Beschreibung des Vorschlags
Die Fährlinie 72 sollte, um die Anbindung der Hafencity und zukünftiger Stadtteile wie dem Kleinen Grasbrook zu verbessern, bis zu den Elbbrücken verlängert, und der Takt mindestens auf alle 15 Minuten am besten sogar alle 10 Minuten verdichtet werden.
Dabei sollte die Strecke wie folgt verlaufen:
Angefangen bei den Landungsbrücken Brücke 1, steuern die Fähren wie bisher zuerst die Stationen Elbphilharmonie und dann Arningstraße an.
Von da aus geht es dann weiter zur neuen Station „Westfield Einkaufszentrum“ und von dort, so fern erreichbar (sprich, falls die Fähren unter der Magdeburger Brücke durchpassen), zur Station „Maritimes Museum“ dann weiter zu den neuen Stationen „Opernhaus“ und „Kleiner Grasbrook“ (diese können nach Fertigstellung der neuen Oper bzw. des neuen Wohngebietes nachträglich hinzugefügt werden.) und schließlich zur neuen Endstation „Elbbrücken“.
Von dort aus geht die ganze Strecke wieder retour wie die Fähren gekommen sind. Also Elbbrücken – Kleiner Grasbrook – Opernhaus- Maritimes Museum- Westfield Einkaufszentrum – Arningstraße – Elbphilharmonie – Landungsbrücken Brücke 1.
Eine solche Fährverbindung in die Hafencity und auch zu den Elbbrücken sowie dem neuen Wohngebiet auf dem Kleinen Grasbrook würde die Verbindung in dem gesamten Gebiet um einiges verbessern da dieses Gebiet bisher „nur“ von der U4 bedient wird.
Auch würde den Menschen die dann auf dem Kleinen Grasbrook wohnen eine gute und schnelle Möglichkeit gegeben mal schnell zur Hafencity oder zu den Landungsbrücken „überzusetzen“.
Nicht zu vergessen der Touristenfaktor, eine regelmäßige Fährverbindung zwischen Landungsbrücken und Hafencity/Elbbrücken dürfte durchaus von Vorteil sein. (Insbesondere wenn dann irgendwann mal der Elbtower fertig ist.)

Zum einen werden weite Teile des Gebiets auch durch die Buslinien 2, 4 (künftig 19), 6 und 111 (nachts 607 (künftig 603) bzw. 2) erschlossen und nicht nur durch die U4 wie behauptet.
Zum anderen wäre ich sogar eher für die Einstellung der Fährlinie 72. Denn in der diesjährigen Sommersaison wurde bereits der Wochenend- und Feiertagsbetrieb dieser Linie eingestellt, um die Linien 62 und 64 zu stärken. Außerdem litt die HADAG in den letzten Jahren auch unter Personalengpässen (mal mehr, mal weniger). Und selbst wenn genug Fähren und Schiffsführer vorhanden wären, dann könnte man diese Ressourcen besser dazu nutzen, um z. B. die Linie 73 zu stärken (auch am Wochenende), die direkte Verbindungen schafft, die mit Bus und Bahn nicht möglich sind.
Denn weitestgehend parallel zur vorgeschlagenen Strecke verkehrt die o. g. Busline 111 (U S Landungsbrücken, Am Kaiserkai, U Überseequartier, Osakaallee, Baakenhöft bzw. U HafenCity Universität, U S Elbbrücken) im 20-Minuten-Takt. Manche Wege sind zudem gut fußläufig zu erledigen.
Lediglich Arningstraße und Kleiner Grasbrook liegen nicht auf der Route. Allerdings könnte die Arningstraße auch wieder wie in der Vergangenheit von der Linie 73 übernommen werden. Und für den (Kleinen) Grasbrook gibt einerseits Überlegungen einer direkten Fußgänger- und Fahrradbrücke zur Hafencity, andererseits soll dieser Bereich durch die Linie U4 (neue Haltestelle Moldauhafen) und Busse (vielleicht auch Linie 111) angebunden werden.
Zum Thema Tourismus: Hier wären wohl eher privatwirtschaftliche Hafen- und Stadtrundfahrten mit Barkassen bzw. Bussen angemessener, denn die öffentlichen Verkehrsmittel (wie z. B. die Hafenfähren) sollten doch eher der An- und Verbindung von Gebieten für den Fahrgast mit alltäglichen Anliegen dienen, denn immerhin werden für diese Angebote u. a. knappe Steuergelder aufgewandt. Und die sollten besser in zusätzliche Grundversorgung als in solche Doppelangebote investiert werden. Weiterhin neigen solche Linienfahrten auch dazu, von Touristen „überflutet“ zu werden, so dass z. B. Pendler, die darauf angewiesen sind u. U. nicht mitgenommen werden können. Das lässt sich regelmäßig auf der Linie 62 beobachten.