Beschreibung des Vorschlags
Kurzfassung: Dieser Vorschlag soll kostengünstig die Engpässe im Knoten Köln abschwechen. Er sieht einen Ausbau der Bahnhofs Köln Messe/Deutz inklusiv Zulaufstrecke vor. Der jetzige Hauptbahnhof und die Hohenzollernbrücke werden dadurch entlastet. Dies bietet folgende Vorteile
- Entlastung der 6 Gleisige Hohenzollernbrücke
- Entlastung des alten Hauptbahnhofs
- Mehr Kapazität
- Schnellere Fahrzeiten in den linksrheinischen Süden
Grundgedanke: Mit 4 Fernzügen pro Stunde und Richtung sind die Zulaufstrecken des Bahnhofs Köln – Messe/Deutz (tief) noch nicht stark ausgelastet. Nun sollen die Fernzüge nach Bonn (Zwei pro Stunde/Richtung) und die Regionalexpresslinien RRX 4 und RRX 6 zusätzlich dort fahren. Die Regionalexpresse halten am neuen Bahnhof Severinsbrücke. Die Fahrzeit nach Süden wird um 5 und die nach Norden (von Deutz aus) um eine Minute verkürzt.
1. Nicht alle fahren mehr den Hbf an?
Ausbau des Bahnhofs Messe/Deutz die bessere Wahl ?
Lage Der Hauptbahnhof liegt direkt im Stadtzentrum. Dies ist sowohl Vor- als auch Nachteil. Einerseits kurze Fußwege zum Zentrum, andererseits ist eine dringend benötigte Erweiterung nur unterirdisch oder durch diesen vorschlag möglich.
Verkehrsanbindung Bahnhof Messe/Deutz ist genauso gut in das regionale und überregionale Verkehrsnetz integriert. Die Bahnverbindungen nach Düsseldorf, Bonn und zum Flughafen sind von hier aus schneller. Zudem gibt es weniger Engpässe im Vergleich zum stark frequentierten Hauptbahnhof, was zu einer Reduzierung von Verspätungen und Betriebsstörungen beiträgt. Der öffentliche Nahverkehr ist ebenfalls gut angebunden, mit Straßenbahnen und Bussen, die direkt vor dem Bahnhof halten.
Hohenzollernbrücke Die Hohenzollernbrücke ist eine ikonische Struktur, die den Rhein überspannt und eine der meist befahrenen Eisenbahnbrücken in Europa ist. Sie verbindet den Hauptbahnhof direkt mit Messe/Deutz und ermöglicht eine Passage über den Rhein. Dieser Vorschlag würde sie entlasten.
Kapazität und Infrastruktur Die Kapazität ist größer, und es gibt mehr Platz für zukünftige Erweiterungen und Modernisierungen. Im Gegensatz dazu ist der Hauptbahnhof, so charmant er auch ist, oft überfüllt und veraltet. Es gibt begrenzten Raum für Expansionen, und die Infrastruktur ist nicht immer auf dem neuesten Stand. Es ist noch Platz da, den Bahnhof köln Messe/Deutz zu vergrößern.
Anbindung des Bahnhofs Köln Messe/Deutz der Stadtbahn
Der Bahnhof Köln Messe/Deutz ist gut in das Stadtbahnnetz der KVB (Kölner Verkehrs-Betriebe) integriert
. Die folgenden Linien bedienen den Bahnhof:
-
Linie 1: Diese Linie verbindet Messe/Deutz mit der Innenstadt und führt weiter nach Porz und Bergisch Gladbach
-
Linie 3: Diese Linie verkehrt zwischen Messe/Deutz und der Kölner Innenstadt, weiter über die Rheinuferbahn nach Bonn.
-
Linie 4: Diese Linie führt von Messe/Deutz über die Innenstadt nach Rodenkirchen und weiter nach Bonn.
-
Linie 9: Diese Linie verbindet Messe/Deutz mit der Innenstadt und führt weiter nach Lindenthal und Widdersdorf
Übersicht der Fahrzeiten zu wichtigen Punkten im Netz der Stadtbahn Köln
Hier ist eine Übersicht der Fahrzeiten von Bahnhof Köln Messe/Deutz zu wichtigen Punkten im Netz der Stadtbahn Köln:
| Ziel | Linie | Fahrzeit (min) |
|---|---|---|
| Kölner Innenstadt (Neumarkt) | 1 | 6 |
| Rodenkirchen | 4 | 25 |
| Bonn | 3 | 45 |
| Porz | 1 | 20 |
| Lindenthal | 9 | 15 |
| Widdersdorf | 9 | 25 |
| Bergisch Gladbach | 1 |
35 |
Diese Fahrzeiten sind ungefähre Werte und können je nach Verkehrslage und Tageszeit variieren.
2.Baumaßnahmen
2.1 Viergleisige Südbrücke
Um genügend Kapazität zu schaffen ist der viergleisige Ausbau notwendig. Ein Abriss der jetzigen Brücke mit Ersatzneubau kommt nicht in Frage. Damit die alte nachwievor gut von der Stadt aus gesehen wird und aufgrund besserer Platzverhältnisse ist es städtebaulich besser, den Neubau südlich der alten zu setzen. Um die Kurve zu kriegen wird am Ostkopf der alten Brücke eine kurvige Brücke ergänzt. Die Brückenbögen sind nicht betroffen.
2.2 Hafenstrecke
Im Deutzer Hafen ist derzeit ein neues Wohngebiet geplant. Deshalb wird dieser nur am Rand befahren. Damit der Kurvenradius groß genug ist, muss das neue Wohngebiet etwas kleiner sein. Gleichzeitig sollte Überschwemmungsland auch nicht befahren werden.
2.3 Bf. Severinbrücke
Der neue Nahverkehrsbahnhof Severinsbrücke bietet gute Umsteigemöglichkeiten zur Stadtbahn mit den Linien 3,4 und 7. Um den Höhenunterschied überwinden zu können, ist eine verlegung der Straße notwendig und somit auch der Stadtbahnlinie 7. -> Siehe Karte
2.4 Deutzer Tunnel
Ich habe versucht die Tunnelstrecke möglichst gering zu halten. Nun bin ich auf 841 m /842 m gekommen. In Deutz gibt es keine sehr Hohen Gebäude mit tiefen Fundamenten. Ein Tunnelbau müsste hier möglich sein.
2.5 Umbau Köln Messe-Deutz
Einen teuren unterirdischen Tiefbahnhof möchte ich vermeiden. Die Günstigste Variante ist es, den Bestand soweit möglich auszunutzen. Mit bestand ist der Auenweg gemeint. Dieser wird nun zur Bahnstrecke. Die beiden Unterführungen werden vertieft und können von der Bahn genutzt werden. Neue Aufgänge zu den oberen Gleisen müssen gebaut werden. Die Stadtbahn verläuft etwas länger an der Oberfläche, damit unterirdisch Platz ist. Eine neue Stadtbahnhaltestelle ermöglicht einen direkteren Umstieg.
Ähnliche Vorschläge
Zur Entlastung des Bahnknotens Köln gibt es dutzende Vorschläge. Die Achse Südbrücke – Severinsbrücke – Messe/Deutz wurde aber noch nie vorgeschlagen. Ich kann gerne zu jedem meine Meinung sagen und Unterschiede erklären. Aber erstmal eine kleine Liste:
- S-Bahn: City Tunnel 1, City Tunnel 2, Unterirdische Stammstrecke, Unterirdischer S-Bahnring 1, Unterirdischer S-Bahnring 2
- FV: Fernbahntunnel, Fernverkehrstunnel, Fernbahnhof, Hbf (Tief) 1, Hbf (Tief) 2
- Neuer Hbf:Hbf in Kalk Nord, Hbf in Deutz/Kalk , Hbf ehm. Messe/Deutz
Vielen Dank fürs kritische durchlesen. Schreib mir doch einfach einen Kommentar!

Soll die neue Station dann keine Verteilerebene mehr haben? Wie willst du ohne Längsneigung des Bahnsteigs die ein Stockwerk tiefer liegende Abstellanlage erreichen?
Mein Zitat ist wohl nur mit der Zeichnung zu verstehen.
1. Zwischen der Abstellanlage (erste Weiche) und der Stelle, an der die Bahnstrecke überquert wird liegen 400 Meter
2. Die neue Haltestelle liegt oberirdisch ohne Längsneigung der Bahnsteige. Etwa einen Meter unter dem Straßenniveau sollen die Gleise liegen. Die Bahnsteighöhe beträgt ja 35cm. Die restlichen 65 werden mittels einer Rampe und einer Treppe überwunden. Eine Verteilerebene braucht es nicht.
3. Vom Ende der Bahnsteige des neuen oberirdischen Bahnhof sind es noch 200 Meter bis zum Anfang des unterirdischen Bahnhofs, der erhalten bleibt. Hier soll nun die Steigung überwunden werden. Da der oberirdische ja bereits einen Meter unter dem Straßenniveau liegt, ist es etwas weniger. Diese Strecke kann steil werden. Weißt du wie tief der unterirdische jetzige Bahnhof liegt?
VG Geomaus007
Dann kommen wir (ohne die nötigen Übergangsbögen zu beachten) auf 12m Höhenunterschied der überwunden werden kann, das könnte eventuell tatsächlich reichen. Eine genaue Tiefe kenne ich an der Stelle auch nicht.
Für sinnvoll halte ich diese Verlegung allerdings nicht, einerseits weil der Umstieg zu den Linien 3 und 4 schlechter wird und andererseits weil die oberirdische Führung hier verkehrliche Nachteile hat. Der Nordteil der Deutzer Brücke wird ziemlich leiden wenn hier andauernd Bahnen kreuzen, oder die Bahnen müssen warten was aber wohl kaum das Ziel von LiniePlus ist.
Außerdem sollte ich dich wahrscheinlich noch darauf hinweisen, dass der Auenweg tiefer als der Bahnsteig von Gleis 11 liegt. Entweder du musst an dieser Stelle die Bahnsteigsgleise mit Längsneigung bauen, oder die hier gezeigte Einfädelung in die Bestandsstrecke wird schwierig.
Natürlich ist die aktuelle Führung besser. Aber irgendwie müssen ja die beiden Tunnel sich kreuzen. Die Lage des Bahntunnels kann man schlecht ändert. der Stadtbahntunnel kann darüber oder darunter verlaufen. Würdest du ihn also tiefer legen?
Die Höhenlage des Auenwes muss ich nicht einhalten. Ich sollte mich aber an die Durchfahtshöhe und die Lage des Tunnelportals richten. Eine kleine Längsneigung kann es schon geben. Aber das hält sich im Rahmen. Der Kölner Hauptbahnhof hat ja auch eine Längsneigung. Ich habe leider keine genauen Höhenangaben. Sonst würde ich es dir gerne genauer sagen.
VG Geomaus007
Die grundsätzliche Idee kommt mir bekannt vor 🙂 Den linksrheinischen Fernverkehr über die Südbrücke zu leiten, macht aus meiner Sicht auf jeden Fall Sinn. Mein Vorschlag sollte deutlich einfacher und günstiger umsetzbar sein, dafür lasse ich den RRX aber außen vor. Lass mir gerne dort mal einen Kommentar da.
Diese ganze Argumentation stimmt – gilt aber nur für den Fernverkehr. Der RRX hält im Status Quo aber in Köln Hbf und Köln Messe/Deutz. Effektiv ersetzt du beim RRX also die Halte Köln Hbf und Köln Süd durch Bonner Wall und Severinsbrücke. Bleibt da die Attraktivität wirklich einigermaßen erhalten?
Wie stellst du die Integration der neuen Bahnsteige für die Linien 3 und 4 in das Bauwerk der Severinsbrücke vor? Welche KFZ-Fahrspuren fallen dafür weg? Nicht dass ich grundsätzlich dagegen wäre, aber die Severinsbrücke bekommt viel Verkehr von der B55 und der A559/A4 – da bräuchtest du ein gutes Konzept.
Bei der Verlegung der Stadtbahnhaltestelle gebe ich Jan_Lukas Recht. Du verkürzt zwar mit sehr viel Aufwand den Weg zu deinen neuen Bahnsteigen, dafür wird der Weg zu den Linien 3 und 4 aber deutlich schlechter. Außerdem fällt der Ottoplatz dann fast vollständig weg – was aus städtebaulicher Sicht sehr schade wäre.
Was du in deinem Vorschlag gar nicht erwähnst, ist die geplante S-Bahn über die Südbrücke. Soll es die weiterhin geben und wenn ja, welche Gleise würde sie nutzen?
Nicht ganz, der RE6 (künftig RRX3) durchfährt den Bahnhof Köln Messe/Deutz ohne Halt, fährt aber auch über die Hohenzollernbrücke zum Flughafen Köln/Bonn. Eine Führung des RRX3 über die Südbrücke ist derzeit nicht möglich, da eine Verbindung zwischen den KBS 2691 und 2656 am Kreuz Gremberg fehlt. Diese wäre extrem aufwändig, da sie mehrere Eisenbahnstrecken, die A4 und den Kiesgrubensee Gremberghoven überbrücken müsste, das darüber hinaus auch noch ein Naturschutzgebiet ist.
Wobei ich stark vermuten würde, dass das wegen Kapazitätsproblemen so ist. Eventuell könnte man durch diesen Ausbau ein paar Kapazitäten frei kriegen, die dann einen Halt ermöglichen.
Der RE6 hält derzeit nicht in Deutz, da es dafür keine Kapazität gibt.
Der RRX3 hingegen wird künftig auch in Deutz halten, siehe RRX-Zielnetz, Deutschlandtakt oder Zielnetz 2040 NRW.
Im D-Takt ist ein Halt der künftigen RRX3 in Köln Messe/Deutz geplant. Ob dafür extra etwas ausgebaut wird, weiß ich nicht. Jedenfalls wird ein Halt seitens der Bahn für sinnvoll erachtet.
Du hast Recht mit dem RE6 bzw. RRX3, mein Kommentar bezog sich aber auf die RRX-Linien in Richtung Bonn Hbf (heute RE5, in Zukunft RRX4 und RRX6), die in diesem Vorschlag eine neue Route bekommen sollen.
Dein Kommentar zum fehlenden Halt des RE6/RRX3 hat mich motiviert, endlich mal einen Vorschlag fertig zu machen und hier zu veröffentlichen, den ich schon länger „in der Schublade liegen hatte“ 🙂