Neuen Namen setzen
Beschreibung des Vorschlags
Hallo zusammen, hiermit schlage ich den Ausbau des Bahnknoten Paderborn vor.
Motivation
- Paderborn ist ein wichtiger Bahnknoten auf der Mitte-Deutschland-Relation. Im Zielnetz 2040 sind hier die folgenden Verbindungen geplant:
- 3 Züge/h in Richtung Hamm
- 7 Züge/h in Richtung Altenbeken
- 3 Züge/h in Richtung Bielefeld
- 2 Züge/h in Richtung Büren
- Darunter kein Fernverkehr
- Züge aus Richtung Gütersloh/Verl sollen in Hövelhof enden, da die Bahnstrecke Hövelhof-Paderborn eingleisig und bereits jetzt schon quasi überlastet ist
- Die Strecke über Paderborn wäre potentiell interessant intensiver für den Fernverkehr zu benutzen, siehe auch hier.
- Beim Neubau der Strecke Rheda-Paderborn (siehe auch hier und hier) würde es auf dem westlichen Zulauf eng werden
- Die Strecke nach Büren soll in den nächsten Jahren reaktiviert werden
- Im Rahmen der Verkehrswende sollen mehr Güter auf die Schiene
Macht man sich alledies klar und hat den Blick ggf. auf ambitionierteren Zielen, erscheinen westlicher (zweigleisig) und östlicher (dreigleisig) Zulauf und der Hauptbahnhof selbst (fünf Bahnsteigkanten) als unterdimensioniert. Ziel dieses Vorschlags ist es, Züge aus Rietberg/Rheda und Gütersloh bis in den Hauptbahnhof führen zu können und attraktiven Fernverkehr anbieten zu können. Dies ist besonders in Richtung Hövelhof wichtig, um ohne größere Schwierigkeiten noch das Ausbesserungswerk erreichen zu können.
Maßnahmen
Von West nach Ost:
- Höhenfreie Einfädelung aus Richtung Rheda/Rietberg; Je nachdem ob die Strecke ein- oder zweigleisig wird, wird bis zur Alme drei- oder viergleisig ausgebaut.
- Kurz nach der Alme ist die Strecke viergleisig, wobei Fernverkehr/schneller Regionalverkehr die äußeren Gleise befährt, Regional- und S-Bahnen die inneren.
- Vor dem Hauptbahnhof werden die Richtungsgleise aufgeteilt, in die Mitte wird der bestehende Rangierbahnhof integriert, auf dem auch Personenzüge abgestellt werden können. Sollte die Größe des Rangierbahnhofs nicht ausreichen, würde ich einen neuen westlich der Autobahn vorschlagen. Hier existiert dann auch eine gute Anbindung an die Straße ohne durch die Stadt zu müssen.
- Im weiteren Verlauf wird die Strecke aus Richtung Büren höhenfrei eingefädelt.
- Im Hauptbahnhof wird auf der Seite von Benteler ein weiterer Seitenbahnsteig hinzugefügt; Die Gleisverteilung ist recht flexibel, wobei die äußeren Gleise durch Fern- und schnellen Regionalverkehr genutzt werden sollten, die inneren von Regional- und S-Bahnen. Die Innersten Gleise können auch für endende/wendende Züge verwendet werden, da hier Weichen den Richtungswechsel und Fahrten in die Abstellanlage erlauben
- Der östliche Zulauf wird viergleisig ausgebaut; Hier wird es sehr eng und ggf. müssen Straßen verschmälert und zu Einbahnstraßen gemacht werden; Im direkten Zulauf zum Hauptbahnhof müssen ggf. zwei Gebäude weichen.
Der Bahnübergang sollte möglichst geschlossen werden, am Besten wäre es hier mMn eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer einzurichten um die Bahnstrecke weniger anheben/die Straße weniger absenken zu müssen. - Der Haltepunkt Kasseler Tor kann momentan ausschließlich durch Züge aus/in Richtung Hövelhof befahren werden, wobei er sehr beliebt, besonders bei Studierenden ist. Dies soll geändert werden, indem ein neuer Mittelbahnsteig zwischen die langsameren Gleise gesetzt wird; dieser kann auch aus/in Richtung Altenbeken befahren werden.
- Kurz danach gibt es eine höhenfrei Ausfädelung in Richtung Hövelhof. Hier muss, um einen akzeptablen Kurvenradius zu gewährleisten, etwas Gewerbe weichen.
- Auf Höhe des Ludwigsfelder Rings wird dann, wie auch hier vorgeschlagen, höhenfrei ausgefädelt. Unterhalb der Driburger Straße kann auch in offener Bauweise gebaut werden.
- Zwischen dem Haltepunkt Kasseler Tor und Hövelhof müssen viele Bahnübergänge aufgelöst werden. Für das zweite Gleis ist an vielen Stellen Platz insoweit, dass keine Gebäude abgerissen werden müssen; Trotzdem werden sehr wahrscheinlich Stücke der Gärten von Anwohnern benötigt.
- Auf der Höhe des Haltepunkts Schloß Neuhaus kommt es zu größeren Umbauten: Westlich der Strecke müssen mehrere Häuser abgerissen werden, um Platz für das neue Gleis und einen Mittelbahnsteig zu schaffen. Bereits heute ist der bestehende Bahnsteig sehr schmal, es gibt ansonsten absolut keinen Platz für Verbreiterung.
- In Hövelhof müssen auch Teile von Gärten und der Grund eines Hauses für die Bahnstrecke genutzt werden.
- Sollte ausgebaut werden, bietet es sich ebenfalls an im gleichen Zug auch Vorleistungen für die Elektrifizierung der Strecke bereitzustellen oder es sofort machen.
Andere Vorschläge
- Vorschlag von Lorwo: Vorschlag zum Ausbau der Sennebahn. Hält die Herstellung der Zweigleisigkeit auf Paderborner Gebiet für nicht realistisch, schlägt Trassierung entlang der Autobahn vor. Begründung sind Bebauung und Güterverkehr; Die Umfahrung würde aber bedeuten, dass die Haltepunkte auf Paderborner Gebiet nicht besser angebunden würden, größere Kunstbauwerke würden meiner Meinung nach aber ähnliche Kosten verursachen.
- Vorschlag von Konstar: Ein weiterer Vorschlag für die Strecke zwischen Rheda und Paderborn, aber deutlich jünger; Führt die Strecke ebenfalls entlang der Autobahn. Hier würde ich auf jeden Fall, wie von den anderen zwei (bereits erwähnten) Vorschlägen lieber westlich von Elsen an eine potentielle Straßenbahn Paderborn anschließen.
- Vorschlag von Konstar: Ein Vorschlag für eine Ringbahn zur Uni. Schlägt ebenfalls den viergleisigen Ausbau der östlichen Zulaufstrecke vor, ansonsten gibt es aber wenig Überschneidungen, da nicht mit Richtungsbetrieb sondern Gleispaaren geplant wird.
