Ein Kommentar zu “Erweiterung und Verdichtung der Fährlinie 72”

  1. Zum einen werden weite Teile des Gebiets  auch durch die Buslinien 2, 4 (künftig 19), 6 und 111 (nachts 607 (künftig 603) bzw. 2) erschlossen und nicht nur durch die U4 wie behauptet.

    Zum anderen wäre ich sogar eher für die Einstellung der Fährlinie 72. Denn in der diesjährigen Sommersaison wurde bereits der Wochenend- und Feiertagsbetrieb dieser Linie eingestellt, um die Linien 62 und 64 zu stärken. Außerdem litt die HADAG in den letzten Jahren auch unter Personalengpässen (mal mehr, mal weniger). Und selbst wenn genug Fähren und Schiffsführer vorhanden wären, dann könnte man diese Ressourcen besser dazu nutzen, um z. B. die Linie 73 zu stärken (auch am Wochenende), die direkte Verbindungen schafft, die mit Bus und Bahn nicht möglich sind.

    Denn weitestgehend parallel zur vorgeschlagenen Strecke verkehrt die o. g. Busline 111 (U S Landungsbrücken, Am Kaiserkai, U Überseequartier, Osakaallee, Baakenhöft bzw. U HafenCity Universität, U S Elbbrücken) im 20-Minuten-Takt. Manche Wege sind zudem gut fußläufig zu erledigen.

    Lediglich Arningstraße und Kleiner Grasbrook liegen nicht auf der Route. Allerdings könnte die Arningstraße auch wieder wie in der Vergangenheit von der Linie 73 übernommen werden. Und für den (Kleinen) Grasbrook gibt einerseits Überlegungen einer direkten Fußgänger- und Fahrradbrücke zur Hafencity, andererseits soll dieser Bereich durch die Linie U4 (neue Haltestelle Moldauhafen) und Busse (vielleicht auch Linie 111) angebunden werden.

    Zum Thema Tourismus: Hier wären wohl eher privatwirtschaftliche Hafen- und Stadtrundfahrten mit Barkassen bzw. Bussen angemessener, denn die öffentlichen Verkehrsmittel (wie z. B. die Hafenfähren) sollten doch eher der An- und Verbindung von Gebieten für den Fahrgast mit alltäglichen Anliegen dienen, denn immerhin werden für diese Angebote u. a. knappe Steuergelder aufgewandt. Und die sollten besser in zusätzliche Grundversorgung als in solche Doppelangebote investiert werden. Weiterhin neigen solche Linienfahrten auch dazu, von Touristen „überflutet“ zu werden, so dass z. B. Pendler, die darauf angewiesen sind u. U. nicht mitgenommen werden können. Das lässt sich regelmäßig auf der Linie 62 beobachten.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen

E-Mail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren. Du kannst Benachrichtigungen auch aktivieren, ohne einen Kommentar zu verfassen. Klicke auf den Link und du erhältst eine E-Mail, um das Abonnement zu bestätigen: Abo ohne Kommentar.