Beschreibung des Vorschlags
Der Güterverkehr wird wegen dem Brennerbasistunnel in Österreich auf der Magistrale Norddeutschland-München-Rosenheim-Österreich-Italien deutlich steigen.
Um den zusätzlichen Verkehr zu bewältigen zu können wird der Brenner Nordzulauf gebaut. In Österreich sind sie damit bereits fertig bzw. in Bau. In Deutschland dauert dies noch einige Jahre länger. Von Kufstein bis Nördlich von Rosenheim stehen jetzt 5 Grobtrassen zur Auswahl. Eine dieser Trassen wird gebaut, des auch einen viergleisigen Ausbau bis Grafing einschließt. Damit ist dann auch der Abschnitt Kufstein – München durchgehend viergleisig. Allerdings fährt ab Grafing auf zwei Gleisen die S-Bahn. Die zwei Gleise werden von der S-Bahn mit Inbetriebnahme der 2.Stammstrecke in München mit 6 Zügen in der Stunde befahren. Dadurch ist auf den Gleisen kaum Platz für Güter- oder Regionalverkehr. Die Strecke Grafing-München ist also nur von zwei Gleisen für den Verkehr aus Rosenheim befahrbar. Es ist auf der Strecke auch nur eine Blockverdichtung geplant. Ich glaube aber nicht das dies ausreicht bzw. es wird der Engpass auf der Magistrale nicht vollständig beseitigt.
Daher schlage ich eine Neubaustrecke vor. Wegen der Wohnbebauung ist ein sechsgleisiger Ausbau auf der Strecke nicht möglich. Die neue Strecke zweigt kurz vor Kirchseeon ab und umfährt die Orte Kirchseeon, Eglharting und Zorneding südlich. Dann macht sie einen Bogen Richtung Norden und überquert die Bestandstrecke ohne eine Verbindungskurve. Dann folgt eine Linkskurve und geht zwischen den Orten Weißenfeld und Parsdorf hindurch. Westlich von Feldkirchen gibt es zwei Verknüpfungskurven (Grafing-Riem und Markt Schwaben-Nordring) mit der Bahnstrecke München – Mühldorf die auch ausgebaut werden soll. Ab Feldkirchen wird eine alte Trasse reaktiviert. Diese bringt die Züge dann auf den Nordring und weiter zum Güterbahnhof München.
Auf der Neubaustrecke ist nur Güterverkehr vorgesehen und wird durchgehend zweigleisig verlaufen. Auch die Verbindungskurven.
Durch die Trasse werden die Orte an der Bestandstrecke Grafing-Trudering, an der Dagelfinger Kurve (die nicht mehr ausgebaut werden muss) und Dagelfing-Johanneskirchen vom Güterverkehr entlastet.
Auf der Neuen Strecke wird auf Lärmschutz besonders viel Wert gelegt. Deshalb wird die Trasse teilweise in Tieflage oder von Meterhohen Lärmschutzwenden umbaut sein.

Das letzte Stück, vom Rangierbahnhof bis zum Nordring fährst du auf einer Ehemaligen Bahntrasse, da ist auch noch ein Wall vorhanden;) Ansonsten ein sehr interesannter Ansatz;)
Ein sehr interessanter Ansatz.
Ich habe mal irgendwo gehört, dass die alte, nie fertig gestellte Bahntrasse, die Du zwischen Nordring und Feldkirchen nutzen willst, inzwischen Naturschutzgebiet oder FFH-Fläche sein soll. Keine Ahnung ob das stimmt. In jedem Fall müsste man die Pläne dort mit der SEM-Nordost-Planung abstimmen.
Wenn es mit der alten Bahntrasse nicht funktioniert, könnte man sicherlich eine alternative Trasse weiter östlich finden – etwa entlang der M3 und A99.
Auch im weiteren Verlauf sind zahlreiche Varianten denkbar:
z.B. südlich, entlang der B304, an Vaterstetten und Baldham vorbei (mit Tunnel bei Neukeferloh).
– früher auf die Bestandsstrecke zurückzuschwenken. In Eglharting oder Kirchseeon scheint mir der Platz für die Bahntrasse nicht so beengt zu sein, wie in Baldham oder Vaterstetten.
Was noch interessant wäre:
Würde Dein Vorschlag den Ausbau der Strecke Daglfing-Johanneskirchen überflüssig machen?
Oder braucht man da für den Flughafenexpress oder Güterverkehr Richtung München (-Ost, -Riem, …) ohnehin zusätzliche Gleise?