Beschreibung des Vorschlags
Die Trasse der S75 (Wartenberg – Warschauer Str.) in Marzahn-West liegt ungünstig, 40-50m von der Fernbahn entfernt. Die beiden Streifen links und rechts der Schienen sind zu schmal für jedwede Nutzung. In Berlin sind Flächen für Wohnungsbau sehr gefragt. Es werden schon Häuser aufgestockt, Büros umgebaut, Innenhöfe verdichtet, Wälder abgeholzt usw.
Mein Vorschlag wäre, die S75-Trasse nach Westen, direkt neben die Außenringgleise zu versetzen.
Dadurch entsteht östlich ein breiter Streifen freies Land, das nun zum Wohngebiet entwickelt werden kann. Der Haltepunkt Gehrenseestr wird südlich der Brücke und westlich des heutigen Gleises nach Süden neu gebaut. Die heutige Zugangsbrücke führt dann zum Nordende des Bahnsteigs. Auch am Südende gibt es eine Brückenzuwegung. Von jener liegt das neue Wohnviertel komplett im gesetzlich vorgeschriebenen 500m-Radius, damit auf Buserschließung verzichtet werden kann. Jenseits des 500m-Radius soll eine Grün- und Erholungsfläche zum Grenzgraben hin anschließen. Südlich könnte man noch Abstellgleise verlegen, an welchen es der Berliner S-Bahn notorisch mangelt.
Dies steigert die Nutzerzahlen der S75, und macht ihre Verlängerung ins Stadtzentrum wahrscheinlicher.

Ich kenne mich vor Ort nicht aus, aber nach einem Blick auf OpenStreetMap glaube ich nicht, dass das Gelände für Wohnungsbau geeignet ist.
Laut OpenStreetMap laufen über den Streifen östlich der Bahn eine Hochspannungsleitung und eine Fernwärmetrasse. Selbst wenn man die auch verlegt bleibt nur ein schmaler Streifen zwischen Gewerbegebiet und Bahntrasse übrig, weit ab von anderer Wohnbebauung und der zum Wohnen notwendigen Infrastruktur (die besteht ja nicht nur aus einer Bushaltestelle). Zum Wohnen alles andere als attraktiv. Wenn man den Streifen freiräumt, wird man dort eher das Gewerbegebiet erweitern.
Was ist eigentlich zwischen dem Bahnhof Nord-Ost und der Fernbahn geplant? OpenStreetMap zeigt dort eine Baustelle an. Wenn man die Nordeinfahrt in den Bahnhof Nord-Ost nach Osten zur Fernbahn verlegt, könnte man östlich der Detlevstraße Wohnhäuser bauen und das dortige Wohngebiet erweitern. Das dürfte zum Wohnen deutlich attraktiver sein und die Infrastruktur ist dort wahrscheinlich schon ausreichend.