Beschreibung des Vorschlags
Dass der Bahnhof in Weiche wiederkommt ist beschlossen. Nur die Form steht noch nicht ganz fest. Deswegen schlage ich folgendes Konzept vor:
Die Vorteile:
- der Güterverkehr bekommt im Bahnhofsbereich seine eigenen Gleise
- es wird eine Zugteilung möglich für Züge nach Flensburg ZOB und Dänemark
- der Verkehr nach Dänemark kann mit 120km/h durchfahren (statt heute 60km/h)
- der Stadtteil Weiche bekommt zwei neue Verbindungen unter den Gleisen und wird somit weniger zerschnitten und der Bahnhof lässt sich (besser) erreichen
- die 4 Gleise in Weding werden besser genutzt
- länger haltende Züge blockieren die Durchfahrt nicht
Abschnitt 1: 4-Gleisigkeit
Die Gleislage der vier bestehenden Gleise soll optimiert werden, sodass zukünftig 160km/h dort möglich sind. Pro Richtung gibt es nun zwei Gleise, die nebeneinander liegen, sodass hier bereits eine Trennung von Güter- und Personenverkehr möglich ist.
Abschnitt 2: 6-Gleisigkeit
Hier bekommt jede Richtung nochmal ein zusätzliches Gleis, das jeweils mittig der beiden existierenden Gleise entsteht. Außerdem beginnt die Rampe für die drei Gleise nach Norden, damit später nördlich des Bahnhofs eine Überwerfung möglich wird. Die Rampen haben eine Steigung von acht Promille.
Abschnitt 3: Bahnhof
Der Bahnhof hat sechs Gleise, davon sind zwei für den Güterverkehr und ohne Bahnsteigkante. Der östliche Bahnsteig liegt dabei ca. 5 Meter höher als der westliche, damit die Überwerfung kurz hinter dem Bahnhof möglich ist.
Der RE7 nach Flensburg und Tinglev (zukünftig vielleicht sogar bis Kolding?) kann hier (ent-/ge-)koppelt werden. Nur am östlichsten Gleis ist dies nicht möglich. Hier können nur Züge nach Flensburg ZOB halten.
Der Bahnhof soll zwei 400m lange Bahnsteige bekommen, die jeweils drei Zugänge haben.
Abschnitt 4: Kurve nach Dänemark
Zuerst wird hier das Gleis aus Flensburg unterführt, während die darüberliegenden Gleise mit 120km/h befahrbar gemacht werden. Die vier Gleise werden anschließend zu drei Gleise reduziert. Drei Häuser müssen für die Kurvenweitung entfernt werden.
Haltekonzept:
Am Bahnhof sollen alle Personenzüge halten, die die Gleise durch den Bahnhof durchqueren. Also sowohl die RE7 nach Flensburg/Tinglev als auch die IC nach Kopenhagen und Aarhus.
Zudem schlage ich vor, dass ein Zug-Shuttle eingeführt wird (FL Weiche-FL ZOB), für Züge, die nur in Weiche halten. Dieser Shuttle soll dann am gegenüberliegenden Gleise (gleicher Bahnsteig) halten und die Passagiere nach Flensburg (bzw. die Passagiere aus der Innenstadt zu dem Zug nach Weiche) bringen.

Wie stellst du dir eine Anbindung der Strecke nach Niebüll vor, wenn sie denn tatsächlich irgendwann reaktiviert wird?
Das Shuttle startet also in Weiche südlich und bringt die Fahrgäste aus Hamburg zum ZOB. Danach fährt es wieder zurück, soll es dann zum nördlichen Bahnsteig fahren für die Züge nach Hamburg? Und was passiert dann, werden Fahrgäste aus DK mitgenommen, oder soll der Zug irgendwie wieder zum südlichen Bahnsteig fahren?
Ich vermisse auch einen Vergleich mit ähnlichen Vorschlägen.
Mit der bin ich tatsächlich nicht so zufrieden, weil ich abwägen musste. Aber wenn, dann würde ich die über den westlicheren Bahnsteig machen, da dort beide Kanten aus beiden Richtungen (Hbf/ZOB und Dänemark) anfahrbar sind. Ich bin eigentlich aber auch Fan von der Idee einen Teil des Westerland-FV über Flensburg zu leiten, mit Kopfmachen in Weiche.
Was mir aber bei dem Vorschlag wichtig war und was in der Abwägung gewonnen hat:
Der Shuttle soll Personen zum Zug bringen und vom Zug abholen.
Folgendes Beispiel macht es vielleicht etwas einfacher:
Ein EC von Hamburg nach Aarhus hält nur in Flensburg-Weiche und das um X:10 Uhr. Der Shuttle soll dann um X:05 am gegenüberliegenden Gleis (am gleichen Bahnsteige!) in Weiche ankommen, um die Personen vom ZOB zum EC in Weiche zu bringen. Abfahren soll der Shuttle dann um X:15 Uhr mit den in Weiche ausgestiegenen Personen, die in die Stadt wollen.
In die andere Richtung ist es dann das selbe Prozedere nur am anderen Bahnsteig.
Flensburg ist doch ein wichtiger Zwischenhalt mit seinen knapp 100.000 Einwohnern. Die Wichtigkeit Flensburg erkennt man auch daran, dass viele Prager ECs in Flensburg starten/enden. Nördlich Flensburg ist Staatsgrenze, ergo niedrigeres Verkehrsaufkommen. Daher würden sich die Züge, die Flensburg umgehen, nicht ausreichen füllen.
Der Zug-Shuttle wird sicherlich kein Erfolg. Reine Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mögen vielleicht in der Londoner oder Madrider Metro funktionieren. In der schweren Eisenbahn haben sie sich (außer es handelt sich um Sprinterzüge zwischen zwei Millionenstädten) nicht durchgesetzt und sind reihenweise stillgelegt worden. Westerstede und Baden-Baden als Beispiel. Die Fahrgäste fahren dann einfach direkt mit dem Auto nach Oos, Ocholt oder Weiche. Mal gucken, ob Schwedt folgt.
Die finsteren Bundesbahnzeiten, als man meinte, Fahrgäste mit willkürlichen Umsteigezwängen gängeln zu können, sind Gott sei Dank vorbei!
Die ganzen IC nach Kopenhagen umfahren Flensburg. Dadurch ist ja die Idee des Fernverkehrhalts in Weiche entstanden. Wenn Flensburg sooo wichtig wäre, würden die Züge über den Hauptbahnhof fahren. Das geht sogar aktuell noch ohne Wenden.
Zukünftig fahren die IC nach Kopenhagen vermutlich ausschließlich über den Fehmarnsund, aber der D-Takt sieht eine Linie von Hamburg nach Aarhus vor. Auch soll ein Teil des RE7 nach Tinglev fahren. Die Züge wurden schon beschafft. Eine Zugteilung in Weiche ist logische Konsequenz.
Ich könnte mir aber trotzdem eine IC-Linie nach Fredericia/Odense zukünftig vorstellen, wenn die Kopenhagen-Linie über Lübeck geleitet wird.