin gewährleistet werden. Bis zur Einmündung in den Celtistunnel wird die Straßenbahn in Südlage geführt, mit den Kfz-Spuren im Norden. Ein ampelgeregelter Zugang zum Taxistand und den Kurzzeitparkplätzen besteht weiterhin.
Die Umbauten im Untergrund halten sich trotz des oberirdischen Umfangs dennoch in Grenzen, da nur eine Treppe zum Verteilergeschoss zugeschüttet wird, da sie von einer Kfz-Spur bedeckt ist. Aufgrund der attraktiveren ebenerdigen Verbindung zum Bahnhof kann diese Treppe ersatzlos entfallen, alle anderen bestehenden Treppen und Aufzüge können weiterhin genutzt werden. Aufgrund des ebenfalls an diesen Haltestellen haltenden Nachtbusverkehrs können zumindest nicht alle Haltestellen als Rasengleis ausgeführt werden, obgleich das natürlich toll wäre. Daneben profitiert die Tram auch in der Bahnhofstraße von der Maßnahme. Da der Verkehr Richtung Westen jetzt vollständig durch die Marienstraße läuft sollte hier mehr Platz für eigene Gleiskörper sein, evtl. auch mit Rasengleis, das dringend benötigtes Grün in die Straße bringen würde.

Hi,
guter Vorschlag.
Folgende Anmerkung habe ich jedoch.
Betrifft deinen Vorschlag mit der Schleife via Eilgutstr.: Das halte ich im Planbetrieb für nicht praktikabel. Der Bereich ist in meiner Erinnerung eh schon relativ Eng und belebt mit Lieferverkehr. Auch muss es eine Abstellmöglichkeit für defekte Fahrzeuge geben. Ich könnte mir eher eine Blockumfahrung vom DB Museum vlt. mit Abstellgleis in der Weidenkellerstr. vorstellen.
Eine andere Sache, die man evtl. mal angehen sollte:
Mir gefallen generell die beiden Buchten für Taxi und P+R vor dem EG nicht. Das wirkt auf mich unübersichtlich. Beim Taxigewerbe lasse ich es mir noch eingehen, jedoch sollte man eine Lösung für den Parkplatz der gerne von Kurzzeitparkern oder Abholern genutzt wird, finden
Die Schleife würde ich eh nur für Störungen vorsehen, im Regelbetrieb wird sie bald nicht mehr benötigt, da ja die Linie 7 zum Stadtpark verlängert wird. Die Straßen dort sind natürlich recht eng, aber ein Großteil könnte ja straßenbündig verlaufen. Ich kann mir zum Beispiel vorstellen, in der Eilgutstraße eine Abstellmöglichkeit zu schaffen, dazu müssten evtl. Parkplätze entfallen und / oder eine Einbahnregelung eingeführt werden. Das DB Museum ist halt schon wieder recht weit weg, da kann man dann im Prinzip auch gleich zum Plärrer weiterbauen und die dortige Schleife nutzen.
Bei den Parkplätzen stimme ich dir auf jeden Fall zu. Evtl. kann man im Parkhaus die ersten 15 Minuten kostenlos machen o.ä.