4 Kommentare zu “Bi: Ausbau Bielefeld Hbf und Umgebung

  1. Hallo Deca,

    Erstmal muss ich diesen wirklich durchdachten Vorschlag loben und dass du dichh hier auf Linie+ mit der Region OWL auseinandersetzt. Also dickes Lob! Und ich weiß nicht wie der Vorschlag an mir vorbeigekommen ist bis heute.

     

    • Meine Version hat den Nachteil, dass Züge aus Lage in Bielefeld nur durchfahren könne, wenn sie sowohl die SFS, als auch die Schienen für den Regionalverkehr in Gegenrichtung kreuzen. 

    Ich sehe keinen wirklichen Bedarf für eine Führung weiter durch Bielefeld im Personenverkehr und würde wie du genau auch vorschlägst ein Kopfbahnsteig mit zwei Gleisen errichten.

     

    • Meiner Meinung nach lohnt sich der Umbau des Hauptbahnhofs, da es Zügen ermöglicht (ohne Reisende zu stören) schnell den Bahnhof zu durchfahren. Dies ist besonders für Sprinter und für potentielle längere Verbindungen innerhalb von Europa nützlich, für welche Bielefeld kein sinnvoller Halt ist. Die Verluste an Gebäuden vor und in dem neuen Bahnhofsviertel sind meiner Meinung nach kompensierbar.

     

    Hier sehe ich das etwas anders. Bielefeld hat mit seinen 7 Durchgangsgleise für den Personenverkehr genug mit einer Addition von einem Überholgleis und einem neuen Mittelbahnsteig an der Joseph-Masoille Straße wie bei mir vorgeschlagen. Auch wenn durch die NBS BI-H die Geschwindigkeit deutlich angehoben wird, sehe ich nicht den akuten Bedarf so viele neue Bahnsteige zu bauen. 

     

    • Gleis 1: FV in Richtung Hannover mit Halt in Bielefeld

    Gleis 2: Durchfahrender FV in Richtung Hannover

    Gleis 3: Durchfahrender FV in Richtung Hamm

    Gleis 4: FV in Richtung Hamm mit Halt in Bielefeld

    Gleis 5: Durchfahrender GV in Richtung Hannover/generelles Überholgleis in Richtung Hannover

    Gleis 6: RE/RRX in Richtung Hannover kommend aus Hamm

    Gleis 7: RE/RRX in Richtung Hannover kommend aus Hamm oder RE/RB/S-Bahnen mit Endstation in Bielefeld (Dann Nord-Süd-Aufteilung des Gleises)

    Gleis 8,9,10,11: RE/RB/S-Bahnen mit Endstation in Bielefeld (Nord-Süd-Aufteilung des Gleises)

    Gleis 12: RE/RRX in Richtung Hamm kommend aus Hannover oder RE/RB/S-Bahnen mit Endstation in Bielefeld (Dann Nord-Süd-Aufteilung des Gleises)

    Gleis 13: RE/RRX in Richtung Hamm kommend aus Hannover

    Gleis 14: Durchfahrender GV in Richtung Hamm/generelles Überholgleis in Richtung Hamm

    Gleis 99: RE/RB/S-Bahnen mit Endstation in Bielefeld

    Gleis 100:RE/RB/S-Bahnen mit Endstation in Bielefeld

     

    Hierfür würde ich gerne wissen wofür es genau so viele Gleise denn braucht, also auch mit Linien und Takten. Der Fernverkehr, der nur zwei Gleise braucht nimmt Gleis 1 / 2, der RRX 4/6 die Gleise 3 / 4. Die S 82 soll auch das Gleis 3 mitnutzen wenn die RRX 4 dort endet am gleichen Bahnsteig im Norden. 

    Gleis 1: FV in Richtung Hannover

    Gleis 2: FV in Richtung Hamm

    Gleis 3: RRX 4 Süd, S 82 Nord, RRX 6 Richtung Minden, FR 35

    Gleis 4: RRX 4/6 ins Ruhrgebiet, FR 35

    Gleis 5: RE 70 Richtung WOF, RE 78 Richtung HH/HB im Halbstündlicher Abwechslung Nord, Süd S67 Richtung Münster (T30)

    Gleis 6: S 71 Bassum Nord, S70 Münster Süd

    Gleis 9: S/RE 61 Hengelo/Rheine (T30) Nord, S/RE 74 Paderborn (T15) Süd

    Gleis 10: S/RE 75 (T15)

    Gleis 11: RE/S 82 Kassel/Horn (T30)

    Gleis 12: RE/S 73 Lemgo/Hameln (T30)

    Ich muss sagen dass ich bei 95% deiner Punkten absolut zustimmen muss, ich würde gerne wissen wie dein Betriebskonzept für Bielefeld konkret ausähe und ob doch die 14 Gleise gerechtfertigt sind. Denn ich glaube dass es völlig machbar ist da die meisten Gleise eh höchstens im T30 benutzt werden für die Wende. Aber du kannst mich gerne vom Gegenteil überzeugen!

    1. Hi Konstar, erst einmal vielen Dank für die Antwort.

      Ich sehe keinen wirklichen Bedarf für eine Führung weiter durch Bielefeld im Personenverkehr und würde wie du genau auch vorschlägst ein Kopfbahnsteig mit zwei Gleisen errichten.

      Der Vorschlag hat ja bald bereits Geburtstag und tatsächlich hat sich meine Meinung diesbezüglich ein wenig geändert. Ich würde Stand heute tatsächlich lieber versuchen die Strecke höhenfrei einzufädeln. Einerseits würde es dann möglich werden, Regionalverkehr durchzubinden (RE zwischen Osnabrück und Paderborn?), andererseits (und mMn wichtiger) ist aber die Anbindung des ehemaligen Güterterminals, das tatsächlich noch modernisiert wurde bevor er stillgelegt wurde. Hier sehe ich eine Reaktivierung als große Chance mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen und es wäre schade sich das zu verbauen indem man die Zufahrt schwierig macht. Außerdem könnte man sich dann die nördliche Überwerfung aus diesem Vorschlag hier sparen.

      Hier sehe ich das etwas anders. Bielefeld hat mit seinen 7 Durchgangsgleise für den Personenverkehr genug mit einer Addition von einem Überholgleis und einem neuen Mittelbahnsteig an der Joseph-Masoille Straße wie bei mir vorgeschlagen. Auch wenn durch die NBS BI-H die Geschwindigkeit deutlich angehoben wird, sehe ich nicht den akuten Bedarf so viele neue Bahnsteige zu bauen. 

      Das sehe ich deutlich anders. Wir sprechen hier von einer Umsetzung, die noch länger dauern könnte und da würde ich auch Projekte wie eine SFS zur Ruhrgebietsumfahrung und ggf. eine SFS Köln-Belgien oder Berlin-Polen im Blick behalten. Dann fährt nämlich so viel Verkehr über Bielefeld dass sich das auf jeden Fall lohnen könnte. Es wird doch einiges an Sprinter geben, die zwischen Paris, Brüssel, Köln und Dortmund auf der einen zu Hannover, Hamburg, Berlin und vielleicht weiter nach Polen auf der anderen Seite fahren möchten. Bei den Größenordnungen wird bei weitem nicht mehr jeder Zug in Bielefeld halten und dann werden mit 200+ befahrbare Durchfahrtsgleise interessant.

      Wie viele Bahnsteige dann für den Regionalverkehr verbleiben sollen ist fraglich. Mit Durchbindung der meisten Linien würde ich auch auf sechs Bahnsteigkanten reduzieren (dann muss auch das Ishara nicht dran glauben und man spart sich den Radfahrertunnel), aber wenn man wie in deinem Zielkonzept recht viele endende Züge hat mit längerer Verweildauer kann man auch (wie hier) acht Bahnsteigkanten in Angriff nehmen.

      Hierfür würde ich gerne wissen wofür es genau so viele Gleise denn braucht, also auch mit Linien und Takten. Der Fernverkehr, der nur zwei Gleise braucht nimmt Gleis 1 / 2, der RRX 4/6 die Gleise 3 / 4. Die S 82 soll auch das Gleis 3 mitnutzen wenn die RRX 4 dort endet am gleichen Bahnsteig im Norden. 

      Gleis 1: FV in Richtung Hannover

      Gleis 2: FV in Richtung Hamm

      Gleis 3: RRX 4 Süd, S 82 Nord, RRX 6 Richtung Minden, FR 35

      Gleis 4: RRX 4/6 ins Ruhrgebiet, FR 35

      Gleis 5: RE 70 Richtung WOF, RE 78 Richtung HH/HB im Halbstündlicher Abwechslung Nord, Süd S67 Richtung Münster (T30)

      Gleis 6: S 71 Bassum Nord, S70 Münster Süd

      Gleis 9: S/RE 61 Hengelo/Rheine (T30) Nord, S/RE 74 Paderborn (T15) Süd

      Gleis 10: S/RE 75 (T15)

      Gleis 11: RE/S 82 Kassel/Horn (T30)

      Gleis 12: RE/S 73 Lemgo/Hameln (T30)

      Wenn man den Fernverkehr mal außen vor lässt (siehe letzte Anmerkung), dann kommst auch du hier auf acht Bahnsteigkanten für den Regionalverkehr. Dann ist die Frage, ob man die Überholgleise am Regionalteil wirklich haben möchte. Das sind im Endeffekt zwei Gleise hauptsächlich für den durchfahrenden Güterverkehr oder als Umfahrung der A/B Teile der jeweiligen Bahnsteigkanten. Klar, das kann man als Komfortfeature verstehen, aber es gibt doch wirklich schönere Dinge als wenn da ein Güterzug direkt neben einem vorbeifährt, außerdem gibt das zusätzliche betriebliche Flexibilität. Man könnte die Güterzüge auch in Brackwede und nördlich des Hauptbahnhofs warten lassen, dafür braucht man aber auch erst einmal die Kapazitäten. Da man hier für einen Umbau sowieso großflächig Gleispläne und Bahnsteige verändern muss kann man mMn auch die zwei Überholgleise mit aufnehmen.

      Wie man vielleicht gesehen hat habe ich beim Betriebskonzept nichts wirklich eigenes entwickelt, sondern versucht, meine Vision vom Fernverkehr mit deinem Regionalverkehrskonzept zu vereinigen…

      1. Das sehe ich deutlich anders. Wir sprechen hier von einer Umsetzung, die noch länger dauern könnte und da würde ich auch Projekte wie eine SFS zur Ruhrgebietsumfahrung und ggf. eine SFS Köln-Belgien oder Berlin-Polen im Blick behalten. Dann fährt nämlich so viel Verkehr über Bielefeld dass sich das auf jeden Fall lohnen könnte. Es wird doch einiges an Sprinter geben, die zwischen Paris, Brüssel, Köln und Dortmund auf der einen zu Hannover, Hamburg, Berlin und vielleicht weiter nach Polen auf der anderen Seite fahren möchten. Bei den Größenordnungen wird bei weitem nicht mehr jeder Zug in Bielefeld halten und dann werden mit 200+ befahrbare Durchfahrtsgleise interessant.

        Okay da gebe ich dir recht, da Bielefeld mit 300.000 Einwohnern nicht wirklich weder touristisch noch andererseits auf Europaweiten Relation bedeutend ist und eine Umfahrung selbst Schweineteuer. Ich dachte mir nur dass es doch auch so gelöst werden könnte wie in Gütersloh wo auch heute ICEs mit 200kmh durchfahren können ohne extra Bahngleise. Doch sollte dies nötig sein, wieso nicht.

        Wenn man den Fernverkehr mal außen vor lässt (siehe letzte Anmerkung), dann kommst auch du hier auf acht Bahnsteigkanten für den Regionalverkehr. Dann ist die Frage, ob man die Überholgleise am Regionalteil wirklich haben möchte. Das sind im Endeffekt zwei Gleise hauptsächlich für den durchfahrenden Güterverkehr oder als Umfahrung der A/B Teile der jeweiligen Bahnsteigkanten. Klar, das kann man als Komfortfeature verstehen, aber es gibt doch wirklich schönere Dinge als wenn da ein Güterzug direkt neben einem vorbeifährt, außerdem gibt das zusätzliche betriebliche Flexibilität. Man könnte die Güterzüge auch in Brackwede und nördlich des Hauptbahnhofs warten lassen, dafür braucht man aber auch erst einmal die Kapazitäten. Da man hier für einen Umbau sowieso großflächig Gleispläne und Bahnsteige verändern muss kann man mMn auch die zwei Überholgleise mit aufnehmen.

        100%ig da Bielefeld mMn bloß nicht zum Bottleneck für den GV/FV werden soll und ich auch deswegen einen Sechsgleisigen Ausbau BI-GT-RD – (HAM) vorschlage und dann es auch eine ädequate Lösung am Hbf geben sollte.

        Wie man vielleicht gesehen hat habe ich beim Betriebskonzept nichts wirklich eigenes entwickelt, sondern versucht, meine Vision vom Fernverkehr mit deinem Regionalverkehrskonzept zu vereinigen…

        Du scheinst ja einiges geplant zu haben, das würde ich gerne mal in einem Vorschlag sehen! Wenn ich richtig meine hattest du geschrieben wegen Perfektionsgründen noch nicht veröffentlicht aber nimm das locker, denn die Idee zählt und mich würde das interessieren 🙂

        1. Ich dachte mir nur dass es doch auch so gelöst werden könnte wie in Gütersloh wo auch heute ICEs mit 200kmh durchfahren können ohne extra Bahngleise. Doch sollte dies nötig sein, wieso nicht.

          Das wäre auch eine Idee, eine höhere Geschwindigkeit würde Gleisradienbedingt auch nicht möglich sein. Dann wären aber wahrscheinlich Gleise 1 und 4 trotzdem noch für potentielle Überholungen vorgesehen; 1 wäre somit für Regionalverkehr nicht erreichbar und nur an Gleis 4 könnten potentiell noch Regionalzüge halten. Wenn es wirklich darauf ankommt kann man das so machen, klar, ich sehe da aber nur einen bedingten Mehrwert…

          Du scheinst ja einiges geplant zu haben, das würde ich gerne mal in einem Vorschlag sehen! Wenn ich richtig meine hattest du geschrieben wegen Perfektionsgründen noch nicht veröffentlicht aber nimm das locker, denn die Idee zählt und mich würde das interessieren 🙂

          Um ehrlich zu sein ist das meiste einfach nur Eisenbahninfrastruktur. Wirklich viel Betriebskonzept mache ich da nicht, auch weil ich absolut kein Freund davon bin Infrastruktur hart auf Kante auszulegen; Klar kann man sich hier und da dann mal eine Weiche oder eine zweigleisige Stelle sparen, aber sobald irgendetwas schief geht propagiert das halt komplett durch. Auch bei Zuwachs an Bedarf müsste man dann regelmäßig an die Strecken wieder dran und da sowohl Planung als auch Personal ein großer Teil der Kosten sind macht man das mMn lieber einmal richtig als mehrere Male.

          Bei dem was ich noch so in der Hinterhand habe sind jetzt noch hauptsächlich Strecken, die sich immer weiter von OWL entfernen und teilweise auch so einen starken Politikwechsel erfordern würden, dass auch ich sie nur für bedingt realistisch halte. Das sind dann solche Sachen wie z.B. der Wiederaufbau der Bahnstrecke Haltern-Venlo , die dann in meinen Augen hauptsächlich als Güterumgehungsbahn für das komplette nördliche Ruhrgebiet fungieren würde und das dann ggf. noch mit Anschluss an den eisernen Rhein 2.0 (wobei das dann schon einer der größten Brocken ist).

          Falls es dich interessiert, kannst du dir ja auch noch den Vorschlag zu Paderborn anschauen

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