RLP: Begradigung der linken Rheinstrecke

 

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Beschreibung des Vorschlags

Die linke Rheinstrecke ist im Mittelrheintal sehr kurvenreich und erlaubt keine sonderlich hohen Geschwindigkeiten, was zu längeren Fahrzeiten führt. So braucht der RE2 zwischen Koblenz und Mainz ca. eine Stunde, während der IC/ICE nur eine kleine Zeitersparnis von 10 Minuten hat. Des Weiteren ist sie durch den regen Güterverkehr überlastet und braucht dringend Entlastung.

Dieser Engpass soll daher mit geradlinigeren Neubaustrecken für den schnellen Regional- und Fernverkehr begradigt werden.

Zum Ausbauvorhaben:

Vom Ausbauvorhaben betroffen sind die Abschnitte Koblenz – Boppard Hbf, Boppard Hbf – Boppard-Hirzenach, Stadtgrenze Boppard/St. Goar – Oberwesel und Bacharach – Bingen (Rhein) – besonders die ersten drei sind sehr kurvenreich.

Alle Abschnitte erhalten jeweils eine zweigleisige NBS mit hohem Tunnelanteil (welcher der Tallage der Altbaustrecke geschuldet ist) und Geschwindigkeiten von mindestens 200 km/h zulassen.

Betriebskonzept:

Über die NBS sollen die RE (RE2, RE17) und der Fernverkehr geführt werden, sodass die ABS nur noch vom Güterverkehr und der RB26 beansprucht wird. Letztere kann durch die geringere Auslastung zu einem ganztägigen T30 verdichtet werden, was ich angesichts ihrer Bedeutung im Berufs- und Ausflugsverkehr für besonders sinnvoll halte.

Vorteile:

  • Hohe Zeitersparnisse für RE und FV
  • Entlastung der Altbaustrecke
  • Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit auf weiten Streckenabschnitten
  • Attraktivierung der Bahn im Mittelrhein
  • Potenzial für mehr Personenzüge auf der Rheinstrecke

Nachteile:

  • hoher Tunnelanteil und somit hohe Baukosten
  • langfristige Umsetzung

Metadaten zu diesem Vorschlag

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6 Kommentare zu “RLP: Begradigung der linken Rheinstrecke

  1. Für den schnelleren Verkehr gibt es doch bereits eine Neubaustrecke auf der anderen Seite des Rheins, über Limburg und Montabaur. Nur für zwei RE-Linien einen solch gewaltigen Aufwand zu treiben, halte ich für maßlos übertrieben.

    Wenn, dann wäre es eher sinnvoll den Güterverkehr in die Tunnels zu legen, um den mit ihm verbundenen Lärm aus den betroffenen Orten herauszuholen.

      1. Naja, da wird auch viel Lärm in den Orten verursacht. Der Bestandsschutz ermöglicht das, aber Veränderungen wären sicher wünschenswert. Natürlich darf das nicht solche wahnwitzigen Ausmaße wie in diesem Vorschlag annehmen.

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