Beschreibung des Vorschlags
Um weiterhin einen schnellen Regionalverkehr auf der SFS zu haben braucht es meiner Meinung nach mehr Überholstellen für die ICEs. Wenn ich es richtig sehe, gibt es zwischen Stuttgart Hbf und Merklingen keinen Überholbahnhof (Flughafen Bf. mal ausgenommen)
Die Idee dieses Vorschlages ist es,
- die Reisezeit zwischen Ulm und Nürtingen/Metzingen/Reutlingen/Tübingen zu verkürzen, indem man in Wendlingen Süd umsteigen kann.
- Auch für Reisende aus Nürtingen/Metzingen/Reutlingen/Tübingen könnte sich das Angebot nach Stuttgart bzw. zum Flughafen durch den neuen Halt Wendlingen Süd verbessern.
- Ebenfalls profitiert Wendlingen von einem Anschluss an den Flughafen
Durch den Halt der RE am Bahnsteig an der Großen Wendlinger Kurve können die Züge nach Stuttgart Flughafen in Wendlingen Süd warten und sich optimal in die SFS einfädeln.
Wer hält hier?
- oben:
- der RE200 (Stuttgart(Hbf)-Flughafen-Ulm)
- RE (Stuttgart(Hbf)-Flughafen-Wendlingen Süd-(…)-Tübingen)
- ggf. einzelne IC
- unten:
- RE/RB (Stuttgart(Hbf)-Esslingen-Nürtingen-(…)
- Busse: es sollten auch Buslinien zum neuen Bahnhof geleitet werden. Der 196er fährt ohnehin schon vorbei, aber weitere Linien halte ich für denkbar (z.B. eine kleine Schleife des 155ers)
Baumaßnahmen:
An der Neckar-Alb-Bahn (4600) unten sollten zwei Bahnsteige errichtet werden. Ich denke unter der Brücke ist dort genügend Platz mit den Stützen.
An der SFS sollen zwei Außengleise errichtet werden und an diesen zwei Bahnsteige. Je nach Ausführung (bzw. Länge des Überholbahnhofs) bedarf es zwei Neckarbrücken für die neuen Gleise.
Die Große Wendlinger Kurve muss leicht verlegt werden und soll nun vom nördlichen Außengleis abzweigen. Auch an der Großen Wendlinger Kurve soll ein Bahnsteig entstehen.
Für die Überholgleise sollten Weichen für mindestens 120km/h im abzweigenden Ast verbaut werden, sodass die Regionalzüge erst recht spät abbremsen müssen und somit die ICEs nicht ausbremsen.

Ich finde das eine gute Idee.
Und warum zählst du den Flughafenbahnhof nicht mit?
Und wieso genau bräuchte es denn unbedingt mehr Überholbahnhöfe? Die Regios fahren 200 km/h, die ICE 250 km/h, allerdings sind die Regios noch etwas spurtstärker.
Davon abgesehen halte ich es für einen großen Planungsfehler, dass man im Umkreis Wendlingen/Kirchheim/Nürtingen keinen SFS-Halt vorgesehen hat. Aus diesem Grund befürworte ich diesen Vorschlag.
Dieser Standort ist aufgrund seiner Umsteigemöglichkeiten zur Neckar-Alb-Bahn für einen solchen Halt prädestiniert.
Ursprünglich sollten ja mal Güterzüge auf der SFS fahren. Die würden wahrscheinlich nicht in den Flughafenbahnhof fahren (können) um überholt zu werden. Auch einen liegengebliebenen ICE kann man wahrscheinlich dort schlecht abstellen. Aber man könnte den natürlich auch über die Wendlinger Kurven rausziehen.
Das stimmt. Und wenn alles nach Plan läuft und getaktet ist, braucht man die wahrscheinlich nicht. Doch leider treten häufig Verzögerungen auf, sodass Überholungen schon sinnvoll sein können. Extra Überholbahnhöfe würden sich hier wahrscheinlich nicht lohnen, aber wenn man es mit einer Station verbindet, dann schon. Ich sehe an der SFS Potential für mehr Bahnhöfe.
Danke und das sehe ich auch so. Ich verstehe nicht, wie bei so einem umstrittenen Projekt noch so viele „Fehler“ drin sein können. Der Pfaffensteigtunnel muss ergänzt werden, der Nordzulauf, die P-Option, eine weitere Wendlinger Kurve wurde ergänzt, eine 4. fehlt mMn noch, Verzicht auf 300km/h trotz geringer Mehrkosten (vgl. Taskforce Trassierung) und die fehlenden Bahnhöfe entlang der Strecke. Umso verwunderlich, dass Merklingen einen Bahnhof bekommen hat. Das zeigt gut, welche positiven Folgen die Mitwirkung haben kann.
Soweit ich weiß, sollten die Güterzüge nur zwischen Wendlingen und Ulm fahren.
Ich glaube kaum, dass man die wertvollen Trassen im Stuttgarter Tiefbahnhof für Güterzüge opfern wollte. Und ob die Zulauftunnel zum neuen Hbf überhaupt güterzugtaugliche Steigungen haben, weiß ich auch nicht.
2 Gründe:
1. Damit sich das Projekt überhaupt begonnen wird, muss es wirtschaftlich sein. In ein laufendes Projekt noch weitere Sachen reinzubringen, ist einfacher, als es von Anfang an zu machen. Denn wäre S21 von Anfang an so geplant worden, wie es heute ist, wäre es nie in der Form umgesetzt worden.
2. Der Angebotsausbau im Regionalverkehr ging deutlich schneller als man prognostiziert hat. Die Kapazität von S21 wurde am damaligen Zugaufkommen aus geplant, plus noch eine zusätzliche (relativ große) Reserve für zukünftige Leistungsausweitungen.
Diese zukünftigen Leistungsausweitungen fahren allerdings mittlerweile schon und für die nächsten Jahre sind noch weitere umfangreichere Ausweitungen geplant.
Ein sehr guter Vorschlag, nicht unbedingt zur Überholung aber zur besseren Verknüpfung der Region mit der SFS und damit erheblich schnelleren Fahrzeiten nach Ulm und Stuttgart.
Insbesondere würde ich die unteren Bahnsteige im Regelverkehr (ausschließlich) durch die ab 2027 fahrende S1 bis Nürtingen bedienen lassen, so können die MEX da noch durch fahren.
Kommt natürlich auf die genaue Fahrplangestaltung an, allerdings würde ich die MEXe dort definitiv halten lassen, damit auch alles hinter Nürtingen (z.B. Tübingen, Reutlingen) den Umstieg nach Ulm hat.
Danke für den Kommentar.
Das sehe ich nicht so. Ich denke der Halt lohnt sich gerade wegen den Städten dahinter. Metzingen (ca. 25k Einwohner), Reutlingen (ca. 120k EW) und Tübingen (ca. 90k EW, viele Studenten mit D-Ticket) sowie die vielen Dörfer bringen enormes Potential nach Wendlingen Süd. Die aktuelle Anbindung nach Stuttgart ist zwar nicht schlecht, aber verbesserungswürdig, nach Ulm existiert die Anbindung quasi mit Umstieg in Plochingen, was deutlich länger dauert und für eine Fernverkehrsanbindung muss man nach Stuttgart. Ich könnte mir gut vorstellen, dass in Wendlingen Süd zukünftig auch noch ein IC (oder langsamer ICE) hält, der Reisende nach Stuttgart-Frankfurt/Karlsruhe-? bzw. München bringt.