W/GM: Oberbarmen Bf – Radevormwald Busbf

 

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Beschreibung des Vorschlags

Radevormwald und Wuppertal sind nur schlecht und langsam miteinander angebunden, da die Linie 626 größtenteils nur im T60 verkehrt (lediglich in der HVZ fährt sie im T30) und teilweise Schlenker macht, was die Fahrzeit verlängert. Die 626 braucht knapp 50 Minuten, um von Oberbarmen Bahnhof zum Radevormwalder Busbahnhof zu kommen.

Da Radevormwald (~22.000 EW) stark auf Wuppertal ausgerichtet ist, wird von offizieller Seite eine Reaktivierung der Wuppertalbahn in Erwägung gezogen. Dies ist zwar ein richtiger Fortschritt, allerdings sind Reaktivierungen erfahrungsgemäß nicht so schnell umsetzbar. Dies sollte Anlass genug sein, um als Vorgeschmack einen Schnellbus einzuführen.

Die Schnellbuslinie soll im Gegensatz zur 626 weniger Haltestellen anfahren. Es sollen folgende Haltestellen angefahren werden: Oberbarmen Bahnhof, Werk Öhde, Öhde, Elektrowerk, Laaken, Papierfabrik, Wupperbrücke, Beyenburg Mitte, Dahlerau Bf, Dahlhausen Brücke, Herbeck, Bergerhof, Hermannstraße, Lindenbaumschule, Rathaus und Radevormwald Busbahnhof. Außerdem sollen in Beyenberg und Dahlerau keine Schlenker mehr gemacht werden, sodass Beyenburg Mitte und Dahlerau Bahnhof in beiden Richtungen angefahren werden können.

Als Mindestangebot halte ich einen T60 für angemessen, sodass mit der 626 2-3 Fahrten/Stunde angeboten werden. Durch das Auslassen vieler Haltestellen und die Verkürzung des Linienweges ist von einer Zeitersparnis von etwa 15 Minuten auszugehen.

Zum Tarif: Auf der gesamten Strecke sollen sowohl der VRR- als auch der VRS-Tarif gelten. Bereits vor 2008 galten VRR-Tickets auch bis Radevormwald, seitdem wird nur noch der VRS-Tarif anerkannt. Wenn dieser SB als Vorlaufbetrieb fährt (und die Wuppertalbahn wieder befahren wird), sollte Radevormwald auch wieder mit dem VRR-Tarif erreichbar sein.

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4 Kommentare zu “W/GM: Oberbarmen Bf – Radevormwald Busbf

  1. Hallo, die Argumentation der besseren Anbindung kann ich nachvollziehen, allerdings scheint mir die Lösung fraglich. Bei Betrachtung der Karte fällt auf, dass der Schnellbus die selbe kurvige Strecke befährt wie die Linie 626. Wäre es nicht effzienter, einen Schnellbus einzurichten, der von Radevormwald direkt über die B229 nach Lennep fährt und dort schlanken Anschluss an die S7 nach Wuppertal hat? Zwischenhalte wären nicht nötig, ggf. ist zu prüfen, ob Bergerhof und Bismarckplatz genug Potenzial haben. Die Fahrzeit könnte zwischen Radevormwald Busbahnhof und Lennep Bahnhof weniger als 15 Minuten betragen, so dass eine Reisezeit von 35 Minuten zwischen Rvw. und Oberbarmen inklusive der Umstiegszeit in Lennep möglich wäre. Man könnte also mit dem selben Aufwand doppelt so viele Fahrten anbieten, also im Halbstundentakt fahren und somit (nach der geplanten Taktänderung auf der S7) an jeden Zug zwischen Oberbarmen und Lennep einen Schnellbusanschluss nach Radevormwald anbieten.

    1. Bei Betrachtung der Karte fällt auf, dass der Schnellbus die selbe kurvige Strecke befährt wie die Linie 626.

      Das stimmt nicht so ganz. In Beyenburg macht die 626 in beiden Richtungen einen Schlenker über Beyenburg Mitte und Am Kriegermal, der Schnellbus hingegen nimmt den direkten Weg, und hält lediglich an der Wupperbrücke und in Beyenburg Mitte (neue Bussteige nötig).

      Dasselbe gilt auch in Dahlerau: Die 626 fährt meistens über den Schröderweg und Keilbecker Straße, um dann weiter nach Radevormwald/Oberbarmen zu fahren. Der Schnellbus tut es nicht – er nimmt den direkten Weg und hält lediglich am Bahnhof.

      Wäre es nicht effzienter, einen Schnellbus einzurichten, der von Radevormwald direkt über die B229 nach Lennep fährt und dort schlanken Anschluss an die S7 nach Wuppertal hat? Zwischenhalte wären nicht nötig, ggf. ist zu prüfen, ob Bergerhof und Bismarckplatz genug Potenzial haben.

      Das wäre wahrscheinlich sinnvoller, dennoch würden Dahlerau und Beyenburg nicht profitieren können. Ich möchte den SB weitestgehend parallel zur Wuppertalbahn fahren lassen, damit die Anwohner entlang der Bahnstrecke einen Vorgeschmack bekommen.

      Mit deiner Idee lassen sich mit Lennep, Krebsöge, Niedernfeld, Herbeck, Bergerhof und Radevormwald Busbahnhof auch andere Verbindungen beschleunigen. Zusätzlich hätte dieser Schnellbus auch im Freizeitverkehr einen Mehrwert, da er auch die Wuppertalsperre besser anbindet. Hier könnte man ggf. auch das H2O anfahren, was  entweder als Endpunkt oder mittels Stichfahrt bedient würde.

      Die Fahrzeit könnte zwischen Radevormwald Busbahnhof und Lennep Bahnhof weniger als 15 Minuten betragen, so dass eine Reisezeit von 35 Minuten zwischen Rvw. und Oberbarmen inklusive der Umstiegszeit in Lennep möglich wäre. Man könnte also mit dem selben Aufwand doppelt so viele Fahrten anbieten, also im Halbstundentakt fahren und somit (nach der geplanten Taktänderung auf der S7) an jeden Zug zwischen Oberbarmen und Lennep einen Schnellbusanschluss nach Radevormwald anbieten.

      Wie gesagt ist deine Idee auch gut und würde den ÖPNV deutlich aufwerten. Zusätzlich zur S7 soll laut Zielnetz NRW auch eine RB37 verkehren, welche ebenfalls im T30 fahren und den Takt auf einen ca. T10/20 verdichten soll – dann sollte der Schnellbus entsprechend öfter fahren.

      Der eigentliche Knackpunkt ist aber der Tarif: Es gilt seit 2008 nur noch der VRS-Tarif als Übergangstarif, zuvor durfte man auch mit VRR-Tickets nach Radevormwald fahren – somit verteuert sich der Übergang VRR/VRS deutlich. Wenn also der SB umgesetzt wird (egal ob von Oberbarmen oder Lennep), dann soll bitte auch wieder der VRR-Tarif bis Rade gelten – es kann nicht sein, dass man für das kurze Stück bis zum Busbahnhof ein zweites Ticktet kaufen muss.

      1. Der eigentliche Knackpunkt ist aber der Tarif: Es gilt seit 2008 nur noch der VRS-Tarif

        Ich glaube, dieser Punkt wird in wenigen Jahren verschwinden. Mit Einführung des Deutschlandtickets für 49 Euro vsl. im Jahr 2023 werden die Verbundtarife (nicht sofort, aber nach ein bis drei Jahren) ihr Preis- und Preisstufensystem radikal vereinfachen (müssen). Ich gehe davon aus, dass von den bisher gewohnten Tarifregeln und Preishöhen wenig übrig bleibt und neue, einfache Tickets und Preise vorherrschen.

         

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