Beschreibung des Vorschlags
Die Linie RE22 endet in Köln Messe/Deutz und hat dort eine Wendezeit von 30 Minuten.
Aufgrund von Bauarbeiten fährt die S11 zurzeit nicht bis Bergisch Gladbach, sondern ab Köln-Mülheim über den Linienweg der S6 bis Leverkusen Mitte. Die Verdichtung der S-Bahn zwischen Mülheim und Leverkusen-Mitte wurde gut angenommen, da sich die S6 und S11 dort zu einem 10-Minuten-Takt ergänzen.
Sobald die S11 wieder normal fährt, würde sich eine der Taktlagen (xx:50 ab Messe/Deutz) auch für eine Verlängerung der Linie RE22 eignen, ich schlage vor, von Deutz ab Minute xx:50 weiter über die S-Bahn-Gleise bis Leverkusen Mitte zu fahren. Somit werden hier mehr Fahrten angeboten.
Das würde auch kompensieren, dass der RE1 nach dem RRX-Konzept voraussichtlich nicht mehr in Köln-Mülheim halten wird.
Alternativvorschlag: Über die Güterbahn nach Flittard (wofür diese von 60 auf 90 km/h ausgebaut werden sollte)

Der RE 22 ist dafür ungeeignet!
Grundsätzlich halte ich die Durchbindung von Regionalzügen durch den Kölner Knoten hindurch für durchaus sinnvoll, andererseits müssen alle Kölner Regionalzüge mindestens einmal täglich sowieso ins Deutzerfeld …
Analyse der Situation in Leverkusen Mitte:
Die Personenzugangsstelle „Leverkusen Mitte“ wurde zwar gerade erst um ein zweites S-Bahn-Gleis erweitert, dies geschah aber zum Zwecke der Ertüchtigung der Gesamtstrecke zur zusätzlichen Aufnahme des Rhein-Ruhr-Expresses … um Platz für genügend Fahrplantrassen auf der Fernverkehrsstrecke (VzG-Strecke 2650) zu schaffen, sollen alle dann noch verkehrenden Regionalzüge über die S-Bahnstrecke (VzG-Strecke 2670) geführt werden.
Damit führe der RE 22 tatsächlich da, wo Spixi ihn gern sähe, allerdings wäre die Wende in Leverkusen Mitte schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, dazu muss man sich die Struktur der Betriebsstellen ansehen:
Fazit: Eine Wende am S-Bahn-Bahnsteig in Leverkusen Mitte mag in Ausnahmefällen möglich sein, eine fahrplanmäßige Wende hingegen ist nicht ohne weiteres möglich!
Deine beiden Bedenken sind IMO unbegründet.
(a) Die Eifelstrecke soll ab Ende 2028 elektrifiziert sein. Der Bau läuft.
(b) Die S6 in Leverkusen wurde vor ein paar Jahren in Vorbereitung für den RRX zweigleisig ausgebaut. Die Infrastruktur für einen T10 ist da. Dass eine Wende von zusätzlichen S-Bahnzügen, die den T20 der S6 auf einen T10 verdichten, in LEV-Mitte möglich ist, haben die letzten Wochen mit der Umleitung der S11 gezeigt. Wenn das dreimal pro Stunde für die S11 klapp, sollte es auch einmal pro Stunde für den RE22 klappen.
Allerdings habe ich andere Bedenken:
a) Die RB25 gehört zum Kölner S-Bahn-Netz, aber wird mit Dieseltriebwagen befahren, da nur der Streckenabschnitt zwischen Köln-Hansaring und Köln Frankfurter Straße elektrifiziert wird. Diesel unter Fahrdraht ist in Köln also nichts Ungewöhnliches
b) Die Wendezeit ist wirklich etwas knapp kalkuliert. Alternativvorschlag: Über die Güterbahn bis Flittard. Diese Strecke sollte man dann von 60 auf 90 km/h ausbauen und passende Bahnsteige errichten.
Die Bahnsteige in Köln-Mülheim und Leverkusen Mitte werden – so weit ich weiß – auf Kombibahnsteige 96+76 cm umgebaut.
Nein, sie gehört zum VAREO-Netz, also dem Kölner Dieselnetz.
Was aber nicht heißt, dass es pauschal sinnvoll ist.
Ja, es macht keinen Sinn, die RB25 an der Frankfurter Straße oder Eifel-Linien in Hürth enden zu lassen, die Verlängerung bis Köln rein ist schon sinnvoll.
Aber eine Diesellinie noch über Köln hinaus weiter unter Fahrdraht zu verlängern, ist nicht sinnvoll.
Hast du dafür eine Quelle?
Meines Wissens nach soll die S6-Strecke auf 76 cm bleiben, da mit dem zweigleisigen Ausbau auch Güterzüge über die S-Bahngleise fahren sollen.
Fast alle Bahnsteige der S6 zwischen Köln und Düsseldorf sind aktuell auf 96cm. Der Bahnsteig in Leverkusen Mitte wurde erst vor kurzem im Rahmen des RRX-Ausbaus auf 96cm neu gebaut. Ich kann mir nur schwer vorstellen dass man ihn wieder bald wieder umbauen würde. Eine Bahnsteigverlängerung Richtung Süden wäre vielleicht auf einem kurzen Stück möglich, aber für einen Kombibahnsteig bräuchte man ja mindestens 2x 140m Länge, dafür hätte man das neue Gleis anders legen müssen.
Wie man sich das mit dem Güterverkehr vorstellt, frage ich mich allerdings auch.
Was die Dieselfrage angeht:
Ich halte eine Umsetzung dieses Vorschlags vor März 2030 für unrealistisch:
Für die paar Monate dazwischen wird man wohl kaum den Aufwand machen, diese Linienverlängerung zu bestellen. 2030 wird die Elektrifizierung aber wohl selbst in den pessimistischsten Szenarien fertig sein.
Oh, wenn die Bahnsteige jetzt schon alle 96 cm haben, war das wohl nur eine langfristige Vision, wenn alle S-Bahnen in NRW wieder auf 76 cm runtergegangen sind.
zu a) Wieso schreibst Du (Spixi) „… , da nur der Streckenabschnitt zwischen Köln-Hansaring und Köln Frankfurter Straße elektrifiziert wird.“ – Der Streckenabschnitt ist doch bereits elektrifiziert seit Inbetriebnahme der Flughafenschleife am 12. Juni 2004?
Dessen ungeachtet dieselt die RB 25 acht Kilometer unter Fahrdraht, während es von Hürth-Kalscheuren bis Leverkusen Mitte fast 25 Kilometer sind 🙁
zu b) Flittard ist ’ne nette Idee, bringt aber zeitlich nur wenige Minuten. Zuden gehört die VzG-Strecke 9617 der „Eisenbahn des CHEMPARK Leverkusen“ … ob die damit wohl einverstanden wären?
… und zum Thema „sollen umgebaut werden“ sach‘ ich ma (fast) gaanix!
Gemeint war „wird elektrisch betrieben“ (im Passiv), sorry für die Verwirrung
zu a) ab Ende 2028 elektrifiziert … ursprünglich sollte Stuttgart 21 im Dezember 2019 eröffnet werden 😉
zu b) Die derzeitige Wende der S 11 ist doch eher als „Ausnahmefall“ zu betrachten denn als Regel.
Zu cs‘ Bedenken:
Kommando zurück, habe die Lösung:
Zwischen Süd- und Westbahnhof kommt man nach Querung der Gütergleise auf das „Schlundgleis“ (VzG-Strecke 2617), von wo aus man nach Querung sämtlicher Betriebs- und Richtungsgleise der Gegenrichtung in Höhe der Plankgasse auf’s S-Bahn-Gleis kommt! :-O
In der Gegenrichtung geht’s etwas einfacher: Über die gleiche Weiche (nachdem man ein Stück über’s Gegengleis gefahren ist) und nach Kreuzung des Streckengleises nach Aachen bzw. Neuss ist man dann schon wieder auf dem richtigen Gleis!