Beschreibung des Vorschlags
Ich habe beim durchstöbern festgestellt, dass es eine Idee von Daniel Nieveling zur TVO gibt. Da ich das recht spannend finde, habe ich meine eigene Idee hierzu entwickelt. Diese weicht an ein paar Punkten deutlich ab, bildet im Kern aber diesen Ansatz ab.
Wo weicht meine Idee denn genau ab?
Direkt an den Enden geht es los. So möchte ich im Norden noch weiter als bis zum S Marzahn fahren, damit eben die Erschließung für diese Verbindung steigt. Da dies auch nur im eigenen Gleisbett wäre, sehe ich diese zusätzlichen 2,8 km als nicht problematisch an. Eine weitere Abweichung betrifft den Bereich um die S und U 5. Hier möchte ich dann doch direkt das UKB anbinden und auch die Gärten der Welt. Dadurch ist der Weg zwar etwas länger, aber auf dem Blumberger Damm ist ebenfalls ein eigenes Gleisbett möglich. Damit es aber nicht zu einer Stausituation an der Allee der Kosmonauten kommt, möchte ich in der Poelchaustraße die freie Fläche nutzen, um die Fahrbahn zu verbreitern, sodass eine Busspur entstehen kann. In der Elisabethstraße möchte ich hingegen den Durchstich über die Gleise streichen, sodass nur noch nach rechts abgebogen werden kann. Damit der Bus jedoch seinen gewohnten Weg nimmt, müsste der Abschnitt der Straßenbahn mit Asphalt versehen werden.
Um wilde Konstruktionen zu vermeiden, soll die Straßenbahn unter der Brücke über die S-Bahn hindurchfahren und dann zu dieser parallel geführt werden. Durch die vorhandene Bushaltestelle kann dort auch leicht eine Schleife für Verstärker entstehen, bzw. dem Nachtverkehr. Da es bisher so ist, dass es nur eine Fußgängerquerung mit Schranken gibt, müsste auch an die Bahngleise gegangen werden. Da ich eh für einen 2 gleisigen Ausbau der Fernbahngleise bin, könnte man das ganze gleich in einen Trog packen und dann ober drüber die Straßenbahn mit Fuß- und Radverkehr führen. Ich finde dann auch eine gradlinige Führung zur U5 sinnvoller, als zu versuchen die Straßenbahn in die B1 einzufädeln und dann auch wieder herauszunehmen. Die Straße dann südlich der U5 ist zwar recht schmal, aber durch Fällung der Bäume wäre der Platz wieder ausreichend. Das ist zwar nicht optimal, sorgt aber für einen guten Nahverkehr, weshalb ich das hier ausnahmsweise für vertretbar halte.
Dann soll die Strecke der VTO folgen oder wie eingezeichnet den Bahngleisen. Natürlich müssten bei der eingezeichneten Variante noch Querungsmöglichkeiten geschaffen werden, damit auch Menschen westlich davon zu den Haltestellen kommen. Jetzt weicht dann ab dem Bahnhof Wuhlheide mein Vorschlag wieder deutlich ab. So möchte ich das Stadion und den Ortskern Köpenick direkt verbinden. Das Stadion erhält so eine viel bessere Anbindung gerade in den osten der Stadt. Im Ortskern sind zudem alle Linien gebündelt, damit man hier leichter umsteigen kann. Durch die dann weitergehende Führung über die Glienicker Straße wird auch ein weiterer Anschluss an den Betriebshof Adlershof geschaffen. Das könnte auch von Relevanz sein, wenn es mal zu Bauarbeiten oder Störungen kommt.
Nun endet aber auch die Parallelität der Vorschläge. Ich möchte nämlich die Strecke gleich bis zum Flughafen verlängern und so wirklich eine Alternative zur S-Bahn schaffen. Dabei habe ich auch das Gewerbegebiet östlich von Schönefeld direkt angeschlossen, damit eine U7 Verlängerung dort keinen Schlenker machen müsste. Auch ist der Schlenker am Bahnhof Schönefeld beabsichtigt, denn dort sind diverse Parkplätze die so direkt mit dem Gewerbegebiet und natürlich dem Flughafen verbunden wären. Das entlastet dann die S-Bahn ein wenig. Zudem kann die Straßenbahn auch für die geplante Airport City einen guten Anschluss gewährleisten.
Natürlich ist die Strecke sehr lang. Da der überwiegende Teil aber im eigenen Gleisbett oder durch schwach befahrene Straßen führt, denke ich, dass die Pünktlichkeit kein Thema werden sollte. Wenn man also etwas Puffer in den Fahrplan einbaut, sollte das aus meiner Sicht gut funktionieren. Geplant wäre für mich eine neue M-Linie, die jedoch nicht die gesamte Strecke bedient. So würde ich diese M-Linie nur zwischen Schönefeld und Allee der Kosmonauten/S Marzahn (je nachdem was sinnvoller wäre) fahren lassen. Der BER hätte sowieso einen Nachtbusanschluss der an der Straßenbahn vorbeifährt und egal ob mit U7 Verlängerung oder ohne erhalten bleiben würde. Daher braucht es hier keine Doppelung. Auch wäre im Norden der Nachtverkehr durch andere M-Linien gewährleistet. S Marzahn würde nochmal mehr Linien anschließen, hätte aber vermutlich nicht so viele Fahrgäste zwischen der Allee der Kosmonauten, weshalb ich mir hier unsicher bin.
Die Streckenlänge ist bei so ungefähr 35,5 km, wovon aber alleine der Abschnitt S Schönefeld bist BER 8,2 km sind. Diese sind also völlig unproblematisch, da hier komplett auf eigenen Gleisen verkehrt werden kann und der größte Ansturm genau an der Endhaltestelle stattfinden würde. Somit ist die Strecke knapp über 27 km lang und damit nicht so extrem überlang, gerade vor dem Hintergrund den ich beschrieben habe.
