Beschreibung des Vorschlags
Situation:
Luckau (9500 Einwohner, 5400 in der Kernstadt) wird nur peripher vom RE8 bedient, der Bahnhof liegt 10km vom Stadtzentrum entfernt. Auf der Nebenbahn gibt es seit 1996 keinen planmäßigen SPNV mehr.
Infrastruktur:
Neuzubauen ist eine ~700m lange Verbindungskurve bei Uckro (orange). Der folgende Abschnitt der Niederlausitzer Eisenbahn wird bis Luckau elektrifiziert und für 120 oder 160 km/h ertüchtigt (grau). Da die Strecke betriebsbereit und für Museumsfahrten genutzt ist, sind keine hohen Kosten zu erwarten.
Betrieb:
Laut KaZu Novum soll zukünftig RB10 von Nauen bis Wünsdorf-Waldstadt verkehren. Ich möchte RB10 von Wünsdorf-Waldstadt nach Luckau verlängern. Ein zusätzlicher Zug wird dafür benötigt. Die Halte Neuhof, Klasdorf und Drahnsdorf sollen entweder von RE8 oder RB10 bedient werden. Da die Direktverbindung mit dem Mittelzentrum Luckau wichtig sein dürfte, favorisiere ich die RB10. Der Museumsbahnbetrieb kann zwischen Luckau und Lübben fortgeführt werden.
Fahrplan RB10:
…
Berlin Südkreuz 23
Wünsdorf-Waldstadt 56
Golßen 16
Luckau an25 ab35
Golßen 44
Wünsdorf-Waldstadt 04
Berlin Südkreuz 36
…
Vernetzung:
Den Busbahnhof soll man an die Südwestseite des Bahnhofs verlegen. Aktuell verkehren in Luckau 11 Buslinien. 472 nach Lübben und 466 nach Dahme könnten vereinigt und auf RB10 ausgerichtet werden.
Vorteile:
Bahnanschluss für Luckau. Die Direktverbindung halbiert die Reisezeiten nach Berlin. Beschleunigung des RE8 (sofern RB10 Neuhof, Klasdorf und Drahnsdorf übernimmt). Bessere Vernetzung durch den neuen Busbahnhof.
Alternativvorschläge:
Danielmantzke schlug Regionalbahnen von Leipzig bis Frankfurt, sowie von Elsterwerda bis Lübben vor. Beides wären tangentiale Verbindungen in einwohnerschwachem Raum. Von Luckau nach Berlin müsste man umsteigen. Meine Radialverbindung entspricht eher den Fahrgastströmen.
Fahrplan 466+472:
Lübben Rehazentrum ab42
Lübben Bahnhof an00 (RE7 nach Dessau 02, RE20 nach Cottbus 04)
Lübben Bahnhof ab04 (RE7 aus Senftenberg 01, RE20 aus Berlin 03)
Luckau Bahnhof 33 (RB10 an25 ab35)
Luckau-Uckro 44
Dahme O.-Zacke-Platz 02
Luckau-Uckro 20
Luckau Bahnhof 31 (RB10 an25 ab35)
Lübben Bahnhof an00 (RE7 nach Dessau 02, RE20 nach Cottbus 04)
Lübben Bahnhof ab07 (RE7 aus Senftenberg 01, RE20 aus Berlin 03)
Lübben Rehazentrum an25

Wäre es nicht besser die Strecke ganz zu reaktivieren und somit 5 Minuten nach Abfahrt der RE 8 die RB Uckro – Lübben abfährt.
Für eine RB Uckro – Lübben bräuchte es zwei Züge für einen Stundentakt, also doppelte Personalkosten. Wegen Umsteigezwang wäre diese Bahnlinie unattraktiv für Fahrgäste. Dass die Nachfrage zum wichtigsten Ziel Berlin sich auf zwei Relationen aufteilt (über Uckro und über Lübben), macht den Betrieb unwirtschaftlich. Als Zubringer zum Regionalexpress ist eine Buslinie besser geeignet, weil sie häufiger hält.
Mir gefällt der Vorschlag.
Könnte man das Konzept nicht sogar zusätzlich auf den östlichen Teil übertragen und auch eine neue Verbindungskurve nach Lübbenau bauen? So würde man mit wenig Aufwand das Brandenburger Bahnnetz flexibler für Umleitungen machen, die angesprochene RB könnte so bis Lübbenau durchgebunden werden, was zahlreiche neue Verbindungen ermöglichen würde. Es wäre auch möglich (den aktuell sehr spärlichen) Fernverkehr zwischen Berlin und Cottbus über die Dresdner Bahn zu lenken, wo in Zukunft abschnittsweise 200 km/h möglich sein werden.
Durchaus denkbar, ich kann jetzt nicht einschätzen, ob sich das lohnt. RB10 könnte dann sogar über Calau nach Senftenberg weiterfahren.
Vergleichbar etwa mit Wolnzach, wo die Verbindung mit dem RE-Halt Rohrbach mit dem Bus wesentlich feiner erfolgt alt mit einer Reaktivierung wo am Ende eine, max. 2 Haltestellen herauskommen. Daher genügt ein Bus.
Vielleicht nicht ganz so gut vergleichbar, für Wolnzach müsste man eine neue Linie einrichten, da Ingolstadt mehr Zuleiter aus Süden denn Norden hat. Und die Kurve bräuchte drei Überführungen (€€€).